Donnerstag, 11. September 2014

Wie man archäologische Funde wieder zum Leben erweckt

Eine ostbayerische Firma lässt archäologische Funde wieder lebendig werden - in Farbe und 3D. Neben den weltberühmten chinesischen Terrakotta-Kriegern hat das Unternehmen schon den römischen Kaiser Konstatin dreidimensional vermessen - ein erster Schritt, um im visuell "Leben einzuhauchen".
Altenthann (obx) - Ob eine Monumentalstatue des römischen Kaisers Konstantin oder tausende Jahre alte Grabanlagen - archäologische Funde haben einen großen Nachteil: Der Zahn der Zeit nagt über die Jahrhunderte hinweg an ihrer Substanz. Oft bedarf es großer Phantasie, um in den ausgegrabenen Bruchstücken Jahrtausende alter steinerner Zeitzeugen das pulsierende Leben in versunkenen Weltreichen und verblassten Glanz alter Pracht zu erahnen. Ostbayerische Ingenieure helfen der Phantasie jetzt auf die Sprünge. Die IT-Experten aus Altenthann bei Regensburg lassen Gräber Grenzanlagen, Burgen und sogar Skelette mit Hilfe von raffinierter Software in ihrer ursprünglichen Form wieder aufleben. Mit innovativer Technik wird alten Fundstücken wieder Leben eingehaucht. Gefragt ist ihre Arbeit nicht nur bei Museen und im Denkmalschutz, sondern auch in der Industrie.



Ein 3D-Modell einer über drei Meter hohen Marmorbüste des römischen Kaisers Konstantin. Das Originalteil der Kaiserstatue steht in den Kapitolinischen Museen in Rom. Foto: obx-news/ArcTron 3D GmbH


Wie mag sich der römische Legionär wohl gefühlt haben, der vor fast 2000 Jahren an der weltbekannten Grenzanlage Limes patrouillierte? Dank der lebensechten 3D-Animation des ostbayerischen Unternehmens ArcTron fällt es dem Betrachter leicht, sich in den römischen Soldaten hineinzuversetzen.

Der Betrieb von Firmengründer Martin Schaich hat sich neben Ausgrabungen auf die 3D-Vermessung und Animation von archäologischen Objekten spezialisiert. Die Firma entwickelt und forscht seit über 20 Jahren - vor allem in ihrem Spezialgebiet, der mehrdimensionalen computergestützten Dokumentation in der Archäologie und Denkmalpflege.

Mit Laserscannern und Fotokameras werden je nach Auftrag Landschaften, Gebäude und selbst Knochenteile akribisch erfasst. Was mit dieser Technik möglich ist, hat das Ingenieurteam im Auftrag von drei Landesdenkmalämtern über zwei Jahre hinweg bei der Rekonstruktion eines 230 Kilometer langen Abschnitts des Limes bewiesen. Dazu wurde die Landschaft aus der Luft von Helikoptern und einem eigens entwickelten Gleitflieger aus gescannt. Aus der gigantischen Datenmenge entwickelten die Spezialisten dann am Computer eine realistische 3D-Animation der antiken Grenzanlage. Bei der Vermessung der Landschaft wurden auch bisher unbekannte Kastelle und Wachtürme entdeckt.

Die Modelle der ostbayerischen Zeitreisenden sind nicht nur virtuell, es gibt sie auch zum Anfassen. Mit einem 3D-Drucker werden beispielsweise Burgen und Schlösser nach der Vermessung detailgenau als originalfarbiges Gipsmodell rekonstruiert. Alternativ können mit den Daten eine High-Tech-CNC-Fräse gespeist werden, wie sie etwa in der Werkzeugindustrie eingesetzt werden. So entstand beispielsweise aus einem Marmorblock eine perfekte Kopie einer über drei Meter großen Büste des römischen Kaisers Konstantin des Großen für eine Ausstellung in Trier.

Firmenchef Martin Schaich hat sich schon früh während seines Archäologie-Studiums in München und Regensburg für die elektronische Messtechnik interessiert. 1993 war Schaichs Unternehmen eines der ersten, das den Nutzen der digitalen Technik für die Archäologie erkannte. Laut Schaich entdecke die Industrie zunehmend die Vorteile der 3D-Modelle. So hat sein Betrieb für ein großes Energieunternehmen den Prototyp eines kompletten Braunkohlekraftwerks digital animieren lassen.

Derzeit arbeitet die Firma an Felsmotiven im norditalienischen Valcamonica-Tal, die seit 1979 zum UNESCO-Welterbe zählen.

Ein Tipp von Martin Schaich: Wer sich für die 3D-Archäologie interessiert, kann vom 06. bis 08. November auf der "denkmal"-Messe in Leipzig viele internationale Archäologie-Projekte des ostbayerischen 3D-Technologiespezialisten hautnah erleben. Experten zeigen dabei auch den Laien wie man mit einer gewöhnlichen Digitalkamera selbst 3D-Modelle herstellen kann.

Weitere Informationen finden Sie unter www.arctron.de/de

Mittwoch, 10. September 2014

Weltpremiere in Burgers‘ Zoo: Nachweis über Jungfernzeugung bei Adlerrochen

Arnheim/NL. Als weltweit erster Tierpark konnte der Königliche Burgers‘ Zoo beweisen, dass eine eingeschlechtliche Fortpflanzung auch bei Rochen möglich ist. Eine genetische Untersuchung zeigt: Ein kürzlich in Arnheim geborener Adlerrochen hat keinen Vater. Das Phänomen „Parthenogenese“ ist bisher nur von einigen Reptilien-, Insekten- und Fischarten bekannt. „Bei Rochen konnte bisher hingegen noch keine Geburt nachgewiesen werden, ohne dass ein Vater im Spiel war“,  freut sich Max Janse, Biologe und Kurator im Burgers‘ Ocean, einem der sieben Öko-Displays des Tierparks.
Der Traditionszoo, der im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen feierte, ist der weltweit größte Züchter von Gefleckten Adlerrochen. Im Burgers‘ Ocean, einem Aquarium mit gut acht Millionen Litern Wasser, leben zwei ausgewachsene männliche Adlerrochen zusammen mit vier Weibchen. Seit 2009 hat diese Gruppe 37 Junge zur Welt gebracht. Bei allen neugeborenen Adlerrochen wird eine DNA-Analyse durchgeführt, um sicherzustellen, welcher der beiden männlichen Rochen der Vater ist. Hierfür schneidet das Ocean-Team den Jungen nach der Geburt ein kleines Stück vom Stachel ab, ohne dass sie etwas merken. „Der Stachel der Adlerrochen befindet sich am Hinterleib am Schwanzansatz. Wenn wir etwas abknipsen, fühlt sich das an, als wenn wir uns die Fingernägel schneiden. Anschließend wächst der Stachel wieder ganz normal weiter“, erklärt Janse. „Im Labor lassen wir die DNA analysieren, die in der dünnen Hautschicht rund um den Stachel vorhanden ist. Ein perfekter Vaterschaftstest.“

Der Schlüssel zum Erfolg
Ein neugeborener Adlerrochen hat eine Spannweite von 50 Zentimetern und wiegt zwischen einem und drei Kilogramm. Ein ausgewachsenes Tier kann eine Spannweite von 1,70 Metern und ein Gewicht von 50 bis 70 Kilogramm erreichen. Adlerrochen stellen hohe Anforderungen an ihre Umgebung. Die Knorpelfische sind sehr anfällig gegenüber Parasiten, benötigen viel Platz und eine gute Wasserqualität. Im Burgers‘ Ocean stehen den Adlerrochen über 1,6 Millionen Liter Wasser zur Verfügung. Janse: „Wir nehmen uns täglich rund eine Stunde Zeit, die Tiere individuell zu füttern, sodass wir genau wissen, was und wieviel jeder Rochen gefressen hat. Diese intensive Pflege ist der Grund dafür, dass Burgers‘ Zoo momentan der weltweit größte Züchter von Adlerrochen ist.“ Leider starb das Jungtier mit der besonderen Entstehungsgeschichte nach drei Tagen an einer bakteriellen Infektion. Die Todesursache steht in keinerlei Zusammenhang mit der Tatsache, dass hier Jungfernzeugung im Spiel war.

Allgemeines
Burgers' Zoo ist an allen Tagen des Jahres geöffnet, also auch an allen Feiertagen. Es gelten folgende Öffnungszeiten: vom 1. April 2014 bis zum 31. Oktober 2014 von 9:00 bis 19:00 Uhr; vom 1. November 2014 bis zum 31. März 2015 von 9:00 bis 17:00 Uhr.

Der Eintritt in den Königlichen Burgers' Zoo (bis zum 31. März 2015) beträgt für Erwachsene 19,50 Euro, für Kinder (4 bis 9 Jahre) 17,50 Euro und für Senioren (ab 65, mit gültigem Ausweis) 18,50 Euro.

