Mittwoch, 26. April 2017

575 Elbkilometer aktiv für die Meeresforschung: Mitschwimmerinnen und Mitschwimmer für Rekordstaffel gesucht!

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane startet im Juni die bislang größte Freiwasser-Schwimmstaffel Deutschlands: Die Elbschwimmstaffel rckt als einzigartige Mitmach- und Forschungsveranstaltung die Bedeutung von sauberen Fließgewässern fr Meere und Ozeane in den Mittelpunkt.

Berlin -. Alle (Wasser-)Wege fhren ins Meer. Fr den Schutz der Meere und Ozeane sind saubere Fließgewässer somit unabdingbar. Um diesen Zusammenhang hervorzuheben, formiert sich vom 24. Juni bis zum 12. Juli die bislang größte Freiwasser-Schwimmstaffel Deutschlands: Die Elbschwimmstaffel. Unter dem Motto „Das Meer beginnt hier!“ bietet die Mitmach-Aktion im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane interessierten Brgerinnen und Brgern die Gelegenheit, sich aktiv mit Forschung auseinanderzusetzen und sich somit am Meeresschutz zu beteiligen.

Ab sofort besteht die Möglichkeit, sich unter www.elbschwimmstaffel.de fr die Teilnahme an der Aktion anzumelden und einer von rund 200 Schwimmerinnen und Schwimmern der bislang größten Staffelmannschaft zu sein, die jemals ein deutsches Fließgewässer durchschwommen hat.

Am Beispiel der Flusslandschaft Elbe wird zugleich aufgezeigt, wie Mensch und Umwelt von einem sauberen Fluss profitieren. Hierfr wird die Staffel von drei Forschungsprojekten wissenschaftlich begleitet: Die Technische Universität Berlin untersucht Mikroplastik im Wasserkreislauf, das Karlsruher Institut fr Technologie fhrt eine Gewässeranalyse durch und die Technische Universität Dresden geht der Frage nach einer gemeinsamen Umsetzungsmöglichkeit von Hochwasserschutz und naturnaher Gewässerentwicklung nach.

Der Startschuss fällt am 24. Juni in Bad Schandau. Von dort aus wird die Staffelmannschaft eine Strecke von insgesamt 575 km die Elbe hinab schwimmen. Die Strecke beinhaltet 19 Tagesetappen. Eine Schwimmstrecke hat jeweils eine Länge von 2 km. Zum Schwimmen aufgerufen sind alle Erwachsenen, die keine gesundheitlichen Einschränkungen haben, körperlich fit sind und mindestens das Schwimmabzeichen in Bronze (Freischwimmer) abgelegt haben. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka betont: „Galt die Elbe vor 25 Jahren noch als einer der schmutzigsten Flsse Europas, so zeigt sie heute, was durch ein gezieltes Zusammenwirken von Politik, Behörden, Wissenschaft und Gesellschaft möglich ist. Am Beispiel Elbe wollen wir die Menschen direkt an Meeres- und Fließgewässerforschung heranfhren, sie aktiv einbeziehen und ihre vielfältigen Aspekte – von Fischansiedlung bis zu Mikroplastik – anschaulich darstellen.“

Ob sportlich-ehrgeizig, umweltbewusst oder wissenschaftlich interessiert – Die Elbschwimmstaffel ist ein einmaliges Mitmach- und Forschungsereignis, das neben der aktiven Brgerbeteiligung vor allem die breite Öffentlichkeit fr das Thema der nachhaltigen Nutzung sowie fr den Schutz unserer Meere und Ozeane sensibilisiert.

Weitere Informationen finden Sie unter:


Gerne können Sie die beigefgten Grafiken unter Angabe des folgenden Copyrights fr Ihre Berichterstattung verwenden:
©BMBF/Wissenschaftsjahr 2016*17

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten fr viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergrndung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums fr Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Donnerstag, 20. April 2017

Woher kommt der Fisch auf unserem Tisch?


Kinder und Jugendliche überprüfen als #fischdetektive die Herkunft von Speisefischen

Berlin - Auf Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren wartet diesen Sommer die #fischdetektive challenge. Sie sind aufgerufen, Fisch aus dem deutschen Handel auf seine Herkunft zu überprüfen. Ab sofort können sie sich für die Teilnahme am Citizen-Science-Projekt #fischdetektive im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane über die Internetseite www.fischdetektive.de oder die Webapp anmelden und bekommen das benötigte Probenahme-Kit kostenlos zugesandt.

Über 30 Prozent der weltweiten Fischbestände sind überfischt. Verbindliche Fangquoten sollen dies eigentlich verhindern, doch eine flächendeckende Überwachung aller Fischereiflotten ist kaum zu bewerkstelligen. Doch die Verbraucherinnen und Verbraucher können selbst mithelfen, dass sich Fische aus überfischten Beständen nicht mehr gut verkaufen lassen. Zu allen verkauften Fischen und Fischprodukten müssen Angaben über die Fischart, Fangregion und -methode vorliegen. Ob diese auch stimmen, soll bei der #fischdetektive challenge überprüft werden.

Am 8. Juni, dem Welttag der Ozeane, startet die bundesweite Kampagne. Drei Wochen lang ziehen die jungen Detektive dann mit Probenahme-Kits durch Supermärkte, Restaurants und Fischläden, um Proben zu sammeln. Dabei sind nur winzige Gewebeproben nötig, um Arten und Bestände mit Hilfe eines „genetischen Barcodings" zu identifizieren. Die Analyse der Proben übernehmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Molekularlabor des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel.

Während des gesamten Aktionszeitraums können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Punkte sammeln. Unter den Detektiven, die am Ende auf der Bestenliste ganz oben stehen, werden spannende Preise verlost, zum Beispiel eine Mitfahrt auf einem Forschungsschiff des GEOMAR oder die Möglichkeit, bei der Analyse der Fischproben selbst dabei zu sein. Punkte gibt es für das Einsenden von Proben, wobei die Punktzahl vom Kaufort abhängt – denn Supermarkt, Fischladen oder Restaurant machen es unterschiedlich schwer, alle benötigten Informationen zu erhalten. Zusätzlich kann das Punktekonto durch Interaktionen auf der Website www.fischdetektive.de aufgebessert werden.

Alle Informationen zum Projekt sind auf der Website oder in der Webapp nachzulesen. Hier finden sich auch ein Erklärvideo und jede Woche neue Antworten auf viele Fragen rund um das Thema Fisch. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zeitnah über die Untersuchungsergebnisse ihrer Proben informiert und können diese auch auf der Website verfolgen.

