Montag, 8. Mai 2017

sub:marine – Tauchgang auf der re:publica


Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane setzt die re:publica mit der Subkonferenz „sub:marine" einen Schwerpunkt zu Unterwasserwelten und Meeresforschung.

Berlin - Auf der 11. re:publica geht es vom 8. bis zum 10. Mai 2017 auf Tauchgang in die Welt der Meere und Ozeane. Die heute eröffnete Subkonferenz „sub:marine" im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane bringt Expertinnen und Nachwuchswissenschaftler aus ganz Europa mit Vordenkern der digitalen Branche und der Zivilgesellschaft in den Dialog. Wie sieht die Zukunft der Meeres- und Klimapolitik im postfaktischen Zeitalter aus? Und was hat ein Zeppelin mit Meeresforschung und dem „Uhrwerk Ozean" zu tun? Im „Makerspace" steht Interaktion im Vordergrund: Hier können Teilnehmerinnen und Teilnehmer Meeresbakterien zum Leuchten bringen und Unterwasserklänge per Hydrophon aufspüren.

„Mit Hilfe der Wissenschaftsjahre wollen wir die Menschen motivieren, sich mit Wissenschaft und Forschung zu beschäftigen. Das passt gut zu den Zielen der re:publica: nach vorne denken und neugierig sein. Denn unsere demokratische Gesellschaft braucht Aufgeschlossenheit für neue Erkenntnisse. Und sie braucht eine Verständigung darüber, was belastbare Fakten sind, und was Schein und Vermutung. Deshalb kommen wir nun bereits zum dritten Mal auf der re:publica zusammen", erklärt Matthias Graf von Kielmansegg. Er leitet die Abteilung „Grundsatzfragen; Strategie; Digitaler Wandel" im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das die Wissenschaftsjahre gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD) ausrichtet. Im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane gibt es viele faszinierende Berührungspunkte mit digitalen Technologien: „Innovative Technologien sind bei der Erforschung der Meere nicht mehr wegzudenken", so von Kielmansegg.

Das kann Tiefseeforscherin Prof. Antje Boetius nur bestätigen. Auf der „sub:marine" nimmt sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf einen digitalen Tauchgang in die Tiefsee. „Die Tiefen der Ozeane sind für uns schwerer zugänglich als der Mond. Wir brauchen Roboter, die uns Bilder und Daten aufs Forschungsschiff und ins Labor holen." Doch das ist noch nicht alles. Digitale Technologien bringen die Erkenntnisse der Forschung auch in die Bevölkerung. „Wie kann man digitale Medien nutzen, um eine Brücke zwischen Bundesbürgern und Wissenschaftlern zu schlagen?", fragt sich Boetius. „Streaming und soziale Medien bieten riesige Potenziale für moderne Wissenschaftskommunikation, die wir noch intensiver nutzen müssen."

Die re:publica hat sich seit ihrer Premiere 2007 zu einer der weltweit wichtigsten Konferenzen für die Digitalisierung der Wissensgesellschaft entwickelt. 2016 wurde sie von mehr als 8.000 Gästen und über 800 Journalistinnen und Journalisten besucht.

Weitere Informationen: re-publica.com/tags/submarine

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane


Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.