Dienstag, 9. September 2014

Sodbrennen kann schmerzhaft sein

Gefährliche Dauerlösung Selbstmedikation

Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Wer kennt es nicht, dieses unangenehme Gefühl, wenn der saure Mageninhalt die Speiseröhre hinaufklettert, manchmal bis in die Kehle. Schnell greifen Patienten zu Magensäure hemmenden Arzneimitteln, die kurzzeitig Beschwerden lindern. Trotzdem warnt Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, vor einer dauerhaften Selbstmedikation: „Wenn man mit den Medikamenten Beschwerdefreiheit erzeugt, sorgt man unter Umständen dafür, dass ernsthafte Erkrankungen lange Zeit unentdeckt bleiben und eventuell nicht mehr heilbar sind.“
Sodbrennen entsteht, wenn saurer Mageninhalt die empfindliche Speiseröhre hinaufsteigt. Der menschliche Magen enthält von Natur aus 0,5% Salzsäure, die sowohl für die Verdauung als auch für die Desinfektion des Mageninhalts erforderlich ist. Die gesunde Magenschleimhaut wird von der Säure nicht weiter angegriffen. Bei lang anhaltendem Sodbrennen kann allerdings die sensible Speiseröhre Schaden nehmen. Viele Menschen leiden unter Sodbrennen. In den meisten Fällen ist das brennende Gefühl unangenehm, aber harmlos. Sogenannte Säurelocker wie Kaffee, Alkohol, Süßigkeiten oder Gewürze können die Beschwerden hervorrufen. In diesen Fällen verschwindet das Sodbrennen einige Zeit nach dem Essen wieder oder kann mit Hilfe einer Kautablette sofort behoben werden. Nehmen Patienten regelmäßig Schmerztabletten zu sich, kann auch das saures Aufstoßen hervorrufen. Durch einige Schmerzmittel kann der Säureschutzmechanismus des Magens außer Kraft gesetzt und die Magenschleimhaut angegriffen werden. Ebenso kommen Stress und eine Fehlfunktion des Schließmuskels, der den Magen von der Speiseröhre trennt als Auslöser in Frage. Nur bei dauerhaftem Sodbrennen, das häufiger als zwei Mal pro Woche auftritt, sollten Betroffene einen Arzt konsultieren.
Arzneimittel gegen Sodbrennen lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Magensäurebinder neutralisieren die Säure im Magen und sorgen praktisch für sofortige Beschwerdefreiheit. Sie sind als Kautabletten und in Gelform im Portionsbeutel verfügbar und zur Behandlung von gelegentlichem Sodbrennen hervorragend geeignet. Daneben sind die sogenannten Protonenpumpenhemmer oder PPI´s erhältlich, die die Bildung von Magensäure verhindern und daher unter den Namen Magensäurehemmer bekannt sind. Sie wirken nicht augenblicklich, sondern erst nach Stunden. Dafür hält die Wirkung mindestens 24 Stunden an. Die Medikamente, die Patienten rezeptfrei erhalten, sind sehr wirksam und beseitigen Sodbrennen zuverlässig. Wenn man häufig unter Sodbrennen leidet, lassen sich die Beschwerden dadurch bequem unterbinden. Je länger Patienten Protonenpumpenhemmer einnehmen, desto schwerer fällt Ihnen das Aufhören: „Wenn die normale Magensäurebildung wieder einsetzt, empfinden das einige Patienten als unangenehm. Der Rückgriff auf das bewährte Medikament ist dann schnell getan und die Patienten werden zu Dauereinnehmern“, schildert Erika Fink.
Sowohl bei der Einnahme von Magensäurebindern als auch von Magensäureblockern ist zu bedenken, dass sie sich mit einigen anderen Arzneimitteln nicht vertragen. Deshalb sollten Patienten auf jeden Fall vor der Selbstbehandlung fachlichen Rat vom Arzt oder Apotheker einholen, auch wenn sie das Gefühl haben, dass die Beschwerden harmlos sind.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.800 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Montag, 8. September 2014

Lernen von Landbriefträgern: Manager verrät Erfolgsgeheimnisse seiner Eltern


                     15 ganzheitliche Managment-Tipps aus einer heilen Welt
                     Ein ungewöhnliches Motivationsbuch des Elin-COO Oskar Kern

Wie er das geschafft hat? Oskar Kern, als Manager Herr über 250 Millionen Euro Umsatz und 1500 Mitarbeiter, musste bei einem Galadiner nicht lange über diese Frage nachdenken. „Alles, was ich brauchte, habe ich von meinen Eltern gelernt“, sagte er. Die verfügten nicht, wie seine Zuhörer meinten, über klingende Namen und geheimnisvolle Netzwerke. Vielmehr waren sie Landbriefträger in dem abgelegenen oberösterreichischen Dorf Liebenau.
Oskar Kern entführt in seinem ungewöhnlichen Motivationsbuch „Briefträgerkind“ (edition a, 19,95 Euro) in dieses Dorf und erzählt verblüffend aber einleuchtend, wie er als Junge, der seinen Vater und seine Mutter manchmal auf ihren weiten Wegen über das Land begleiten durfte, von ihnen kleine Lebensweisheiten aufschnappte. Die kommen in seinem Buch nicht als die neuesten Management-Tricks daher, sondern als ganzheitliche Strategien, die Menschlichkeit als Erfolgsmodell in den Mittelpunkt rücken. „Ich will meine Leser vor allem motivieren, wieder darauf zu vertrauen, dass Menschlichkeit im pragmatischen Sinn des Wortes funktioniert, und zwar besser als alles, was uns herkömmliche Karriereberater so empfehlen können“, sagt Oskar Kern.
Spaß statt Status
„Öffne auch manchmal eine Tür, hinter der ein Hund bellt“, lautet dann etwa einer von Kerns Landbriefträger-Tipps. Er erzählt, wie sein Vater, trotz diverser Bissattacken verärgerter Haushunde, sich beim Zustellen von Briefen, Paketen und Prospekten nie einschüchtern ließ. Schließlich ist meist ist der Gedanke an das Objekt der Angst bedrohlicher als das Objekt selbst, meint Kern, oder anders ausgedrückt: Die wenigsten Hunde sind so schrecklich, wie sie klingen.
„Lass dich nicht ins Postamt locken“, lautet ein anderer der insgesamt 15 Tipps. Kern empfiehlt darin seinen Lesern, sich nicht durch oberflächliche Karriereverlockungen von dem abhalten zu lassen, was sie am liebsten tun. So war sein Vater Briefträger aus Überzeugung und schlug deshalb die besser dotierte und vor allem im Winter wesentlich bequemere Option, im Postamt am Schalter zu arbeiten, aus. Kern: „Karriere funktioniert nie über das Schielen nach Status oder wirtschaftlichen Vorteilen, sondern immer nur über die eigene Ambition.
„Mach Pause, wenn du sie brauchst (und nicht, wenn es deine Urlaubsplanung vorsieht)“, lautet ein weiterer Tipp aus der rauen Gegend im Norden Oberösterreichs. Kern hat erlebt, wie sein Vater selbst im größten Stress sich die Zeit nahm, seine Postler-Puch abzustellen und sich auf seinen Routen quer durch die Wälder und Wiesen unter einen Baum zu setzen. „So viele Menschen wollen ihre Erholung auf einen Zeitpunkt in der firmeninternen Urlaubsplanung festlegen“, sagt Kern. „So funktionieren Menschen aber nicht. Wenn jeder Mitarbeiter Pausen dann macht, wenn er sie braucht, ist das für ihn selbst und für sein Unternehmen besser, auch wenn er dafür einmal aus Zeitplänen ausschert.“
Gib so viel du kannst, es kommt zu dir zurück.
Kern füllt sein Buch mit der berührenden Schilderung seiner Kindheit am Land in den 1980-er-Jahren, erzählt über die Langsamkeit des Lebens vor Anbruch des Internet-Zeitalters und lässt reale Figuren wie den Förster, die Dorfgendarmen, den Dorfwirt, die Bauern und den obligaten ganz und gar exotischen Deutschen aufleben. Aus dieser Welt generiert er dann auch den Tipp „Bist du dir deiner Sache sicher, folgen dir die anderen irgendwann“. Was er am Beispiel seiner Mutter belegt, die sich als Putzfrau des Postamtes in den Kopf setzte, als erste Briefträgerin in die Männerdomäne einzubrechen und schließlich die graue Eminenz des Postamtes wurde.
Programmatisch laufen seine Tipps auf das sensible Wahrnehmen des jeweiligen Gegenübers und das eigene Teilsein eines größeren Ganzen hinaus. „Es geht nie um die Briefe, sondern immer nur um die Menschen“, hat er von seinen Eltern gelernt, oder: „Gib so viel du kannst, es kommt zu dir zurück.“

Rückfragen: Gudrun Angerer edition a mobil: +43(0)676546 7602 Mail: gudrun.angerer@edition-a.at