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Mittwoch, 19. April 2017

»… mein Liebling Däumlinchen …« feiert 60. Geburtstag


Foto: Däumlinchen, Max und Moritz, 1958, Leihgabe; Foto: Museen/Göbner



Donauwörth (std) - In ihren 1998 veröffentlichten Erinnerungen „Lebenszeit“ schreibt Hanne Adler Kruse in einem Brief vom 17. Januar 1958: „Wir haben sehr hübsche neue Modelle gemacht, und besonders mein Liebling Däumlinchen hat reizende neue Kleidchen gekriegt, ein Pärchen, Max und Moritz, von dem ich annehme, daß es wieder ein Schlager werden wird.“ Ein Jahr zuvor wurde die neue 25 Zentimeter kleine Puppe auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt und erfreute sich sofort großer Beliebtheit, die bis heute anhält. Die Besonderheit ist die Herstellungstechnik: Der Körper besteht aus einem biegsamen Drahtgestell, über das Schaumstoff geklebt wurde. Ein Trikotüberzug bildet die Oberfläche. Der Kopf aus Kunststoff wird mit einer Echthaarperücke ausgestattet, selten gibt es auch gemaltes Haar. Diese Abkehr von der traditionellen Herstellung mit aufwendig gestopften Körpern und bemalten Stoffköpfen erlaubte es, diese Puppe zu einem günstigeren Preis auf den Markt zu bringen.

Hanne Adler Kruse sah ihre Rolle in der Bewahrung der Tradition, die von ihrer Mutter Käthe Kruse begründet wurde. Sie sah sich als Nachfolgerin aber auch in der Verantwortung, mit neuen Modellen in moderner Herstellungstechnik und Formensprache den Fortbestand der Käthe-Kruse-Puppe zu sichern. So schuf sie zusammen mit ihrem Mann Heinz Adler eine ganze Reihe neuer Puppenmodelle, die heute teilweise ebenso wie die früheren Modelle der Mutter zu den Klassikern unter den Käthe-Kruse-Puppen gehören. Einer dieser Klassiker ist mit Sicherheit das Däumlinchen, das seit 60 Jahren Kinderherzen erfreut und Sammler inspiriert.

Die Sonderausstellung zeigt in einem Überblick viele verschiedene Modelle des Däumlinchens und stellt diese in den Zusammenhang mit anderen Puppenmodellen der Nachkriegszeit aus der Manufaktur von Käthe Kruse und auch anderer Puppenhersteller. Das Däumlinchen eignet sich durch die Biegsamkeit der Körper in besonderer Weise für die Gestaltung ansprechender Szenen. Dies erkannte auch Max Kruse jun., der in den Jahren 1958 – 1966 Fotos für Postkarten mit Däumlinchen angefertigt hat. Weitere Informationen zur Sonderausstellung und dem Begleitprogramm unter www.donauwoerth.de oder bei der Museumsleitung unter Tel. 0906/789-170. Veranstaltungsort: Käthe-Kruse-Puppen-Museum, Pflegstraße 21 a, 86609 Donauwörth, e-Mail: museen@donauwoerth.de

Montag, 10. April 2017

Gewichtszunahme nach einer Diät vermeiden


Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Spätestens die ersten Sonnenstrahlen und die steigenden Temperaturen rufen den Wunsch auf den Plan, ein paar Kilo abzuspecken. Während dies mit körperlicher Tätigkeit in der Regel einige Zeit in Anspruch nimmt, versprechen sogenannte Formula-Diäten sichtbaren Gewichtsverlust in kurzer Zeit. Doch wenn die Ernährung nicht gleichzeitig umgestellt wird, droht ein Jojo-Effekt, weiß die Apothekerkammer Niedersachsen. Wer nachhaltig abnehmen will, sollte sich in der Apotheke vor Ort beraten lassen.

Der schnelle Weg zum Erfolg?

Bei einer Formula-Diät nimmt man statt der Mahlzeiten industriell vorgefertigte Drinks, Riegel oder Suppen zu sich. Die Mahlzeiten enthalten zwischen 200 und 400 Kilokalorien. Werden alle Mahlzeiten durch die Formula-Gerichte ersetzt, nimmt man zwischen 800 und 1200 Kilokalorien pro Tag zu sich. Dies ist deutlich weniger als der Bedarf. Frauen benötigen zwischen 1800 und 2500 Kilokalorien, Männer sogar zwischen 2300 und 3100 Kilokalorien jeweils je nach Körpermasse und Aktivitätsgrad. So verbraucht ein Bauarbeiter bei körperlich schwerer Arbeit mehr Kalorien als ein Sachbearbeiter, der die meiste Zeit des Tages sitzend verbringt. Da bei einer Formula-Diät die Eiweißbilanz ausgeglichen ist, darf die Diät bis zum Erreichen des Wunschgewichts durchgeführt werden.

Achtung bei Vorerkrankungen und bei erhöhtem Nährstoffbedarf

Nicht zu empfehlen sind Formula-Diäten für Patienten mit schweren chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel bei schwerem Gewichtsverlust hervorgerufen durch Tumorerkrankungen, bei Aids, bei einer fortgeschrittenen Leber- oder Niereninsuffizienz oder bei einer dekompensierten Schilddrüsenüberfunktion. Bei Diabetes mellitus Typ 1, fortgeschrittener Erkrankung des Herzens durch Engstellen oder Verschlüssen der Herzkranzgefäße, bei Magen- oder Dünndarmgeschwüren sowie bei akuten oder chronischen Infekten, sollte vor der Diät immer ein Arzt hinzugezogen werden. Aufgrund des besonderen Nährstoffbedarfs sollten auch Schwangere und Stillende sowie Kinder und Jugendliche auf diese Diätform verzichten. Besonders in der sensiblen Wachstums- und Entwicklungsphase von Kindern und Jugendlichen besteht sogar ein Mehrbedarf an Mikronährstoffen wie Folsäure, Iod, Vitamin D, Calcium und langkettigen Omega-3-Fettsäuren bei nur wenig erhöhtem Energiebedarf.

Formula-Diät mit Ernährungsumstellung kombinieren

Ein Nachteil bei der Formula-Diät sind die eintönigen, häufig süßen Geschmacksvarianten. Sie erschweren das Durchhalten der Diät, besonders wenn der Abnehmwillige ausschließlich Formula-Mahlzeiten zu sich nimmt. Ferner kommt es zu keinem Lerneffekt. Die Betroffenen setzen sich nicht mit den Vorteilen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung auseinander, sodass es nach der Diät meist nicht zu einer Änderung des bestehenden Ernährungsverhaltens kommt, was zu einem sogenannten Jojo-Effekt führen kann. Ein Wundermittel zum mühelosen Abnehmen und dauerhaften Schlanksein sind Formula-Diäten nicht. Wer sein Gewicht reduzieren will, kommt um eine Ernährungsumstellung nicht herum. Wer diese mit einer Formula-Diät kombiniert, hat schnelle Erfolgserlebnisse und ist somit gut motiviert, die Umstellung durchzuhalten.

Gewichtszunahme nach Diät vermeiden

Wer nach einer Diät wieder ganz normal isst, nimmt häufig zu. Am besten ist es, die Kalorienzahl nach der Diät langsam um 200 Kilokalorien pro Woche zu steigern. Es kann zum Beispiel hilfreich sein, eine oder zwei Mahlzeiten durch einen Formula-Drink zu ersetzen.

Laut einer Diogenes Studie spielt aber auch die Zusammensetzung der Ernährung mit Blick auf Nährstoffe wie Proteine und Kohlenhydrate eine wichtige Rolle. Wer sein Gewicht halten will, sollte viel mageres Fleisch wie zum Beispiel Geflügel und fettarme Milchprodukte sowie kalorienarme Fischarten wie zum Beispiel Scholle, Schellfisch oder Rotbarsch essen. Unbedingt verzichten sollte man hingegen auf schnell verwertbare Kohlenhydrate, die in Weißbrot und Zucker enthalten sind.

