Freitag, 17. August 2018

Wie Arbeitslose einen Kredit erhalten

Banken prüfen vor einer Kreditvergabe die Bonität des möglichen Kunden, eine wesentliche Bedeutung kommt dem Einkommen zu. Es liegt auf der Hand, dass Arbeitslose eher schlechte Karten ab. Einen gewöhnlichen Kredit erhalten sie in der Regel nicht. Es existieren jedoch zwei Möglichkeiten: Erstens können sie Sicherheiten einbringen. Zweitens können sie sich an Kreditvermittler mit liberaleren Vergabekriterien wenden. Abgesehen davon kann bei Bezug von ALG II auch ein zinsloses Darlehen bei der Agentur für Arbeit beantragt werden, das jedoch zweckgebunden ist.

Bankkredit dank Sicherheiten

Bankinstitute agieren bei Kreditentscheidungen streng, Arbeitslose müssen mit einer Ablehnung rechnen. Dabei spielt keine Rolle, ob sie das höhere ALG1 oder das niedrige ALG2 empfangen. Die Unternehmen bestehen auf einer zusätzlichen Kreditsicherheit. Dabei kann es sich um einen Bürgen handeln, der bei ausbleibenden Raten die Restschuld übernimmt. Die Bank akzeptiert ihn, wenn er ihre übliche Bonitätsprüfung besteht. Eine weitere Möglichkeit stellen Wertgegenstände, Immobilien und Grundstücke als Sicherheit dar. Nicht jeder Arbeitslose ist vermögenslos. Vielleicht besitzt jemand einen Neuwagen oder ein Haus, mit diesen Objekten lassen sich Darlehen mittels Sicherungsübereignung oder Grundschuld absichern.

Arbeitslosenkredite über Vermittler

Im Gegensatz zu Banken bieten einige Kreditvermittler einen speziellen Arbeitslosenkredit an. Bei diesen Darlehen führen sie wie eine Bank eine Bonitätsprüfung durch, zeigen sich aber liberaler. Die Arbeitslosigkeit ist kein Ausschlussgrund. Arbeitslose sollten zwei Punkte beachten, so die Experten des Fachportals www.kreditnetz.com: Erstens begrenzen seriöse Vermittler die Kreditsumme auf eine Höhe, die dem Umfang des Arbeitslosengelds angemessen ist. Unseriöse Vermittler versprechen dagegen unrealistische Summen, bei denen sie ein viel zu hohes Ausfallrisiko eingehen würden. Zweitens müssen Kreditnehmer angesichts der schlechten Bonität Zinsaufschläge einplanen. Ein Arbeitslosenkredit kostet deutlich mehr als ein durchschnittliches Darlehen, deswegen sollten Arbeitslose es nur bei einem dringenden Grund abschließen.

Donnerstag, 16. August 2018

Alamannenmuseum Ellwangen zeigt neue Sonderausstellung

"Verehrt, verwendet, vergessen - Alamannen im Spannungsfeld von
Politik und Zeitgeschichte" wird ab 27. Oktober 2018 präsentiert

ELLWANGEN (pm) - Vom 27. Oktober 2018 bis 28. April 2019 ist im
Alamannenmuseum die Sonderausstellung "Verehrt, verwendet, vergessen -
Alamannen im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte" zu sehen. Die
vom Alamannen-Museum Vörstetten bei Freiburg konzipierte Ausstellung
beleuchtet den Alamannenbegriff im Wandel der Zeiten.

Immer wieder wird von Besuchern gefragt, warum die Alamannen in den
einschlägigen Fachmuseen mit einem "a" anstatt einem "e" geschrieben
werden. Dies veranlasste das Alamannen-Museum Vörstetten zu der Idee,
eine Ausstellung zum Alamannenbegriff zu konzipieren. Dieser taucht
erstmals im Jahr 289 n. Chr. in römischen Quellen auf und bezeichnete
germanische Stämme, welche sich in dem von den Römern nach dem Fall des
Limes verlassenen, rechten Oberrheingebiet niederließen. Im Laufe der
Geschichte erfuhr der ursprünglich als "Hilfsbezeichnung" entstandene
Alamannenbegriff einen entscheidenden Bedeutungswechsel und führte zu
falschen und irreführenden Verwendungen mit teilweise fatalen
Auswirkungen.

Während des frühen Mittelalters wurde das Siedlungsgebiet der
"Alamanni" als Herzogtum in das Frankenreich der Merowinger
eingegliedert und die römische Wortschöpfung zum herrschaftlichen
Raumbegriff umgewandelt, der in den nachfolgenden Perioden vor allem in
der historischen Forschung mit "e" geschrieben wurde. Im 19. Jahrhundert
erfolgte unter anderem durch Johann Peter Hebel und seine
"Allemannischen Gedichte" eine neue Verwendung des Begriffes als Volks-
und Stammesbezeichnung. Gleichzeitig beschäftigte man sich mit der
Frage, woher dieses "Volk" kam. Eine Umdeutung ins "Völkische" erfolgte
durch die Nationalsozialisten und fand seinen missbräuchlichen Höhepunkt
in der NS-Rassenideologie. In diesem Zusammenhang richtet die
Ausstellung auch den Blick auf die "Alemannenforschung" in der
Universitätsstadt Freiburg sowie das dort herausgegebene NS-Hetzblatt
"Der Alemanne".

Bis heute wirkt der Alamannenbegriff in vielfältiger Form nach * bis
hin zur Bezeichnung der Deutschen als "les allemands" in der
französischen Sprache und in einer Reihe von anderen Ländern. Seine
Bedeutung und Verwendung ist aber auch durch eine Polarität
gekennzeichnet, die einerseits durch Einrichtungen wie das "Alemannische
Institut" und die "Muettersproch-Gsellschaft" und andererseits vom
Missbrauch durch die Geschichtsdarstellung moderner rechter Ideologen
bestimmt wird.

Bei den Alamannen, denen die Museen in Ellwangen und Vörstetten
gewidmet sind, handelt es sich letztlich um eine archäologisch
nachgewiesene (tote) Kultur ohne Traditionsanknüpfung an die Gegenwart,
während das Alemannische eine bis heute existierende, lebendige Sprach-
und Brauchtumskultur darstellt, die sich in Süddeutschland, der Schweiz
und dem benachbarten Elsass erst nach dem Ende der Antike über
Jahrhunderte hinweg in seiner Eigenständigkeit entwickelt hat.

Die Ausstellung wird am Freitag, 26. Oktober 2018, um 18 Uhr eröffnet,
es sprechen Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, der 1. Vorsitzende des
Fördervereins Alamannenmuseum Ellwangen, Werner Kowarsch, Dr. Niklot
Krohn vom Alamannen-Museum Vörstetten * er hält die Einführung in die
Ausstellung * sowie Museumsleiter Andreas Gut. Der Eintritt zur
Ausstellungseröffnung ist frei.

Donnerstag, 9. August 2018

5000 Jahre Kostheim – Die Sage vom Teufelssprung
















Straßenschild Teufelssprung in Mainz-Kostheim - Foto: Ernst Probst



Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Mit einer alten Sage, die bereits im Mittelalter (etwa 500 bis 1500) entstanden sein soll, befasst sich das neue Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ von Ernst Probst und Doris Probst. Bei dieser Geschichte handelt es sich um den Teufelssprung, an den im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim ein offizieller Straßenname erinnert.

Dem erwähnten Buch zufolge soll der Teufelssprung in Kostheim während eines heftigen Unwetters im Mittelalter entstanden sein. Angeblich war es dabei so dunkel, dass man seine Hand nicht vor den Augen sehen konnte. Es blitzte und donnerte sehr stark, weshalb sich die Leute auf den Feldern sehr fürchteten. Einer Sage zufolge schlug krachend und „feuerspeiend“ ein Blitz ein, worauf ein Baum lichterloh brannte und es nach Schwefel stank. Als das Unwetter vorbei war, fand man am Schauplatz des Blitzeinschlages eine Delle im Boden, die wie ein großer Hufabdruck aussah. Da der Teufel oft mit einem Pferdefuß abgebildet sowie mit Feuer, Rauch und Schwefel in Verbindung gebracht wird, hieß es, er habe dort zum Sprung angesetzt. Dabei sei der Boden aufgerissen worden und Wasser herausgekommen, nämlich der Teufelssprungbach, den man auch Königsfloßbach nennt.

Einer anderen Sage zufolge wollte eine Kostheimerin am Königsfloßbach einen schweren Korb auf ihren Kopf heben, schaffte dies aber nicht. In ihrer Not rief sie: „Hilft mir denn kein Teufel?“ Daraufhin erschien tatsächlich der Teufel, half der Frau, sprang über den Bach und verschwand.

In einer weiteren Sage geht es um Grenzstreitigkeiten zwischen Kastel und Kostheim. Dabei einigten sich Feldgeschworene aus beiden Orten, der beste Kostheimer Springer dürfe mit seinen größten Sprüngen die Grenze bestimmen. Die Kostheimer erreichten die Hilfe des Teufels, dem sie versprachen, er erhalte die erste Seele, welche die neue Grenze überschreite. Nach ihrem Erfolg ließen die Kostheimer an der Grenze einen Hahn aus einem Sack springen. Voller Wut zerriss der Teufel den Vogel und verschwand unter Blitz und Donner mit Schwefelgestank. Auf dem Grenzstein hinterließ er den Abdruck eines Pferdehufes und einer Bocksklaue.

