Mittwoch, 16. April 2014

Buchtipp: Schreibende Superfrauen in Deutschland


Schriftstellerin Anna Wimschneider - Zeichnung: Antje Püpke, http://www.fixebilder.de

München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Insgesamt 15 berühmte Schriftstellerinnen stehen im Mittelpunkt des Taschenbuches „Schreibende Superfrauen in Deutschland“ (GRIN-Verlag, München).. In Wort und Bild vorgestellt werden in alphabetischer Reihenfolge die Autorinnen Bettina von Arnim, Christine Brückner, Carmen Sylva, Hedwig Courths-Mahler, Utta Danella, Anne Frank, Anna Luise Karsch, Sophie La Roche, Sandra Paretti, Nelly Sachs, Caroline von Schlegel, Anna Seghers, Else Ury, Wilhelmine Markgräfin von Bayreuth und Anna Wimschneider. Dabei handelt es sich um Schriftstellerinnen mit sehr unterschiedlicher Herkunft von der dichtenden Kuhmagd bis zur königlichen Dichterin. Manche von ihnen sind heute noch in aller Munde, andere wurden zeitweise vergessen. Die Kurzbiographien der „schreibenden Superfrauen“ stammen aus der Feder des Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst. Zu dessen Spezialitäten gehören Biographien berühmter Frauen aus den Themenbereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft, Luftfahrt, Wissenschaft, Medizin, Film, Theater, Literatur, Malerei, Fotografie, Musik, Tanz, Feminismus, Sport, Mode, Kosmetik, Mode, Medien und Astrologie. Nicht zuletzt ist Probst durch Werke über Paläontologie, Zoologie, Kryptozoologie und Archäologie bekannt geworden.

Bestellung des Taschenbuches oder E-Books „Schreibende Superfrauen in Deutschland“ bei:
http://www.grin.com/de/e-book/272448/schreibende-superfrauen-in-deutschland

Dienstag, 15. April 2014

Rechenrekord auf dem SuperMUC

Im Rahmen einer Kooperation passten nun die Arbeitsgruppen um Dr. Christian Pelties vom Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU und Professor Michael Bader vom Institut für Informatik der TU München das Programm SeisSol so an die Parallelrechenstruktur des Garchinger Höchstleistungsrechners SuperMUC an, dass die Berechnungen um einen Faktor Fünf schneller wurden.

Mit einem virtuellen Experiment erreichten sie auf dem SuperMUC einen neuen Rekord: Um Vibrationen innerhalb des geometrisch sehr komplizierten Vulkans Merapi auf der Insel Java zu simulieren, führte der Supercomputer 1,09 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde durch. SeisSol konnte diese ungewöhnlich hohe Rechenleistung über die gesamte Laufzeit von drei Stunden halten und nutzte dabei alle 147.456 Rechenkerne des SuperMUC.

Komplette Parallelisierung

Möglich wurde das durch eine umfassende Optimierung und die komplette Parallelisierung aller 70.000 Codezeilen von SeisSol, das nun Rechenleistungen von bis zu 1,42 Petaflop pro Sekunde erzielen kann. Dies entspricht 44,5 Prozent der theoretisch auf dem SuperMUC verfügbaren Leistung. Damit gehört SeisSol weltweit zu den effizientesten Simulationsprogrammen seiner Art.

„Dank der nun möglichen hohen Rechenleistungen können wir fünf Mal so viele oder größere Modelle durchrechnen und erreichen deutlich präzisere Ergebnisse. Unsere Simulationen kommen so der Realität immer näher“, sagt der Geophysiker Dr. Christian Pelties vom Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU. „Damit wird es möglich, viele grundlegende Mechanismen von Erdbeben besser zu verstehen, um hoffentlich besser auf zukünftige Ereignisse vorbereitet zu sein.“

Als nächste Schritte sind Simulationen von Erdbeben geplant, die sowohl den Bruchprozess auf der Meterskala als auch die dadurch erzeugten zerstörerischen seismischen Wellen simulieren, die sich über hunderte Kilometer ausbreiten. Die Ergebnisse sollen das Verständnis von Erdbeben verbessern und eine genauere Einschätzung möglicher zukünftiger Ereignisse ermöglichen.

„Die Beschleunigung der Simulationssoftware um einen Faktor Fünf ist nicht nur für die geophysikalische Forschung ein wichtiger Fortschritt“, sagt Professor Michael Bader vom Institut für Informatik der TU München. „Zugleich bereiten wir die verwendeten Methoden und Softwarepakete schon für die nächste Generation von Supercomputern vor, auf denen entsprechende Simulationen routinemäßig für verschiedene Anwendungen in den Geowissenschaften eingesetzt werden sollen“.

Am Projekt arbeiteten neben Michael Bader und Christian Pelties außerdem Alexander Breuer, Dr. Alexander Heinecke und Sebastian Rettenberger (TUM) sowie Dr. Alice-Agnes Gabriel Stefan Wenk (LMU) mit. Die Ergebnisse werden im Juni auf der International Supercomputing Conference in Leipzig (ISC’14, Leipzig, 22.-26 Juni 2014) vorgestellt (Titel: Sustained Petascale Performance of Seismic Simulations with SeisSol on SuperMUC).

Gefördert wurde das Projekt von der Volkswagen Stiftung (Projekt ASCETE), vom Kompetenznetzwerk für Wissenschaftliches Höchstleistungsrechnen in Bayern (KONWIHR), von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und durch das Leibniz Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Die Weiterentwicklung von SeisSol wird zudem unterstützt durch die Projekte „DEEP Extended Reach“, VERCE und QUEST der Europäischen Kommission.


Samstag, 12. April 2014

Wiesbadener Autor Ernst Probst sammelte kluge Zitate des roten Mannes




München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Der weiße Mann hat die Uhr, aber wir haben die Zeit! Die Wahrheit ist es immer wert, ausgesprochen zu werden. Du kannst den Regenbogen nicht haben, wenn es nicht irgendwo regnet. Erwarte nichts von den anderen, wenn du selbst noch nichts gegeben hast. Nur wer träumt, gelangt zur Weisheit. Weißt du, dass die Bäume reden? Wir sind ein Teil der Erde. Das sind einige „Weisheiten der Indianer“ aus dem gleichnamigen Taschenbuch. Aus ihnen geht hervor, dass sich die Indianer im Gegensatz zu den Weißen als Teil der Natur fühlen und deswegen Pflanzen und Tiere mehr respektieren. Viele vor langer Zeit gesprochene Worte des roten Mannes über die Umwelt und das Miteinander der Menschen klingen heute erstaunlich aktuell

Herausgeber des Taschenbuches „Weisheiten der Indianer“ ist der Wiesbadener Autor Ernst Probst. Er hat von 1986 bis heute rund 200 Bücher, Taschenbücher, Broschüren und E-Books veröffentlicht. Zu seinen Spezialitäten gehören Aphorismen, Biografien berühmter Frauen, Paläontologie, Kryptozoologie, Archäologie und Geschichte. Rund 500 Aphorismen von Ernst Probst findet man in den Taschenbüchern „Schweigen ist nicht immer Gold. Zitate von A bis Z“. Einzelne Zitate von ihm werden in den von seiner Ehefrau Doris Probst herausgegebenen Taschenbüchern „Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball“, „Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien“. Weisheiten und Torheiten über Männer“ und „Weisheiten und Torheiten über Kinder“ präsentiert. Mit einigen berühmten Indianerinnen befasst sich das Taschenbuch „Superfrauen aus dem Wilden Westen“ von Probst

Bestellung des Taschenbuches „Weisheiten der Indianer“ bei „GRIN“:
http://www.grin.com/de/e-book/184877/weisheiten-der-indianer

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Auswahl von Büchern und Taschenbüchern von Ernst Probst:

Paläontologie: Deutschland in der Urzeit, Rekorde der Urzeit (1992), Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere (2008), Dinosaurier in Deutschland (1993 zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx. Der Urvogel in Bayern, Dinosaurier in Deutschland. Von Compsognathus bis zu Stenopelix (2010), Dinosaurier in Baden-Württemberg, Dinosaurier in Niedersachsen, Dinosaurier von A bis K, Dinosaurier von L bis Z, Raub-Dinosaurier von A bis Z, Deutschland im Eiszeitalter, Der Ur-Rhein, Als Mainz noch nicht am Rhein lag, Der Rhein-Elefant, Krallentiere am Ur-Rhein, Menschenaffen am Ur-Rhein, Säbelzahntiger am Ur-Rhein, Höhlenlöwen, Der Höhlenlöwe, Der Mosbacher Löwe, Säbelzahnkatzen, Die Dolchzahnkatze Megantereon, Die Dolchzahnkatze Smilodon, Die Säbelzahnkatze Homotherium, Die Säbelzahnkatze Machairodus, Der Europäische Jaguar, Eiszeitliche Geparde in Deutschland, Eiszeitliche Leoparden in Deutschland, Eiszeitliche Raubkatzen in Deutschland, Der Amerikanische Höhlenlöwe, Der Ostsibirische Höhlenlöwe, Löwenfunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Der Höhlenbär, Johann Jakob Kaup. Der große Naturforscher aus Darmstadt

Archäologie: Deutschland in der Steinzeit, Rekorde der Urmenschen, Deutschland in der Bronzezeit, Deutschland in der Frühbronzezeit, Die Bronzezeit, Die Aunjetitzer Kultur in Deutschland, Die Straubinger Kultur in Deutschland, Die Singener Gruppe, Die Arbon-Kultur in Deutschland, Die Ries-Gruppe und die Neckar-Gruppe, Die Adlerberg-Kultur, Der Sögel-Wohlde-Kreis, Die nordische Bronzezeit in Deutschland, Deutschland in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Deutschland, Die ältere Bronzezeit in Nordrhein-Westfalen, Die Bronzezeit in der Lüneburger Heide, Die Stader Gruppe, Die Oldenburg-emsländische Gruppe, Deutschland in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Deutschland, Die Unstrut-Gruppe, Die Helmsdorfer Gruppe, Die Saalemündungs-Gruppe, Die Lausitzer Kultur in Deutschland, Österreich in der Frühbronzezeit, Die Leithaprodersdorf-Gruppe, Die Aunjetitzer Kultur in Österreich, Die Straubinger Kultur in Österreich, Die Unterwölblinger Gruppe, Die Wieselburger Kultur, Die Litzenkeramik oder Draßburger Kultur, Die Attersee-Gruppe, Österreich in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Österreich, Österreich in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Österreich, Die Nordtiroler Urnenfelder-Kultur, Die Laugen-Melaun-Gruppe, Die Caka-Kultur, Die Schweiz in der Frühbronzezeit, Die Rhone-Kultur, Die Arbon-Kultur in der Westschweiz, Die Inneralpine Bronzezeit-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in der Schweiz, Die Laugen-Melaun-Gruppe in der Schweiz, Das Moustérien. Die große Zeit der Neandertaler, Das Rätsel der Großsteingräber. Die nordwestdeutsche Trichterbecher-Kultur