Zur Gewichtsabnahme mehrere Maßnahmen kombinieren
Menschen, die langfristig Gewicht verlieren und fitter werden wollen, sollten sich professionell beraten lassen. Apotheker, die in der Ernährungsberatung weitergebildet sind, bieten beispielsweise eine individuelle Beratung an, mit welchen Nahrungsmitteln der tägliche Speisenplan optimal zusammengesetzt werden kann – jeder Mensch ist schließlich anders. Generell gilt jedoch: Je mehr unterschiedliche Maßnahmen wie Ernährungsumstellung und mehr Bewegung kombiniert werden, desto besser sind die Ergebnisse bei der Gewichtsabnahme. Auch Veränderungen im Essverhalten sind nützlich. Wichtig ist, langsam zu kauen, die Mahlzeit nicht vor dem Fernseher einzunehmen und nicht im Gehen oder Stehen zu essen. Hält man sich an diese Regeln, stellt sich schneller ein Sättigungsgefühl ein. Sport ist besonders wichtig, um das Gewicht dauerhaft zu reduzieren. Dazu zählt nicht nur Ausdauersport, sondern auch moderates Krafttraining, da mehr Muskeln – sogar im Ruhezustand – auch mehr Kalorien verbrauchen.

Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Freitag, 7. April 2017

Individualrezepturen sind für Kinder besonders wichtig

Richtige Wirkstoffdosierung ist entscheidend

Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Benötigen Kinder Medikamente, muss die Wirkstoffdosierung für die kleinen Patienten geeignet sein. Ob Zäpfchen, Salben oder Tabletten, nicht immer gibt es ein passendes industriell hergestelltes Fertigarzneimittel. „Die Herstellung von Individualrezepturen ist gerade in der Behandlung von Kindern unverzichtbar“, betont Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. „Die Apotheke vor Ort fertigt Rezepturen in der jeweils für das betreffende Kind individuell passenden Dosierung an und trägt damit zu der hohen, flächendeckenden Versorgungsqualität mit Medikamenten bei.“
Bedarf an Rezepturarzneimitteln hoch
Die Herstellung von Arzneimitteln zählt zu den Kernkompetenzen der Apotheker. Allein im vergangenen Jahr stellten die hessischen Apotheken fast eine Million Rezepturarzneimittel her. Dazu zählen kindgerechte Arzneien, aber auch Rezepturen für Indikationsbereiche, für die es keine Fertigarzneimittel gibt, konservierungsmittelfreie dermatologische Zubereitungen und Zytostatikalösungen.
Strenge Prüf-, Hygiene- und Qualitätsvorschriften
In jeder Apotheke ist gemäß Apothekenbetriebsordnung die Möglichkeit gegeben, Rezepturen individuell herzustellen. Damit können, im Unterschied zu industriell gefertigten Medikamenten, Arzneien genau an die Bedürfnisse des Patienten angepasst. Die anspruchsvolle Rezepturherstellung unterliegt strengen Prüf-, Hygiene- und Qualitätsvorschriften. Auch bei der Abgabe liegt das Augenmerk des Apothekers auf der Arzneimittelsicherheit: Er berät die Eltern der kleinen Patienten zur Anwendung, Lagerung und Haltbarkeit des Rezepturarzneimittels.
Arzneimittelqualität im Fokus
Die Ausgangsstoffe für die Rezeptur werden in der Apotheke zunächst auf ihre Identität kontrolliert. Auch die Zusammensetzung der Rezeptur wird auf Plausibilität geprüft. Sorgfältig wird überwacht, ob alle Bestandteile unschädlich sind, richtig dosiert vorliegen und sich zudem nicht gegenseitig in ihrer Wirkung beeinträchtigen. Falls es für die Stabilität der Rezeptur notwendig ist, werden zusätzliche Hilfsstoffe eingefügt. Sollten sich vor der eigentlichen Herstellung Unstimmigkeiten ergeben, bespricht sich der Apotheker mit dem verschreibenden Arzt.
Höchste Sorgfalt bei der Herstellung
Die Herstellung der Arznei erfolgt unter Beachtung besonderer Hygienevorschriften mit größter Sorgfalt. Zunächst werden das Rezept selbst, aber auch die Namen von Arzt und Patient kontrolliert. In einer detaillierten Herstellungsanweisung dokumentiert der Apotheker sämtliche Arbeitsschritte und Wiegevorgänge. Während der Herstellung wird jeder einzelne Schritt protokolliert, die Qualität der Rezeptur überprüft, auch diese Ergebnisse werden im Protokoll vermerkt. So wird sichergestellt, dass sich beispielsweise der Wirkstoff gleichmäßig verteilt oder sich etwa eine Salbe nicht frühzeitig zersetzt, damit am Ende ein qualitativ hochwertiges und sicheres Arzneimittel abgegeben werden kann. Nach der eigentlichen Herstellung wird die Arznei schließlich in ein passendes Gefäß gefüllt und vorschriftsgemäß beschriftet.
Individualrezepturen auch für die Selbstmedikation
Die Apotheke vor Ort kann sowohl Individualrezepturen, die vom Arzt verschrieben werden, als auch Rezepturarzneimittel für die Selbstmedikation herstellen. Das gilt beispielsweise für Salben oder pflegende Rezepturen, die nicht verschrieben werden müssen.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Montag, 20. März 2017

Plastikpiraten entern erneut Flüsse für die Forschung

Bundesweite Citizen-Science-Aktion im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht im Mai in die zweite Runde / Lehrkräfte und Pädagogen können ab sofort wieder die kostenfreien Materialien bestellen und mit ihren Schulklassen oder Jugendgruppen die Plastikbelastung deutscher Fließgewässer untersuchen

Berlin - Raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Natur: Vom 1. Mai bis zum 30. Juni ruft das Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane erneut zur Jugendaktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" auf. Jugendliche von 10 bis 16 Jahren können dann selbst zu Forscherinnen und Forschern werden und dem Plastikmüll in Flüssen und Bächen auf die Spur gehen. Dass die Vermüllung der Ozeane ein globales Problem ist, ist inzwischen vielen Menschen bekannt. Das Ausmaß von Müllvorkommen in und an Fließgewässern, die den Müll ins Meer transportieren, ist dagegen noch weitgehend unerforscht. Als „Plastikpiraten" können die Jugendlichen dazu beitragen, diese Wissenslücke zu schließen.

Schon im Herbst 2016 waren knapp 200 Schulklassen und Jugendgruppen auf wissenschaftlicher Expedition an ihren heimischen Flussufern unterwegs. Bundesweit sammelten sie nicht nur Müll, sondern auch wichtige Forschungsdaten. Aufgrund der positiven Resonanz wird die Citizen-Science-Aktion nun wiederholt. Das begleitende Lehr- und Arbeitsmaterial können Lehrerinnen und Leiter von Jugendgruppen und Vereinen ab sofort auf www.wissenschaftsjahr.de/jugendaktion kostenlos bestellen.