Wenn der Körper nicht mehr gehorcht

Epilepsie: So lassen sich Risiken im Alltag besser meistern

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Das Thema Epilepsie wird in unserer Gesellschaft oft stiefmütterlich behandelt. Rund 800.000 Menschen sind in Deutschland von Epilepsie betroffen, in der Öffentlichkeit wird die Erkrankung jedoch fast gar nicht wahrgenommen. Aus ganz unterschiedlichen Gründen leiden Menschen unter epileptischen Anfällen und der damit einhergehenden, oft lebenslang notwendigen Therapie.
Epilepsie ist seit der Antike bekannt. Caesar, Leonardo da Vinci und Napoleon sollen an den Krampfanfällen gelitten haben, die in jedem Alter auftreten können. Gründe für die Anfälle lassen sich zum Teil auf konkrete Ursachen wie Missbildungen im Gehirn, eine genetische Disposition, Hirnverletzungen oder auf Folgen eines Schlaganfalls zurückführen. Dabei gibt es verschiedene Formen der Anfälle. Je nach Stärke und Verlauf können diese mit unkontrollierten Zuckungen, Verkrampfungen und Bewusstseinsverlust des Betroffenen einhergehen. Sie sind für den Patienten physisch und psychisch sehr belastend, gleichzeitig auch sehr irritierend für uninformierte Beteiligte. Tatsächlich gefährlich ist der so genannte „Status Epilepticus“. Diese Anfallsart kann länger als zehn Minuten andauern. Oft kann sich der Patient davon nicht wieder selbstständig erholen.
Worauf müssen Betroffene und Angehörige achten? Wie kann der Apotheker den Patienten auf dem Weg in ein geregeltes Leben mit Arbeit, Familie und Freizeit unterstützen? Einige Verhaltensregeln helfen, den Alltag mit Epileptikern sicherer zu gestalten:
  • Bewahren Sie Ruhe! Die meisten Anfälle dauern weniger als zwei Minuten.
  • Verhindern Sie Verletzungen und lassen Sie den Betroffenen auskrampfen. Entfernen Sie gefährliche Gegenstände oder polstern Sie Pfosten oder Türkanten ggf. ab, beispielsweise mit Decken.
  • Bringen Sie den Betroffenen, nachdem er ausgekrampft hat, in eine stabile Seitenlage, damit dieser möglicherweise nicht an dem eigenen Erbrochenen erstickt.
  • Verständigen Sie unbedingt den Rettungsdienst, wenn Ihnen der Betroffene und seine Erkrankung nicht bekannt sind. Ist Ihnen bekannt, dass der Betroffene Epileptiker ist, sollte die Rettung alarmiert werden, wenn der Krampf länger als fünf Minuten dauert.
  • Bleiben Sie nach dem Anfall bei dem Betroffenen, bis er klar ist und sich orientieren kann. Das kann unter Umständen einige Zeit dauern, da der Betroffene nach dem Krampf in eine Nachschlafphase fällt.

Die Medikation bei Epilepsie gestaltet sich oft kompliziert. Im ersten Schritt gelingt eine stabile Ersteinstellung nur bei 50 Prozent der Patienten. Eine grundlegende Voraussetzung für den Therapierfolg ist die zuverlässige Einnahme durch den Patienten, Geduld sowie eine dauerhafte Zusammenarbeit mit dem Arzt beziehungsweise Apotheker, der die Feinabstimmung der Medikation übernimmt. Nur auf diesem Weg kann die erfolgreiche Einstellung auf das passende Medikament stattfinden.

Eine besondere Herausforderung stellt das Thema Verhütung für Epileptikerinnen dar. Manche Medikamente wie beispielsweise Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin oder Oxcarbazepin beeinträchtigen die Wirksamkeit der Anti-Baby-Pille. So rechnet man mit bis zu doppelt so vielen ungewollten Schwangerschaften bei Epilepsiepatientinnen, die mit der Pille verhüten. Auch hormonhaltige Vaginalringe oder Hormonpflaster wirken nicht zuverlässig. Wer eine Schwangerschaft verhindern möchte, sollte sich deshalb nicht auf die hormonelle Verhütung verlassen, sondern besser andere Verhütungsmethoden wählen. Eine gute Möglichkeit sind Kupferspiralen, weil sie nicht unmittelbar auf Hormonbasis wirken.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie und Toxikologie. Nach drei Staatsexamina erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Mittwoch, 3. September 2014

Amelia Earhart. Die erste Frau, die zwei Mal den Atlantik überflog

Wiesbaden (internet-zeitung) - Als Amerikas legendärste Fliegerin gilt Amelia Earhart (1897–1937). Sie wurde 1932 im Alter von 34 Jahren als der erste Mensch berühmt, der zwei Atlantikflüge unternommen hatte. Ihr großes Vorbild war ihr Landsmann Charles A. Lindbergh (1902–1974), der 1927 als Erster den Atlantik überflogen hatte. Da sie ihm auch äußerlich ähnelte, nannte man sie „Lady Lindy“, sie selbst bezeichnete sich lieber als „AE“. 1937 kehrte sie von einem Flug, wie ihn zuvor noch niemand gewagt hatte, nicht mehr zurück. Die Kurzbiografie „Amelia Earhart. Die erste Frau, die zwei Mal den Atlantik überflog“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser amerikanischen Heldin.

Bestellung der Kurzbiografie über die Fliegerin Amelia Earhart bei:
http://www.grin.com/de/e-book/145882/amelia-earhart-die-erste-frau-die-zwei-mal-ueber-den-atlantik-flog

Berliner Urzeitbilder



Berlin (internet-zeitung) – Leben und Werk des berühmten Berliner Malers Heinrich Harder (1858-1935) stehen im Mittelpunkt des Taschenbuches „Tiere der Urwelt“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Das 213 Seiten umfassende Buch ist im „GRIN-Verlag“ (München) erschienen, zeigt mehr als 80 Tierbilder von Heinrich Harder vom Urvogel über Dino-, Flug- und Meeressaurier bis zum Wollnashorn und kostet 29,99 Euro. Darstellungen prähistorischer Tiere von Heinrich Harder sind heute noch an Außenfassaden den Aquariums Berlin zu bewundern. Unter der Internetadresse www.grin.com ist auch ein E-Book für 19,99 Euro erhältlich. 

Montag, 1. September 2014

Sicherer Flug mit Zoom-Effekt

Studie untersucht, wie sich Fledermäuse räumlich orientieren

Fliegen ohne zu sehen: Fledermäuse orientieren sich mithilfe von Schallwellen und der vielfältigen Echos, die ihre Umgebung zurückwirft. Ihr inneres Navigationssystem erweist sich dabei als ausgesprochen flexibel, wie eine Studie in Nature Communications zeigt: Je näher Fledermäuse an einem Objekt vorbeifliegen, umso mehr Neuronen sind in dem Gehirnareal aktiv, das die akustischen Signale räumlich verarbeitet. Diese Informationen helfen den Flugkünstlern, blitzschnell zu reagieren und Hindernissen auszuweichen.

Nachtaktive Fledermäuse haben sich perfekt auf ein Leben ohne Licht eingestellt. Sie senden Ortungslaute aus, um aus dem zeitverzögerten Echo die Entfernung zu einem Hindernis oder Beutetier zu berechnen. In ihrem Gehirn existiert eine räumlich aufgelöste Karte für unterschiedliche Echolaufzeiten. Wie eine Studie der Technischen Universität München (TUM) erstmals zeigt, passt sich diese Karte dynamisch an äußere Bedingungen an.

Nahe Objekte erscheinen größer

Fliegen die Tiere eng an einem Hindernis vorbei, feuern mehr Neuronen als bei einem sicheren Abstand. Der Gegenstand erscheint auf der Gehirnkarte dann überproportional groß - als ob er herangezoomt würde. „Die Karte funktioniert ähnlich wie ein Navigationssystem im Auto und zeigt der Fledermaus den Weg“, erklärt Studienleiter Dr. Uwe Firzlaff vom TUM-Lehrstuhl für Zoologie. „Der entscheidende Unterschied: Wenn sich das Tier auf Kollisionskurs befindet, schlägt das Gehirn Alarm, indem es nahe Objekte stärker abbildet als entfernte.“

Fledermäuse stellen ihre Flugmanöver ständig auf neue Situationen ein, um Gebäuden, Bäumen oder anderen Tieren auszuweichen. Dabei ist auch die seitliche Positionsbestimmung wichtig. Daher nutzen die Tiere neben der Echolaufzeit zusätzliche räumliche Informationen. "Die Fledermäuse werten die Eigenbewegung aus und gleichen sie mit dem seitlichen Abstand auf Gegenstände ab", erläutert der Forscher.

Gehirn verarbeitet komplexe räumliche Informationen

Zusätzlich zur Laufzeit berücksichtigen die Tiere die Richtung, aus der das Echo zurückgeworfen wird. Außerdem vergleichen sie die Lautstärke ihrer Ruflaute mit den reflektierten Schallwellen und werten das Wellenspektrum des Echos aus. "Unsere Untersuchungen führen zu dem Schluss, dass Fledermäuse auf ihrer akustischen Karte wesentlich mehr räumliche Informationen abbilden als nur die Echolaufzeit.“

Die Ergebnisse erklären, wie sich schnelle Reaktionen auf äußere Reize in den Nervenzellen widerspiegeln: Im Gehirn der Fledermäuse vergrößert sich das aktive Areal, um relevante Informationen darzustellen. „Damit“, so Firzlaff abschließend, "haben wir möglicherweise einen grundlegenden Mechanismus entdeckt, wie Wirbeltiere ihr Verhalten flexibel auf wechselnde Umgebungen anpassen können."