Kryptozoologie: Affenmenschen, Das Einhorn, Der Drache, Nessie. Das Monsterbuch, Monstern auf der Spur, Riesen, Seeungeheuer: 100 Monster von A bis Z

Biografien: 14 Taschenbücher über Superfrauen (Superfrauen 1 bis Superfrauen 14), Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern, Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (zusammen mit Josef Eimannsberger), Frauen im Weltall, Königinnen der Lüfte, Königinnen der Lüfte von A bis Z. Biografien berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Europa, Königinnen der Lüfte in Amerika, Theo Lederer. Ein Flugzeugsammler aus Oberbayern, Königinnen des Films (in Arbeit), Königinnen des Tanzes, Königinnen des Theaters, Superfrauen aus dem Wilden Westen, Malende Superfrauen, Der Schwarze Peter. Ein Räuber aus dem Hunsrück und Odenwald, Meine Worte sind wie die Sterne. Die Entstehung der Rede des Häuptlings Seattle (zusammen mit Sonja Probst), Elisabeth I. Tudor. Die jungfräuliche Königin, Lucrecia Borgia. Die schöne Tochter eines Papstes, Maria Stuart. Schottlands tragische Königin, Machbuba. Die Sklavin und der Fürst, Hildegard von Bingen. Die deutsche Prophetin, Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes, Zenobia. Eine Frau kämpft gegen die Römer, Cortés und Malinche. Der spanische Eroberer und seine indianische Geliebte, Katharina II. die Große. Die Deutsche auf dem Zarenthron, Pompadour und Dubarry. Die Mätressen von Louis XV., rund 70 Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen

Interviews: Was ist ein Menhir? Interview mit dem Mainzer Archäologen Dr. Detert Zylmann über Hinkelsteine, Wer ist der kleinste Dinosaurier? Interviews mit dem Wissenschaftsautor Ernst Probst, Wer ist der Stammvater der Insekten? Interview mit dem Stuttgarter Biologen und Paläontologen Dr. Günter Bechly, Neues vom Ur-Rhein. Interview mit dem Geologen und Paläontologe Dr. Jens Sommer

Aphorismen: Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball, Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien (beide zusammen mit Doris Probst, Schweigen ist nicht immer Gold. Zitate von A bis Z, Weisheiten der Indianer

Die meisten dieser Titel sind bei GRIN Verlag für akademische Texte erschienen und in mehr als 1.000 Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

Der GRIN Verlag mit Sitz in München hat sich seit der Gründung im Jahr 1998 auf die Veröffentlichung akademischer Texte spezialisiert. Die Verlagsseite http://www.grin.com ist für Studenten, Hochschullehrer und andere Akademiker die ideale Plattform, ihre Fachtexte, Studienarbeiten, Abschlussarbeiten oder Dissertationen einem breiten Publikum zu präsentieren.

Der GRIN Verlag

Donnerstag, 10. April 2014

Der Ball ist ein Sauhund

Weisheiten und Torheiten über Fußball

München / Wiesbaden (internet-zeitung) - "Das Einzige, was sich in der ersten Hälfte bewegt hat, war der Wind" grantelte Franz Beckenbauer. "Der Ball ist ein Sauhund" schimpfte Rudi Gutendorf. "Es steht im Augenblick 1:1. Aber es hätte auch umgekehrt laufen können" meinte Heribert Faßbender. Solche und andere Zitate von Spielern, Trainern, Managern und Journalisten sind in dem Taschenbuch "Der Ball ist ein Sauhund" (GRIN Verlag, München) nachzulesen. Darin präsentieren Doris Probst und Ernst Probst aus Wiesbaden zahlreiche Weisheiten und Torheiten über Fußball in Wort und Bild.

Viele dieser "Geistesblitze" sollte man nicht so ernst nehmen, mahnen die Herausgeber, sondern sich daran erinnern, welchen Blödsinn man selbst schon mitunter im Eifer des Gefechts geäußert hat. Mit dem Taschenbuch ließe sich gut ein humorvolles Quiz veranstalten. Hand auf's Herz: Wer weiß schon, von wem folgende Zitate stammen: "Jede Seite hat zwei Medaillen". "Wenn wir nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt." "Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken." "Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu".

Bestellung von „Der Ball ist ein Sauhund“ bei:
http://www.grin.com/de/e-book/16664/der-ball-ist-ein-sauhund

Mittwoch, 9. April 2014

Elf Taschenbücher über Affenmenschen

Wiesbaden (internet-zeitung) – Elf Taschenbücher über Affenmenschen aus der Feder des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst sind bei „GRIN – Verlag für akademische Texte“ (München) erschienen. Am umfangreichsten ist mit mehr als 400 Seiten und zahlreichen Abbildungen der Titel „Affenmenschen. Von Bigfoot“ bis zum Yeti“. Bei den übrigen zehn kleinen Taschenbüchern handelt es sich jeweils um Kapitel über einzelne Affenmenschen wie Bigfoot oder Yeti aus diesem Werk. Für diese Taschenbücher hat der japanische Künstler Shuhei Tamura eigens einige Zeichnungen von Affenmenschen und vom prähistorischen riesigen Menschenaffen Gigantopithecus angefertigt.

Ernst Probst veröffentlichte von 1986 bis heute insgesamt rund 300 Bücher, Taschenbücher, Broschüren und E-Books. Seine Spezialitäten sind Themen über Paläontologie, Archäologie, Geschichte, Kryptozoologie, Luftfahrt, Biografien berühmter Frauen sowie Aphorismen.

Taschenbücher von Ernst Probst über Affenmenschen:

Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti
Alma. Ein Affenmensch in Eurasien
Bigfoot. Der Affenmensch aus Nordamerika
Chuchunaa. Der sibirische Affenmensch
Der De-Loys-Affe. Ein Menschenaffe in der „Neuen Welt“?
Nguoi Rung. Der vietnamesische Affenmensch
Orang Pendek. Der kleine Affenmensch auf Sumatra
Skunk Ape. Der Affenmensch in Florida
Yeren. Der chinesische Affenmensch
Yeti. Der Schneemensch im Himalaja
Yowie. Der australische Affenmensch

Diese Titel kann man auf der Internetseite http://www.grin.com als gedrucktes Taschenbuch oder E-Book im PDF-Format kaufen.

Montag, 7. April 2014

Apotheker warnen vor Hautschäden durch Medikamente und Sonnenlicht

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen)  – Bald lockt das Wetter wieder, Sonne und Wärme ausgiebig zu genießen. Doch vor dem sorglosen Sonnenbad sollte nicht nur die Anwendung von Sonnencreme stehen, sondern auch die Lektüre von Beipackzetteln aktuell angewendeter oder kürzlich abgesetzter Medikamente. Bei manchen Patienten treten nämlich unerwartete Lichtempfindlichkeit und damit Hautschädigungen auf – mitunter bis hin zur Bildung von Blasen. Welche Arzneimittelgruppen betroffen sind und wie man sich richtig schützt, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.
Betroffene Arzneimittelgruppen
Antibiotika (z. B. mit den Wirkstoffen Tetrazykline, Sulfonamide, Gyrasehemmer), entzündungshemmende Medikamente (z. B. Diclofenac, Ibuprofen), Herz-Kreislaufmittel
(z. B. ACE-Hemmer, Calciumantagonisten), Diuretika (Entwässerungsmittel, z. B. mit den Wirkstoffen Hydrochlorothiazid, Furosemid) sowie manche Psychopharmaka (z. B. mit den Wirkstoffen Chlorpromazin, Levomepromazin) können phototoxische oder photoallergische Hautreaktionen auslösen. Auftreten und Stärke des Effekts sind aber immer von der Dosis des Medikamentes und dem Hauttypen abhängig. Helle Hauttypen sind in der Regel anfälliger als dunkle. „Es besteht aber kein Grund zur Panik“, teilt die Apothekerkammer Niedersachsen mit. „Vielmehr sollten Patienten, die diese Arzneimittel einnehmen, reichlich Sonnencreme verwenden, häufiger schattige Plätze aufsuchen und ganz genau beobachten, ob die Haut anders reagiert. Diese besondere Vorsicht sollten Patienten einige Tage walten lassen, da die Reaktionen auch verzögert auftreten können.“
Welche Reaktionen können auftreten?
Arzneimittel, die äußerlich auf der Haut oder innerlich über den Verdauungstrakt und das Blut aufgenommen werden, können sowohl phototoxische als auch photoallergische Reaktionen auslösen. Die Symptome lassen sich nicht immer genau unterscheiden. Phototoxische Beschwerden entstehen, wenn ein Arzneimittel direkt mit belichtetem Hautgewebe reagiert. Dabei sind die Schäden auf die Partien beschränkt, die der Sonne ausgesetzt sind, vor allem Gesicht, Hals, Unterarme und Handrücken. Die Beschwerden können bereits bei der ersten Anwendung eines Arzneimittels auftreten. Lichttoxische Reaktionen können sehr schmerzhaft für den Betroffenen sein und ähneln einem akuten Sonnenbrand. Die Hautreaktionen reichen von Rötungen, Ödemen, Schuppung bis hin zur Blasenbildung.
Eine photoallergische Reaktion ähnelt einem allergischen Kontaktekzem mit einer Vielzahl von sonnenbrandähnlichen Symptomen wie Juckreiz, Knötchen, roten oder nässenden Stellen, gelegentlich Bläschenbildung oder es kommt zu Schuppen- oder Krustenbildung. Anders als bei der phototoxischen Reaktion kann es hier zu sogenannten Streureaktionen auch auf nicht belichtete Hautpartien kommen. Die lichtallergischen Symptome treten erst verzögert nach der Arzneimitteleinnahme und der Lichtbestrahlung auf, weil an dieser Reaktion das Immunsystem beteiligt ist. Hat sich allerdings schon eine Allergie entwickelt, können die Beschwerden bereits durch eine geringe Menge des Wirkstoffs erneut ausgelöst werden.
Durch die Reaktionen der Arzneimittel mit der Haut kann es zu fleckigen Verfärbungen durch verstärkte Pigmentierung kommen. Diese Hautverfärbung ist je nach Intensität und Hauttyp möglicherweise irreversibel.
Was tun?
Schon mit einfachen Vorkehrungen können Hautschäden vorgebeugt werden. Patienten sollten unbedingt das Gespräch mit dem Apotheker suchen. Dieser berät hinsichtlich der Risiken der Sonneneinstrahlung und des richtigen Sonnenschutzes.
Auch der Einnahmezeitpunkt von Arzneimitteln kann die Sonnenempfindlichkeit stark beeinflussen. Bei manchen Arzneimitteln hilft es schon, die Einnahme auf den Abend zu legen. Das gilt auch für die Anwendung von apothekenpflichtigen Schmerzgelen und -salben mit den Wirkstoffen Diclofenac, Ketoprofen oder Ibuprofen.
Schutz vor UVA-Strahlen
Verursacher der phototoxischen und photoallergischen Reaktionen sind UVA-Strahlen. Patienten sollten ein Sonnenschutzmittel mit besonders starkem UVA-Filter wählen. Dabei ist es wichtig, das Mittel in ausreichender Menge und häufig aufzutragen. Gesicht, Brust, Rücken, Arme und Beine müssen besonders gut eingecremt werden.
Wer Reaktionen feststellt, sich aber im Freien aufhalten möchte, sollte seinen Körper konsequent mit Kleidung bedecken. Die Mittagssonne muss grundsätzlich gemieden werden.
Auch die künstliche Sonne aus dem Solarium kann starke Hautreaktionen auslösen. Das Bräunen auf der Sonnenbank ist deshalb tabu.
Was Viele nicht wissen: UVA-Strahlen dringen auch durch Fensterscheiben. Wer merkt, dass er auch hinter Glas Sonnenbrand bekommt, kann sich mit UV-undurchlässigen Folien an den Fenstern von Haus und Auto behelfen.
Insbesondere bei der Reiseplanung sollten Patienten gezielt nachfragen, ob ihre verschreibungspflichtigen und selbst gekauften Arzneimittel in Verbindung mit Sonnenstrahlen Auswirkungen auf die Haut haben können. Es ist auch ratsam, dem Apotheker mitzuteilen, wann und wie die Arzneimittel genommen werden. Beispielsweise können Malariamittel photoallergische Reaktionen auslösen. Die Apothekerkammer Niedersachsen empfiehlt, auch kürzlich abgesetzte Arzneimittel anzugeben, da diese ebenso noch Auswirkungen haben können.<ü>
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie und Toxikologie. Nach drei Staatsexamina erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Donnerstag, 3. April 2014