Es heißt auch, der Name Teufelssprung beruhe auf dem vertrackten Verlauf der Gemarkungsgrenze von Kostheim in eigenartigem Zickzackkurs.

Donnerstag, 2. August 2018

5000 Jahre Kostheim - Immer wieder Brände




Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Im 20. Jahrhundert ereigneten sich in Mainz-Kostheim immer wieder Großbrände, von denen große Firmen im Ort betroffen wurden. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ (CreateSpace) von Ernst Probst und Doris Probst. Das 563 Seiten umfassende und reich bebilderte Buch erwähnt folgende Großbrände in Kostheim von 1906 bis 1971:

1906: Großbrand im „Sägewerk Valentin Hofmann“
15. November 1921 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
2. Juni 1925 Großbrand in der Wachsfabrik Volk
28. Januar 1927 Großbrand in der Zündholzfabrik „Nölke & Stahl“ im „Industriehof Kostheim“
17. August 1928 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
16. August 1929 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
22. Januar 1930 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
11. Dezember 1934 Großbrand im Sägewerk „Georg Hartmann Schollmayer KG“
26. Februar 1935 Großbrand im Sägewerk „Georg Hartmann Schollmayer KG“
17. Januar 1940 Großbrand in der „Zellstofffabrik Waldhof AG Werk Kostheim“
8. September 1944 Brandkatastrophe nach Luftangriff auf Heeres-Zeugamt Mainz-Kastel und auf Mainz-Kostheim. In Kostheim starben 115 Menschen, in Kastel mehr als 300.
23. und 26. Januar 1971 Brandkatastrophe bei „Linde Haushaltsmöbel AG“. Drei Feuerwehrmänner verloren dabei ihr Leben.

Auch vor der Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr“ am 1. Januar 1874 in Kostheim waren viele Brände ausgebrochen. Zeitweise wiederholten sich Brände in Kostheim in so kurzen Abständen, dass der Ort im Volksmund scherzhaft „Neubrandenburg“ genannt wurde.

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5000 Jahre Kostheim - Mysteriöses Steinbeil

Rodungsarbeiten im Wald in der Steinzeit. Zeichnung von Fritz Wendler (1941-1995) für das Buch "Deutschland in der Steinzeit" (1991) von Ernst Probst



Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Zu den rätselhaftesten prähistorischen Funden aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim gehört ein Steinbeil. Dieser Zufallsfund gilt als einer der Beweise für die Anwesenheit von frühen Ackerbauern, Viehzüchtern und Töpfern aus der Gegend von Kostheim am Main. Erwähnt wird das Steinbeil in dem neuen Buch „5000 Jahre Kostheim“ von Ernst Probst und Doris Probst, das nur bei „Amazon“ erhältlich ist.

Die Buchautoren waren fasziniert, als sie erstmals von dem Fund des Steinbeils erfuhren. Denn der Fundort in der Gemarkung Im Sachsengraben/Im See liegt weniger als 100 Meter von ihrem Domizil in Mainz-Kostheim entfernt. Bedauerlicherweise stellten die Autoren bei ihren Recherchen über den Verbleib jenes Steinbeiles bald fest, dass weder dessen Fundjahr noch dessen Entdecker und auch nicht dessen Maße bekannt sind.

Die Wiesbadener Steinzeit-Expertin Sabine Schade-Lindig nimmt an, das Steinbeil sei möglicherweise bei Rodungsarbeiten verlorengegangen. Kleine Grabungen in der Umgebung der Fundstelle hätten keine Hinweise auf eine Siedlung oder auf Gräber ergeben. Man weiß also nicht, ob der ehemalige Besitzer des Steinbeils in der Gegend von Kostheim oder eines Nachbarortes lebte. Aus anderen Wiesbadener Stadtteilen sind Funde aus verschiedenen Kulturen der Jungsteinzeit bekannt.

Die Jungsteinzeit (Neolithikum) währte etwa von 5.500 bis 2.300 v. Chr. Typisch für diesen Abschnitt der Menschheitsgeschichte sind das Auftreten von Ackerbau, Viehzucht und Töpferei sowie Sesshaftigkeit. Zeitweise hat man damals bis zu 40 Meter lange Häuser errichtet. Auf die Jungsteinzeit folgt die Bronzezeit (etwa 2300 bis 800 v. Chr.), in der Werkzeuge, Waffen, Gefäße und Schmuck aus Bronze hergestellt wurden. Man kennt auch Objekte aus Gold.

Der wohl bedeutendste Fund aus der Bronzezeit in der Kostheimer Gegend ist der 25,2 Zentimeter hohe bronzene Helm eines Kriegers. Jener zwischen etwa 1200 und 1000 v. Chr. hergestellte Helm wurde am 17. Juni 1877 im Main bei Kostheim geborgen. Er stammt aus der Urnenfelder-Kultur (rund 1300 bis 800 v. Chr.), in der man Verstorbene verbrannt und ihre Knochenreste und Asche in Urnen bestattet hat.

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Mittwoch, 1. August 2018

5000 Jahre Kostheim - Auf der Flucht in Kostheim gelandet?



Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – In dem neuen Buch „5000 Jahre Kostheim“ (2018) von Ernst Probst und Doris Probst wird auch eine humorvolle, wenngleich nicht schmeichelhafte Entstehungsgeschichte über den Ort am Main veröffentlicht. Demnach berichtete der Autor Toni Vogt in seinem Werk „Kostheim: Originale und Originelles“ vor 40 Jahren Folgendes: Die „Alten“ und auch jene, welche den Kostheimern etwas anhängen wollten, erzählten einst, vor vielen Jahren seien aus einem Gefängnis am Obermain Sträflinge ausgebrochen. Weil sie keinen anderen Ausweg gewusst hätten, wären sie den Main abwärts geschwommen. Da überall an den Ufern des Flusses die Bewohner mit Knüppeln und Mistgabeln gestanden hätten, seien die Ausreißer schließlich in Kostheim an Land gegangen und hätten sich an diesem Ort festgesetzt.

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5000 Jahre Kostheim - Seit wann Kostheim so heißt


Katholische Pfarrkirche "St. Kilian" am Mainufer in Mainz-Kostheim - Foto: Ernst Probst


Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Wann Kostheim seinen Namen bekam, ist umstritten. Diesen Eindruck gewinnt man nach der Lektüre des neuen Taschenbuches „5000 Jahre Kostheim“ (CreateSpace) von Ernst Probst und Doris Probst. Die Namen „Costheim“ und „Chostheim“ erwähnte man bereits im Mittelalter. Aber ob dies schon 1074, 1217 oder 1224 erstmals geschah, weiß man nicht genau. Nachfolgend die Schilderung aus dem neuen Taschenbuch, das nur bei „Amazon“ erhältlich ist:

„Ortsnamen Costheim und Chostheim
1217/1224: Im Mittelalter tauchten die Schreibweisen „Costheim“ und „Chostheim“ auf. Vom Ritter Ulrich (Udalricus) von Idstein, dem „Vogt von Costheim“, war wegen eines geplanten Zweikampfes im Januar 1074 auf der Maaraue die Rede. Der junge Ulrich soll ein Vertrauter von König Heinrich IV. (1050–1106) gewesen sein und für diesen zum Zweikampf, der als „Gottesurteil“ angesehen wurde, antreten haben wollen. Ob der Ortsname „Costheim“ bereits 1074 oder erst in später verfassten Berichten über diesen nicht zustande gekommenen Zweikampf verwendet wurde, ist unklar. Laut des Buches „Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart“ (1905) des katholischen Priesters, Mainzer Schulrats und Heimatforschers Karl Johann Brilmayer (1843–1905) ist der Ortsname „Costheim“ schon 1217 verwendet worden. Im Buch „Mainz-Kostheim. Ansichten aus 100 Jahren“ (2006) von Ralph Keim und Hans Dötsch sowie in der Broschüre „Kurzgefasste Geschichte von Mainz-Kostheim“ (2011) von Willi Frenz (1930–2012) heißt es, die Ortsnamen Costheim und Chostheim seien 1217 erstmals schriftlich erwähnt worden. Im „Historischen Ortslexikon“ des „Landesgeschichtlichen Informationssystems Hessen“ dagegen liest man, dies sei erst 1224 geschehen.“

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5000 Jahre Kostheim - Kostheim wächst



Katholische Kirche "St. Kilian" am Mainufer von Mainz-Kostheim. Foto: Ernst Probst


Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Innerhalb von rund 200 Jahren hat sich die Einwohnerzahl des heutigen Wiesbadener Stadtteils Mainz-Kostheim vervierzehnfacht. 1815 war der Ort kurz vor der Mündung des Mains in den Rhein noch ein Pfarrdorf mit 1024 Einwohnern. 1900 zählte Kostheim bereits 5948 Einwohner. Zum Jahresanfang 1913 wurde Kostheim ein Stadtteil von Mainz und hieß fortan Mainz-Kostheim. Diesen Namen trägt es auch heute noch, obwohl es seit 1945 ein Stadtteil von Wiesbaden ist. Am 1. Januar 2018 hatte Mainz-Kostheim schon 14.267 Einwohner, 14 Mal so viel wie 1815. Von diesen zahlreichen Einwohnern hatten 39,2 Prozent einen Migrationshintergrund. 20,5 Prozent waren Ausländer und 4 Prozent Spätaussiedler. Zu den häufigsten unter den 2915 Ausländern in Mainz-Kostheim gehörten Menschen aus der Türkei. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ von Ernst Probst und Doris Probst, das nur bei „Amazon“ unter der Internetadresse https://www.amazon.de/dp/1721540504/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1533116504&sr=8-1&keywords=5000+Jahre+Kostheim erhältlich ist.