Die Studie wurde aus Fördermitteln (FI1546/4) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

Publikation:
Echo-acoustic flow dynamically modifies
the cortical map of target range in bats; Sophia K. Bartenstein, Nadine Gerstenberg, Dieter Vanderelst, Herbert Peremans & Uwe Firzlaff; Nature Communications, DOI: 10.1038/ncomms5668

Freitag, 29. August 2014

Tiere der Urwelt - Buch über den Berliner Tiermaler Heinrich Harder

Berlin / München / Wiesbaden (internet-zeitung) – Ein riesiger Flugsaurier der Gattung Pteranodon („zahnloser Flügel“) ziert die Titelseite des Taschenbuches „Tiere der Urwelt“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Dieser Flugsaurier lebte in der Kreidezeit vor 86 bis 72 Millionen Jahren in Nordamerika, hatte eine Flügelspannweite bis zu neun Metern und war ein Zeitgenosse von Dinosauriern. Wie sein Name verrät, trug Pteranodon keine Zähne im langen Schnabel.

Der Flugsaurier Pterandon ist eines der vielen Tiere aus der Urzeit, die der Berliner Tiermaler Heinrich Harder (1858-1935) in Büchern, Zeitschriften, Sammelalben und auf Außenfassaden von Gebäuden porträtiert hat. Diesem unvergessenen Künstler, der vor mehr als 150 Jahren in dem kleinen Dorf Putzar in Vorpommern zur Welt kam, ist das vorläufig jüngste Werk von Ernst Probst gewidmet. Das Taschenbuch präsentiert Bilder urzeitlicher Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere.

Heinrich Harder arbeitete eng mit dem deutschen Schriftsteller Wilhelm Bölsche (1861–1939) zusammen, der vor allem naturwissenschaftliche Werke veröffentlichte. Harder illustrierte viele der von Bölsche verfassten Artikel und Bücher. Andererseits schrieb Bölsche die Texte zu Sammelbildern, die Harder von Urzeittieren angefertigt hatte.

An Außenfassaden des Aquariums Berlin sind heute noch Darstellungen urzeitlicher Tiere von Heinrich Harder zu bewundern. Sieben große Reliefs zeigen den Phytosaurier Belodon, den Panzer-Dinosaurier Polacanthus, die Landschildkröte Meiolania, die Bastard-Echse Nothosaurus, die Platten-Echse Stegosaurus, den Horn-Dinosaurier Triceratops und den Entenschnabel-Dinosaurier Claosaurus. Sieben große Bilder präsentieren den bis zu fünf Meter langen Urlurch Mastodonsaurus, Ammoniten, den Wangensaurier Pareiasaurus, Plesiosaurier, Ichthyosaurier (Fischsaurier), den Flugsaurier Pteranodon und den säugtierähnlichen Saurier Edaphosaurus. Auf kleineren Schlusssteinen über dem Eingang und über Fenstern werden weitere Tiere dargestellt.

Das reich bebilderte Buch „Tiere der Urwelt“ von Ernst Probst schildert das Leben und Werk des unvergessenen Künstlers Heinrich Harder. Es enthält rund 70 Abbildungen von der Internetseite „The Wonderful Paleo Art of Heinrich Harder“ von David Goldman, 17 Fotos des Paläontologen Dr. Heinrich Mallison und weitere Aufnahmen.

Ernst Probst hat von 1986 bis heute rund 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren sowie mehr als 300 E-Books veröffentlicht. Er schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie, Zoologie, Kryptozoologie, Archäologie, Geschichte, Luftfahrt sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.

Werke von Ernst Probst über Paläontologie: Deutschland in der Urzeit, Rekorde der Urzeit (1992), Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere (2008), Dinosaurier in Deutschland (1993 zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx. Die Urvögel aus Bayern, Dinosaurier in Deutschland. Von Compsognathus bis zu Stenopelix (2010), Dinosaurier in Baden-Württemberg, Dinosaurier in Bayern, Dinosaurier in Niedersachsen, Dinosaurier von A bis K, Dinosaurier von L bis Z, Raub-Dinosaurier von A bis Z, Deutschland im Eiszeitalter, Der Ur-Rhein, Als Mainz noch nicht am Rhein lag, Der Rhein-Elefant, Krallentiere am Ur-Rhein, Menschenaffen am Ur-Rhein, Säbelzahntiger am Ur-Rhein, Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (zusammen mit Dr. Jens Lorenz Franzen und Heiner Roos), Höhlenlöwen, Der Höhlenlöwe, Der Mosbacher Löwe, Säbelzahnkatzen, Die Dolchzahnkatze Megantereon, Die Dolchzahnkatze Smilodon, Die Säbelzahnkatze Homotherium, Die Säbelzahnkatze Machairodus, Der Europäische Jaguar, Eiszeitliche Geparde in Deutschland, Eiszeitliche Leoparden in Deutschland, Eiszeitliche Raubkatzen in Deutschland, Der Amerikanische Höhlenlöwe, Der Ostsibirische Höhlenlöwe,  Löwenfunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Der Höhlenbär, Johann Jakob Kaup. Der große Naturforscher aus Darmstadt, Das Mammut (Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura), Tiere der Urwelt. Leben und Werk des Berliner Malers Heinrich Harder

Werke von Ernst Probst über Zoologie: Mit Gorillas auf Du. Kurzbiografie der Primatologin und Zoologin Dian Fossey, Mit Schimpansen auf Du. Kurzbiografie der Primatologin Jane Goodall, Mit Orang-Utans auf Du. Kurzbiografie der Anthropologin und Anthropologin Biruté Galdikas

Bestellungen des E-Books oder Taschenbuches „Tiere der Urwelt. Leben und Werk des Berliner Malers Heinrich Harder“ bei
:

Donnerstag, 28. August 2014

Woher du kommst – Die wahre Geschichte ihres Lebens, die Jacob und Paula Kellman für ihre Tochter aufgeschrieben haben

Literarischer Fund: Österreichischer Erster-Weltkriegs-Soldat schrieb 1940 für seine Tochter (damals 12) seine Lebensgeschichte auf

·        700 Seiten handschriftliches Manuskript in den USA aufgetaucht
·        Authentisches Dokument über Altösterreich, den Ersten Weltkrieg und  über die Zwischenkriegszeit

Jacob Kellman (1895 – 1968), österreichisch-ungarischer Soldat im Ersten Weltkrieg, machte seiner Tochter Hedwig 1940 zu deren zwölften Geburtstag ein besonderes Geschenk: Er schrieb seine Lebensgeschichte für sie auf und schuf damit ein authentisches und persönliches Bild seiner Jugend und des Ersten Weltkrieges.

„Ich tue es deshalb, weil ich überzeugt bin, dass mein Hederl es gerne und oft lesen wird“, schreibt Kellman in seiner in Blockschrift verfassten Einleitung

Die Familie Kellman war zu diesem Zeitpunkt vor dem Nazi-Regime nach Panama geflüchtet. Etliche Jahre später, als das Paar zwei Kinder hatte und in New York lebte, schrieb auch Kellmans Ehefrau Paula ihre vom Ersten Weltkrieg geprägte Lebensgeschichte und die Geschichte ihrer Familie nieder. Insgesamt handelt es sich um 700 handschriftlich beschriebene Seiten, die der Grazer Historiker Martin Moll und der Wiener Biograf Herbert-Ernst Neusiedler jetzt zutage befördert haben und als Buch vorlegen („Woher du kommst – Die wahre Geschichte ihres Lebens, die Jacob und Paula Kellman für ihre Tochter aufgeschrieben haben“, edition a, 19,95 Euro).

Mit 19 in den Krieg

Jacob Kellman verließ sein Heimatstädtchen Jagielnica in Galizien mit 13. Er wollte in Wien, der Stadt seiner Träume, Handelsreisender werden, in Hotels wohnen und Fiaker fahren. Doch sechs Jahre später brach der Erste Weltkrieg aus und er wurde Soldat. Kellman erzählt von der Stimmung an der Front, wie er den Russen in die Hände fiel und wieder entkam, wie er das Sterben seiner Kameraden und Freunde miterlebte, und wie er und die anderen Soldaten jeden Tag um Nahrung kämpfen mussten.

Kellman hat einen Text geschrieben, der zeigt, wie das Leben, auf das Einfachste reduziert, wieder auf das Wesentliche zurückführt – auf das Menschsein, in diesem Fall in unmenschlichen Zeiten. Seine Geschichte endet, als er in der Zwischenkriegszeit seine Frau Paula kennen lernte.

Quer durch die Kronländer der k.u.k.-Monarchie

Seine Frau Paula war beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges 12. Mit ihrer Familie flüchtete sie quer durch die Kronländer der Monarchie, verfolgt von den zaristischen Truppen und vom erstarkenden Antisemitismus. Sie erzählt von Kälte, Krankheiten und Nahrungsmangel. Zwei ihrer Schwestern verstarben während der Flucht, ihre Mutter erkrankte an Typhus und kämpfte gegen den Tod. Einige selbstlose Zivilisten, zum Beispiel in der burgenländischen Stadt Mattersburg, retteten ihnen das Leben.