Psychopharmaka richtig einnehmen

Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Psychische Erkrankungen werden in unserer Gesellschaft zunehmend häufiger diagnostiziert und behandelt. Dazu zählen zum Beispiel Schizophrenien, Depressionen, Angststörungen, Verhaltensstörungen oder Burnout. Je nach Erkrankung und Ausprägung kann eine Behandlung mit Medikamenten, entweder ausschließlich oder begleitend zu anderen therapeutischen Maßnahmen notwendig werden. Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, rät Patienten, Vorbehalte gegen die medikamentöse Therapie offen anzusprechen. Nur im Dialog sei eine sinnvolle und gut wirksame Behandlung möglich.

Mit der Diagnose und der Einnahme richtig umgehen
Viele Patienten fühlen sich stigmatisiert, wenn bei ihnen eine psychische Krankheit diagnostiziert wurde. Sie haben Angst, dass sie für verrückt und unzurechnungsfähig gehalten werden. Zum anderen befürchten sie, dass ihr Wesen und ihre Persönlichkeit durch diese Medikamente stark beeinflusst werden, sie dauernd müde sind, übermäßig an Gewicht zunehmen oder nicht mehr fahrtüchtig sind. „Diese Sorgen und Ängste muss man sehr ernst nehmen und mit den Patienten besprechen, weil sie vielfach unbegründet sind“, sagt Erika Fink. „Denn bei der Entwicklung von Psychopharmaka wurden in den letzten Jahren sehr große Fortschritte erzielt. So konnten viele Nebenwirkungen abgeschwächt oder ausgeschaltet werden. Außerdem wird der Patient nicht einfach „ruhiggestellt“. Im Gegenteil. Genau wie zum Beispiel bei einer Allergie oder Entzündung im Körper, kann man heute in den meisten Fällen ein Medikament geben, das ganz gezielt die auslösenden Stoffe blockiert.
Psychische Erkrankungen beruhen in vielen Fällen auf Störungen sogenannter Transmittersubstanzen. Diese Botenstoffe bewerkstelligen im Gehirn die Signalübertragung zwischen einzelnen Strukturen und Zellen. Ist ihre Konzentration jedoch zu hoch oder zu niedrig oder wird generell das Gleichgewicht gestört, wird der Mensch psychisch krank. Gerade in diesen Fällen ist eine medikamentöse Behandlung erfolgversprechend.
Je nach Art und Schwere der Erkrankung kann es einige Wochen dauern, bis sich ein Therapieerfolg einstellt. Wichtig ist, das Arzneimittel genau nach Anweisung des Arztes einzunehmen. In der ersten Zeit kann es sein, dass man sich etwas müde fühlt. Wer Veränderungen an sich feststellt, sollte dies immer mit seinem Arzt oder Apotheker besprechen, statt das Arzneimittel eigenmächtig abzusetzen oder die Medikation nachzusteuern. Auch wer glaubt, er brauche sein Medikament nicht mehr, sollte dies zuerst mit den Experten besprechen und nicht auf eigene Faust handeln.
Beruhigungs- und Schlafmittel
Zu den Psychopharmaka zählen auch die so genannten Benzodiazepine (Beruhigungs- und Schlafmittel), die besonders häufig verschrieben werden. Wirkstoffe sind zum Beispiel Diazepam, Lorazepam oder Brotizolam. Doch Patienten ist nicht bewusst, dass diese Arzneimittelgruppe sehr schnell eine Abhängigkeit oder Sucht verursacht. Daher ist es wichtig, diese Arzneimittel auch genau nach der Einnahmevorschrift des Arztes einzunehmen und nicht ohne Rücksprache die Dosierung zu erhöhen. Weiterhin haben diese Arzneimittel Wechselwirkungen mit starken Schmerzmitteln, Mitteln gegen Demenz, Antidepressiva, Betablockern, bestimmten Magensäureblockern und Parkinsonpräparaten sowie Asthmamitteln.
Vorsicht bei Johanniskraut
Was viele sicherlich fälschlicherweise nicht als Psychopharmakon einstufen, ist Johanniskraut. Es ist ein freiverkäufliches Mittel, das stimmungsaufhellend und in hoher Dosierung nach längerer Einnahmezeit antidepressiv wirkt. Allerdings sollte man sich dringend davor hüten, selbst die Diagnose Depression zu stellen und sich damit behandeln zu wollen. Auch Johanniskraut zeigt viele Wechselwirkungen, die ärztlich verordnete Therapien stören können.
Daher ist es ratsam, immer mit seinem Stammapotheker über Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, rezeptfrei wie auch -pflichtig, zu sprechen. Dieser wird den Arzt im Bedarfsfall einbeziehen. Wer Psychopharmaka einnimmt, sollte auf den Genuss von Alkohol unbedingt verzichten. Insbesondere Schwangere und alte Menschen sollten sich von ihrem Arzt oder Apotheker hinsichtlich dieser Medikamentengruppe beraten lassen, aber auch Autofahrern sei ein Gespräch angeraten.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.800 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Sonntag, 30. März 2014

Blog und Bücher über berühmte Fliegerinnen



Video: "Elly Beinhorn -  Alleinflug" von "UFA Fiction" bei "YouTube"
http://www.youtube.com/watch?v=HtqdiR_5WZ0



München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Zum Stichwort berühmte Flugpioniere fallen einem sofort die Namen von Otto Lilienthal und Charles Lindbergh ein. Doch es waren nicht nur Männer, die - teilweise von Neugier und Abenteuerlust getrieben - Luftfahrtgeschichte schrieben. Außer ihnen haben sich erstaunlich viele Frauen als „Königinnen der Lüfte“, hervorgetan.

Der Autor Ernst Probst

Es waren mutige Männer und Frauen, die sich auf ein bis dahin unbekanntes Terrain wagten und mit ihren Leistungen dazu beitrugen, dass sich der Menschheits-Traum vom Fliegen bis hin zur Eroberung des Weltalls erfüllen konnte. In der öffentlichen Wahrnehmung aber stehen vor allem die Männer als Pioniere, die – wie Juri Gagarin oder Neil Armstrong – mit ihren Taten Meilensteine setzten. Die Leistungen vieler wagemutiger Frauen auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt werden dagegen nur am Rande wahrgenommen.

Dass jene Himmelsstürmerinnen nicht in Vergessenheit geraten, ist auch das Verdienst des Wiesbadener Journalisten Ernst Probst. In zahlreichen Taschenbüchern und Broschüren zeichnet der Autor das Leben vieler Heldinnen der Lüfte in Wort und Bild nach. Das Blog http://fliegerinnen.blogspot.com gibt ihm und all jenen mutigen Frauen eine Plattform.

Für interessierte Leser/innen soll nachfolgend auf einige Werke aus der Feder von Ernst Probst zu diesem Thema hingewiesen werden, die allesamt bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ (München) http://www.grin.com erschienen sind:

Königinnen der Lüfte von A bis Z
Das sehr umfangreiche Werk stellt auf rund 700 Seiten mehr als 200 Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kossmonautinnen vor und vermittelt umfassend nicht nur Fakten und Stationen aus dem Lebensweg der Himmelsstürmerinnen, sondern würzt das Buch – sehr zum Vergnügen seiner Leser – mit kuriosen Begebenheiten und Anekdoten.

