Dienstag, 6. Oktober 2015

Uni-Freiwilligenarbeit stärkt internationale Kontakte

Berlin (VoluNation) - Mehr als 300.000 ausländische Studenten waren im vergangenen Jahr an deutschen Hochschulen eingeschrieben, so viele wie noch nie. Doch Fachleute beklagen, dass zu wenige als Fachkräfte nach Abschluss des Studiums in Deutschland bleiben. Mangelnde Integration und fehlende Sprachkenntnisse zählen zu den häufigsten Gründen, das Land wieder zu verlassen. Bildungsexperten empfehlen daher den Ausbau von Freiwilligen-Projekten an Hochschulen, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit. Ehrenamtliches Engagement erlaubt Einblicke in den Arbeitsalltag und fördert die Kontakte von Studenten und Kollegen.

Die Verbindung von Studium und Ehrenamt, das so genannte Service Learning, ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch und wird bereits an über 30 Hochschulen angeboten. Studenten können sich z.B. bei Vereinen, Organisationen oder öffentlichen Einrichtungen ehrenamtlich engagieren und praxisnahe Projekte umsetzen. Fachliche Inhalte, die an der Hochschule parallel gelehrt werden, werden auf diese Weise vertieft.

Viele ausländische Service-Learning-Teilnehmer erklären, durch Freiwilligenarbeit leichter Kontakte zu Einheimischen gefunden zu haben. Denn nach Angaben des Hochschulbildungsreports werden Begegnungen zwischen deutschen und ausländischen Studenten seltener. Nur 25% geben an, regelmäßig oder manchmal Kontakte zu ausländischen Studenten zu haben, fast 40% haben dagegen überhaupt keine. Hochschulen wie z.B. die Universität Halle-Wittenberg wenden sich daher gezielt an ausländische Studenten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Dort kommt mittlerweile fast jeder dritte Service-Learning-Teilnehmer aus dem Ausland.

Untersuchungen haben ergeben, dass Freiwilligenarbeit im Studium soziale Kompetenzen wie Kommunikations- und Teamfähigkeit fördert und Studenten motiviert. Gemeinnützige Vereine und Kommunen, die mit den Hochschulen zusammenarbeiten, profitieren ebenfalls vom studentischen Engagement. Sie werden bei Projekten unterstützt und können Ideen umsetzen, die ohne das ehrenamtliche Engagement der Studenten nicht zu realisieren sind.

Entstanden ist die Idee des Service Learning in den USA. Dort starteten erste Projekte an Hochschulen bereits im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Seit den 1980er Jahren hat es sich dort weit verbreitet und ist an der Mehrzahl der Universitäten Teil der Hochschulausbildung. Teilweise ist der Nachweis von Freiwilligenarbeit eine Voraussetzung für den Abschluss.

Über VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter www.VoluNation.com erhältlich.