Paula Kellmans Geschichte reicht über den Ersten Weltkrieg hinaus. Sie erzählt von der trügerischen Idylle der Zwischenkriegszeit, in der sie ihren Mann kennen lernte, und von ihrer Flucht vor den Nazis letztendlich nach New York.

„Ein Schatz unserer Familie“

Paulas Stil ist blumiger als der ihres Mannes, der in seinem Text dem von seinem Überlebenskampf gebildeten Spannungsbogen teils pointiert erzählte Episoden unterordnet. In Paulas Text geben hingegen Naturereignisse oft die Stimmung des Augenblicks noch eindrücklicher wieder; sie schildert, was der Krieg und die Zeit danach mit den Menschen gemacht hatten.

„Dieses Buch ist ein Schatz unserer Familie“, schreibt Hedy Page, die Tochter der Autoren, in ihrem Vorwort. „Ich sende es in die Welt, an alle Menschen, die an Liebe, Freundschaft und Frieden glauben.“

Die Aussagen der Schriften von Jacob und Paula Kellman verjähren nicht. Sie liefern ein universelles Gedankengut, das, wenn auch für einen kleinen Personenkreis geschrieben, doch ein breites Publikum anspricht. Jacob und Paula Kellman verweisen aus einer nicht allzu fernen Vergangenheit – wie vorausschauend – auf die Gegenwart.

Tiere der Urwelt von Heinrich Harder

Taschenbuch schildert Leben und Werk des Berliner Tiermalers

Berlin / München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Ein berühmter Maler urzeitlicher Tiere im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts war der in Putzar (Vorpommern) geborene und später in Berlin lebende Künstler Heinrich Harder (1858–1935). Er schuf zahlreiche Bilder von Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren aus der Urzeit. Eng arbeitete er mit dem deutschen Schriftsteller Wilhelm Bölsche (1861–1939) zusammen, der vor allem naturwissenschaftliche Werke veröffentlichte. Harder illustrierte viele der von Bölsche verfassten Artikel und Bücher. Andererseits schrieb Bölsche die Texte zu Sammelbildern, die Harder von Urzeittieren angefertigt hatte. An Außenfassaden des Berliner Aquariums sind noch heute Darstellungen von Harder zu bewundern. Das reich bebilderte Buch „Tiere der Urwelt“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben und Werk des unvergessenen Künstlers Heinrich Harder. Es enthält rund 70 Abbildungen von der Internetseite „The Wonderful Paleo Art of Heinrich Harder“ von David Goldman, 17 Fotos des Paläontologen Dr. Heinrich Mallison und weitere Aufnahmen.

An Außenfassaden des Aquariums Berlin sind heute noch Darstellungen urzeitlicher Tiere von Heinrich Harder zu bewundern. Sieben große Reliefs zeigen den Phytosaurier Belodon, den Panzer-Dinosaurier Polacanthus, die Landschildkröte Meiolania, die Bastard-Echse Nothosaurus, die Platten-Echse Stegosaurus, den Horn-Dinosaurier Triceratops und den Entenschnabel-Dinosaurier Claosaurus. Sieben große Bilder präsentieren den Urlurch Mastodonsaurus, Ammoniten, den Wangensaurier Pareiasaurus, Plesiosaurier, Ichthyosaurier (Fischsaurier), den Flugsaurier Pteranodon und den säugtierähnlichen Saurier Edaphosaurus. Auf kleineren Schlusssteinen über dem Eingang und über Fenstern werden weitere Tiere dargestellt.

Von 1986 bis heute hat Ernst Probst mehr als 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren sowie über 300 E-Books veröffentlicht. Er schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie, Zoologie, Kryptozoologie, Archäologie, Geschichte, Luftfahrt sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.

Werke von Ernst Probst über Paläontologie: Deutschland in der Urzeit, Rekorde der Urzeit (1992), Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere (2008), Dinosaurier in Deutschland (1993 zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx. Die Urvögel aus Bayern, Dinosaurier in Deutschland. Von Compsognathus bis zu Stenopelix (2010), Dinosaurier in Baden-Württemberg, Dinosaurier in Bayern, Dinosaurier in Niedersachsen, Dinosaurier von A bis K, Dinosaurier von L bis Z, Raub-Dinosaurier von A bis Z, Deutschland im Eiszeitalter, Der Ur-Rhein, Als Mainz noch nicht am Rhein lag, Der Rhein-Elefant, Krallentiere am Ur-Rhein, Menschenaffen am Ur-Rhein, Säbelzahntiger am Ur-Rhein, Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (zusammen mit Dr. Jens Lorenz Franzen und Heiner Roos), Höhlenlöwen, Der Höhlenlöwe, Der Mosbacher Löwe, Säbelzahnkatzen, Die Dolchzahnkatze Megantereon, Die Dolchzahnkatze Smilodon, Die Säbelzahnkatze Homotherium, Die Säbelzahnkatze Machairodus, Der Europäische Jaguar, Eiszeitliche Geparde in Deutschland, Eiszeitliche Leoparden in Deutschland, Eiszeitliche Raubkatzen in Deutschland, Der Amerikanische Höhlenlöwe, Der Ostsibirische Höhlenlöwe,  Löwenfunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Der Höhlenbär, Johann Jakob Kaup. Der große Naturforscher aus Darmstadt, Das Mammut (Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura)

Werke von Ernst Probst über Zoologie: Mit Gorillas auf Du. Kurzbiografie der Primatologin und Zoologin Dian Fossey, Mit Schimpansen auf Du. Kurzbiografie der Primatologin Jane Goodall, Mit Orang-Utans auf Du. Kurzbiografie der Anthropologin und Anthropologin Biruté Galdikas

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Donnerstag, 21. August 2014

Neun Taschenbücher über Indianer

München / Hamburg / Wiesbaden (internet-zeitung) – Auf den Spuren der Ureinwohner in Amerika ist der Wiesbadener Autor Ernst Probst in letzter Zeit sehr intensiv gewandelt. Er veröffentlichte 2014 insgesamt neun Taschenbücher über Indianer. Nämlich ein Taschenbuch mit Weisheiten der Indianer, das 406-seitige Taschenbuch „Sieben berühmte Indianerinnen“ sowie sieben einzelne Biografien über Indianerinnen wie Cockacoeske, Lozen, Malinche, Mohongo, Pocahontas, Sacawea und Katerí Tekakwita.

Der weiße Mann hat die Uhr, aber wir haben die Zeit! Die Wahrheit ist es immer wert, ausgesprochen zu werden. Du kannst den Regenbogen nicht haben, wenn es nicht irgendwo regnet. Erwarte nichts von den anderen, wenn du selbst noch nichts gegeben hast. Nur wer träumt, gelangt zur Weisheit. Weißt du, dass die Bäume reden? Wir sind ein Teil der Erde. Das sind einige „Weisheiten der Indianer“ aus dem gleichnamigen Taschenbuch (Diplomica-Verlag, Hamburg) von Ernst Probst. Aus ihnen geht hervor, dass sich die Indianer im Gegensatz zu den Weißen als Teil der Natur fühlen und deswegen Pflanzen und Tiere mehr respektieren. Viele vor langer Zeit gesprochene Worte des roten Mannes über die Umwelt und das Miteinander der Menschen klingen heute erstaunlich aktuell.

In dem Taschenbuch „Weisheiten der Indianer“ findet man unter anderem Zitate von:
Aleek-chea-ahoosh (Plenty Coups), Big Elk (Ontopanga),  Black Elk (Hehaka Sapa), Black Kettle (Make-ta-vatah, Motavato oder Moxtaveto), Brave Buffalo (Tatanka-ohitika), Crazy Horse (Tashunke Witko), Crowfoot (Isapo Muxika), Deganawida (Peacemaker), Flying Hawk (Cetan Kinyan), Geronimo (Bedonkohe Goyaalé), Hollow Horn Bear (Matho Hehlogeca), Chief Joseph (Himmaton-Yalakit), Luther Standing Bear (Ota Kte, Plenty Kill oder Mochunozhin), Ohiyesa (Charles Alexander Eastman), Red Cloud (Mahpiya Luta), Sagoyewatha (Red Jacket), Seattle (Sealth, Seathl oder See-ahth), Sinthe-Galeshka (Spotted Tail), Sitting Bull (Thathanka Iyotake), Smohalla (Dreamer), Tecumseh (Tecumtha oder Tikamthi), Wahunsonacock (Powhatan), Wamditanka (Big Eagle), Weucha (Shake Hand), White Antelope und Wooden Leg. Weitere Weisheiten stammen von den Apachen, Azteken, Cheyenne, Cree, Crow, Hopi, Irokesen, Mohawk, Navajo, Nootka, Oglala-Lakota (Sioux), Ojibwa, Pueblo, Suquamish, Winnebago und Wintu.

