Heidelberg. Die US-Raumsonde Dawn zeigte, dass Vesta ein Protoplanet aus der Frühzeit unseres Sonnensystems ist und auch wertvolle Informationen über die Entwicklung unseres Planeten enthält. Zudem wissen wir nun, dass einige seltene auf der Erde gefundene Meteoriten von Vesta stammen.
Aus: Sterne und Weltraum, Juni 2013
Für rund ein Jahr umkreiste die US-Raumsonde Dawn den Kleinplaneten Vesta im Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. In dieser Zeit funkte die Sonde tausende von Bildern und einen Strom von Messdaten über den rund 530 Kilometer großen Himmelskörper zur Erde. Sie zeigten, dass Vesta eine eigene geologische Entwicklung durchlief und einer Miniaturausgabe eines erdähnlichen Planeten gleicht. Darüber berichten in der Juni-Ausgabe von "Sterne und Weltraum" Ralf Jaumann, Wissenschaftler am Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof, und Thorsten Dambeck, Wissenschaftsautor aus Weinheim. Ralf Jaumann ist am DLR an der Auswertung der Bilddaten von Dawn direkt beteiligt.
Mit Dawn trat im Juli 2011 erstmals eine Raumsonde in eine Umlaufbahn um ein Mitglied des Asteroidengürtels ein. Sie bewies, dass Vesta zu den so genannten differenzierten Asteroiden gehört. Vesta gliedert sich also wie die Erde in eine Kruste und einen Mantel aus silikatischen Gesteinen und einen metallischen Kern aus Eisen und Nickel. Kurz nach ihrer Entstehung vor rund 4,5 Milliarden Jahren war Vesta so heiß, dass sie völlig aufschmolz und ein glühender Ball war. Unter dem Einfluss der Schwerkraft des Kleinplaneten trennten sich die schwereren Metalle von den weniger dichten Silikatmineralen. Auf die Spur dieses von außen nicht erkennbaren inneren Aufbaus kamen die Wissenschaftler, indem sie das Schwerefeld des Himmelskörpers im Zuge vieler Umläufe von Dawn vermaßen.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Dawn-Mission ist jedoch, dass wir bereits Bruchstücke von Vesta hier auf der Erde in unseren Händen halten können. Es ließ sich beweisen, dass einige seltene Meteoritentypen von Vesta stammen: die so genannten HED-Meteoriten. Sie ähneln in Aussehen und Zusammensetzung vulkanischen und Erdmantelgesteinen. Dawn zeigte, dass die spektralen Eigenschaften der Vesta-Oberfläche denjenigen der HED-Meteoriten bis auf das Haar gleichen. Somit wurden Bodenproben von Vesta in irdischen Laboren bereits untersucht und können nun der durch Dawn ermittelten geologischen Geschichte des Kleinplaneten zugeordnet werden.
Wie die HED-Meteoriten zur Erde gelangen konnten, offenbaren die Bilder, die mit den in Deutschland entwickelten und gebauten Bordkameras zur Erde gefunkt wurden. Auf ihnen lässt sich an Vestas Südpol ein riesiger, rund 500 Kilometer großer Einschlagkrater erkennen. Vor rund einer Milliarde Jahren schlug hier ein kleinerer Himmelskörper mit großer Wucht ein und hätte Vesta beinahe völlig zertrümmert. Der Einschlag beschleunigte viele Trümmerstücke auf derart hohe Geschwindigkeiten, dass sie das Schwerefeld von Vesta verlassen konnten. Sie treiben seitdem im All und umrunden die Sonne auf individuellen Bahnen. Hin und wieder gelangen kleine Trümmer durch Störungen im Asteroidengürtel auf Kurs ins innere Sonnensystem, und einige von ihnen schlagen schließlich als Meteoriten auf der Erde auf.
Dawns Reise zu Vesta war ein Besuch bei einem Protoplaneten. Die Sonde konnte somit einen Zeugen aus der Frühzeit des Sonnensystems unter die Lupe nehmen. Himmelskörper wie Vesta waren das Material, aus dem sich vor rund 4,5 Milliarden Jahren die Erde und ihre Schwesterwelten bildeten. Dawn erlaubte uns dadurch auch eine Zeitreise in die Jugend unseres eigenen Planeten. Vesta wurde bereits im Jahr 1807 vom deutschen Astronomen Heinrich Wilhelm Olbers entdeckt und ist das drittgrößte Objekt im Asteroidengürtel. Zu manchen Gelegenheiten wird er so hell, dass er sich als einziger Kleinplanet sogar mit dem bloßen Auge sichten lässt. Dawn hat nun dem seit rund 200 Jahren nur als Lichtpunkt bekannten Objekt ganz andere Erkenntnisse hinzugefügt.
Internet-Zeitung
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Freitag, 24. Mai 2013
Donnerstag, 23. Mai 2013
Nationalpark Bayerischer Wald: In Europas Urwald die Hektik des Alltags vergessen
Ferien im Nationalpark "Bayerischer Wald" sind ein ganz besonderes Erlebnis. Nirgendwo mitten in Europa ist die Natur so ursprünglich, das Abenteuer so nah und ist es leichter, den Stress des Alltags abzuschütteln.
Grafenau (obx) - Diese Auszeit ist so spannend wie ein Abenteuerfilm und besser als jeder Pauschalurlaub von der Stange: Ferien in einem der letzten Urwälder Europas bieten Abenteuer und Entspannung pur und sind der neue große Urlaubstrend. Ganz oben in der Gunst der Naturliebhaber, die eine Auszeit vom Lärm der Zeit suchen: der Nationalpark Bayerischer Wald in Ostbayern.