Junge Forscherinnen und Forscher auf Plastikexpedition

Mit Hilfe einer wissenschaftlichen Anleitung dokumentieren die Jugendlichen die Müllvorkommen am Ufer und im Wasser, das sie auch auf kleine Mikroplastikpartikel untersuchen. Ihre erhobenen Daten tragen sie in eine digitale Deutschlandkarte ein. Dort können sie sehen, wie sauber ihr lokaler Fluss oder Bach im Vergleich zu anderen Fließgewässern ist. Alle Ergebnisse werden im Anschluss von der Kieler Forschungswerkstatt ausgewertet und fließen in eine wissenschaftliche Studie ein. Wie entwickelt sich das Müllvorkommen von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses? Hängt die Verschmutzung von der Fließgeschwindigkeit ab? Daten von kleinen Bächen sind dabei genauso wichtig wie Untersuchungen von Elbe und Rhein. Ein möglichst umfassendes Bild über die Belastung durch Plastik ist nötig, um langfristig wirksame Schutzmaßnahmen ableiten zu können.

Müllhalde Meer

Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich in den Weltmeeren – und ein großer Teil gelangt auch über die Flüsse dorthin. Mikro- und Makroplastik stellen eine große Gefahr für marine Lebewesen dar. Hundertausende von Tieren, darunter vor allem Seevögel, verenden jährlich durch Plastikmüll. Fische und Weichtiere wie Muscheln und Garnelen verwechseln das weniger als 5 Millimeter große Mikroplastik mit Nahrung. Mit der 2016 veröffentlichten Förderrichtlinie „Plastik in der Umwelt" investiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung 28 Millionen Euro in die Erforschung von Ursachen und Wirkung der Plastikmüll-Verschmutzung. Gleichzeitig möchte es die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren. Aktionen wie die „Plastikpiraten" motivieren junge Menschen, vor der eigenen Haustür für den Meeresschutz aktiv zu werden.
Gerne können Sie für Ihre Berichterstattung auch das angehängte Bildmaterial unter der Angabe des folgenden Copyrights verwenden: © BMBF/Wissenschaftsjahr 2016*17.

Weitere Informationen zu den „Plastikpiraten" gibt es unter:
 
Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Donnerstag, 16. März 2017

Kennen Sie Ihre Nierenleistung?

Hamburg (apothekerkammer-hamburg) – Medikamente helfen und sind große Errungenschaften der Medizin – sie geben Schwerkranken Hoffnung und lindern Schmerzen oder andere akute Symptome bei kurzfristig Erkrankten. Aber nur dann, wenn sie richtig dosiert werden. In zu hoher Dosis eingesetzt, können die Heilung und Linderung bringenden Tabletten und Tropfen das Gegenteil auslösen und sogar innere Organe schädigen. Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen, aber auch ältere Menschen und Patienten mit Nierenerkrankungen, Transplantaten oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten ihre Nierenwerte kennen, erklärt die Apothekerkammer Hamburg.

Bei gesunden Menschen werden die Arzneistoffe schnell wieder ausgeschieden

Grundsätzlich werden Arzneistoffe vom Körper wieder ausgeschieden. Das passiert bei vielen Arzneimitteln über die Nieren und mit dem durch sie produzierten Urin. Wenn diese Funktion der Nieren vermindert ist, muss die Dosis solcher Arzneimittel reduziert werden. Wie bei einer Badewanne, aus der das Wasser nicht mehr richtig abläuft, und in der bei gleichbleibendem Wasserzulauf der Pegel immer höher steigt, würde sonst die Menge an Arzneistoff im Körper immer weiter ansteigen bis Nebenwirkungen auftreten.

In diesen Fällen muss die Medikamentendosis angepasst werden

Patienten mit einer reduzierten Nierenfunktion müssen vor allem bei der Einnahme von Schmerzmitteln, manchen Antibiotika, Mitteln zur Blutzuckersenkung oder zur Behandlung der Epilepsie beim Arzt oder in der Apotheke nach der korrekt angepassten Dosis fragen. Metformin beispielsweise, das wegen seiner guten Wirksamkeit und Sicherheit häufig zur Diabetestherapie eingesetzt wird, muss bei eingeschränkter Nierenfunktion niedriger dosiert werden, weil es sonst den Säure-Base-Haushalt des Patienten stört und sein Leben gefährden kann. Auch das zur Senkung erhöhter Blutfette oft verordnete Simvastatin muss nach der Nierenfunktion dosiert werden. Umgekehrt können manche Arzneimittel eine Gefahr für die Niere darstellen, allen voran die Dreierkombination von Wirkstoffen aus der Gruppe der ACE-Hemmer (Blutdrucksenker, die die Silbe „pril“ im Namen tragen), Diuretika (Wassertabletten) und Schmerzmitteln wie Aspirin, Ibuprofen und Diclofenac.

Schwere der Niereneinschränkung sollte bekannt sein

Wichtig ist, die Schwere der Niereneinschränkung zu kennen. Als Faustregel gilt: Je schlechter die Nierenfunktion, desto geringer die Dosis. Dies wird entweder durch eine geringere Tablettenstärke oder größere Einnahmeabstände erreicht. Arzt und Apotheker können zur Anpassung der Dosis an die Nierenfunktion Auskunft geben.

Die Apothekerkammer Hamburg ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Institution der apothekerlichen Selbstverwaltung für die ca. 2.400 Apotheker und Apothekerinnen, sowie Pharmazeuten im Praktikum in Hamburg. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberuf. Er ist laut Gesetz für die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zuständig. Wer Apotheker werden will, muss ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr absolvieren. Der Apotheker berät die Patienten hinsichtlich ihrer Medikation und unterstützt sie, ihre Therapie im Alltag umzusetzen. Als Fachmann für Arzneimittel und Prävention ist der Apotheker neben dem Arzt der erste Ansprechpartner in gesundheitlichen