Dienstag, 31. Juli 2018

5000 Jahre Kostheim - Zu Fuß durch den Rhein



Wetterkapriolen einst und heute - Naturkatastrophen aus dem Buch "5000 Jahre Kostheim" von Ernst Probst und Doris Probst

Mainz (internet-zeitung) - An den Hitzesommer 2018 mit Höchsttemperaturen bis zu fast 40 Grad Celsius wird man sich in Deutschland noch lange erinnern. Früher galt es schon als etwas Besonderes, wenn das Thermometer im Juni, Juli oder August um 10 Uhr vormittags 25 Grad Celsius überschritt. Kinder bekamen danach oft für wenige Stunden schulfrei. Einen Rechtsanspruch auf "hitzefrei" oder auf Installation einer Klimaanlage gibt es in der Gegenwart leider weder in der Schule noch am Arbeitsplatz.

Was das Wetter von ehedem betrifft, ist das Gedächtnis der Menschen nicht immer das Beste. Wer etwa weiß schon, dass es im Sommer 1479 so heiß und trocken war, dass das Flussbett des Rheins bei Mainz mit menschlichen Füßen, die fest auf dem Grund gingen, durchschritten werden konnte? Allerdings war das Flussbett des Rheins damals merklich breiter und der Wasserstand allgemein niedriger als heute.

Die Autoren Ernst Probst und Doris Probst haben in ihrem neuen Buch "5000 Jahre Kostheim" auch Naturkatastrophen aufgelistet, die den Ort nahe der Mündung des Mains in den Rhein heimsuchten. Demnach gab es vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert wiederholt Wetterkapriolen in Deutschland.

Extrem starke Niederschläge vom 19. bis zum 25. Juli 1342 lösten das bisher stärkste Hochwasser des Mains aus. Diese Naturkatastrophe ging als Magdalenen-Hochwasser in die Geschichte ein. Denn der 22. Juli ist der Tag der heiligen Maria Magdalena. In der Weißfrauenkirche von Frankfurt stand damals das Wasser des Mains rund 1,70 Meter hoch. Im Mainzer Dom reichte das Wasser des Rheins den Männern bis zum Gürtel. Die Kölner konnten wegen der Flutkatastrophe mit Booten über die Stadtmauer fahren. Zu jener Zeit verloren viele Menschen ihr Leben, Mühlen stürzten ein, Wohnhäuser und andere Gebäude wurden weggeschwemmt, Brücken weggespült, Äcker, Wiesen und Gärten verwüstet, die Ernte weitgehend vernichtet, weswegen eine Hungersnot ausbrach.

Unerfreuliche Folgen hatten auch die etwa acht Monate lang andauernden Vulkan-Ausbrüche der rund 130 Laki-Krater auf Island ab 8. Juni 1783. Danach herrschte 1783/1784 ein Extremwinter mit dem Jahrhundert-Eisgang von 1874. Vielerorts wurden bis zu minus 26 Grad Celsius gemessen.

1816 erlebte man in Deutschland ein "Jahr ohne Sommer". Nach Ausbruch des Vulkans Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa im April 1815 herrschte eine Regenperiode von Pfingsten über den ganzen Sommer hinweg. 1817 folgte nach desaströser Missernte im Vorjahr ein "Jahr des Hungers".

Vielleicht erträgt man einen Hitzesommer wie den von 2018 etwas gelassener, wenn man sich an das "Jahr ohne Sommer" erinnert? Dass in der Urzeit von Deutschland wiederholt klimatische Verhältnisse wie heute in Afrika herrschten und in Warmphasen vor einer Million, 600.000 und 120.000 Jahren Flusspferde im Rhein schwammen und Affen an Land lebten, ahnt wohl nicht jeder.

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5000 Jahre Kostheim - Der falsche Prophet



Aschaffenburg/Mainz (internet-zeitung) – Ein in Aschaffenburg gezeugter falscher Prophet kommt zu neuen literarischen Ehren. Das Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ von Ernst Probst und Doris Probst schildert das abenteuerliche Leben des Sektierers und Siedlungsgründers Bernhard Müller (1788-1834). Dessen Mutter war die attraktive Näherin Helene Balser, die ein hoher Geistlicher im Schloss Aschaffenburg geschwängert hatte. Man munkelt sogar über eine Vaterschaft von Karl Theodor von Dalberg (1744-1817), der am 31 August 1788 in Aschaffenburg die Bischofsweihe empfing sowie später Mainzer Erzbischof und Kurfürst wurde.

Um dem Kind offiziell einen Vater zu verschaffen, verheiratete man Helene mit dem jungen Kunstgärtner Johann Adam Müller aus Kostheim am Main. Die Geburt des kleinen Bernhard erfolgte 1788 heimlich. Vom achten bis zum 14. Lebensjahr erhielt der außergewöhnlich talentierte Junge in einem Seminarium in Mainz Unterricht. Später entwickelte er eigene Anschauungen und glaubte, seine außergewöhnliche Geburt und Herkunft seien das Vorzeichen einer göttlichen Mission. 1813 kam er nach Cork in Irland und lernte den Jesuiten Bruder Martin kennen. Letzterer entwarf eine Reichsordnung für das „Herzogthum Jerusalem“, in dem Müller der Herzog und Prophet sein sollte. Den Namen Müller sollte er ablegen und sich „Proli“ („Sohn Gottes“) nennen. „Proli“ zog mit Gleichgesinnten nach London, Hamburg, Stuttgart, Würzburg und Offenbach, wo er den „Tulpenhof“ erwarb. 1829 sandte er 70 gleichlautende Manifeste an europäische Regierungshäuser.
Darin forderte er die Regierenden auf, sofort von ihrem Thron zu steigen, ihre Völker zum Eintritt in das tausendjährige Reich freizulassen, sich selbst aber dem Propheten zu Füßen zu legen.

Als es in Deutschland ungemütlich für ihn wurde, wanderte „Proli“ im Juli 1831 mit seiner aus Frankfurt stammenden Lebensgefährtin Elisa Heuser (1799-1881) und Anhängern nach Amerika aus und bezeichnete sich nun als „Maximilian Graf von Leon“. Im Frühjahr 1832 kaufte er in Phillipsburg am linken Ufer des Ohio einen kleinen Weiler mit einigen Hütten und ließ sich dort mit 300 Getreuen nieder. Er errichtete eine Wirtschaft und einen Schmelzofen, mit dem er aus dem dortigen Gestein vergeblich Gold schmelzen wollte. Im Juli 1833 erklärte „Graf Leon“ den Mitgliedern seiner Kolonie, sie müssten diese auflösen, weil kein Geld mehr da sei. Sein Tod bald darauf wird unterschiedlich geschildert. Er soll der Cholera oder dem Gelbfieber erlegen oder im Missouri zufällig oder absichtlich ertrunken sein.

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Montag, 30. Juli 2018

5000 Jahre Kostheim - Taschenbuch-Tipp





















Mainz-Kostheim (internet-zeitung) - Lange zurück reicht die Geschichte von Kostheim an der Mündung des Mains in den Rhein. Sie beginnt sicherlich bereits in der Jungsteinzeit vor rund 5000 Jahren, wenn nicht sogar noch früher, was seltene archäologische Funde beweisen. Reicher sind allerdings die Hinterlassenschaften aus der Römerzeit in den Jahrhunderten nach Christi Geburt. Im Mittelalter kamen Kaiser, Könige, Fürsten, Bischöfe und Ritter nach Kostheim. Auf der Insel Maaraue fand Pfingsten 1184 mit schätzungsweise 70.000 Besuchern das größte Fest statt, das man bis dahin in Deutschland feierte. In kriegerischen Zeiten litten die Kostheimer unter Römern, Germanen, Schweden, Franzosen, Preußen und Österreichern. Für weiteres Leid sorgten Hochwasser, Fröste, Brände, Erdbeben und Pest.

Das Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ schildert auch die Entwicklung der Einwohnerzahlen, Kirchen, Schulen, Kindergärten, Vereine, Wirtschaft und des Verkehrswesens. Kurz vorgestellt werden etliche bekannte Kostheimer, darunter ein falscher Prophet, ein mutiger Pfarrer, ein hingerichteter Revolutionär, ein kampfstarker Boxer und eine erfolgreiche Romanautorin. Nicht verschwiegen wird „das bundesdeutsche Nachkriegskuriosum Nr. 1“: 1945 wurden die Stadtteile Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim (kurz „AKK“ genannt) abrupt von Mainz abgetrennt und der Stadt Wiesbaden zur treuhänderischen Verwaltung übergeben. Dies schmerzt viele Kostheimer heute noch.