Ungewöhnliche Ureinwohnerinnen aus Amerika werden in dem Taschenbuch „Sieben berühmte Indianerinnen“ (GRIN-Verlag, München) von Ernst Probst vorgestellt. Die Aztekin Malinche (1505–um 1529) gelangte als Gefährtin und Dolmetscherin des spanischen Eroberers Cortés in Mexiko zu umstrittener Berühmtheit. Pocahontas (um 1595–1618) von den Powhatan rührte als Indianer-Prinzessin aus Virginia die Herzen und tut dies heute noch. Cockacoeske (um 1634–1686) ging als „Königin von Pamunkey“ ebenfalls in die Geschichte von Virginia ein. Katerí Tekakwitha (1656–1680) von den Mohawks gebührt die Ehre, die erste selige Indianerin von Nordamerika geworden zu sein. Die Soshonin Sacajawea (um 1787–1884) genießt als mutige Teilnehmerin an der legendären „Lewis-und-Clark-Expedition“ den Ruf einer indianischen Volksheldin. Die 1809 geborene Mohongo, Ehefrau eines Osage-Häuptlings von den westlichen Sioux, erlebte als Tänzerin in Europa eine schwere Zeit. Die Apachin Lozen (1825–1880) tat sich bei den erbitterten Kämpfen ihres Bruders Victorio gegen die Weißen als tapfere Kriegerin, weise Seherin und tüchtige Medizinfrau hervor.

Außer dem Taschenbuch „Sieben berühmte Indianerinnen“ sind im GRIN-Verlag sieben kleinere Taschenbücher erschienen, die sich jeweils nur mit einer bekannten Indianerin befassen. Sie heißen: „Malinche. Die Gefährtin des spanischen Eroberers“, „Pocahontas. Die Indianer-Prinzessin aus Virginia“, „Cockacoeske. Die Königin der Pamunkey“, „Katerí Tekakwitha. Die erste selige Indianerin in Nordamerika“, „Sacajawea. Die indianische Volksheldin“, „Mohongo. Die Indianerin, die in Europa tanzte“, „Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen“.

Biografien berühmter Frauen sind eine Spezialität des Wiesbadener Autors Ernst Probst. Aus seiner Feder stammen auch folgende Taschenbücher und Broschüren:

Superfrauen 1 – Geschichte, Superfrauen 2 – Religion, Superfrauen 3 – Politik, Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr,  Superfrauen 5 – Wissenschaft, Superfrauen 6 – Medizin, Superfrauen 7 – Film und Theater, Superfrauen 8 – Literatur, Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie, Superfrauen 10 – Musik und Tanz, Superfrauen 11 – Feminismus und Familie, Superfrauen 12 – Sport, Superfrauen 13 – Mode und Kosmetik, Superfrauen 14 – Medien und Astrologie, Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern, Tony und Bruno Werntgen. Zwei Leben für die Luftfahrt (zusammen mit Paul Wirtz), Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (zusammen mit Josef Eimannsberger), Frauen im Weltall, Königinnen der Lüfte, Königinnen der Lüfte von A bis Z. Biografien berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Europa, Königinnen der Lüfte in Amerika, Königinnen des Tanzes, Königinnen des Theaters, Superfrauen aus dem Wilden Westen, Malende Superfrauen, Franziska Streitel – Die „Dienerin Gottes“ aus Franken, Elisabeth I. Tudor. Die jungfräuliche Königin, Lucrezia Borgia. Die schöne Tochter eines Papstes, Maria Stuart. Schottlands tragische Königin, Machbuba. Die Sklavin und der Fürst, Hildegard von Bingen. Die deutsche Prophetin, Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes, Zenobia. Eine Frau kämpft gegen die Römer, Cortés und Malinche. Der spanische Eroberer und seine indianische Geliebte, Katharina II. die Große. Die Deutsche auf dem Zarenthron, Pompadour und Dubarry. Die Mätressen von Louis XV., Königinnen des Films 1, Königinnen des Films 2, Königinnen des Films in Italien, Lucille Ball – Der „weibliche Charlie Chaplin“, Theda Bara – Der erste Vamp des Kinos, Brigitte Bardot – „B.B.“- Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Ingrid Bergman – Der Weltstar aus Schweden, Joan Crawford – Der Filmstar mit den breiten Schultern, Bette Davis – Die Frau, die 100 Filme hinterließ, Marlene Dietrich – Die deutsche „Göttin des Films“, Jodie Foster – Hollywoods klügste Schönheit, Greta Garbo – Die „Göttliche“, Ava Gardner – Die „Königin von Hollywood“, Judy Garland – Der unglückliche Hollywood-Star, Janet Gaynor – Die erste „Oscar“-Preisträgerin – Uschi Glas – Deutschlands „Quotenqueen auf dem Bildschirm“, Jean Harlow – Das platinblonde Sexsymbol der 1930-er Jahre, Rita Hayworth – Die „Venus des Atomzeitalters“, Katharine Hepburn – Die „Königinmutter von Hollywood“, Grace Kelly – Der Star, der den Traumprinzen heiratete, Hildegard Knef – Der deutsche Weltstar mit drei Karrieren, Zarah Leander – Der „UFA“-Star der 1930-er und 1940-er Jahre, Vivien Leigh – Der Weltstar aus „Vom Winde verweht“, Ruth Leuwerik – Die „Königin des Melodramas“ , Gina Lollobrigida. Die „Lollo“ - der Stern der 1950-er Jahre,  Sophia Loren – Der italienische Filmstar der 1960-er Jahre - Melina Mercouri – Der Star aus „Sonntags ... nie!“, Inge Meysel – Die „Fernsehmutter der Nation“, Marilyn Monroe – Amerikas größter Filmstar, Pola Negri – Der Stummfilmstar aus Polen, Asta Nielsen – Deutschlands erster Filmstar, Leni Riefenstahl – Die meisterhafte Regisseurin und Fotografin, Julia Roberts – Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Margaret Rutherford – Die beste Komödiantin Englands der 1960-er Jahre, Adele Sandrock – Die komische Alte des deutschen Kinos, Romy Schneider – Sie wollte nicht ewig „Sissi“ sein, Hanna Schygulla – Der deutsche Weltstar, Simone Signoret – Frankreichs Sexsymbol der 1950-er Jahre, Meryl Streep – Ein Star auf der Bühne, der Leinwand und dem Bildschirm, Gloria Swanson – Die Mondäne auf der Kinoleinwand, Elizabeth („Liz“) Taylor – die „Königin von Hollywood“, Liv Ullmann – Die große norwegische Schauspielerin, Grethe Weiser – Die volkstümliche Schauspielerin, Mae West – Die Komödiantin der Spitzenklasse, rund 70 Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen, Dr. Veronica Carstens – Die Förderin der Naturheilkunde, Dorothea Erxleben. Die erste deutsche Ärztin, Schreibende Superfrauen in Deutschland, Marquise de Pompadour. Die erste bürgerliche Mätresse von Louis XV., Madame Dubarry. Von der Dirne zur Mätresse des Königs, Die Comtessen de Mailly-Nesle. Vier adelige Schwestern für den König, Marie-Louise O’Murphy de Boisfally. Eine Geliebte von Louis XV.

Mittwoch, 20. August 2014

Wilderei bedroht Luchsvorkommen

Studie untersucht Verbreitung von Luchsen in Ostbayern

Europas größte Raubkatze ist wieder im deutsch-tschechischen Grenzgebiet beheimatet. Allerdings leben die Luchse fast ausschließlich in den zwei benachbarten Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava (Tschechien). Wissenschaftler haben untersucht, warum sich die Tiere nicht in anderen Regionen ansiedeln. Ihr Fazit: Offenbar verhindern illegale Abschüsse die weitere Ausbreitung der geschützten Art. Ihre Studie stellten die Forscher kürzlich im Fachmagazin Biological Conservation vor.

Spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts galt der Luchs im Grenzgebiet zwischen Deutschland, Tschechien und Oberösterreich als ausgestorben. In den 1970er und 1980er Jahren wurden dort etwa 25 Luchse ausgesetzt. Der Luchsbestand wuchs auf derzeit etwa 50 Tiere – mit Schwerpunkt in den beiden Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava auf der tschechischen Seite.

"Von diesem Vorkommen ausgehend hoffte man, dass der Luchs neue Lebensräume zum Beispiel im Erzgebirge oder Thüringer Wald erobert", erklärt Dr. Jörg Müller vom Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie an der Technischen Universität München (TUM) und Forschungsleiter des Nationalparks Bayerischer Wald. "Nur so kann sich in Mitteleuropa langfristig eine große, stabile Population bilden."
 
Welche Rolle spielen menschliche Aktivitäten?

In der aktuellen Studie, an denen neben der TUM auch die Universität Zürich und das Bayerische Landesamt für Umwelt beteiligt waren, suchten die Wissenschaftler nach der Ursache für die schleppende Ausbreitung der Luchse. Dabei stellten sie fest, dass sich die Tiere selten mehr als 70 Kilometer vom Zentrum der beiden Parks wegbewegen; je weiter eine Gemeinde vom Nationalpark entfernt war, umso seltener wurden die Luchsnachweise.

In anderen Gebieten, zum Beispiel in Skandinavien, wandern insbesondere männliche Tiere deutlich weiter - im Schnitt etwa 150 Kilometer, so das Ergebnis einer Studie aus dem Jahr 2012. „Wir wissen, dass Luchse sehr scheu sind und sich überwiegend von Rehwild ernähren“, sagt Müller. „Daher untersuchten wir, inwieweit menschliche Einflüsse und die Beutedichte eine Rolle spielen“.