Königinnen der Lüfte in Deutschland
Das Taschenbuch setzt den Fokus auf deutsche Eroberinnen des Himmels. So werden in dem Werk berühmte Luftpionierinnen wie Elly Beinhorn, Käthe Paulus, Thea Rasche, Hanna Reitsch, Christl-Marie Schultes, Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg und Beate Uhse, geborene Köstlin, auf sehr lesenswerte Weise vorgestellt.

Königinnen der Lüfte in Frankreich

Das Taschenbuch porträtiert zahlreiche französische Himmelsstürmerinnen. So unter anderem
Maryse Bastié, die als Fliegerin acht Weltrekorde brach, sowie Elise Garnerin, die als ,,Venus im Ballon" für Aufsehen sorgte. Zusätzlich liefert das Buch in einem umfangreichen Kapitel interessante Daten und Fakten zu den "Königinnen der Lüfte" aus aller Welt.

Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland

In diesem Buch lässt der Autor den Leser an spektakulären Erfolgen und tragischen Unglücksfällen mutiger Fliegerinnen aus Übersee und England teilhaben. So unter anderem im Porträt über die Neuseeländerin Jean Batten, die in den 1930-er Jahren nicht für möglich gehaltene Strecken- und Dauerrekorde im Alleinflug aufstellte.

Königinnen der Lüfte in Europa

Auf rund 450 Seiten erfährt der Leser unterhaltsames aus den Biografien berühmter europäischer Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen. So unter anderem über die Französin Jacqueline Auriol, die als erste Europäerin die Schallmauer durchbrach und ehemals als "schnellste Frau der Welt" galt.

Königinnen der Lüfte in Amerika

Mit Blick über den Atlantik gelingt es dem Autor, Geschichte unterhaltsam, spannend und stets lesenswert zu vermitteln und die Persönlichkeiten der porträtierten Fliegerinnen wie etwa Frances Wilson Grayson und deren tragischen Flug über den Atlantik, oder Pancho Barnes, Amerikas erste Stuntpilotin, ohne jede Patina vor dem geistigen Auge des Lesers erstehen zu lassen.

Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern

Die wegen ihrer Herkunft aus einer Försterfamilie „Förster-Christl“ genannte Christl-Marie Schultes war Bayerns erste Fliegern. Berührend zeichnet Ernst Probst den Lebensweg Schultes nach, die 71jährig verarmt in München starb. Bedauernd konstatiert der Autor: "Ihr Leben böte reichlich Stoff für Romane oder Filme. Bisher ist aber noch nicht einmal eine Straße oder ein Weg zu Ehren der ersten bayerischen Fliegerin benannt worden."

Sturzflüge für Deutschland. Kurzbiografie der Testpilotin Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg
Als beste deutsche Testpilotin, am vielseitigsten ausgebildete Fliegerin und als zweiter weiblicher Flugkapitän ihres Heimatlandes ging Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg (1903–1945), geborene Schiller, in die Geschichte der Luftfahrt ein. Sie unternahm mehr als 2.500 nervenaufreibende Sturzflüge mit Sturzkampfflugzeugen, um Zielgeräte zu verbessern. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges starb die mutige Frau den Fliegertod. Die Kurzbiografie „Sturzflüge für Deutschland“ von Ernst Probst aus Wiesbaden und Heiko Peter Melle aus Albstadt schildert ihr abenteuerliches Leben.

Frauen im Weltall

Im Taschenbuch „Frauen im Weltall“ skizziert Ernst Probst die Biografien berühmter Astronautinnen und Kosmonautinnen. Das 2010 erschienene Werk schildert die Lebenswege von Walentina Tereschkowa, Sally Kristen Ride und Kalpana Chawla, um nur einige zu nennen. Dabei beleuchtet das Taschenbuch nicht nur die strahlenden Erfolge, sondern berichtet auch von tragischen Ereignissen wie dem Absturz der Raumfähre Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre am 16. Januar 2003.




Donnerstag, 27. März 2014

Schüler als Facebookfreunde?

Aufklärung und Medienkompetenz statt Verbote: Podiumsdiskussion auf der didacta zu Datensicherheit, sozialen Medien und Schule / „Leitfaden Social Media“ vorgestellt
„Was dürfen Lehrer und Schüler im Hinblick auf Web 2.0?“ – unter dieser Fragestellung wurde am Donnerstag im Rahmen des Hochschultages 2014 auf der didacta in Stuttgart eine Podiumsdiskussion zum Thema „Soziale Medien und Schule“ geführt. Nach neuesten Erhebungen seien über 87 Prozent aller Internetnutzer in sozialen Medien aktiv, davon 77 Prozent täglich, berichtete Moderatorin Birgit Ufermann vom Deutschen Hochschulverband in ihrer Einführung. Unter Jugendlichen gebe es geschlechtsspezifisch einen geringen Unterschied, mit 79 Prozent bei den Mädchen gegenüber 75 Prozent bei den Jungen. „Die Nutzung steigert sich mit dem Alter“, erklärte Ufermann. „An der Spitze stehen die 18- bis 19-Jährigen mit einem Nutzeranteil von 87 Prozent.“
Thomas Floß vom Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands gab einen Einblick in die 2010 ins Leben gerufene BvD-Initiative „Datenschutz geht zur Schule“, die sich an Schüler, Lehrer und Eltern gleichermaßen richtet. Erklärtes Ziel ist der sinnvolle, möglichst sichere und verantwortungsbewusste Umgang mit dem Internet und modernen Kommunikationsmedien. „Wenn wir eine Schule besuchen, kennen uns die Schüler nicht, wohl aber wir sie, weil wir vorher im Internet recherchiert haben“, sagte Floß und umriss damit bereits grob die Problematik. „Wir reden über Big Data, Smartphones, Cybermobbing, Passwörter und natürlich Facebook. Mit Erfolg: Über 80 Prozent ändern danach ihr Nutzungsverhalten. Hier ist die Schule in der Pflicht. Das Thema muss in den Lehrplan!“  Soziale Medien seien längst zu einer „Kernkompetenz“ geworden. Eltern und Lehrern komme deshalb eine wichtige Vorbildfunktion zu. „Datenschutz ist nicht nur ein Grundrecht, sondern auch die Aufgabe jedes Einzelnen, Verantwortung für sich und Andere zu übernehmen. Wir brauchen intelligente Regeln. Verbote sind der falsche Weg.“
Gemeint war damit vor allem die Handreichung „Der Einsatz von Sozialen Netzwerken an Schulen“ des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Diese stellt fest: „Aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen ist die Verwendung von Sozialen Netzwerken für die dienstliche Verarbeitung personenbezogener Daten generell verboten.“ Thomas Eckert, Referent für IT und Datenschutz am Kultusministerium, verteidigte die Maßnahme. „Wir versuchen, das Leben an der Schule durch konkrete Ansätze leichter zu machen. Durch Pilotprojekte, Beratungen und Informationen auf unserer Homepage helfen wir, dieses komplizierte Thema besser zu verstehen.“ Im Unterricht müsse über Vorteile und Risiken sozialer Plattformen aufgeklärt werden. Aus „vielen Anregungen von außen, von den Lehrern“, ziehe man allerdings einen klaren Schluss: „Die Nutzung sozialer Netzwerke zu dienstlichen Zwecken ist unzulässig. Wir haben lediglich bestehendes Recht interpretiert und kommuniziert (…) und das Thema somit konkret geregelt.“

Wenig erfreut über solche Regelungen zeigte sich der stellvertretende Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums Ludwigsburg, Achim Salomon: „Natürlich ist es ein Problem, Schüler als ‚Freunde‘ anzunehmen. Mir als Lehrer aber hat es sehr geholfen, über Facebook mit den Schülern zu kommunizieren. Diese aktuelle Plattform fehlt mir und den Kollegen jetzt. Aus meiner Sicht schaffen soziale Medien keine Trennung zwischen Lehrer und Schüler – was aber innerhalb der Lehrerschaft durchaus differenziert gesehen wird.“ Die Vermittlung von Medienkompetenz an der Schule sei im Übrigen vorrangig eine Frage der Geldmittel. „Man erwartet, dass wir zu diesem Thema unterrichten. Aber wer schult uns? Die Lehrer in Baden-Württemberg haben ja noch nicht einmal eine dienstliche E-Mail!“
Rolf Busch, stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung, kritisierte die hohen Ansprüche gegenüber Schule und Lehrerschaft. „Was mich ärgert, ist, dass die Schule alle Probleme dieser Welt lösen soll – nicht nur hinsichtlich sozialer Medien, auch bei Ernährung, Fernsehkonsum und so weiter.“ Die Schule könne einen Beitrag leisten, aber man müsse ebenso die Eltern ins Boot holen und die Medienkompetenz an Schulen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sehen. Verbote hätten eine reine „Alibifunktion“, die einen Missbrauch nicht verhindern könne. „Man kann auch verbieten, auf Autobahnen schneller als 130 zu fahren. Soziale Medien sind eine Realität. Deshalb müssen die Lehrer zumindest die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen, um den Schülern zu zeigen, was dort passiert.“ Ein großes Problem sei es, dass man sich insgesamt viel zu wenig mit den Lehrern befasse. „Von den Lehrern wird aber ein entsprechendes Verhalten in den sozialen Medien erwartet.“
Wie dieses aussehen könnte, ist in dem von der österreichischen Gewerkschaft Öffentlicher Dienst - Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer, dem Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer und dem VBE gemeinsam entwickelten „Leitfaden Social Media“ detailliert beschrieben, den Busch im Anschluss vorstellte. „Wie kann ich mich als Lehrperson auf öffentlich zugänglichen Social Media sicher – und, wenn ich möchte, von Schülern oder Eltern und lokaler Öffentlichkeit unbemerkt – bewegen?“, heißt es da in der Einleitung. „Und wie kann ich, wenn erwünscht, den richtigen Umgang mit meinen Schülerinnen und Schülern pflegen?“ Vorgestellt werden in dem Leitfaden auch die richtigen Profileinstellungen bei Facebook.

Weitere Informationen zur didacta gibt es unter:

http://www.didacta-stuttgart.de

Mehr Leistung ohne Noten?