Autoren des Taschenbuches „5000 Jahre Kostheim. Von der Steinzeit bis zum 21. Jahrhundert“ sind Ernst Probst und Doris Probst. Das Ehepaar lebt seit 1983 in Mainz-Kostheim nahe der Grenze zu Mainz-Kastel. Bei den Recherchen erfuhren die Autoren  überrascht, dass nahe ihres Domizils in Kostheim ein Steinbeil aus der Jungsteinzeit gefunden worden ist.

Das Taschenbuch über Kostheim umfasst 563 Seiten mit zahlreichen Fotos, Gemälden und Zeichnungen. Es ist bei „Createspace“ erschienen und nur bei „Amazon“ unter der Internetadresse Bestellungen des Taschenbuches "5000 Jahre Kostheim" nur bei "Aamazon" unter der Internetadresse
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Mittwoch, 25. Juli 2018

Der Frauenkulturpreis des LVR geht an Julia Bünnagel

Fachkundige Jury verleiht zum dritten Mal den Preis

Bonn - Der Landschaftsverband Rheinland, vertreten durch das LVR-LandesMuseum Bonn, hat die Kölner Künstlerin Julia Bünnagel zur Preisträgerin des Frauenkulturpreises 2018/2019 gewählt.

Die Jury – Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-LandesMuseums Bonn, Dr. Achim Sommer, Direktor des Max Ernst Museums Brühl des LVR, Dorothée Coßmann, Geschäftsführerin der Sparkassen Kulturstiftung Rheinland, Dr. Klara Drenker-Nagels, Direktorin des August Macke Hauses Bonn, und Dr. Oliver Kornhoff, Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck – hat aus 60 Bewerbungen die diesjährige Preisträgerin ermittelt.

Die einstimme Entscheidung der Jury ehrt Julia Bünnagel als Künstlerin, die sich mit Installationen, Skulpturen und Sound-Installationen im Rahmen der Thematik von Architektur, Kybernetik, Konstruktion und Wahrnehmung befasst. Ihre Werke entstehen immer ortsbezogen: Ob historische Ausstellungskontexte, Orte von Herrschaft oder auch Industrieanlagen, immer wieder erkundet die Künstlerin mit Bannern, Farben, architektonischen Elementen, Licht sowie Klanginstallationen die Architektur und den Raum in seiner gesamten Bedeutung.

Besonders überzeugt hat die Jury, dass Bünnagel ihre Arbeiten wie ein Kaleidoskop aus unterschiedlichen Kunstgattungen immer wieder neu zusammenstellt und an die Orte der Präsentation anpasst. Ihre medienübergreifenden Arbeiten – Bilder, Skulpturen, kybernetische Objekte und Audiostücke – sind so in der Lage, assoziative Verknüpfungen herzustellen und für die Betrachter der Ausstellung die Räume gleichsam als intermediale Installation erlebbar zu machen. Julia Bünnagel wurde in Haan geboren und lebt und arbeitet in Köln. Sie studierte an der Kunstakademie Düsseldorf Bildhauerei und lehrte von 2015-2017 selbst dort.

Mit dem Frauenkulturpreis für bildende Künste will der LVR das künstlerische Schaffen von Frauen hervorheben und fördern sowie der nach wie vor bestehenden strukturellen Benachteiligung von Frauen im Kunstbetrieb entgegenwirken. Der Frauenkulturpreis wird alle zwei Jahre vergeben, ist mit 5.000 Euro dotiert und eine Auszeichnung für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der bildenden Kunst.

Im Rahmen des Frauenkulturpreises des LVR wird eine Einzelausstellung und ein Katalog mit Arbeiten von Julia Bünnagel entstehen. Die Verleihung findet im November 2018 im LVR-LandesMuseum Bonn statt.


Freitag, 20. Juli 2018

Tor oder Tempel - Neue Forschungen am Limestor Dalkingen

Bannerausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege ab 20. Juli 2018 im
Eingangsbereich ("Infoflur") des Alamannenmuseums Ellwangen

ELLWANGEN (pm) - Im Eingangsbereich des Ellwanger Alamannenmuseums
wird ab sofort die Sonderpräsentation "Tor oder Tempel - Neue
Forschungen am Limestor Dalkingen" des Landesamtes für Denkmalpflege im
Regierungspräsidium Stuttgart gezeigt. Auf drei Bannern werden neue
Erkenntnisse und Überlegungen präsentiert. Die Ausstellung kam auf
Initiative der Limesbeauftragten des Ostalbkreises, Heidrun Heckmann,
nach Ellwangen, die Texte und Abbildungen stammen vom Leiter des
Limes-Informationszentrums Baden-Württemberg (LIZ) in Aalen, Stephan
Bender.

Vor über 40 Jahren wurde am Limes bei Rainau-Dalkingen (Ostalbkreis)
ein rätselhafter Baukomplex ausgegraben. Spuren von Türmen, Sperranlagen
und Gebäuden mehrerer Bauphasen wurden gefunden, sogar die Ruine eines
monumentalen Bogens, dessen Entstehung mit dem Germanenfeldzug des
Kaisers Caracalla (213 n. Chr.) in Verbindung gebracht wird. Seit diesen
Forschungen ist der Fundplatz als *Limestor Dalkingen“ bekannt. Das
2010 errichtete Schutzhaus aus Glas und Stahl hat dem Ort zusätzlich
Attraktivität beschert.

Wie aktuelle Forschungen zeigen, steckt aber vor Ort noch mehr im
Boden. Geophysikalische Prospektionen führten zum Nachweis eines 20 m x
20 m großen Steingebäudes südöstlich des Schutzhauses. Und der Verdacht
erhärtet sich, dass im 3. Jahrhundert kein Limestor, sondern ein
Heiligtum die Höhe zwischen Röhlinger Sechta und Auerbach beherrschte.
Außerdem scheint es Hinweise auf einen Eremiten zu geben, der sich im
frühen Mittelalter in der Ruinenstätte zurückgezogen haben könnte.

Diese Einsiedelei schlägt in besonderer Weise den Bogen zu Ellwangen
und zum Alamannenmuseum, denn es ist kaum bekannt, dass bei den
Ausgrabungen südlich des *Limestores“ in der Achse des Eingangs ein
Grab aufgedeckt wurde. Man entdeckte das Skelett eines Mannes, das *
abgesehen von einem Geweihfragment * keine Beigaben enthielt und in
Ost-West-Richtung angelegt wurde. Der Kopf war eingerahmt durch drei
Steine, die Füße lehnten an einer Steinplatte. Die C14-Datierung ergab
eine Lebenszeit zwischen 689 und 868 n. Chr. Es liegt nahe, an die
Bestattung eines Einsiedlers zu denken. Der Mönch könnte das Kloster
Ellwangen verlassen haben, jagstaufwärts gewandert sein und sich hier in
der römischen Ruine zurückgezogen haben. In der Ausstellung ist ein Foto
des Grabbefundes zu sehen.

Die Sonderpräsentation ist bis auf Weiteres zu den üblichen
Öffnungszeiten im Alamannenmuseum zu sehen, die beidseitig bedruckten
Tafeln können auch vom Museumsgarten aus angeschaut werden. Nähere
Informationen im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de und
www.liz-bw.de.

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum @ ellwangen.de
www.alamannenmuseum-ellwangen.de

Öffnungszeiten
Di-Fr 14-17 Uhr
Sa, So 13-17 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Donnerstag, 5. Juli 2018

Kongress zum Alten Ägypten

50. "Ständige Ägyptologenkonferenz" / Experten aus deutschsprachigem Raum kommen Mitte Juli nach Münster

Zum Jubiläum an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU): Das Institut für Ägyptologie und Koptologie der WWU ist vom 13. bis 15. Juli Gastgeber der 50. "Ständigen Ägyptologenkonferenz (SÄK)". Die SÄK, diesmal mit rund 250 Experten, ist nach den Worten der WWU-Ägyptologin Prof. Dr. Angelika Lohwasser das "wichtigste Instrumentarium der Wissensvermittlung und des Fachaustausches innerhalb der deutschsprachigen Ägyptologie". Sie bietet Wissenschaftlern und Studierenden ein Forum, über neueste Forschungsergebnisse und hochschulpolitische Themen zu diskutieren sowie Kontakte zu knüpfen.

Die diesjährige SÄK hat das Thema "Kulturen im Kontakt. Altägypten und seine Nachbarn". Als Besonderheit wird ein Gast aus Ägypten in Münster empfangen: der ehemalige Minister of Antiquities, Prof. Dr. Mamdouh Eldamaty. Er ist Professor an der Ain Shams University (Kairo) und der deutschen Ägyptologie besonders verbunden, denn er wurde 1995 an der Universität Trier promoviert.