Donnerstag, 9. März 2017

Wenn es blüht, hat der Heuschnupfen Saison

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Schnupfen, Niesen, Juckreiz – während sich die einen über den Frühling und seine blühenden Pflanzen und Gräser freuen, beginnt für andere die Heuschnupfenzeit. Sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen zählt Heuschnupfen zu den häufigsten allergischen Erkrankungen, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.
Heuschnupfen ist eine saisonale Erkrankung. Herumfliegende Pollen verursachen bei den Betroffenen eine allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut. Die Allergie bewirkt dabei eine Überreaktion des Immunsystems, welches gegen die in Pollen enthaltenen Eiweißstoffe vorgeht. Der Körper startet daraufhin eine Abwehrreaktion. Dabei wird Histamin freigesetzt, das bei den Betroffenen zu Juckreiz, Niesattacken, verstärkter Tränen- und Schleimsekretion sowie zu erschwerter Nasenatmung führt. Auslöser der Beschwerden sind in erster Linie Baum-, Gräser- und Kräuterpollen.
Kombination von Erbanlagen und Umwelteinflüssen
Ursachen für den Heuschnupfen können Umwelteinflüsse und eine erblich bedingte Veranlagung sein. Ist die Pollenbelastung in der Luft wie im Frühling sehr hoch, erkranken besonders viele Menschen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Autoabgase die allergieauslösende Eigenschaft der Pollen verstärken. Weitere Risikofaktoren sind: Zigarettenrauch, höhere Konzentration von Schimmelpilzen in der Luft und Katzenhaltung. Stillen und häufige Infekte machen weniger anfällig für Allergien.
Pollen aus der Wohnung fern halten
Um die Pollenbelastung zu Hause minimal zu halten, empfehlen Apotheker, sich am Abend die Haare zu waschen. Die Fenster sollten nicht auf Dauer gekippt sein, damit die Pollen nicht verstärkt in die Wohnung gelangen. Bei regnerischem Wetter kann länger gelüftet werden. Wer gerade im Sommer nachts mit offenem Fenster schlafen möchte, sollte ein Pollenschutzvlies am Schlafzimmerfenster anbringen. Umso wenig Pollen wie möglich ins Schlafzimmer zu tragen, sollten täglich die Kleidung und häufig die Bettwäsche gewechselt werden. Es empfiehlt sich, getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer zu lagern. Auch Staubsaugen hilft, es gibt spezielle Staubsaugerfilter für Allergiker. Glatte Böden sollten möglichst häufig gewischt werden. Wer eine Wohnung ohne „Staubfänger“ wie Trockenblumen oder andere Deko-Gegenstände einrichtet, leidet weniger, da sich hier keine Pollen ansammeln können.
Sport treiben
Auf leichte sportliche Aktivitäten sollte auch in der Heuschnupfenzeit nicht verzichtet werden. Sport ist für den Heuschnupfenpatienten wichtig, da er seine körperliche Konstitution verbessert. Für Pollenallergiker ist Hallensport zu empfehlen. Wer joggen möchte, sollte gleich morgens starten und nicht erst in den Abendstunden. Die Pollenbelastung ist morgens deutlich geringer. Die beste Bedingung für Jogger gibt es gleich nach einem Regenguss. Besonders pollenlastige Umgebungen und Tage sind allerdings zu meiden. Informationen über Pollenbelastungen findet man zum Beispiel in einem Pollenkalender. Auch die Wetterdienste informieren über die Tage mit besonders starkem Pollenflug. Zu diesen Zeiten sollten sich an Heuschnupfen Erkrankte in geschlossenen Räumen aufhalten.
Linderung für Heuschnupfengeplagte
In der Apotheke vor Ort kann ein Termin für eine Heuschnupfenberatung vereinbart werden. Betroffene erfahren dabei, wie sie bestimmte Symptome erträglicher machen können. Da zum Beispiel die Augen bei Heuschnupfen häufig gereizt sind, schützt tagsüber eine Sonnenbrille. Wenn die Augen geschwollen sind, bringen Kühlkompressen Linderung. Auch viskose Augentropfen helfen. Das sind zähflüssigere Tropfen, die den Vorteil haben, dass sie nicht gleich wie Wasser aus den Augen laufen. Bei stärkeren Beschwerden muss auf antiallergische Augentropfen zurückgegriffen werden. Augentropfen, die die Gefäße verengen, die sogenannten „Weißmacher“, sind nicht sinnvoll. Es kann bei diesen Präparaten nach dem Absetzen zu einem Rebound-Effekt kommen, das heißt die Symptome treten ohne Anwendung der Tropfen wieder verstärkt auf.
Zusätzliche Hilfe bieten Nasensalben oder die abendliche Verwendung einer Nasendusche. Sollten die Symptome akut belastend sein, so dass man möglichst schnell Linderung benötigt, empfiehlt der Apotheker kurzfristig antiallergische oder cortisonhaltige Nasensprays oder Anti-Allergietabletten.
Gibt es eine Heilung für Pollenallergiker?
Viele Betroffene sehnen sich danach, ihre Pollenallergie dauerhaft zu überwinden. Eine spezifische Immuntherapie ist zurzeit die einzige Möglichkeit. Die sogenannte Hyposensibilisierung soll den Körper nach und nach an ein Allergen gewöhnen, so dass es am Ende der Therapie nicht mehr zu allergischen Reaktionen kommt. Betroffene bekommen dabei über einen bestimmten Zeitraum hinweg immer wieder das betreffende Allergen verabreicht, wobei die Dosis allmählich weiter erhöht wird. Durch diese Methode der Desensibilisierung verursacht das Allergen am Ende der Behandlung im Idealfall gar keine bzw. nur noch geringe allergische Reaktionen. 80 Prozent der Behandelten werden ihre Allergie dauerhaft los. Die Therapie muss in der pollenfreien Jahreszeit stattfinden und mehrere Jahre wiederholt werden.
Termin beim Arzt vereinbaren
Treten die Symptome länger als vier aufeinander folgende Tage oder mehr als vier Wochen pro Jahr auf, sollte der Arzt zu Rate gezogen werden. Betroffene sollten auch einen Arzt aufsuchen, wenn die in der Apotheke frei erhältlichen Medikamente keine Linderung bringen. Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn sich Begleiterkrankungen oder Kreuzallergien einstellen. Es kann beispielsweise sein, dass Nahrungsmittel, die man normalerweise problemlos verträgt, auf einmal Beschwerden hervorrufen. Manche Patienten, die unter Heuschnupfen leiden, vertragen auf einmal und dann manchmal sogar dauerhaft keine Nüsse mehr, da das Protein in den Nüssen dem in den Pollen ähnelt. Es kann zu einem Juckreiz im Mund- und Rachenraum kommen. Wenn Gaumenzäpfchen, Zunge oder Zungengrund anschwellen, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Die durch Heuschnupfen notwendige Mundatmung kann auch zu Reizerscheinungen im Rachen und Kehlkopf führen. Heiserkeit und Räusperzwang können die Folgen sein. Auch schlechter Schlaf, Kopfschmerzen oder Hörminderung können durch Heuschnupfen ausgelöst werden.
Besonders gefährlich wird es, wenn es zu einem sogenannten Etagenwechsel kommt. Dabei kann sich ein harmloser Heuschnupfen bei Nichtbehandlung auch zu einer schweren Atemwegserkrankung wie Asthma entwickeln. Ein Heuschnupfen sollte grundsätzlich nicht verharmlost, sondern kompetent behandelt werden.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Dienstag, 7. März 2017

So nehmen Kinder Tabletten, Tropfen & Co. richtig ein

Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Ist der Nachwuchs krank, stehen Eltern bei der Medikamentengabe oft vor einer Herausforderung. Wie Arzneimittel bei Säuglingen und Kindern richtig verabreicht werden, weiß Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Sie warnt zudem davor, Kindern einfach die Medikamente der Eltern zu geben: „Kinder sind keine ‚kleinen Erwachsenen‘, ihr Organismus reagiert viel empfindlicher auf Fremdstoffe. Daher sollten Kinder ausschließlich für sie zugelassene Arzneien in der für sie passenden Wirkstoffdosierung erhalten.“