„Noten weg, Sitzenbleiben ade, Hausaufgaben abgeschafft: Lernen Schüler so besser?“ war der Titel einer Podiumsdiskussion auf der didacta in Stuttgart
 
Die Debatte um Sinn und Unsinn von Schulnoten ist alt, erregt aber seit Jahrzehnten immer wieder die Gemüter. Gut besucht war daher am Mittwoch eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion auf der didacta in Stuttgart, deren bewusst provokativer Titel lautete: „Noten weg, Sitzenbleiben ade, Hausaufgaben abgeschafft: Lernen Schüler so besser?“
 
Von einer Abschaffung der Schulnoten halte sie nichts, erklärte Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. „Das geht vielleicht im ersten oder zweiten Schuljahr, danach aber braucht man Noten. Die Frage ist nur, wie man sie gestaltet.“ Sie wehre sich gegen eine „zu frühe Selektion“, gebe es doch im internationalen Vergleich „eine inklusive Pädagogik, die höhere Spitzen und niedrigere Ausfallquoten“ hervorbringe.
 
Dem pflichtete der Vorsitzende des Bundeselternrates, Hans-Peter Vogeler, gerne bei: „Der Rohstoff unserer Gesellschaft ist das Leistungsvermögen der Kinder und Erwachsenen. Wir können es uns nicht leisten, die Leistungsentfaltung der Kinder durch Noten zu hemmen.“ Noten sagten über das tatsächliche Leistungsvermögen nichts aus, seien ungerecht und würden willkürlich vergeben. Vielmehr müsse man „alle Kinder dazu bringen, sich an ihrer Leistungsgrenze weiterzuentwickeln“, denn: „Wie viele werden vorschnell ausgesiebt, obwohl wir es uns gar nicht leisten können, sie auszusieben?“ Es gehe nicht um einen „Kuschelkurs“, sondern um eine „positive Rückmeldung“ – etwa in Form einer Empfehlung.
 
Anders sah dies Dr. Martin Frädrich, Leiter der Abteilung Aus- und Weiterbildung der IHK Region Stuttgart. „Noten sind unentbehrlich als Orientierungshilfe, haben aber an Wert verloren, weil ihre Verlässlichkeit abgenommen hat“, sagte er. In Fächern wie Mathematik hingegen gäben sie nach wie vor einen „wichtigen Hinweis“ für Unternehmen bei der Einstellung von Nachwuchskräften. Daher komme man auch künftig „nicht daran vorbei, Leistung zu messen“. Für den „Abnehmer“, also Industrie oder Hochschulen, müssten Transparenz und Vergleichbarkeit erhalten bleiben, was bei Beurteilungen in Textform schlicht nicht gegeben sei.
 
Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, kritisierte indes, dass Bildungsdiskussionen meist „als Grabenkämpfe geführt“ würden. Man frage nicht, ob etwas sinnvoll sei, sondern, ob man es abschaffen oder verbieten solle. Dies sei in Bildungsfragen der falsche Weg. Noten seien nicht die Eckpunkte schulischer Arbeit, wohl aber ein durchaus sinnvolles Feedback, das insbesondere für den weiteren Bildungsweg nach der Schule entscheidend sei. „Höchste Vorhersagekraft für einen erfolgreichen Studienabschluss hat die Abiturdurchschnittsnote, da gibt es eine klare Korrelation“, sagte Meidinger. Aufnahmetests an Hochschulen hätten sich in der Breite als wenig tauglich erwiesen, zumal es den meisten Einrichtungen an den notwendigen Kapazitäten mangele. Freilich dürfe man „die Kinder mit ihren Noten nicht alleine lassen“, sondern müsse sie mit Bemerkungen und Anregungen versehen. Besonders in der Unter- und Mittelstufe diene dies „der Ermunterung und Stärkung“.

Buchtipp: Superfrauen 1 - Geschichte

München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Ägyptens bedeutendste Königin Kleopatra VII. trug eine Hakennase und war nicht besonders attraktiv. Die Papsttochter Lucrezia Borgia führte einen soliden Lebenswandel und nahm nicht an der von ihrem Bruder Cesare im Vatikan veranstalteten Orgie mit 50 Dirnen teil. Und die schönste Frau der Welt der 1860-er und 1870-er Jahre, nämlich die österreichische Kaiserin Elisabeth („Sisi“), hatte kariöse bräunlich-gelbe Zähne, wegen denen sie oft ihre Oberlippe darüber zog, den Mund kaum öffnete und beim Sprechen ein Taschentuch vorhielt, weswegen Fremde sie nur mit Mühe verstanden.

Solche und andere Enthüllungen sind in dem Taschenbuch „Superfrauen 1 – Geschichte“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Autors Ernst Probst nachzulesen. In erster Linie geht es darin aber nicht darum, verdienstvolle weibliche Persönlichkeiten durch Nebensächlichkeiten herabzuwürdigen, sondern ehrlich und ungeschminkt über die Höhen und Tiefen in ihrem Leben zu berichten.

Die Biografien in diesem Buch präsentieren Herrscherinnen, Heldinnen, Indianerinnen, Räuberbräute, Piratinnen und Mätressen in Wort und Bild. Sie waren der Auftakt zu einer 14-bändigen Reihe mit Biografien berühmter Frauen aus allen Bereichen – wie Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie.

Bestellung des Taschenbuches „Superfrauen 1 – Geschichte bei:
http://www.grin.com/de/e-book/271252/superfrauen-1-geschichte

Mittwoch, 26. März 2014

10 Produkte mit dem „digita 2014“ ausgezeichnet

Deutscher Bildungsmedienpreis zum 19. Mal auf der didacta vergeben / Größte Bildungsmesse bietet Bühne für digitale Bildungsmedien
 
Lernen mit digitalen Bildungsmedien ist inzwischen selbstverständlich geworden, wie ein Gang über die didacta - die Bildungsmesse zeigt. Die dazu passende Orientierung über herausragende Produkte gibt der heute in Stuttgart im Rahmen der didacta verliehene Deutsche Bildungsmedienpreis digita 2014, mit dem zehn beispielgebende Angebote ausgezeichnet wurden.

Schirmherr des digita 2014 ist der Baden-Württembergische Minister für Kultus, Jugend und Sport Andreas Stoch MdL. Anlässlich der heutigen Preisverleihung sagte Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: „Digitale Medien sind heute unverzichtbar in Alltag und Beruf. Eine wichtige gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus ist es deshalb, Kinder und Jugendliche zu einem verantwortungsvollen und kompetenten Umgang mit Medien zu befähigen. Mit den neuen Bildungsplänen werden wir die Medienbildung noch stärker als bisher verpflichtend im Unterricht verankern. Wichtig sind aber auch qualitativ hochwertige Bildungsmedien. Der digita setzt hier Maßstäbe.“

Der Präsident des Didacta Verbandes Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis betonte in seinem Grußwort: „Kinder wachsen heute in einer von Medien geprägten Welt auf. Deshalb ist es entscheidend, dass sie schon früh gemeinsam mit den Eltern und den Fachkräften Medienkompetenz entwickeln. Neuere Ansätze zeigen, dass Kinder schon im Vorschulalter den eigenen Umgang mit Medien reflektieren und verstehen, dass Medien als von Menschen gemacht bestimmte Absichten verfolgen. Diese Kompetenz früh zu stärken, ist die Herausforderung. Auszeichnungen wie der digita können diesen Prozess durch eine qualitative Einordnung der Angebote unterstützen.“

Als Sprecher der digita-Jury berichtete Prof. Dr. Wilfried Hendricks über bemerkenswerte Trends im diesjährigen Wettbewerb: „Angebote für mobiles Lernen mit Tablet und Smartphone haben weiter zugenommen und gewinnen in der Spitze an Qualität. Insgesamt gibt es jedoch noch erhebliches  Entwicklungspotenzial, was die didaktische Umsetzung und die thematische Vielfalt anbelangt.“

Träger des Deutschen Bildungsmedien-Preises sind das IBI - Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft an der TU Berlin, die Intel GmbH und die Stiftung Lesen. Zur Jury gehören acht Fachleute aus Wissenschaft, Bildungsadministration und Wirtschaft. In einer ersten Runde hatten die Juroren nach ausführlicher Beratung mit Fachgutachtern 17 Produkte für den „digita 2014“ nominiert, unter denen die 10 Preisträger ermittelt wurden:

In der Kategorie Vorschulische Bildung siegte das Online-Angebot „Die Seite mit dem Elefanten“ (Westdeutscher Rundfunk, Köln).

In der Kategorie Allgemeinbildende Schule ging der Preis in der Sparte Grundschule an „onilo.de (Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg). Es bietet interaktive Kinderbücher für die Leseförderung. Die Sparte Sekundarstufe I gewann „dok´ mal! – Filmbildung für Schülerinnen und Schüler“ (Westdeutscher Rundfunk, Köln).

In der Kategorie Privates Lernen vergab die Jury drei Preise: Die App „Conni Lernspaß Mathe 1. Klasse“ (Carlsen Verlag GmbH, Hamburg) siegte in der Sparte über 6 Jahre. Die Sparte über 10 Jahre gewann „juuuport – Die Selbstschutz-Plattform von Jugendlichen für Jugendliche im Web“ (Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM), Hannover). In der Sparte über 16 Jahre zeichnete die Jury die Planetarium-Software „Redshift 8 Premium“ (United Soft Media Verlag GmbH (USM), München) aus.

In der Kategorie Berufliche Bildung und Studium erhielt das „Lernsystem Wilo-Brain Box zur Optimierung von Heizungsanlagen mit multimedialen Ausbildungsunterlagen“ (Wilo SE, Dortmund) den Preis in der Sparte Ausbildung. In der Sparte Studium ist der Preisträger das massive open online course-Angebot „openHPI“ (Hasso-Plattner-Institut, Potsdam).

„Découvertes Série jaune (ab Klasse 6) – Digitaler Unterrichtsassistent (Ernst Klett Verlag, Stuttgart) siegte in der Kategorie Didaktische Werkzeuge.

Wie bereits im Vorjahr vergab die Jury den digita-Sonderpreis 2014 an den Rundfunk Berlin-Brandenburg (Berlin), in diesem Jahr für die Aktion Schulstunde „Zum Glück“.

Alle digita-Preisträger zeigen beispielgebend, welchen hohen Mehrwert IT-gestützte Bildungsmedien für das Lehren und Lernen in allen Lebensbereichen bieten können.