Die jährliche Konferenz der deutschsprachigen Ägyptologie – mit Fachvertretern aus Österreich, der Schweiz und Deutschland – besteht seit 1968. Die Veranstaltung findet jährlich an wechselnden Orten im deutschsprachigen Raum statt. Münster war bereits 1987, 2001 und 2009 SÄK-Austragungsort.

Gegenstand der Ägyptologie ist die altägyptische Kultur von der Vorgeschichte (ab etwa 3200 vor Christus) bis zu ihrem Ende in den ersten Jahrhunderten nach Christus, das heißt in einem Zeitraum von fast 4000 Jahren. Grundlagen hierzu bieten die materiellen Hinterlassenschaften sowie Texte und Bildquellen.

Freitag, 29. Juni 2018

Wer legte die größten Eier aller Zeiten?





















Erstaunliches über Vogelriesen aus einem Buch von Ernst Probst




München / Wiesbaden – Bis zu 35 Zentimeter lang und 25 Zentimeter hoch waren die größten Eier aller Zeiten. Gelegt wurden sie von weiblichen Tieren des Elefantenvogels Aepyornis maximus, der vom Eiszeitalter vor etwa 2 Millionen Jahren bis vielleicht zur Heutzeit im 17. Jahrhundert auf der Insel Madagaskar vor der Ostküste von Afrika existierte. Solche Riesen-Eier erreichten einen Umfang von 1 Meter und ein Gewicht von 12,5 Kilogramm. Ihr Inhalt entsprach demjenigen von mehr als 200 heutigen Hühner-Eiern mit einem Durchschnittsgewicht von 60 Gramm.

Mitunter kam es vor, dass ein Riesen-Ei von Aepyornis auf Madagaskar in Küstennähe in den Indischen Ozean geriet und vom Meerwasser erstaunlich weit transportiert wurde. In Australien entdeckte man in den 1930-er Jahren und Weihnachten 1992 in Küstennähe jeweils ein Elefantenvogel-Ei, das auf diese ungewöhnliche Weise dorthin gelangt war. Wer weiß, wie oft und wohin andere Riesen-Eier verfrachtet wurden?

Riesen-Eier von Elefantenvögeln sind große Raritäten. Im Londoner Auktionshaus „Christies“ erzielten sie Preise von umgerechnet zwischen 72.000 und 148.350 Euro.

Nachlesen kann man diese erstaunlichen Tatsachen in dem Taschenbuch „Vogelriesen in der Urzeit“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es ist im „GRIN-Verlag“ (München) erschienen, umfasst 296 Seiten, präsentiert zahlreiche Abbildungen und kostet 34,99 Euro. Bestellungen bei http://www.grin.com/de/e-book/281704/vogelriesen-in-der-urzeit

Besonders große Exemplare des Elefantenvogels Aepyornis maximus waren mehr als 3 Meter hoch und über 400 Kilogramm schwer. Damit wog ein derartiger Vogel so viel wie 5 Männer aus der Gegenwart. Fliegen konnte ein solches Schwergewicht nicht mehr. Ungeachtet dessen gilt der Elefantenvogel als Vorbild für den sagenhaften Vogel Roch (auch Rock genannt), der angeblich im Flug einen Elefanten transportieren konnte.

Insgesamt werden in dem Taschenbuch „Vogelriesen in der Urzeit“ zehn große Vögel in Wort und Bild vorgestellt. Dabei handelt es sich um die Gattungen Hesperornis, Gastornis, Pelagornis, Brontornis, Phorusrhacos, Dromornis, Argentavis, Dinornis, Harpagornis und Aepyornis. Auch einige Flugsaurier mit imposanten Flügelspannweiten bis zu 13 Metern kommen darin vor.

Der bis zu 2 Meter hohe Laufvogel Gastornis beispielsweise lebte vor fast 50 Millionen Jahren auch in Deutschland, wie Funde aus dem Geiseltal bei Merseburg und Walbeck bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt sowie aus der Grube Messel bei Darmstadt in Hessen belegen. Ein Teil der Funde wurde einst als Diatryma bezeichnet, bis man erkannte, dass Diatryma und Gastornis identisch sind. Früher verkannte man Gastornis als gefährlichen Räuber, heute hält man ihn eher für einen Pflanzenfresser.

Als größte Vögel der Erdgeschichte gelten weibliche Tiere der Gattung Dinornis („Schreckensvogel“) auf Neuseeland mit einer Höhe von sage und schreibe 3,60 Metern. Kurioserweise legten diese imposanten Laufvögel kleinere Eier mit dünnerer Schale als der Elefantenvogel auf Madagaskar. Männchen von Dinornis waren merklich kleiner als die Weibchen und brüteten die Eier aus.

Die Ehre, der größte fliegende Vogel zu sein, gebührt dem Greifvogel Argentavis, der vor 8 bis 5 Millionen Jahren in Argentinien lebte. Dieser Gigant der Lüfte hatte eine Flügelspannweite bis zu 8 Metern, ausgestreckt eine Länge von der Schnabelspitze bis zur Fußspitze von 3,30 Metern und ein Lebendgewicht von 80 Kilogramm. Sein Kopf maß von der Schnabelspitze bis zum Hals 45 Zentimeter. Sein 28 Zentimeter langer Schnabel war vier Mal so groß wie bei den größten gegenwärtigen Greifvögeln. Seine Flugfedern waren ungefähr 1,50 Meter lang. Wie heutige Geier dürfte Argentavis ein Segelflieger gewesen sein. Für den Start von höheren Standorten aus benötigte er günstige Aufwinde.

Montag, 25. Juni 2018

Wendelstein 7-X erreicht Weltrekord

Stellarator-Rekord für Fusionsprodukt / Erste Bestätigung für Optimierung

Greifswald - Höhere Temperaturen und Dichten des Plasmas, längere Pulse und den weltweiten Stellarator-Rekord für das Fusionsprodukt hat Wendelstein 7-X in der zurückliegenden Experimentierrunde erreicht. Zudem fand man erste Bestätigungen für das Wendelstein 7-X zugrundeliegende Optimierungskonzept. Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald, die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator, soll die Kraftwerkseignung dieses Bautyps untersuchen.

Im Unterschied zur ersten Experimentierrunde 2015/16 ist das Plasmagefäß von Wendelstein 7-X seit September letzten Jahres mit einer Innenverkleidung ausgerüstet (siehe PI 8/2017). Kacheln aus Grafit bedecken jetzt die Gefäßwände und machen höhere Temperaturen und längere Plasmaentladungen möglich. Mit dem sogenannten Divertor lässt sich darüber hinaus die Reinheit und Dichte des Plasmas regeln: In zehn breiten Streifen an der Wand des Plasmagefäßes folgen seine Kacheln der verwundenen Kontur des Plasmarandes. So schützen sie speziell die Wandbereiche, auf die entweichende Teilchen aus dem Rand des Plasmaringes gezielt gelenkt werden. Zusammen mit Verunreinigungen werden die auftreffenden Teilchen hier neutralisiert und abgepumpt.

„Die ersten Erfahrungen mit den neuen Wandelementen sind ausgesprochen positiv“, sagt Professor Dr. Thomas Sunn Pedersen. Waren am Ende der ersten Kampagne Pulsdauern von sechs Sekunden zu erreichen, sind nun bis zu 26 Sekunden lange Plasmen möglich. Dabei konnten bis zu 75 Megajoule Heizenergie in das Plasma eingespeist werden – 18 Mal mehr als in der ersten Betriebsrunde ohne Divertor. Auch die Heizleistung konnte erhöht werden – eine Voraussetzung für hohe Plasmadichte. 

Auf diese Weise wurde ein Rekordwert für das „Fusionsprodukt“ erreicht. Dieses Produkt aus Ionentemperatur, Plasmadichte und Energieeinschlusszeit gibt an, wie nahe man den Reaktorwerten für ein brennendes Plasma kommt. Bei rund 40 Millionen Grad Ionentemperatur und einer Dichte von 0,8 x 10**20 Teilchen pro Kubikmeter hat Wendelstein 7-X ein Fusionsprodukt von gut 6 x 10**26 Grad mal Sekunde pro Kubikmeter erreicht – weltweiter Stellarator-Rekord. „Dies ist ein für die Größe der Maschine ausgezeichneter Wert, der zudem unter realistischen Bedingungen, d.h. bei hoher Temperatur der Plasma-Ionen erreicht wurde“, so Professor Sunn Pedersen. Die erzielte Energieeinschlusszeit – ein Maß für die Güte der Wärmeisolation des magnetisch eingeschlossenen Plasmas – deutet mit beachtlichen 200 Millisekunden darauf hin, dass die Wendelstein 7-X zugrundeliegende rechnerische Optimierung greift: „Das stimmt uns für die weitere Arbeit optimistisch“.

