Donnerstag, 20. September 2018

Handel und Handwerk bei den Alamannen: Handel im frühen Mittelalter

4. Ellwanger Alamannen-Forum am 13. und 14. Oktober 2018 im
Alamannenmuseum Ellwangen

ELLWANGEN (pm) - Am 13. und 14. Oktober 2018 findet bereits zum 4.
Mal das Ellwanger Alamannen-Forum statt. Dabei steht jedes Jahr ein
besonderes Thema aus der Lebenswelt der Alamannen im Mittelpunkt. Bei
der vierten Auflage dieses Themenwochenendes im Alamannenmuseum geht es
um die "Handelsbeziehungen der Alamannen". An diesem Wochenende beleben
verschiedene Händler und Handwerker das Alamannenmuseum und zeigen ihre
Kunst. Die Besucher finden an verschiedenen Themenstationen viel
Wissenswertes zum Anfassen, Ausprobieren und Erleben vor. Der
Veranstaltungsflyer liegt ab sofort im Museum und an vielen Stellen
aus.

Wer nun glaubt, die Alamannen hätten nicht über ihren eigenen
Tellerrand geblickt, der irrt sich gewaltig. Die Handelsbeziehungen
erstreckten sich über die ganze damalig bekannte Welt und sogar darüber
hinaus. Selbst aus dem weit entfernten China fanden Waren ihren Weg auf
die Alb. Aber auch Dinge des täglichen Bedarfs wurden nicht nur vor Ort
hergestellt, sondern über größere Strecken eingehandelt.

In Präsentationen und Handwerksvorführungen wird die vernetzte Welt der
Alamannen wieder lebendig. Die Glasperlenmacherin zeigt, wie aus dem
zerbrechlichen Werkstoff Glas wunderbare kleine Kunstwerke werden. Ihre
Kunst liegt im Einfachen: nur aus Feuer und Glas erschafft sie mit viel
Geschick, Erfahrung und Können wundervolle bunte Perlen in ganz
verschiedenen Formen.

Nicht jedes Dorf hatte eine Getreidemühle im Ort. Wo diese fehlten,
musste man sich mit Handmühlen behelfen. Die Qualität der Mühlsteine war
auch für die Güte der Mehle entscheidend. Aber hochwertige Steine sind
nicht überall zu finden. So wurden auch Mühlsteine über weite Strecken
transportiert. Durch das große Gewicht der Fracht war der Transport
mühsam und nicht einfach.

Kenntnis von den vielen exotischen Waren erhielten die Alamannen häufig
von den Römern. So mancher Alamanne, der seine Zeit als Legionär in
Diensten Roms abgeleistet hatte, machte sich hinterher als Händler
selbstständig. Er wusste nämlich ganz genau, für welche Waren aus dem
Barbaricum die Römer bereit waren, viel Geld auszugeben. Umgekehrt waren
ihm auch die Wünsche seiner alamannischen Landsleute nur allzu
vertraut.

Wer über das nötige Kleingeld verfügte, konnte sich allerlei Luxus
erlauben. Glasbecher, in denen der Wein so schön funkelte, die aber so
zerbrechlich waren, dass man sie kaum zu benutzen wagte. Stoffe und
Gewürze aus Weltgegenden, die so weit entfernt lagen, dass man nicht
einmal ihren Namen kannte. Die Welt der Alamannen hörte nicht hinter dem
eigenen Gartenzaun auf, auch wenn vermutlich nur die wenigsten die weite
Welt mit eigenen Augen gesehen haben dürften. Aber ist das alles in
unserer Zeit nicht ganz genau so?

An ausgewählten Stationen wird es Vorträge geben, die einzelne Themen
vertiefen, und die Handwerker und Künstler lassen sich sicher nicht
lange bitten und zeigen und erklären gerne ihre Tätigkeiten.

Darstellungen:

Gyde Botsch
Der weite Weg der Mühlsteine

Maren Siegmann
Kunter-Bunt und Farben-Froh: Glasperlen

Jürgen Kolar
Handel mit den Römern

Jürgen Heinritz
Was kostet die Welt

Bei dieser Veranstaltung ist nur der übliche Eintritt zu entrichten,

Nähere Informationen zum Programm sind im Internet unter
www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Bereich Aktuelles) erhältlich. Der
Veranstaltungsflyer liegt an vielen Stellen aus und kann auch auf der
Internetseite heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum @ ellwangen.de
 

www.alamannenmuseum-ellwangen.de

Öffnungszeiten: jeweils 13-17 Uhr

Eintritt: 3,00 €, ermäßigt 2,00 €, Familien 7,00 €