Der Deutsche Bildungsmedien-Preis digita wird in diesem Jahr zum 19. Mal verliehen. Seit 1995 prämieren die Veranstalter mit dem digita Lehr- und Lernangebote, die sich durch herausragende Pädagogik und Didaktik, optimale Nutzung der digitalen Technologien sowie eine überzeugende mediale Gestaltung auszeichnen.

Gemälde von Shuhei Tamura ziert Mammut-Buch von Ernst Probst

Lebensbild des Sungari-Mammuts, Gemälde von Shuhei Tamura

München / Wiesbaden / Kanagawa (internet-zeitung) – Ein farbiges Lebensbild des „Sungari-Mammuts“ (Mammuthus sungari) ziert die Titelseite des Taschenbuches „Das Mammut“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Das Gemälde dieses Rüsseltieres wurde von dem japanischen Künstler Shuhei Tamura aus Kanagawa geschaffen. Dieser hat schon mehrfach Bücher von Probst mit Lebensbildern urzeitlicher Tiere bereichert.

Das „Sungari-Mammut“ soll im Eiszeitalter vor etwa 280.000 bis 25.000 Jahren in China existiert haben. Im englischsprachigen Sprachraum bezeichnet man dieses Rüsseltier als „Songhua River Mammoth“. Es wurde 1959 von den chinesischen Wissenschaftlern Zhou Mingzhen und Zhang Y. P. erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die beiden Erstbeschreiber hatten Knochenfunde aus einer Kohlenmine bei Manjur untersucht.

Ursprünglich hieß es über das Sungari-Mammut, es hätte eine Schulterhöhe von 5,30 Metern, eine Gesamtlänge von 9,10 Metern und ein Gewicht von schätzungsweise 17 Tonnen erreicht und sei wahrscheinlich die größte Elefantenart aller Zeiten gewesen. Doch später ergaben weitere Untersuchungen und der Vergleich mit neugefundenem Material ein anderes Bild.

Demnach handelte es sich bei den ersten Funden um teilweise gemischtes Material. Die festgestellten ursprünglichen Merkmale gehen weitgehend auf das imposante Steppenmammut zurück, das eine Schulterhöhe bis zu 4,70 Meter erreichte. Ein geringer Teil stammt vom merklich kleineren Wollhaar-Mammut, das maximal 3,75 Meter groß wurde. Eine Skelettrekonstruktion des „Sungari-Mammuts“ in Manjur ist 4,33 Meter hoch und liegt somit in der Variationsbreite des Steppenmammuts.

Bestellung des Taschenbuches „Das Mammut“ beim „GRIN-Verlag“ (München):
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

"Elektrische Revolution" im Bayerischen Wald: Mit dem E-Mobil auf das Grüne Dach Europas


Ein ganz neues Fahrgefühl für Einheimische und Urlauber in Ostbayern: 154 Elektroautos und 80 Stromzapfsäulen halten jetzt Gäste und Bewohner jederzeit mobil - auf Wunsch sogar mit Tempo 200. Auf der Nachhaltigkeitsmesse ÖKOVITA vom 24. bis 27. April in Straubing wird das Projekt "E-Wald" der Öffentlichkeit präsentiert.

Passau (obx) - Und es funktioniert doch: Marktforscher prognostizieren bei Elektroautos einen Marktanteil von allenfalls zwei Prozent bis zum Jahr 2020. Deutschlands größter Feldversuch für den Einsatz von Elektroautos derzeit im Bayerischen Wald aber beweist: Wenn die Infrastruktur stimmt, hat das Elektroauto eine echte Marktchance.

Wer in diesem Jahr am "Grünen Dach Europas" Urlaub macht, kann sein eigenes Auto getrost zu Hause lassen. In zahlreichen Orten und an Bahnhöfen in Niederbayern warten mittlerweile 154 Elektroautos auf die Urlauber. Vom günstigen Elektro-Smart bis zum 200 km schnellen Tesla-Elektrosportwagen. Mehr als 80 Ladestationen in der gesamten Region sorgen dafür, dass man auch bei längeren Ausflügen etwa durch den Nationalpark Bayerischer Wald, in die gesunden Heilbäder des Bayerischen Golf- und Thermenlands oder die Tourismus-Magnete Regensburg und Passau immer mobil bleibt.


Für nur 39 Euro am Tag können Urlauber in diesem Jahr an mehreren Bahnhöfen wie Bogen, Straubing, Plattling, Vilshofen und demnächst Passau bereits E-Auto mieten. Weitere Kosten für den Mieter fallen nicht an, natürlich keine Benzinkosten, aber auch das "Nach-Tanken" an mittlerweile über 80 Elektro-Zapfsäulen in der Region ist kostenfrei. Ganze 19 Euro kostet das Mieten eines kleinen E-Mobils am Tag, ohne Kilometerbegrenzung, Stromtanken, alle Versicherungen und ein Notfallservice inklusive. Wer allerdings den 200 Kilometer schnellen Supersportwagen Tesla mit seinen 350 Kilometern Reichweite testen will, muss 300 Euro hinlegen. Für Einheimische gibt es seit November ein Carsharing-Modell nach dem Prinzip: Einmal anmelden und dann bei Bedarf via Telefon oder Internet ein passendes Elektroauto bestellen. "Die Zahl der Nutzer wächst von Tag zu Tag", sagt Projekt-Geschäftsführer Otto Loserth. Vor allem gehe es auch darum, den Autofahrern die Hemmschwelle vor den E-Mobilen zu nehmen. Dazu soll auch die Präsentation des Projekts auf der ersten niederbayerischen Nachhaltigkeitsmesse "ökovita" vom 24. bis 27. April in Straubing beitragen.

Das "E-Wald-Projekt", der weitflächige Test von Elektroautos im Alltag, läuft mittlerweile seit 2011 und zunächst noch bis 2015. Insgesamt 26 Millionen Euro wurden und werden investiert. Es ist der größte Praxis-Feldversuch zum Test der Elektromobilität in Deutschland. Sechs Landkreise im Bayerischen Wald mit einer Gesamtfläche von 7000 Quadratkilometer sind daran beteiligt: Cham, Straubing-Bogen, Regen, Deggendorf, Freyung-Grafenau und Passau. "Das E-Wald Projekt kann Vorreiter sein für eine Reihe von weiteren Projekten sowohl in Deutschland als auch international", so der Projekt-Geschäftsführer Loserth.

Das Forschungsvorhaben E-Wald hat weltweiten Modellcharakter. In Ballungsgebieten wie New York, Tokyo, Paris und München haben Elektroautos längst ihre Alltagstauglichkeit bewiesen. Aber im Bayerischen Wald ist eben vieles anders. Die Landschaft ist rauer, die Topografie wesentlich herausfordernder und Kälte und Schnee sind ebenfalls regelmäßig zu Gast. Die Bewohner sind auf ein zuverlässiges Auto angewiesen, um zur Arbeit oder zum Einkaufen zu kommen. Deshalb ist das E-Wald-Projekt hier der wirkliche Härtetest für die Eignung von Elektroautos im Alltag.

Probleme in der Praxis sind neben der noch immer sehr begrenzten Reichweite Probleme mit dem Stromtanken. Die Elektro-Zapfsäulen sind hoch-komplexe Anlagen, weil jeder Autohersteller andere Aufladesysteme benutzt und die Ladestation dies erkennen muss. Aufgrund des bisherigen Verlaufs des Projekts sind die Initiatoren sicher, dass

* Elektromobilität auch im ländlichen Raum funktioniert.

* öffentlicher Nahverkehr und ein E-Mobilnetz sich optimal ergänzen lassen

* intelligente neue Steuerungs-, Regelungs- und Kommunikationskonzepte es via
   GPS-Navigation ermöglichen, die hochkomplexe Versorgungsinfrastruktur mit den
   Fahrzeugen nahtlos zu vernetzen.

* durch Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen zur Versorgung der
   Fahrzeuge Autoverkehr ohne jeglichen CO2-Ausstoß möglich macht.                      

Dienstag, 25. März 2014

Der Riese, der eigentlich ein Mammut war



Knochen und Zähne eiszeitlicher Rüsseltiere wurden früher oft fehlgedeute

München / Wiesbaden (internet-zeitung) – Wenn man ehedem in Europa imposante Knochen oder Zähne eines Mammuts aus dem Eiszeitalter fand, dachte man an alles andere als an einen prähistorischen Elefanten. Man konnte sich nicht vorstellen, dass einst im eigenen Land bis zu 3,75 Meter hohe zottelige Rüsseltiere mit langen Stoßzähnen umherwanderten und Gras weideten. Statt dessen schrieb man die ungewöhnlich großen Mammutreste oft Riesen, Heiligen, Einhörnern, Drachen oder Greifen zu.

Auf dieses Phänomen weist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Taschenbuch „Das Mammut“ (GRIN-Verlag, München) hin. Als Überbleibsel von Riesen fehlgedeutet wurden beispielsweise Zähne und Knochen vom Mammut, die im Mittelalter in Wien ans Tageslicht kamen. Laut einer Legende stammten diese Funde von Riesen, die beim Bau des Stephansdoms mithalfen und dort sogar zur Taufe gingen.

Als berühmter Fundort vermeintlicher Riesen- und Drachenknochen galt im 16. Jahrhundert die Nibelungenstadt Worms am Rhein. In Wirklichkeit hatte man vor allem in Kiesschichten des Rheins fossile Knochen von Mammuten geborgen. Damals kursierten in Worms viele Geschichten über den Drachentöter Siegfried, der in der Phantasie vieler Menschen ein Riese geworden war. Um 1540 hingen am Rathaus riesige Knochen in schweren Ketten. Diese galten als Beweis dafür, dass Worms einst von Giganten bewohnt gewesen sei.

Im Straßburger Münster bewahrte man im Mittelalter den Stoßzahn eines Mammuts auf, den man als Klaue eines Greifen verkannte. Ein Greif ist ein geflügeltes Fabeltier mit Adlerkopf und Löwenkörper. Der Arzt und Naturforscher Conrad Gesner sowie der Arzt und Stadtpfarrer Conrad Forrer betrachteten 1563 in ihrem „Thierbuch“ die im Straßburger Münster an Ketten aufgehängte vermeintliche Greifenklaue als Horn eines alten Auerochsen oder „Urstiers“.