Dass die Optimierung nicht nur bezüglich der Wärmeisolation Wirkung zeigt, erweist die jetzt abgeschlossene Auswertung von Messdaten aus der ersten Experimentierkampagne von Dezember 2015 bis März 2016, die gerade in der Fachzeitschrift Nature Physics erschienen ist (s.u.). Sie zeigt, dass sich auch der sogenannte Bootstrap-Strom wie gewünscht verhält. Dieser elektrische Strom wird von Druckunterschieden im Plasma hervorgerufen und könnte das maßgeschneiderte Magnetfeld verformen. Teilchen aus dem Plasmarand träfen dann nicht mehr an den richtigen Stellen auf den Divertor auf. Der Bootstrap-Strom sollte in Stellaratoren daher so klein wie möglich sein. Dass dies in der optimierten Feldgeometrie tatsächlich gelungen ist, hat die Analyse nun bestätigt. „Damit konnte bereits die erste Experimentkampagne wichtige Aspekte der Optimierung verifizieren“, sagt Erstautor Dr. Andreas Dinklage: „Eine genauere und systematische Evaluierung wird in künftigen Experimenten bei deutlich höherer Heizleistung und höherem Plasmadruck folgen“.

Seit Ende 2017 liefen an Wendelstein 7-X weitere Ausbauten: Unter anderem wurden neue Messgeräte und Heizsysteme installiert. Im Juli sollen die Plasmaexperimente wieder beginnen. Ab Herbst 2018 ist dann ein größerer Ausbau geplant: Die jetzigen Graphitkacheln des Divertors werden durch kohlenstofffaserverstärkte Kohlenstoff-Elemente ersetzt, die zusätzlich wassergekühlt sind. Sie sollen bis zu 30 Minuten lange Entladungen möglich machen, in denen überprüft werden kann, ob Wendelstein 7-X seine Optimierungsziele auch dauerhaft erfüllt.

Hintergrund
 

Ziel der Fusionsforschung ist es, ein klima- und umweltfreundliches Kraftwerk zu entwickeln. Ähnlich wie die Sonne soll es aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnen. Weil das Fusionsfeuer erst bei Temperaturen über 100 Millionen Grad zündet, darf der Brennstoff – ein 
dünnes Wasserstoffplasma – nicht in Kontakt mit kalten Gefäßwänden kommen. Von Magnetfeldern gehalten, schwebt er nahezu berührungsfrei im Inneren einer Vakuumkammer.

Den magnetischen Käfig von Wendelstein 7-X erzeugt ein Ring aus 50 supraleitenden, etwa 3,5 Meter hohen Magnetspulen. Ihre speziellen Formen sind das Ergebnis ausgefeilter Optimierungsrechnungen. Obwohl Wendelstein 7-X keine Energie erzeugen wird, soll die Anlage beweisen, dass Stellaratoren kraftwerkstauglich sind. Mit Wendelstein 7-X soll die Qualität des Plasma-einschlusses in einem Stellarator erstmals das Niveau der konkurrierenden Anlagen vom Typ Tokamak erreichen. Insbesondere soll die Anlage das wesentliche Plus der Stellaratoren vorführen, die Fähigkeit zum Dauerbetrieb.                                      

Originalveröffentlichung:
Andreas Dinklage et al.: Magnetic configuration effects on the Wendelstein 7-X stellarator.

In: Nature Physics, 21. Mai 2018, https://doi.org/10.1038/s41567-018-0141-9

Donnerstag, 21. Juni 2018

Einst lag Mainz noch nicht am Rhein

Kleines Taschenbuch des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst über den großen Strom

Mainz  (internet-zeitung) - Der Rhein war vor etwa zehn Millionen Jahren noch ein kleines Flüsschen. Er erreichte nur eine Länge von schätzungsweise 400 Kilometern statt 1324 Kilometern wie heute. Ursprünglich floss er nicht durch die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Stattdessen bahnte er sich ab etwa Worms – streckenweise mehr als 20 Kilometer westlich vom jetzigen Rheinbett entfernt – seinen Weg durch Rheinhessen. Im Raum Eppelsheim unweit von Alzey hatte er nur eine Breite von etwa 45 bis 60 Metern. Heute ist er bis zu 400 Meter breit.

Über den frühen Rhein informiert das kleine Taschenbuch „Als Mainz noch nicht am Rhein lag“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Gewidmet ist das 44 Seiten umfassende Werk dem Paläontologen Dr. Jens Lorenz Franzen in Titisee-Neustadt, Altbürgermeister Heiner Roos in Eppelsheim und der Bürgermeisterin Ute Klenk-Kaufmann in Eppelsheim, die sich jeder auf seine Weise um die Erforschung der Tierwelt am Ur-Rhein und um den Aufbau des „Dinotherium-Museums“ in Eppelsheim verdient gemacht haben.

Bestellung des E-Books im PDF-Format oder des gedruckten Taschenbuches bei:
 http://www.grin.com/e-book/161642/als-mainz-noch-nicht-am-rhein-lag

*

Der Wiesbadener Buchautor Ernst Probst hat von 1986 bis heute rund 300 Bücher, Taschenbücher, Broschüren und E-Books veröffentlicht. Er schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie, Archäologie und Geschichte sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.

Paläontologie: Deutschland in der Urzeit, Rekorde der Urzeit (1992), Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere (2008), Dinosaurier in Deutschland (1993 zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx. Der Urvogel in Bayern, Dinosaurier in Deutschland. Von Compsognathus bis zu Stenopelix (2010), Dinosaurier in Baden-Württemberg, Dinosaurier in Bayern, Dinosaurier in Niedersachsen, Dinosaurier von A bis K, Dinosaurier von L bis Z, Raub-Dinosaurier von A bis Z, Deutschland im Eiszeitalter, Der Ur-Rhein, Als Mainz noch nicht am Rhein lag, Der Rhein-Elefant, Krallentiere am Ur-Rhein, Menschenaffen am Ur-Rhein, Säbelzahntiger am Ur-Rhein, Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (zusammen mit Dr. Jens Lorenz Franzen und Heiner Roos), Höhlenlöwen, Der Höhlenlöwe, Der Mosbacher Löwe, Säbelzahnkatzen, Die Dolchzahnkatze Megantereon, Die Dolchzahnkatze Smilodon, Die Säbelzahnkatze Homotherium, Die Säbelzahnkatze Machairodus, Der Europäische Jaguar, Eiszeitliche Geparde in Deutschland, Eiszeitliche Leoparden in Deutschland, Eiszeitliche Raubkatzen in Deutschland, Der Amerikanische Höhlenlöwe, Der Ostsibirische Höhlenlöwe,  Löwenfunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Der Höhlenbär, Johann Jakob Kaup. Der große Naturforscher aus Darmstadt

Archäologie: Deutschland in der Steinzeit, Rekorde der Urmenschen, Deutschland in der Bronzezeit, Deutschland in der Frühbronzezeit, Die Bronzezeit, Die Aunjetitzer Kultur in Deutschland, Die Straubinger Kultur in Deutschland, Die Singener Gruppe, Die Arbon-Kultur in Deutschland, Die Ries-Gruppe und die Neckar-Gruppe, Die Adlerberg-Kultur, Der Sögel-Wohlde-Kreis, Die nordische Bronzezeit in Deutschland, Deutschland in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Deutschland, Die ältere Bronzezeit in Nordrhein-Westfalen, Die Bronzezeit in der Lüneburger Heide, Die Stader Gruppe, Die Oldenburg-emsländische Gruppe, Deutschland in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Deutschland, Die Unstrut-Gruppe, Die Helmsdorfer Gruppe, Die Saalemündungs-Gruppe, Die Lausitzer Kultur in Deutschland, Österreich in der Frühbronzezeit, Die Leithaprodersdorf-Gruppe, Die Aunjetitzer Kultur in Österreich, Die Straubinger Kultur in Österreich, Die Unterwölblinger Gruppe, Die Wieselburger Kultur, Die Litzenkeramik oder Draßburger Kultur, Die Attersee-Gruppe, Österreich in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Österreich, Österreich in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Österreich, Die Nordtiroler Urnenfelder-Kultur, Die Laugen-Melaun-Gruppe, Die Caka-Kultur, Die Schweiz in der Frühbronzezeit, Die Rhone-Kultur, Die Arbon-Kultur in der Westschweiz, Die Inneralpine Bronzezeit-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in der Schweiz, Die Laugen-Melaun-Gruppe in der Schweiz, Das Moustérien. Die große Zeit der Neandertaler, Das Rätsel der Großsteingräber. Die nordwestdeutsche Trichterbecher-Kultur

Kryptozoologie: Affenmenschen, Das Einhorn, Der Drache, Nessie. Das Monsterbuch, Monstern auf der Spur, Riesen, Seeungeheuer, Der Tatzelwurm