Nicht geeignete Wirkstoffe sind gefährlich
Vergiftungen oder andere schwere Nebenwirkungen können die Folge sein, wenn Kinder Medikamente in der falschen Wirkstoffdosierung verabreicht bekommen. Eltern sollten sich zur richtigen Dosierung am besten von ihrem Apotheker beraten lassen und die Hinweise auf dem Beipackzettel beachten. Präparate mit ASS können bei Kindern unter 12 Jahren beispielsweise das Reye-Syndrom, eine seltene schwere Krankheit, die Gehirn und Leber schädigt, auslösen. Sie kann im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Es gilt immer: Zeigen Kinder erste Anzeichen einer Arzneimittelunverträglichkeit, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Der Apotheker vor Ort berät Eltern rund um die Verabreichung rezeptfreier und verschreibungspflichtiger Arzneimittel. Außerdem hält er spezielle Applikationshilfen sowie besondere Saug- oder Schnabellöffel oder auch Medikamentenschnuller bereit, mit denen die Therapie des kranken Kindes vereinfacht wird.
Tabletten, Kapseln & Dragees
Ab etwa sechs Jahren können viele Kinder ganze Tabletten nehmen. Ist das Kind jünger, hat es Schwierigkeiten beim Schlucken oder verweigert die Einnahme, können Tabletten zerstoßen oder zerdrückt werden. Aber auch hier gilt: Besprechen Sie dies zuvor mit ihrem Apotheker. Nicht jede Tablette ist dafür geeignet, auch darf nicht jede Kapsel geöffnet werden. Hier ist es ganz besonders wichtig, die richtige Handhabung in der Apotheke abzustimmen.
Nicht unbedingt sinnvoll: das „Verstecken“ der Tabletten im Milchfläschchen oder im Milchbrei. Es besteht die Gefahr, dass das Kind die ganze Mahlzeit verweigert oder, wird nicht alles gegessen oder getrunken, nur einen Teil der benötigten Arzneimenge aufnimmt.
Außerdem darf nicht jede Arznei mit Nahrungsmitteln gemischt werden. So büßen Eisen- und Fluorpräparate sowie manche Antibiotika von ihrer Wirkung ein, wenn sie zusammen mit Milch oder Milchprodukten eingenommen werden. Bis zwei Stunden vor und ab zwei Stunden nach der Einnahme sind Milch und Milchprodukte jedoch erlaubt. Auch Fruchtsäfte sind nicht gut geeignet, um Arzneimittel einzunehmen.
Säfte und Tropfen
Säfte oder Tropfen werden bei Säuglingen und Kleinkindern am besten mit einer Pipette oder Spritze in den Mund geträufelt. Auch hier gilt: Der Saft sollte nicht ins Fläschchen gemischt werden. Bleibt ein Rest in der Flasche, ist unklar, wie viel das Kind von dem Medikament tatsächlich bekommen hat. Oft setzt sich das Arzneimittel auch auf den Flaschen- oder Becherboden und bleibt dann als Satz übrig.
Schlecht schmeckende Arzneien
Verweigern Kinder die benötigte Medikation wegen des schlechten Geschmacks, sollten Eltern nicht behaupten, der Saft oder die Tropfen seien lecker. Hilfreicher ist eine kurze Erklärung, dass es dem Kind durch den Saft bald besser gehen wird. Tipp: Arzneisäfte im Kühlschrank aufbewahren, gut gekühlt ist der Geschmack weniger intensiv. Säfte, die schlecht schmecken, lassen sich mit einer Pipette oder Spritze hinter die Backenzähne träufeln. Das löst den Schluckreflex aus, der Saft kommt kaum mit der Zunge in Berührung. Selbst ein bitterer Geschmack wird dann weniger wahrgenommen. Nach der Applikation kann man dem Kind zum Beispiel gesüßten Tee zum Nachtrinken anbieten. Auch ein Lutschbonbon als Belohnung kommt in Frage, wenn die Einnahme eines schlecht schmeckenden Antibiotikums dringend erforderlich ist. Tropfen können auf einem Stückchen Zucker oder mit einem Teelöffel Sirup oder Honig gegeben werden. Ist der Patient noch sehr klein, werden Tropfen, die nicht verdünnt werden dürfen, am besten mit einer Pipette in den Mund geträufelt.
Tropfen für Augen, Ohren oder Nase
Augentropfen: Das Kind liegt dazu am besten flach auf dem Rücken, eine zweite Person hält den Kopf vorsichtig fest. Säuglinge können auch in ein Handtuch gewickelt werden, so werden die Hände sanft fixiert. Über das Kind gebeugt lassen sich die Augentropfen gut einträufeln, sie werden unter das mit dem Zeigefinger nach unten gezogene Unterlid getropft. Sind die Tropfen auf Zimmertemperatur, werden sie besser von Kindern toleriert.
Ohrentropfen: Der kleine Patient muss auf der Seite liegen, das kranke Ohr befindet sich oben. Tipp: Die Flasche vor der Anwendung in den Händen anwärmen, so kommen die Tropfen nicht kalt in den Gehörgang. Mit Hilfe der an der Flasche angebrachten Tropfhilfe oder der beiliegenden Pipette die Arznei langsam in den Gehörgang einträufeln. Nach dem Einbringen der Tropfen sollte das Kind noch einige Minuten auf der Seite liegen, so kann sich das Medikament gut im Gehörgang verteilen und läuft nicht gleich wieder aus dem Ohr heraus. Manche Tropfen können Flecken verursachen, mit Hilfe eines Handtuches lässt sich die Kleidung schützen.
Nasentropfen: Das Kind sollte dazu auf einem Stuhl sitzen und den Kopf weit in den Nacken legen. Dann die Tropfen mit der Pipette vorsichtig einträufeln. Anschließend sollte das Kind noch einen Moment in dieser Position bleiben, so kann sich die Flüssigkeit gut verteilen. Die Gabe von Nasentropfen ist auch im Liegen möglich, das sollte jedoch nie bei schlafenden Kindern geschehen.
Zäpfchen
Bei der Gabe von Zäpfchen wird das Kind am besten wie bei der Fiebermessung gehalten: Das Kind liegt mit leicht angewinkelten Beinen auf der Seite, auch die Rückenlage mit nach oben geführten Beinchen ist möglich. Das Zäpfchen kann etwas angefeuchtet werden und wird dann zügig eingeführt. Dann den Finger noch mit etwas Druck ein paar Sekunden am After lassen, manchmal drücken Kinder das Zäpfchen unwillkürlich wieder hinaus. Aus diesem Grund sollten auch die Pobacken noch etwa eine halbe Minute zusammengehalten werden. Flutscht ein Zäpfchen trotzdem wieder aus dem Po, kann es auch mit der stumpferen Seite eingeführt werden.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Samstag, 4. März 2017

„der pilger – Magazin für die Reise durchs Leben“ kommt am 2. März in den Zeitschriftenhandel

Neues Mindstyle-Magazin mit christlichem Fokus – Startauflage 100.000 Exemplare – Innovatives Heftkonzept mit prominenten Autoren wie Anselm Grün und Franz Alt …