Dem „Luzerner Riesen“ schrieb man Mammutknochen zu, die 1577 im schweizerischen Kanton Luzern entdeckt wurden. Diese Knochen kamen zwischen den Wurzeln einer von einem Sturm gefällten Eiche beim Kloster Reiden im Wiggertal nahe des Vierwaldstätter Sees zum Vorschein. Einige der ersten Betrachter vermuteten, bei diesen merkwürdigen Gebeinen könne es sich um Überreste gefallener Engel handeln. Der Naturforscher Felix Platter aus Basel deutete jene Knochen als Reste eines ungefähr 5,60 Meter großen Riesen.

Als Stirnhorn des legendären Einhorns betrachtete man den im Februar 1605 im Tal des Flusses Bühler bei Neubronn unweit von Schwäbisch-Hall entdeckten Stoßzahn eines Mammuts. Das Fabeltier Einhorn hatte angeblich die Gestalt eines Pferdes und trug ein mächtiges Horn auf der Stirn. Den 1605 gefundenen Mammutstoßzahn hat man im Chor der Kirche „Sankt Michael“ zur Schau gestellt. Er wird von einer kunstvoll geschmiedeten Aufhängung getragen.

An den „Oberschenkel eines Riesen von wundersamer Größe“, der einst am Rheinufer von Oppenheim unweit von Mainz in Rheinhessen ans Tageslicht kam, erinnert ein großes Gemälde des Malers Bartholomäus Sarburgh im Historischen Museum Bern. Der 1,27 Meter lange Oberschenkelknochen befand sich um 1613 im Oppenheimer Wirtshaus „Zum Riesen“ und wurde von einheimischen sowie auswärtigen Gästen bewundert. Ein vermeintlicher Riesenknochen von etwa gleicher Größe befand sich auch im Besitz eines Oppenheimer Adeligen.

Auf fehlgedeutete Mammutknochen geht die angebliche Entdeckung des legendären „Einhorns von Quedlinburg“ im 17. Jahrhundert zurück. Der sensationelle Skelettfund kam 1663 in einem Gipsbruch auf dem Zeunickenberg bei Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) zum Vorschein. Eine 1714 veröffentlichte Rekonstruktion zeigte ein seltsames Tier. Es stand auf zwei Beinen und stützte sich mit einem langen Schwanz ab. Heute ist klar, daß die vermeintlichen Vorderbeine des Einhorns aus vier Oberschenkelknochen vom Mammut konstruiert worden sind.

Um Mammutknochen und um Mammutzähne handelte es sich auch bei den angeblichen Resten des „Kremser Riesen“ aus Niederösterreich. Diese Fossilien wurden 1645 auf dem „Hundssteig“ in Krems an der Donau von schwedischen Soldaten zutage gefördert. Die Soldaten hatten in ihrer Befestigungsanlage auf dem Berg einen Graben ausgehoben, mit dem sie Regenwasser ableiten wollten. Dabei stießen sie auf einen vermeintlich ungeheuer großen Riesenkörper. Außer diesem „großen Riesen“ barg man im Graben noch zwei „kleinere Riesen“, deren Reste man aber im Erdreich beließ.

Als Knochen eines „Woloten“ (Riesenmenschen) deutete man fossile Knochen, die während der Regierungszeit des russischen Zaren Fjodor III. Aleksejewitsch von 1676 bis 1682 entdeckt worden waren. Als der junge Herrscher davon erfuhr, ordnete er an, der Statthalter in Kursk solle einen Mann zum Fundort schicken, um die Knochen des „Woloten“ auszugraben. Jeder dieser Knochen musste sorgfältig gemessen und aufgezeichnet werden.

Noch gegen Ende des 18. Jahrhunderts hat man in Europa mitunter Mammutzähne und Mammutknochen als Reste von Heiligen wie Christophorus oder Vinzenz von Valencia fehlgedeutet. Zum Beispiel wurde in Valencia (Spanien) ein Mammutzahn als Zahn des heiligen Christophorus („Christusträger“) verehrt. Christophorus wird oft als Hüne mit Stab dargestellt, der das Jesuskind auf den Schultern über einen Fluss trägt

Schädelfunde ausgestorbener Zwergelefanten auf griechischen Mittelmeerinseln ließen die Sage von einäugigen Riesen (Kyklopen oder Zyklopen, zu deutsch: „Rundauge“) entstehen. Jene fossilen Schädel hatten nämlich dort, wo der Rüssel ansetzt, ein großes Loch, das man irrtümlich für die Augenöffnung auf der Stirn eines Riesen hielt. Mit einem riesigen Kyklopen namens Polyphem hatte Odysseus, der listige und tapfere König von Ithaka, während seiner abenteuerlichen Heimreise nach dem von den Griechen gegen die Trojaner gewonnenen „Trojanischen Krieg“ angeblich seine liebe Mühe

Bestellung des Taschenbuches „Das Mammut“ bei:
http://www.amazon.de/Das-Mammut-Zeichnungen-Shuhei-Tamura/dp/3656576157

Buch von Alexander Lukeneder: Abenteuer Dolomiten – Spannende Forschung 3000 Meter über dem Meer



Interview zum Buch von Alexander Lukeneder:
Abenteuer Dolomiten – Spannende Forschung 3000 Meter über dem Meer

Abenteuer Dolomiten
Spannende Forschung – 3000 Meter über dem Meer
Alexander Lukeneder
ca. 216 Seiten, 112 Farb-Abbildungen
Seifert Verlag, Wien
ISBN: 978-3-902924-07-0
ca. € 34,90    sFr 46.90


Probst: Im April 2014 erscheint Ihr neues Buch "Abenteuer Dolomiten - Spannende Forschung 3000 Meter über dem Meer" (Seifert Verlag). Was hat Sie zum Schreiben dieses Buches bewogen?

Lukeneder: Als Wissenschaftler am Naturhistorischen Museum in Wien zählt es zu meinen Hauptaufgaben, Ausstellungen zu konzipieren, aber auch die Wissenschaft voran zu treiben. In meinem Fall waren das in den letzten Jahren hauptsächlich Projekte im Taurus-Gebirge der Türkei (Trias-Massensterben von Ammoniten) und eben in den Dolomiten Italiens (Klima vor 135-90 Millionen Jahren in den Dolomiten).
Dabei ging es vorwiegend um die klimatische Entwicklung dieser Forschungs-Gebiete im Erdmittelalter (Mesozoikum). Während der letzten 10 Jahre, über ein Wissenschaftsprojekt des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) finanziert, forschte ich mit einem internationalen Team aus 30 Mitarbeitern in den Dolomiten. Teile der Dolomiten zählen ja seit 2009 zu den UNESCO-Weltnaturerben der Welt. Die Ergebnisse aus den Forschungen wurden dann nach und nach in wissenschaftlichen Journalen publiziert. Diese Publikationen werden aber nur von Spezialisten gelesen. Meine Intention war es nun unsere Forschung und unsere abenteuerlichen Erlebnisse auch einem breiteren Publikum vorzustellen und zugänglich zu machen.
Ich will die Leser in diesem Buch mitnehmen auf den Weg von der Idee über das Projekt bis hin zur fertigen Ausstellung und Verfilmung. Mein Ziel ist es, mit diesem Buch auch Personen zu erreichen, die sich sonst niemals für meine Arbeit, sprich die Paläontologie, interessiert hätten.

Probst: An welches Publikum denken Sie dabei?

Lukeneder: Die Dolomiten liebt einfach jeder. Viele Leute waren schon selbst dort zum Skifahren oder Wandern. Oder zumindest war er/sie passiv mit den unzähligen TV-Berichten dort. Vom Geologen oder Paläontologen und vom Wanderer bis zum Extrembergsteiger, alle lieben sie, die Berge Südtirols. Die einzigartige Schönheit und die charakteristischen Felswände, von bis zu 3000 Metern Höhe, lassen einen immer wieder über die Wunder der Natur staunen. Das Buch ist für jeden/jede lesbar, der/die an der Natur interessiert ist, vom Urlauber, über den Bergsteiger bis hin zu den Fossilsammlern und Studenten der Erdwissenschaften

Probst: Was erwartet den Leser in Ihrem Buch?

Lukeneder: Ich habe in meinem Buch eine neue, spannende Art von Wissensvermittlung versucht. Ich nenne es GEO-tainment, also Abenteuer und Unterhaltung vermischen sich mit leichtverständlicher Wissenschaft, gepaart mit etwas Humor zu einem bunten Mix für informative und unterhaltsame Stunden. Die faszinierende Geologie und Paläontologie der Dolomiten und die spektakuläre Forschungsarbeit meines internationalen Teams sind auch Gegenstand dieses Buches.
Es wird dabei immer wieder vom Klima und Leben der Vorzeit auf heutige Ereignisse und den Wandel der Erde in der heutigen Zeit geschlossen. Magnetische Pole wandern auch heute noch, Erdbeben geschehen an den ungewöhnlichsten Orten und Tsunamis bedrohen das Mittelmeer.

Probst: Haben Sie während Ihrer Forschung in den Dolomiten neue Fakten entdeckt?

Lukeneder: Ich möchte die Leserschaft miterleben lassen, wie mir bei meinen abenteuerlichen Erkundungsgängen die Entdeckung neuer Arten gelang, ein Ereignis, das auch medial um die Welt ging. Neue Arten von Ammoniten, Seeigeln und Muscheln konnten entdeckt werden. Sensationelle Horizonte, Erze und Fossilien konnten erstmals beschrieben werden. Erstmals konnten wir die 35 Millionen Jahre andauernde Geschichte der Unterkreide in den Dolomiten zeigen. Daraus ergab sich ein gigantischer Temperaturanstieg von 7,5 °C für diesen Zeitraum (ca, 140-90 Millionen jahre vor heute). Dieses Klimaoptimum sollte die Welt in den Dolomiten in einem Ausmaß verändern, wie wir es bisher noch nicht kannten.
Über 112 einzigartige Bilder spiegeln auf 216 Seiten (in Farbe) die beeindruckende Ästhetik der Dolomiten und die Schönheit fossiler Studienobjekte, sie vermitteln aber auch einen Eindruck von den Strapazen der Forschung im Hochgebirge: extremes Wetter in 2.500 bis über 3.000 Meter Meereshöhe, stundenlange Aufstiege, Helikopter-Flüge mit Probenmaterial, die Millimeterarbeit im Labor, und am Ende erwacht aus den Daten, die im kreidezeitlichen Meeressediment des heutigen Puez-Geisler-Gebietes schlummern, ein Bild des Klimas und der Lebewesen vor 140–90 Millionen Jahren. Dieses Buch soll die Daten und Fakten, die sonst nur einem kleinen Kreis von Wissenschaftlern vorbehalten sind, auf leicht verständliche und amüsante Weise nahe bringen. Modernste 3D-Rekonstruktionen holen fossile Lebewesen wirklichkeitsecht ins Leben zurück und lassen längst ausgestorbene Tiere vor unseren Augen wiedererstehen.