In ihrer Studie zeichneten die Wissenschaftler Luchsnachweise in 530 ostbayerischen Gemeinden rund um den Nationalpark auf. Das Ergebnis überraschte: Siedlungen und Straßenverkehr schienen den nachtaktiven Luchs nicht zu stören. Das Nahrungsangebot war gut, teilweise gab es im Umland mehr Rehe als in den Parks. "Das Territorium bietet den Raubkatzen ideale Lebensbedingungen. Der Grund für ihre geringe Verbreitung liegt daher woanders: Wir gehen davon aus, dass illegale Abschüsse den Bestand dezimieren."

Um gesicherte Aussagen über mögliche Störfaktoren und das Nahrungsangebot zu erhalten, analysierten die Forscher umfangreiches Datenmaterial aus den Jahren 2005 bis 2010 - und verglichen es mit den Luchsnachweisen. Sie nutzten Satellitendaten, mit denen sie nächtliches Licht in Siedlungen oder auch Straßen - und damit menschliche Aktivitäten - nachweisen konnten. Das Rehwild quantifizierten sie anhand von Wildtierunfällen - eine zuverlässige Quelle, da Autofahrer diese polizeilich melden müssen, um von ihrer Versicherung entschädigt zu werden.

Luchse bleiben isoliert

Wilderei lässt sich selten nachweisen. Allerdings verschwinden immer wieder dokumentierte Jungtiere; 2012 und 2013 wurde ein Luchs vergiftet und ein trächtiges Weibchen erschossen aufgefunden. Zudem kann Müller auf Daten aus Tschechien zurückgreifen: Dort verjähren Wilderei-Vergehen nach nur einem Jahr, illegale Abschüsse werden daher häufig nachgemeldet. "Seit der Ansiedlung der Luchse haben die Behörden von 62 Tötungen erfahren - die Dunkelziffer liegt vermutlich deutlich höher", sagt Müller.

Bei diesem Muster haben Luchse kaum eine Chance sich mit anderen Gruppen im Harz, in den Vogesen, Karpaten oder Alpen zu vermischen. Dafür, so Müller, müssten die Luchse gleichzeitig in mehreren Regionen Mitteleuropas freigesetzt werden - möglichst in waldreichen Gebieten mit hoher Rehwilddichte. "Nur so kann Europas drittgrößtes Raubtier langfristig überleben", bringt es Müller auf den Punkt.

Vor einigen Monaten haben der TUM-Lehrstuhl für terrestrische Ökologie und der Nationalpark Bayerischer Wald die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre vertraglich vereinbart. "Die Arbeit zeigt, wie bedeutend Nationalparks für den Artenerhalt sind - und verweist auf die Notwendigkeit, auch außerhalb von Schutzzonen die Artenvielfalt aktiv zu fördern", sagt Ordinarius Prof. Wolfgang Weißer.

Größte Adlerrochenzucht der Welt in Arnheims Ozean




Königliche Geschöpfe in einem „königlichen“ Tierpark: Burgers' Zoo im niederländischen Arnheim ist der weltweit größte Züchter von Gefleckten Adlerrochen. Bisher wurden in dem Traditionszoo, der zu seinem 100-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr das Prädikat „königlich“ erhielt, 37 Adlerrochen geboren. Die in tropischen Gewässern lebenden Tiere brauchen viel Platz und stellen hohe Anforderungen an die Zusammensetzung des Wassers, die Wasserqualität und die Strömung in ihrem Becken. Der Schlüssel zum Zuchterfolg: Biologen und Tierpfleger im Burgers' Ocean investieren täglich viele Stunden in die Versorgung der Knorpelfische. Die Adlerrochen werden individuell gefüttert und ihre Daten aufwendig analysiert. Auch nach Hannover und Hamburg wurden schon Tiere vermittelt.

Dienstag, 19. August 2014

Auf vier Beinen durchs neanderland!

Tierische Erlebnisse für kleine und große Besucher zwischen Wisenten und Alpakas

NEANDERLAND/KREIS METTMANN. Nicht nur Zweibeiner sind im neanderland willkommen. Auch für ihre vierbeinigen Begleiter gibt es allerhand zu erleben in der grünen Region zwischen Rhein, Ruhr und Bergischem Land: ob bei ausgedehnten Wanderungen durch die reizvollen Naturlandschaften oder im Neanderthal Museum in Mettmann. Hier können Hund und Herrchen beim „Doggy Day“ auf gemeinsame Entdeckungstour gehen und Museumsluft schnuppern (jeden ersten Freitag im Monat, 14.00 bis 18 Uhr, www.neanderthal.de).

Welche Tiere zu Zeiten des berühmten Neanderthalers gelebt haben, verrät ein ausgedehnter Spaziergang rund um das Eiszeitliche Wildgehege im Neandertal in Erkrath. Hier leben Tarpane (Wildpferde), Wisente und Auerochsen, die in Europa bereits vor hunderten von Jahren ausgestorben sind und durch Kreuzungen weitgehend zurückgezüchtet werden konnten (Info: www.wildgehege-neandertal.de).

Den Trend des „Animal Trekkings“ können Tierfreunde auch im neanderland ausprobieren: Auf einer geführten Trekkingtour mit Alpakas und den kleinsten Schafen Europas geht es durch die Wülfrather Natur und das Bergische Land. Lustige Fotos mit den kuscheligen Weggefährten und ein anschließendes Lagerfeuer mit Würstchen und Stockbrot sorgen für ein ausgefallenes Familien-Erlebnis (Dauer der großen Trekkingtour ca. 2-3 Stunden, Infos und weitere Angebote: www.schapaka.de).

Wer die Könige der Lüfte einmal aus nächster Nähe betrachten möchte, der kann in der Wald-Forscher-Station in Wülfrath mit Wüstenbussard Merlin und Uhu Uwe auf Tuchfühlung gehen. Waldpädagogin und Falknerin Uta Wittekind vermittelt auf einer Waldexkursion Spannendes über die faszinierenden Greifvögel und ihren Lebensraum (Info und Anmeldung: www.wald-forscher-station.de).

Bei Familien sind Besuche auf den zahlreichen Bio-Bauernhöfen im neanderland sehr beliebt. Ob auf dem Hof, der Wiese, in der Scheune oder in der Reithalle, hier ist Abenteuer mit kleinen und großen Vierbeinern bei jedem Wetter garantiert. Auf dem Lern- und Erlebnisbauerhof Gut Hixholz etwa können Kinder die Tiere des Hofes kennenlernen. Dabei dürfen sie Kälber, Ponys, Kaninchen & Co. nicht nur füttern und streicheln, sondern lernen auch Wissenswertes über ihren Lebensraum (Info: www.gut-hixholz.dewww.halfeshof.de).

Die große Tier- und Artenvielfalt des neanderlands lässt sich besonders gut in der Urdenbacher Kämpe bei Monheim am Rhein beobachten. Das Naturschutzgebiet zählt zu den letzten nicht eingedeichten und regelmäßig überfluteten Auenlandschaften am Niederrhein. Bis zu 277 verschiedene Tierarten wurden hier erfasst, darunter viele verschiedene Vögel, die bei einem Spaziergang entdeckt werden können.

Der Pferdehof von Haus Bürgel in Monheim am Rhein bietet gemütliche Kutschfahrten mit historischen Kaltblutpferden an, die auf dem Hof gezüchtet werden. In derBiologischen Station von Haus Bürgel haben Kinder- und Schulgruppen regelmäßig die Gelegenheit zur spielerischen Naturbegegnung und Umweltbildung (Info: www.hausbuergel.dewww.reuter-kutschfahrten.dewww.biostation-d-me.de).

Informationen rund um das Thema „Tiere im neanderland“ und weitere Angebote finden Sie unter: www.neanderland.de.

Broschüren und E-Books über berühmte Fliegerinnen

München / Wiesbaden (internet-zeitung) – Bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.com sind zahlreiche gedruckte Bücher und Broschüren sowie E-Books im PDF-Format über berühmte Fliegerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen erhältlich. Sie stammen aus der Feder des Wiesbadener Autors Ernst Probst, zu dessen Spezialitäten Kurzbiografien berühmter Leute gehören. Er veröffentlichte unter anderem die Taschenbücher bzw. E-Books Königinnen der Lüfte von A bis Z, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Amerika, Frauen im Weltall, Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (letzterer Titel zusammen mit dem Flugzeug-Historiker Josef Eimannsberger aus München), „Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern“ (zusammen mit Theo Lederer“ und „Tony und Bruno Werntgen – Zwei Leben für die Luftfahrt“ (zusammen mit Paul Wirtz).