Speyer – „der pilger – Magazin für die Reise durchs Leben“ ist der Titel einer neuen, vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift. Die Ausgabe 1 ist am 2. März erstmals an Einzelverkaufsstellen erhältlich. Mit seiner besonderen Heftkonzeption und prominenten Autoren positioniert sich „der pilger“ als Mindstyle-Magazin mit christlichem Fokus. „der pilger – Magazin für die Reise durchs Leben“ ist im gesamten deutschsprachigen Raum erhältlich und hat einen Umfang von rund 140 Seiten. Die Erstauflage beträgt 100.000 Exemplare.
Titel klein
Ab 2. März im Handel: „der pilger – Magazin für die Reise durchs Leben“ lautet der Titel für das neue Mindstyle-Magazin mit christlichem Fokus. Foto: „der pilger“
Wie der Hefttitel anschaulich verdeutlicht, versteht sich „der pilger“ als Begleiter seiner Leserinnen und Leser. Er greift die Sehnsucht vieler Menschen nach Stille und Sinnfindung auf. Dementsprechend lädt jede Ausgabe zu einer persönlichen Auszeit ein und gibt – im Einklang mit den Jahreszeiten – Impulse für ein bewusst geführtes Leben, das sich nicht vom Alltagsstress überrollen lässt. Die Bereiche Spiritualität und Religion bilden wichtige Themen. Es werden Pilgerwege und inspirierende Reiseziele vorgestellt, christliche Feste erklärt, aber auch Impulse gegeben, um die Welt täglich etwas besser zu machen. Ergänzend dazu werden klassische Lifestyle-Themen aus den Bereichen Natur und Gesundheit aufgegriffen und Menschen vorgestellt, die auf besondere Weise leben oder Außergewöhnliches leisten.
Entwickelt wurde die Zeitschrift von einem erweiterten Redaktionsteam um Chefredakteur Norbert Rönn. Zum prominenten Autorenkreis zählen unter anderem der Benediktinerpater Anselm Grün, die Journalisten Franz Alt und Michael Albus, Beatrix Kruse, ehemalige Chefredakteurin von Brigitte und Familie&Co sowie der Bestseller-Autor Manfred Lütz ... Die erfrischende Kombination aus Unterhaltung, Expertenwissen und qualitativ hochwertigem Journalismus wird von einer einfühlsamen Sprache und einem harmonisch-wertigen Layout unterstrichen. So bietet „der pilger“ Texte, die das Herz berühren und zum Nachdenken, Zurücklehnen und Durchatmen einladen.
Die Druckauflage für die beiden ersten Ausgaben von „der pilger - Magazin für die Reise durchs Leben“ liegt bei jeweils 100.000 Exemplaren. Die Startauflage für den „Kioskverkauf“ liegt von Beginn an bei 80.000 Exemplaren. Die Erstausgabe wird von einer deutschlandweiten Werbekampagne begleitet, die – ergänzend zu Anzeigen in Printmedien – mit zielgruppenaffiner Radiowerbung und Social-Media-Aktivitäten Akzente setzt. „Der pilger – Magazin für die Reise durchs Leben“ wird bei Peregrinus GmbH aus Speyer verlegt. In diesem Verlag erscheint unter anderem auch Deutschlands älteste Bistumszeitung, die ebenfalls den Titel „der pilger“ trägt.
Das neue Magazin „der pilger“ erscheint vierteljährlich. Auf rund 140 Seiten präsentiert sich das „Magazin für die Reise durchs Leben“ mit einer hochwertigen Ausstattung. Der Heftpreis beträgt 4,80 Euro. Das Jahresabo kostet inklusive Zustellung 19,20 Euro. Zusätzliche Informationen bieten der Webauftritt (www.der-pilger.de) und die Facebook-Präsenz (www.facebook.com/pilger.magazin). Die bundesweite Anzeigenvermarktung leistet die KONPRESS-Medien eG mit Sitz in Frankfurt/M. Die seit 1970 bestehende Genossenschaft vermarktet exklusiv das nationale Anzeigen- und Beilagengeschäft für 39 konfessionelle Wochenzeitungen mit einer Reichweite von rund 3,1 Millionen Lesern. Der Anzeigenschluss für die kommende Magazinausgabe von „der pilger“ ist der 20. April 2017. Weitere Informationen sind unter www.konpress.de erhältlich.

Liebesakt in den Wolken

München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Die amerikanische Fliegerin Jacqueline Cochran (1906-1980) erzählte das Märchen, sie sei als Findelkind in großer Armut bei Pflegeeltern aufgewachsen und habe ihren Namen selbst aus dem Telefonbuch ausgewählt. In Wirklichkeit waren ihre angeblichen Pflegeeltern ihre echten Eltern, wegen denen sie sich schämte.

Die englische Fliegerin Amy Johnson-Mollison (1903-1941) trug bei ihrer ersten Flugstunde einen geliehenen, viel zu großen Helm, hörte alle Anweisungen wie durch Watte, machte deswegen vieles falsch und wurde deswegen von ihrem Fluglehrer angeblich für eine Idiotin gehalten. Ungeachtet dessen galt sie bald als die berühmte Pilotin Englands.

Die deutsche Fliegerin Hanna Reitsch (1912-1979) wollte als Kind im Alter von vier Jahren mit ausgebreiteten Armen vom Balkon des Elternhauses springen und auf diese Weise fliegen. Als ihre Mutter dies verhinderte und sagte "Kind, dann wärst du ja tot", fragte Hanna "Wär ich dann beim lieben Gott. Tät er mich dann fragen: Hannerl, woll’n wir"s hageln lassen?"

Das sind drei Begebenheiten aus dem Taschenbuch "Königinnen der Lüfte von A bis Z" des Wiesbadener Autors Ernst Probst. In diesem nahezu 700 Seiten umfassenden Werk werden mehr als 200 Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen in Wort und oft auch mit Bild vorgestellt.

Ein Wildfang war die legendäre amerikanische Fliegerin Amelia Earhart (1897-1937). Sie wollte all das tun, was Jungs machten, nur besser. Amelia spielte Football, kletterte auf Bäume, baute Baumhäuser und schoss mit dem Gewehr, das ihr der alkoholkranke Vater anstelle von Puppen geschenkt hatte, auf Ratten. Einmal raste sie im Winter zum Entsetzen von Zuschauern mit einem Schlitten unter einer die Straße entlang fahrenden Pferdekutsche hindurch. 

Besonders kurios war die Ursache eines Flugzeugabsturzes der amerikanischen Fliegerin Dorothy Rice Peirce (1889-1960): Sie und ihr Fluglehrer stürzten während eines Liebesaktes wegen eines technischen Missgeschicks ab, das dem Liebhaber unterlaufen war. Entenjäger, die Augenzeugen des Unfalls gewesen waren, ruderten zur Absturzstelle und sahen zu ihrer großen Überraschung, dass die zwei verunglückten Flugzeuginsassen nackt im Wasser schwammen.

Mehr Glück mit verliebten Männern hatte die neuseeländische Fliegerin Jean Batten (1909-1989). Sie fand immer wieder Verehrer oder andere Gönner, die ihre kostspieligen Flugzeugkäufe und -reparaturen sowie Langstreckenflüge finanzierten. Wenn bei einem Mann nichts mehr zu holen war, wandte sich attraktive Jean schnell und skrupellos einem anderen "Finanzier" zu.

Das Taschenbuch "Königinnen der Lüfte von A bis Z" ist beim "GRIN Verlag" (München) erschienen. Dort sind auch die Taschenbücher "Königinnen der Lüfte in Deutschland", "Königinnen der Lüfte in Frankreich", "Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland", "Königinnen der Lüfte in Europa", "Königinnen der Lüfte in Amerika", "Frauen im Weltall" und "Drei Königinnen der Lüfte in Bayern" erhältlich.