Probst:  Welche Methoden haben Sie zur Erforschung der Erdgeschichte angewandt?

Lukeneder: Zu den gängigen Methoden wie geochemischen Analysen (CaCO3, TOC, S), Analysen des Gesteins und biostratigrafischen Untersuchungen von verschiedenen Fossilgruppen wurden modernste Methoden wie stabile Isotopen Analysen (Sauerstoff und Kohlenstoff), Paläomagnetik und Computertomografie angewandt.
Die Profilaufnahme und Beschreibung der Gesteinsformationen formte die Basis für weitere Untersuchungen am Puez, Im Puez-Geisler Naturpark der Dolomiten.
Zudem wurden magnetische Suszeptibilität und gamma-ray Untersuchungen durchgeführt. Diese geben Aufschluss über die klimatischen Veränderungen in der Kreidezeit des Ur-Ozeans Tethys.

Probst: Können Sie uns konkrete Ergebnisse aus Ihren Forschungen in den Dolomiten verraten?

Lukeneder: Durch die Vielzahl von neuen wissenschaftlichen Ergebnissen wurden auch unzählige Medien auf das Projekt aufmerksam und eine Ausstellung konnte mit den Ergebnissen, gemeinsam mit National Geographic, 2011 am Naturhistorischen Museum in Wien durchgeführt werden. Ein Dolomiten Film konnte ebenfalls 2011 verwirklicht werden. Von der Vielzahl an neuen und spannenden Bildern und Ergebnissen lassen Sie sich bitte überraschen.
So bleibt mir nur, Ihnen viel Spaß bei der Lektüre des Buches zu wünschen. Ich hoffe, die Bilder machen Lust auf mehr. Wenn ich an Südtirol denke, kann ich es kaum erwarten, bis ich wieder in die Berge fahre. Vielleicht sieht man sich ja einmal dort, in den Bergen Südtirols, in meinen Dolomiten.
Ohne die finanzielle Unterstützung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und des Naturhistorischen Museums Wien, sowie Herrn TR KR Franz Bamberger wäre die Erstellung des Buches nicht möglich gewesen.

Forderungen zur Eröffnung der didacta 2014

„Auf allen Ebenen die richtige Lösung suchen“
 
Bildungsgerechtigkeit, höhere Bildungsausgaben, Systemreformen: Forderungen zur Eröffnung der didacta 2014 vor dem Hintergrund von Zuwanderung und Demografie
 
Stuttgart - Die didacta sei eine „Messe des lebenslangen Lernens“, sagte Wilmar Diepgrond , Vorsitzender des Verbandes Bildungsmedien e.V., zur Eröffnung von Europas größter Bildungsmesse am Dienstag in Stuttgart. Über 900 Aussteller zeigten „das gesamte Spektrum der deutschen Bildungswirtschaft“, was die didacta zu einer der weltweit bedeutendsten Fort- und Weiterbildungsmessen mache, „zu einem Pflichttermin für jeden, der im Bildungsbereich Verantwortung trägt“. Die Messe sei jedoch mehr als nur eine „Leistungsschau“, sondern biete durch Vorträge, Seminare und Foren auch die wichtige Möglichkeit zum Gedankenaustausch, aus welchem „neue Ideen für Konzepte und Impulse für die pädagogische Arbeit“ erwüchsen. „Bildung ist unsere wichtigste Ressource“, mahnte Diepgrond. Deshalb müssten die finanziellen und politischen Rahmenbedingungen gesichert werden. „Gemessen an der Wirtschaftskraft Deutschlands entsprechen die Bildungsausgaben aber leider immer noch nicht dem internationalen Standard.“
 
Fritz Kuhn , Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, stimmte zu: „Ohne Bildung kommen wir nicht weiter – nicht gesellschaftlich, nicht individuell, nicht wirtschaftlich.“ Deshalb gebe Stuttgart „sehr viel Geld für die Bildung aus, allein 450 Millionen für die Schulsanierung bis 2020.“ Auch das kulturelle Angebot der Stadt leiste einen wichtigen Beitrag zur Bildung im klassischen Sinne. Grundsätzlich aber dürfe man nicht vergessen, dass „Bildung nur dann funktioniert, wenn wir es schaffen, gesellschaftlich und im Elternhaus Neugier zu wecken und diese auf verschiedene Art und Weise zu fördern. Das A und O von Bildungsfähigkeit ist der frühe Erwerb sprachlicher Fähigkeiten. Rund 40 Prozent der in Stuttgart lebenden Menschen haben einen Migrationshintergrund. Wer des Deutschen nicht frühzeitig mächtig ist, versteht auch den Sinn einer mathematischen Textaufgabe nicht. Daher ist es wichtig, dass Menschen, die hierher kommen, schnell und richtig Deutsch lernen.“ Die Politik könne zwar die Rahmenbedingungen schaffen, nicht zuletzt sei Bildung jedoch auch eine individuelle Anstrengung. „Es ist wie im Sport: Sie können Hilfsmittel kreieren ohne Ende, aber irgendwann müssen Sie mal trainieren.“
 
Auf die Veränderung der Bildungsprozesse ging anschließend Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis , Präsident des didacta Verbandes e.V., ein. Auch hier bestehe in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ein Nachholbedarf: „Kinder wachsen heute in einer medialen Welt auf. Ein Bildungssystem, das dem gegenüber abstinent bleibt, versäumt seine Verantwortung.“ Daher müsse man die Kinder „von Anfang an so bilden, dass sie medienkompetent sind. Neue Medien eröffnen völlig neue Lernmethoden, und diese sollten wir nutzen!“ Ein weiteres großes Problem sehe er im föderalen Bildungssystem, sagte Fthenakis. „Wir haben sechzehn Länder mit sechzehn Bildungssystemen. Wer eine hohe Bildungsqualität will, muss über die Organisation des Bildungssystems nachdenken. Viele scheitern an den Übergängen.“ So sei es etwa wenig praxisnah, wenn der Kindergarten eine „andere Philosophie als die Grundschule“ verfolge. Dem didacta-Präsidenten zufolge krankt das deutsche Bildungssystem obendrein an der „unangemessenen Finanzierung der jeweiligen Bildungsstufen“, vor allem in Kindergarten und Grundschule. Bei den unter Dreijährigen – das „Wichtigste, was wir haben“ – erreichten die Ausgaben nur ein Drittel der OSZE-Empfehlung. „Das kann so nicht bleiben!“ Fthenakis sprach sich insgesamt für eine länderübergreifende Zusammenarbeit aus: „Wir brauchen Bildungsqualitätsgesetze, eine nationale Evaluationsagentur und einen gemeinsamen Bildungsplan.“
 
Stefan Müller , Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, verwies indes auf jüngste Erfolge. „In den letzten Jahren ist sehr viel passiert. Der Bildungserfolg ist nicht mehr so stark vom sozialen Hintergrund abhängig, die Leistungsunterschiede bei Schülern mit und ohne Migrationshintergrund sind kleiner geworden.“ Dies solle als Ansporn dienen, „noch besser zu werden und die Entwicklung des Bildungssystems laufend empirisch zu überprüfen“. In der Bildungsforschung übernehme der Bund ausdrücklich Verantwortung. Trotz allem sei der Zusammenhang zwischen sozialem Hintergrund und Bildungschancen in Deutschland aber noch zu groß, räumte Müller ein. „Angesichts des demografischen Wandels können wir es uns nicht leisten, dass junge Menschen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Bildungsarmut ist teuer, deshalb ist Bildungspolitik eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“ Angesichts des viel diskutierten Fachkräftemangels sei es dringend notwendig, Frauen, ältere Arbeitnehmer und Migranten stärker in den Fokus zu nehmen, um sämtliche „Potenziale zu mobilisieren“. Dazu gehöre auch, Ausbildungsabschlüsse aus dem Ausland anzuerkennen. „Wir sind auf einem guten Weg, haben aber bei etlichen Themen noch Hausaufgaben zu erledigen“, sagte Müller.
 
Den offiziellen „Startschuss“ zur didacta 2014 gab zum Ende der Eröffnungsfeier der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch . „Für den Bildungserfolg ist es wichtig und zentral, immer auf dem neuesten Stand zu sein“, sagte er und lobte in diesem Zusammenhang das „umfassende und vielfältige Angebot“ der didacta. Es sei eine Binsenweisheit, dass man Bildungssysteme weiterentwickeln müsse. „Die Gesellschaft verändert sich mit hoher Dynamik, das gilt auch für das Bildungssystem.“ Im Kontext des demografischen Wandels, zunehmender Individualisierung und Zuwanderung sei die Frage nach sozialer Gerechtigkeit entscheidend. Es gelte, „den Bedürfnissen und Begabungen möglichst vieler gerecht zu werden“. Wichtig sei es, „aus den Erkenntnissen der Bildungsforschung die richtigen Schlüsse zu ziehen“ und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Zu diesen gehöre der Ausbau von Ganztagsschulen. „Wir müssen die Schule als Lernort stärken“, sagte Stoch. Dies sei die Antwort auf die gesellschaftlichen Veränderungen, erwarte die Wirtschaft doch die „zeitliche Verfügbarkeit von jungen Männern und Frauen“ gleichermaßen. Bei „hoher pädagogischer Qualität“ müsse die Ganztagsschule „adäquate Förderungsmöglichkeiten“ für den einzelnen Schüler bieten. „Hochschulen, Schulen und frühkindlicher Bereich bilden einen Dreiklang“, erklärte Stoch. „Wir müssen auf allen Ebenen die richtige Lösung suchen. Der Erfolg unserer Bundesrepublik Deutschland wird davon abhängen, wie gut wir junge Menschen auf das Leben in dieser Gesellschaft vorbereiten können.“

Weitere Informationen zur didacta gibt es unter:

http://www.didacta-stuttgart.de