Biografien: 14 Taschenbücher über Superfrauen (Superfrauen 1 – Geschichte, Superfrauen 2 – Religion, Superfrauen 3 – Politik, Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr,  Superfrauen 5 – Wissenschaft, Superfrauen 6 – Medizin, Superfrauen 7 – Film und Theater, Superfrauen 8 – Literatur, Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie, Superfrauen 10 – Musik und Tanz, Superfrauen 11 – Feminismus und Familie, Superfrauen 12 – Sport, Superfrauen 13 Mode und Kosmetik, Superfrauen 14 – Medien und Astrologie), Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern, Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (zusammen mit Josef Eimannsberger), Frauen im Weltall, Königinnen der Lüfte, Königinnen der Lüfte von A bis Z. Biografien berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Europa, Königinnen der Lüfte in Amerika, Theo Lederer. Ein Flugzeugsammler aus Oberbayern, Königinnen des Films (in Arbeit), Königinnen des Tanzes, Königinnen des Theaters, Superfrauen aus dem Wilden Westen, Malende Superfrauen, Der Schwarze Peter. Ein Räuber aus dem Hunsrück und Odenwald, Meine Worte sind wie die Sterne. Die Entstehung der Rede des Häuptlings Seattle (zusammen mit Sonja Probst), Franziska Streitel – Die „Dienerin Gottes“ aus Franken, Elisabeth I. Tudor. Die jungfräuliche Königin, Lucrezia Borgia. Die schöne Tochter eines Papstes, Maria Stuart. Schottlands tragische Königin, Machbuba. Die Sklavin und der Fürst, Hildegard von Bingen. Die deutsche Prophetin, Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes, Zenobia. Eine Frau kämpft gegen die Römer, Cortés und Malinche. Der spanische Eroberer und seine indianische Geliebte, Katharina II. die Große. Die Deutsche auf dem Zarenthron, Pompadour und Dubarry. Die Mätressen von Louis XV., Lucille Ball – Der „weibliche Charlie Chaplin“, Theda Bara – Der erste Vamp des Kinos, Brigitte Bardot – „B.B.“- Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Ingrid Bergman – Der Weltstar aus Schweden, Joan Crawford – Der Filmstar mit den breiten Schultern, Bette Davis – Die Frau, die 100 Filme hinterließ, Marlene Dietrich – Die deutsche „Göttin des Films“, Jodie Foster – Hollywoods klügste Schönheit, Greta Garbo – Die „Göttliche“, Ava Gardner – Die „Königin von Hollywood“, Judy Garland – Der unglückliche Hollywood-Star, Janet Gaynor – Die erste „Oscar“-Preisträgerin – Uschi Glas – Deutschlands „Quotenqueen auf dem Bildschirm“, Jean Harlow – Das platinblonde Sexsymbol der 1930-er Jahre, Rita Hayworth – Die „Venus des Atomzeitalters“, Katharine Hepburn – Die „Königinmutter von Hollywood“, Grace Kelly – Der Star, der den Traumprinzen heiratete, Hildegard Knef – Der deutsche Weltstar mit drei Karrieren, Zarah Leander – Der „UFA“-Star der 1930-er und 1940-er Jahre, Vivien Leigh – Der Weltstar aus „Vom Winde verweht“, Ruth Leuwerik – Die „Königin des Melodramas“ , Gina Lollobrigida. Die „Lollo“ - der Stern der 1950-er Jahre,  Sophia Loren – Der italienische Filmstar der 1960-er Jahre - Melina Mercouri – Der Star aus „Sonntags ... nie!“, Inge Meysel – Die „Fernsehmutter der Nation“, Marilyn Monroe – Amerikas größter Filmstar, Pola Negri – Der Stummfilmstar aus Polen, Asta Nielsen – Deutschlands erster Filmstar, Leni Riefenstahl – Die meisterhafte Regisseurin und Fotografin, Julia Roberts – Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Margaret Rutherford – Die beste Komödiantin Englands der 1960-er Jahre, Adele Sandrock – Die komische Alte des deutschen Kinos, Romy Schneider – Sie wollte nicht ewig „Sissi“ sein, Hanna Schygulla – Der deutsche Weltstar, Simone Signoret – Frankreichs Sexsymbol der 1950-er Jahre, Meryl Streep – Ein Star auf der Bühne, der Leinwand und dem Bildschirm, Gloria Swanson – Die Mondäne auf der Kinoleinwand, Elizabeth („Liz“) Taylor – die „Königin von Hollywood“, Liv Ullmann – Die große norwegische Schauspielerin, Grethe Weiser – Die volkstümliche Schauspielerin, Mae West – Die Komödiantin der Spitzenklasse, rund 70 Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen

Interviews: Was ist ein Menhir? Interview mit dem Mainzer Archäologen Dr. Detert Zylmann über Hinkelsteine, Wer ist der kleinste Dinosaurier? Interviews mit dem Wissenschaftsautor Ernst Probst, Wer ist der Stammvater der Insekten? Interview mit dem Stuttgarter Biologen und Paläontologen Dr. Günter Bechly, Neues vom Ur-Rhein. Interview mit dem Geologen und Paläontologen Dr. Jens Sommer

Aphorismen: Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball, Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien (beide zusammen mit Doris Probst, Schweigen ist nicht immer Gold. Zitate von A bis Z, Weisheiten der Indianer

Die meisten dieser Titel sind bei GRIN Verlag für akademische Texte erschienen und in mehr als 1.000 Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

Der GRIN Verlag mit Sitz in München hat sich seit der Gründung im Jahr 1998 auf die Veröffentlichung akademischer Texte spezialisiert. Die Verlagsseite http://www.grin.com ist für Studenten, Hochschullehrer und andere Akademiker die ideale Plattform, ihre Fachtexte, Studienarbeiten, Abschlussarbeiten oder Dissertationen einem breiten Publikum zu präsentieren.

Der GRIN Verlag

Freitag, 1. Juni 2018

Klinikum der Universität München beteiligt sich am „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 5. Juni 2018



Experten der Interdisziplinären Schmerzambulanz der Klinik für Anaesthesiologie informieren über Behandlungsmöglichkeiten

München - Die Interdisziplinäre Schmerzambulanz der Klinik für Anaesthesiologie am Klinikum der Universität München beteiligt sich am 5. Juni 2018 am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Von 17.00 bis 19.00 Uhr wird es in den Räumen der Schmerzambulanz in der Pettenkoferstr. 8a am Campus Innenstadt Vorträge zu den Themen „Was ist Schmerz und wie wird er behandelt?“ und „Neue und alte Medikamente inkl. Cannabis“ sowie eine Ausstellung „Schmerztherapie zum Anfassen“ geben. Zudem informieren Experten über den Einsatz von moderner Technik, Naturheilverfahren und Akupressur in der multimodalen Schmerztherapie. Interessierte können den Einsatz von Akupressur unter professioneller Anleitung üben.

Mit dem „Aktionstag gegen Schmerz“ am 5. Juni 2018 machen die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. und ihre Partnerorganisationen auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Bundesweit finden in über 300 Praxen und Kliniken, in Apotheken sowie Pflegeeinrichtungen Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Von 9.00 bis 18.00 Uhr ist unter der Nummer 0800 1818120 eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet. Dort beantworten mehrere Dutzend Experten Patientenfragen rund um das Thema Schmerz.

Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen. Bei fast allen sind diese nicht durch Tumorerkrankungen hervorgerufen. Bei sechs Millionen Deutschen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Die Zahl derer, die unter chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen und unter damit assoziierten psychischen Beeinträchtigungen leiden, liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist jedoch lückenhaft. Information, Beratung und Aufklärung der Patienten sind daher die Ziele des 7. Aktionstags gegen den Schmerz.

„Wir verstehen chronische Schmerzen als eine komplexe Erkrankung, die eine multimodale Schmerztherapie benötigt und sehen die Entstehung des chronischen Schmerzes als ein individuelles Zusammenspiel von bio-psycho-sozialen Faktoren im biographischen Kontext“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Dominik Irnich, Leiter der Interdisziplinären Schmerzambulanz. „Mit unserer Beteiligung am Aktionstag möchten wir Patienten und Angehörige informieren und mit ihnen ins Gespräch kommen“, so der Schmerzexperte.

In seinem Anliegen wird er unterstützt von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., der mit über 3.500 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Chronische Schmerzen beeinflussen massiv das Leben der Betroffenen. Zugleich entstehen durch Krankschreibungen und Frühverrentungen hohe Kosten für die Allgemeinheit. Das Thema Schmerz muss weit nach oben auf die Agenda der Gesundheitspolitik“, fordert Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.

Weitere Informationen zum Aktionstag gegen den Schmerz:  www.aktionstag-gegen-den-schmerz.de

Mittwoch, 30. Mai 2018

Archäologen erforschen Antike mit neuen Methoden

Deutsch-dänisches Projekt zur antiken Stadt Gerasa (Jordanien) / Laserscanning revolutioniert Kartierung

Münster - Das Verfahren "Airborne Laserscanning (ALS)", das ein Gelände präzise und berührungsfrei zur Kartierung erfasst und in einem 3-D-Modell darstellt, liefert Archäologen völlig neue Erkenntnisse zu antiken Stätten. Über den Einsatz der neuen "Fernerkundungsmethode" in der antiken Stadt Gerasa (Jordanien), berichten in der Fachzeitschrift PNAS Archäologe Prof. Dr. Achim Lichtenberger von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und seine dänische Fachkollegin Prof. Dr. Rubina Raja von der Universität Aarhus. Das in der Archäologie Erfolg versprechende ALS-Verfahren ermöglicht vor allem neue Erkenntnisse zur Rekonstruktion antiker Gegebenheiten in dicht besiedelten urbanen Räumen, die sich zugleich rasant entwickeln.