Nachfolgend eine Auswahl gedruckter Broschüren mit Kurzbiografien über berühmte deutsche Luftfahrtpionierinnen:

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Liesel Bach. Deutschlands erfolgreichste Kunstfliegerin

Die erfolgreichste deutsche Kunstfliegerin in der Zeit zwischen 1930 und 1970 dürfte Liesel Bach (1905–1992) gewesen sein. Zu ihren herausragendsten fliegerischen Leistungen gehörte der erste Flug einer Frau über den Himalaja im Jahre 1951. Die Kurzbiografie „Liesel Bach. Deutschlands erfolgreichste Kunstfliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das abwechslungsreiche Leben dieser Pilotin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145224/liesel-bach

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Elly Beinhorn. Deutschlands Meisterfliegerin

Die erste Frau, die alle fünf Erdteile mit dem Flugzeug überflog, war die deutsche Pilotin Elly Beinhorn (1907–2007), die zu den berühmtesten Fliegerinnen der Welt gehört. Während ihres legendenumwobenen Lebens erlebte sie die sportlichen Anfänge der Fliegerei mit und prägte sie. Ihr guter Ruf beruht auf zahlreichen fliegerischen Meisterleistungen. Daneben schrieb sie auch Bücher und arbeitete für Funk und Fernsehen, testete Autos, fotografierte Afrikasafaris und hielt Vorträge über Autos und Verkehrsprobleme. Das Leben dieser verdienstvollen Frau wird in der Kurzbiografie „Elly Beinhorn. Deutschlands Meisterfliegerin“ geschildert.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145125/elly-beinhorn

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Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin

Als erste Frau, die in Deutschland die Prüfung zum Erwerb der Pilotenlizenz ablegte, ging die gebürtige Sächsin Amelie Hedwig Boutard-Beese (1886–1925), geborene Beese, in die Geschichte der Luftfahrt ein. Besser bekannt ist sie allerdings unter ihrem Rufnamen Melli Beese. Die Kurzbiografie „Melli Beese. Die erste deutsche Fliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser ungewöhnlichen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145202/melli-beese

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Vera von Bissing. Eine Kunstfliegerin der 1930-er Jahre

Eine der besten und erfolgreichsten deutschen Kunstfliegerinnen in den 1930-er Jahren war Vera von Bissing (1906–2002). Sie beherrschte als erste Frau den Looping nach vorn, der als sehr anstrengende Kunstflugfigur gilt. Ihr erschien das Fliegen als „das Schönste, was es auf der Welt gibt“. Die Kurzbiografie „Vera von Bissing. Eine Kunstfliegerin der 1930-er Jahre“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser ungewöhnlichen Pilotin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145506/vera-von-bissing

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Marga von Etzdorf. Die tragische deutsche Fliegerin

Die erste Frau, die einen Alleinflug von Berlin nach Tokio wagte, war die deutsche Fliegerin Marga von Etzdorf (1907–1933). Sie ist auch die erste Kopilotin bei der „Deutschen Luft Hansa“ („DLH“) und nach Thea Rasche (1899–1971) die zweite Frau gewesen, die nach dem Ersten Weltkrieg die Fluglizenz A2 erhielt. Ihr Fliegerleben endete tragisch in jungen Jahren. Das abenteuerliche Leben dieser Pilotin wird in der Kurzbiografie „Marga von Etzdorf. Die tragische deutsche Fliegerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst geschildert.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145178/marga-von-etzdorf

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Thea Knorr. Eine frühe Fliegerin in München

Eine bekannte deutsche Pilotin aus den 1930-er Jahren war Thea Knorr (1903–1989), geborene Theresia Rainer. In der Literatur bezeichnet man sie als erste Schleißheimer Fliegerin, Afrika-Fliegerin oder Feld-Wald-Wiesen-Fliegerin. Ihr Leben wird in der Kurzbiografie „Thea Knorr. Eine frühe Fliegerin in München“ geschildert. Autoren sind der Wiesbadener Journalist Ernst Probst und der Münchener Flugzeughistoriker Josef Eimannsberger. Gewidmet ist diese Kurzbiografie dem Dipl.-Kaufmann Günter Lang aus München, der bei ihrer Entstehung wertvolle Hilfe geleistet hat.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/155499/thea-knorr-eine-fruehe-fliegerin-in-muenchen

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Käthe Paulus. Deutschlands erste Luftschifferin und Fallschirmspringerin

Deutschlands erste Luftschifferin, umjubelte Luftakrobatin, Erfinderin des zusammenlegbaren Fallschirms und früheste Fallschirmspringerin war Käthe Paulus (1868–1935). Zu ihren Lebzeiten hat man alle Beteiligten an der so genannten „Leichter als Luft-Technik“, also auch Ballonfahrer, als Luftschiffer bezeichnet. Die Kurzbiografie „Käthe Paulus. Deutschlands erste Luftschifferin und Fallschirmspringerin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser tüchtigen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145213/kaethe-paulus

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Hanna Reitsch. Die Pilotin der Weltklasse

Eine der besten, berühmtesten und erfolgreichsten Fliegerinnen der Welt war die Deutsche Hanna Reitsch (1912–1979). Ihr Ruf als Pilotin von Weltklasse beruhte auf mehr als 40 Rekorden aller Klassen und Flugzeugtypen. Unter anderem wurde sie der erste weibliche Flugkapitän, flog als erste Frau einen Hubschrauber und unternahm den ersten Hubschrauberflug in einer Halle. Die Kurzbiografie „Hanna Reitsch. Die Pilotin der Weltklasse“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das abenteuerliche Leben dieser Fliegerin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145303/hanna-reitsch

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Lisl Schwab. Die erste Kunstfliegerin in Bayern

Die aus Ingolstadt stammende Lisl Schwab (1900–1967), eigentlich Elisabeth Maria Schwab, war Bayerns erste Kunstfliegerin. In den 1930-er Jahren feierte sie ihre größten fliegerischen Triumphe. Später wurde es auffallend still um sie und sie starb arm und unbeachtet. Die Kurzbiografie „Lisl Schwab. Die erste Kunstfliegerin in Bayern“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert die Höhen und Tiefen ihres Lebens.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/155520/lisl-schwab-die-erste-kunstfliegerin-in-bayern

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Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg. Deutsche Heldin mit Gewissensbissen

Als Patriotin bei der Verteidigung Deutschlands ging Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg (1903–1945), geborene Schiller, in die leidvolle Geschichte des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) ein. Sie setzte sich für ihre Heimat mit Leib und Leben im wehrtechnischen Bereich ein und unternahm über 2.500 Sturzflüge mit Sturzkampfflugzeugen, um Zielgeräte zu verbessern. Kurz vor Ende des Krieges starb die mutige Frau den Fliegertod. Die Kurzbiografie „Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg. Deutsche Heldin mit Gewissensbissen“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben dieser tapferen Frau.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145718/melitta-graefin-schenk-von-stauffenberg

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Beate Uhse. Deutschlands erste Stuntpilotin

Die erste und einzige Stuntpilotin in Deutschland war Beate Uhse (1919–2001), geborene Köstlin. Sie doubelte in Kinofilmen männliche Filmschauspieler, die Rollen als Piloten hatten. Außerdem galt sie als tüchtige Sportfliegerin, Kunstfliegerin, Einfliegerin und Überführungsfliegerin. Später machte sie auch als Gründerin des ersten Sexshops, erfolgreichste Sexartikelversenderin der Welt und als eine der tüchtigsten Unternehmerinnen Deutschlands von sich reden. Die Kurzbiografie „Beate Uhse. Deutschlands erste Stuntpilotin“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert das Leben der couragierten Fliegerin und Unternehmerin.

Bestellung bei: http://www.grin.com/e-book/145260/beate-uhse-deutschlands-erste-stuntpilotin

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Bei „GRIN“ sind weitere Kurzbiografien von Ernst Probst über berühmte Fliegerinnen aus aller Welt nur als E-Book im PDF-Format erhältlich!

Freitag, 15. August 2014

Buchtipp: Nessie – Das Monsterbuch

München / Wiesbaden (internet-zeitung) - In Schottland wird seit fast anderthalb Jahrtausenden immer wieder ein Seeungeheuer gesichtet: das legendäre „Monster vom Loch Ness“. Die meisten Beobachtungen stammen kurioserweise nicht aus dem Mittelalter, als die schlecht informierten Menschen noch an Drachen, Einhörner und Riesen glaubten, sondern aus moderner Zeit, nämlich von 1933 bis heute.

Mit dem weltweit bekannten Seeungeheuer befasst sich das Werk „Nessie. Das Monsterbuch“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst, der sich durch zahlreiche Bücher über prähistorische und kryptozoologische Themen einen Namen gemacht hat. Es schildert Sichtungen, Expeditionen, Deutungen, Irrtümer und Fälschungen und informiert über weitere Ungeheuer, die angeblich in allen Teilen der Welt verborgen leben sollen.

Bei den Recherchen für dieses Werk dienten mehr oder minder seriöse Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften sowie aus dem Internet als Quellen. Da der Wahrheitsgehalt dieser Texte nicht immer überprüfbar ist, darf dieses Buch auf gar keinen Fall als wissenschaftliche Abhandlung über „Nessie“ verstanden werden.

Nach der Lektüre müssen die Leser/innen selbst entscheiden, ob sie an das Seeungeheuer in Schottland glauben wollen oder nicht. Der Autor bezweifelt zwar mit seinem Verstand die Existenz von „Nessie“, würde sie aber mit dem Gefühl lieber bejahen.