Bestellungen des Taschenbuches "Königinnen der Lüfte von A bis Z" bei:

http://www.grin.com/e-book/153394/koeniginnen-der-luefte-von-a-bis-z

Mittwoch, 1. März 2017

Bildergalerie: Die 10 größten Bagger der Welt - So hoch wie ein Wolkenkratzer

Essen - Bis zu 96 Meter hoch und 14.200 Tonnen schwer: Die 10 größten Bagger der Welt sind einfach unglaublich. Nur wenige Hersteller weltweit stellen solche Maschinen her. Vom elektrischen Seilbagger bis zum Hochlöffelbagger ist in den Top 10 alles dabei. 

Unfassbare 45 Kubikmeter fasst der Hochleistungstieflöffel des Liebherr Minenbaggers R 9800. Das ist der Inhalt von 400 herkömmlichen Badewannen. Der Riese kann einen großen Muldenkipper in drei Arbeitsgängen komplett beladen. Seine 810 Tonnen und 16,2 Meter reichen aber nur zu Platz 9 der größten Bagger der Welt.

An der Spitze steht eine Eigenanfertigung von MAN und Takraf für die RWE Power AG zur Braunkohleförderung. Der Schaufelradbagger RB293 hat rund 6.745 PS. Das entspricht der Leistung von sieben Formel 1 Rennwagen. Er ist mit 96 Metern so hoch wie ein Wolkenkratzer. Platz 1 im Ranking.

Der Online-Marktplatz maschinensucher.de hat für Sie eine Bildergalerie der monströsen Maschinen zusammengestellt. Viel Spaß beim Durchklicken.

Über Maschinensucher: 
Maschinensucher ist der europaweit führende Online-Marktplatz für Gebrauchtmaschinen. 5.300 Händler bieten derzeit über 128.000 Maschinen auf der Plattform an. Als global agierender Marktplatz ist das Unternehmen mit machineseeker.com in über 50 Länderversionen verfügbar. Monatlich werden gebrauchte Maschinen im Wert von über 500 Millionen Euro angefragt. 

Mittwoch, 15. Februar 2017

Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneien schwächt Gesundheitssystem



Hamburg (apothekerkammer-hamburg) – Der Spruch des Europäischen Gerichtshofes, der die Preisbindung für rezeptpflichtige Arzneimittel als nicht verbindlich für ausländische Versandhandelsapotheken ansieht, hat langfristig gravierende Konsequenzen für das deutsche Gesundheitssystem. Darauf weist die Apothekerkammer Hamburg eindringlich hin. Sie befürwortet den Gesetzesentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Der Entwurf, der auch von der überwiegenden Mehrheit der deutschen Spitzenpolitiker unterstützt wird, sieht das Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten vor. Nur durch dessen zügiges Inkrafttreten kann die Apothekenstruktur sowie das gesamte Gesundheitssystem in seiner Funktionsfähigkeit erhalten bleiben, betont die Apothekerkammer Hamburg.

Apotheken beraten zum Wohle des Patienten

Das Arzneimittel ist eine besondere, beratungsintensive Ware, die das höchste Gut der Patienten schützen soll: seine Gesundheit. Nur durch eine kompetente Beratung mit Blick auf Einnahme und Anwendung der Arzneimittel kann eine sichere Therapie des Patienten gewährleistet werden. Dazu zählen auch der Interaktionscheck bzw. die Verträglichkeitsprüfung der unterschiedlichen Arzneimittel untereinander. Zudem klärt der Apotheker im Beratungsgespräch über Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen auf.

Gemeinwohlpflichten sind gesetzlich verankert

Die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten, ein flächendeckender Nacht- und Notdienst und die Herstellung von Individualrezepturen – diese gesetzlichen Verpflichtungen der Apotheken vor Ort werden durch das alltägliche Apothekengeschäft quersubventioniert und nicht vom Gesetzgeber oder den Krankenkassen mitfinanziert. Wird der Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten nicht unterbunden, fällt diese wichtige Quersubventionierung weg: Das kann zu einer starken Verschlechterung der flächendeckenden Versorgung mit Arzneimitteln führen.

Solidarisches Gesundheitssystem in Schieflage

Für alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel und Dienstleistungen im Gesundheitsbereich hat der deutsche Gesetzgeber ein einheitliches Preissystem verankert und damit die Grundlage der gesamten Sozialgesetzgebung geschaffen. Die Verbraucher werden vor preislichen Überforderungen geschützt, gleichzeitig wird ein flächendeckendes und wohnortnahes System an Apotheken garantiert. Außerdem halten die Präsenzapotheken in der Regel alle wichtigen verschreibungspflichtigen Arzneimittel auf Lager oder sie sind innerhalb weniger Stunden verfügbar.
Mit seinem Spruch hat der Europäische Gerichtshof nicht nur gegen deutsches Recht geurteilt, sondern verschafft ausländischen Versandapotheken einen ungerechten Wettbewerbsvorteil – und das geht letztlich zu Lasten der Patienten. Denn: Dreht man an einer Stellschraube, verändern sich auch in anderen Bereichen die Parameter, das System gerät in Schieflage.

Konsequenzen für die GKV

Auch Festbeträge und Rabattverträge, wie sie durch den Gesetzgeber für die Krankenversicherungen eingeführt wurden, könnten zukünftig nicht aufrechterhalten werden. Langfristig gingen der GKV Einsparungen in Milliardenhöhe verloren. Dies bliebe nicht ohne deutliche Auswirkungen für die Patienten.

Versandhandel birgt Gefahren

Bis jetzt ist die Logistik beim Arzneimittelvertrieb in den Händen von Fachleuten, eine gesicherte und zuverlässige Lieferkette ist Bestandteil der Arzneimittelsicherheit. Die Medikamente werden sach- und fachgerecht – teils in einer geschlossenen Kühlkette – vom Hersteller über den pharmazeutischen Großhandel bis in die Apotheke geliefert. Fällt durch den Versandhandelsweg ein entscheidender Teil der Logistik fachfremden Dienstleistern zu, ist die Arzneimittelsicherheit gefährdet.
Zudem liegt die Qualitätsprüfung der Medikamente bei den Apothekern. Der Arzneimittelfachmann führt eine qualitative Prüfung der Medikamente durch und meldet Mängel an die Arzneimittelkommission. Sie gibt nötigenfalls Warnmeldungen heraus und trägt damit zum Schutz und Wohl des Patienten bei.

Die Apothekerkammer Hamburg ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Institution der apothekerlichen Selbstverwaltung für die ca. 2.400 Apotheker und Apothekerinnen, sowie Pharmazeuten im Praktikum in Hamburg. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberuf. Er ist laut Gesetz für die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zuständig. Wer Apotheker werden will, muss ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr absolvieren. Der Apotheker berät die Patienten hinsichtlich ihrer Medikation und unterstützt sie, ihre Therapie im Alltag umzusetzen. Als Fachmann für Arzneimittel und Prävention ist der Apotheker neben dem Arzt der erste Ansprechpartner in gesundheitlichen Problemen.