Für die Forschungen legten die Altertumswissenschaftler gemeinsam mit David Stott und Søren Munch Kristiansen, Geowissenschaftlern der Universität Aarhus, die aus der Luft aufgenommenen Laserscan-Bilder der jordanischen Grabungsstätte über historische Luftbilder, die ältesten von 1917. So konnten sie topografische Besonderheiten und Veränderungen vergleichen und den Altbestand auf ein präzises Geländemodell projizieren. "Das ist ein bisschen, als drehte man die Zeit zurück. Wir haben zum Beispiel Wasserleitungen auf den Bildern entdeckt, von denen man bislang nichts wusste. Dank ALS können wir heute etwa sagen, wo und wie in der Antike die Wasserversorgung gemanagt wurde."

Den WWU-Professor für Klassische Archäologie Achim Lichtenberger faszinieren diese neuen "Scans", weil man im Sinne der Archäologie nicht-invasiv, also zerstörungsfrei "graben" könne. Achim Lichtenberger und Rubina Raja fanden aktuell zahlreiche Hinweise auf antike Strukturen in Gerasa wie die Position der Stadtmauern, die noch nie zuvor in dieser Präzision kartiert worden waren.

Die Neuigkeit des Ansatzes besteht in der Verbindung mehrerer Quellen und deren Daten: einerseits Luftbilder aus dem Ersten Weltkrieg, zum zweiten das moderne millimetergenaue 3-D-Laserscanning und darüber hinaus Daten aus verstreuten archäologischen Ausgrabungen. "Damit lässt sich eine sehr genaue Karte einer ganzen antiken Stadt erstellen", betont der Archäologe.

Gerasa galt als besonders geeignet für ALS, weil es sich um einen stark und schnell wachsenden Wirtschafts- und Sozialraum handelt. "Hinzu kommt, dass das Areal viele Jahrhunderte zwischen Spätantike und Moderne gar nicht oder äußerst dünn besiedelt war." Dies hatte zur Folge, dass große Teile der antiken Stadt zunächst vor Zerstörung und Überbauung bewahrt wurden. Gleichzeitig drohten aber durch die urbane Expansion der letzten Jahrzehnte auch dort archäologische Merkmale, die Zeugnis der Antike ablegen, verloren zu gehen.

Das neue Kartierungsverfahren ist Teil des 2011 gestarteten dänisch-deutschen Grabungsprojektes "Jerash Northwest Quarter Project", das der Erforschung des Nordwestviertels der Stadt Gerasa dient. Es wird maßgeblich gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der dänischen Carlsberg-Stiftung.

Für Grabungsplanungen der Zukunft und den Umgang mit dem weltweiten Kulturerbe erhoffen sich Achim Lichtenberger und seine Kollegen neuen Impulse von der ALS-Methode, denn in vielen Teilen der Welt stellen Bevölkerungswachstum und Klimawandel ein akutes Risiko dar für Kulturerbe-Stätten: "Vielfach ist es ein Wettlauf gegen die Uhr, um das Leben früherer Gesellschaften zu dokumentieren und zu verstehen, bevor die historischen Überreste irreversibel zerstört werden."

Original-Publikation in der Fachzeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences):
"One hundred years of remote sensing and urban sprawl: Multi-temporal, multi-sensor mapping of a historic city in the Middle East"; DOI 10.1073/pnas.1721509115

Dienstag, 29. Mai 2018

Wer bin ich? Das Geburtshoroskop verrät es

Wer bin ich - die Suche nach der eigenen Identität beschäftigt irgendwann fast jeden Menschen. Gemeint sind allerdings nicht die geografische Herkunft oder die familiären Wurzeln, sondern die philosophische Frage nach der inneren Persönlichkeit. Horoskope können dabei helfen, die Wesenszüge eines Menschen zu verstehen. Welche verschiedenen Arten von Horoskopen es gibt, erfahren Sie unter www.kartenfrage.com.

Welche Angaben sind relevant zur Erstellung eines Horoskops?

Ob Wahrsager, Astrologe oder Esoteriker, wer auch immer Ihr Horoskop erstellt, braucht genaue Angaben für ein befriedigendes Ergebnis. Dazu zählen der konkrete Zeitpunkt Ihrer Geburt sowie der Geburtsort. Daraus ergibt sich neben dem Sternzeichen der Aszendent und Deszendent. So kann anhand der Planetenkonstellation zum Zeitpunkt Ihrer Geburt ein persönliches Geburtshoroskop erstellt werden.

Was das Geburtshoroskop über den Menschen verrät

Manche Eigenschaften werden Ihnen vererbt, andere werden geprägt durch Erziehung und Umwelt. Wieder andere tragen Sie von Geburt an tief in sich drinnen. Das Geburtshoroskop enthüllt genau diese Anlagen und Fähigkeiten, die Ihnen durch Geburtsort- und zeit von den Sternen mitgegeben wurden. Dazu zählen auch die Charaktereigenschaften und die Außenwirkung, die Sie auf andere Menschen haben. Im Normalfall birgt ein Geburtshoroskop also keine großen Überraschungen, denn wer kennt Sie besser, als Sie selbst? Und doch ist es faszinierend zu erkennen, woher die eigenen Schwächen, aber auch das Interesse für gewisse Dinge oder bestimmte Neigungen kommen.

Geburtshoroskop und Zukunftsdeutung

Was das Geburtshoroskop nicht verraten kann, ist, welche Zukunft sich daraus für Sie entwickelt. Das kommt darauf an, wie Sie die Fähigkeiten, die Ihnen mitgegeben werden, tatsächlich nutzen. Ein Horoskop ist vielmehr ein Leitfaden, sich selbst zu finden und den eigenen Lebensweg zu erkennen.

Donnerstag, 24. Mai 2018

WWU-Archäologen stellen Forschungsdaten aus dem Sudan online zur Verfügung

Durch ein Geoinformationssystem können Interessierte Befunde einsehen


Münster - Gräber, kleine Hütten oder in Steinen eingefasste Schlafplätze aus der Antike und dem Mittelalter: Das am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) angesiedelte archäologische Projekt "Wadi Abu Dom Itinerary" stellt seine von 2009 bis 2016 bei einer Feldforschung im Sudan erhobenen Daten jetzt online zur Verfügung. Durch ein browserbasiertes Geoinformationssystem (WebGIS: http://wadi-abu-dom.de/web-gis-2/) können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die interessierte Öffentlichkeit die Befunde einsehen.

"Wir möchten durch den freien Zugang nicht nur heutigen Anforderungen an die Transparenz von Forschung Genüge tun. Wir erhoffen uns auch einen schnellen und unkomplizierten Datenaustausch", erläutert Projektleiterin Prof. Dr. Angelika Lohwasser vom Institut für Ägyptologie und Koptologie. Das WebGIS wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geoinformatik entwickelt. Derzeit setzen es WWU-Archäologen auch bei Ausgrabungen von Doliche der Forschungsstelle Asia Minor in der heutigen Türkei ein.

Im Rahmen des Forschungsprojekts "Wadi Abu Dom Itinerary" wurde eine umfassende Geländebegehung und Fernerkundung der Uferzonen des ausgetrockneten, nur noch sporadisch Wasser führenden Flusssystems "Wadi Abu Dom" in der Bayuda-Wüste im Sudan durchgeführt. Dabei kartierte das bis zu zwölfköpfige Team alle kulturhistorisch relevanten, an der Geländeoberfläche sichtbaren Strukturen. Alle archäologischen Befunde werden als raumbezogene Punkt- und Flächendaten im WebGIS dargestellt und nach Kategorien geordnet. Darüber hinaus können Nutzer für jeden Befund weitere Informationen und oft auch Fotos abrufen.

Bereits während der Feldforschungen spielten digitale Arbeitsmethoden eine wichtige Rolle. Das Projektteam erfasste die archäologischen Daten mittels Kleincomputer und eines mobilen GIS direkt im Gelände. Dies beschleunigte nicht nur den Arbeitsprozess, sondern erleichtert auch die wissenschaftlichen Auswertungen.

Wissenschaftler, aber auch interessierte Laien können eigene Daten temporär in die Anwendung laden und mit den Daten des "Wadi Abu Dom Itinerary"-Projekts vergleichen. So kann schnell und unkompliziert festgestellt werden, ob und in welcher Form die entsprechenden archäologischen Befunde durch die münstersche Forschungsgruppe bereits erfasst worden sind. "Neben einer einfachen Organisation mit Forschungsprojekten im In- und Ausland erhoffen wir uns auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit: Interessierte aus aller Welt, die im Sudan touristisch unterwegs waren oder aber mithilfe von Programmen wie Google Earth diese entlegenen Gebiete durchstöbern, können gefundene, eventuell archäologisch relevante Strukturen mit den Ergebnissen der ‚Profis‘ vergleichen", betont Angelika Lohwasser. "Im Zweifelsfall können sie mit uns Kontakt aufnehmen, um so im besten Sinne einer ‚Bürgerwissenschaft‘ unser Bild von der Kulturgeschichte des Sudan zu vervollständigen."

Gefördert wurde das Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Qatar Museums Authorities (Qatar-Sudan Archaeological Project).