Im Angebot an Abenteuer und Erlebnisreichtum schlägt der Nationalpark Bayerischer Wald jeden Freizeitpark um Längen - und bietet dabei Abenteuer pur statt inszenierter Show und Spannung. 40 Top-Attraktionen enthält beispielsweise der aktuelle Abenteuer-Führer "40 Highlights Bayerischer Wald und Sumava".
Dort finden die Besucher zum Beispiel den direkten Weg auf den weltweit längsten, in bis zu 44 Meter Höhe schwebenden und barrierefreien Baumwipfelpfad in Neuschönau, auf den Luchspfad zwischen Bayerisch-Eisenstein und Lindberg oder in die Visitenkarte des Nationalparks Bayerischer Wald: dem großen Wildgehege. 400.000 Besucher erleben dort jedes Jahr Bären, Luchse und Wölfe, anders als im Zoo, ganz ungefährlich aber hautnah in ihrer natürlichen Umgebung. Nebenan im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald kann man im Inneren der Bäume wandeln, in eine Magmakammer tauchen oder den Moorfahrstuhl benutzen.
Was die Region für Naturliebhaber so besonders macht: In weiten Teilen des Nationalparks Bayerischer Wald greift kein Mensch mehr in die Entwicklung der Natur ein. Dort kehrt die Wildnis zurück und werden die Besucher heute Zeitzeugen bei der Geburt neuer Urwälder. "Natur Natur sein lassen", lautet hier die Philosophie.
Die Hauptwandergebiete sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Mit speziellen Gästekarten ist die Fahrt mit Bus und Bahn im Bereich des Nationalparks Bayerischer Wald sogar kostenlos. 320 km Wanderwege und 200 km gut gekennzeichnete Rad- und Mountainbike-Wege öffnen den Weg in die Urgeschichte der europäischen Waldlandschaft.
Wohl nirgendwo sonst gibt es so viel Urlaub und Erlebnisferien so preiswert wie im Bayerischen Wald. Die Natur durchwandern kostet nichts, Zimmerpreise und Bewirtungskosten sind günstig. Vieles gibt es gratis: So ist beispielsweise im Nationalpark Bayerischer Wald der Besuch des Nationalparkzentrum Falkenstein (Landkreis Regen), des Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald und des "Haus der Wildnis" mit seinem Tierfreigelände für Wildpferde, Wölfe und Luchse, spannenden Ausstellungen und einem großen 3-D-Kino keine Belastung für die Urlaubskasse: Der Eintritt ist frei.
Mehr im Internet: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de oder http://www.bayerischer-wald.de>
Grafenau (obx) - Diese Auszeit ist so spannend wie ein Abenteuerfilm und besser als jeder Pauschalurlaub von der Stange: Ferien in einem der letzten Urwälder Europas bieten Abenteuer und Entspannung pur und sind der neue große Urlaubstrend. Ganz oben in der Gunst der Naturliebhaber, die eine Auszeit vom Lärm der Zeit suchen: der Nationalpark Bayerischer Wald in Ostbayern.
Im Angebot an Abenteuer und Erlebnisreichtum schlägt der Nationalpark Bayerischer Wald jeden Freizeitpark um Längen - und bietet dabei Abenteuer pur statt inszenierter Show und Spannung. 40 Top-Attraktionen enthält beispielsweise der aktuelle Abenteuer-Führer "40 Highlights Bayerischer Wald und Sumava".
Dort finden die Besucher zum Beispiel den direkten Weg auf den weltweit längsten, in bis zu 44 Meter Höhe schwebenden und barrierefreien Baumwipfelpfad in Neuschönau, auf den Luchspfad zwischen Bayerisch-Eisenstein und Lindberg oder in die Visitenkarte des Nationalparks Bayerischer Wald: dem großen Wildgehege. 400.000 Besucher erleben dort jedes Jahr Bären, Luchse und Wölfe, anders als im Zoo, ganz ungefährlich aber hautnah in ihrer natürlichen Umgebung. Nebenan im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald kann man im Inneren der Bäume wandeln, in eine Magmakammer tauchen oder den Moorfahrstuhl benutzen.
Was die Region für Naturliebhaber so besonders macht: In weiten Teilen des Nationalparks Bayerischer Wald greift kein Mensch mehr in die Entwicklung der Natur ein. Dort kehrt die Wildnis zurück und werden die Besucher heute Zeitzeugen bei der Geburt neuer Urwälder. "Natur Natur sein lassen", lautet hier die Philosophie.
Die Hauptwandergebiete sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Mit speziellen Gästekarten ist die Fahrt mit Bus und Bahn im Bereich des Nationalparks Bayerischer Wald sogar kostenlos. 320 km Wanderwege und 200 km gut gekennzeichnete Rad- und Mountainbike-Wege öffnen den Weg in die Urgeschichte der europäischen Waldlandschaft.
Wohl nirgendwo sonst gibt es so viel Urlaub und Erlebnisferien so preiswert wie im Bayerischen Wald. Die Natur durchwandern kostet nichts, Zimmerpreise und Bewirtungskosten sind günstig. Vieles gibt es gratis: So ist beispielsweise im Nationalpark Bayerischer Wald der Besuch des Nationalparkzentrum Falkenstein (Landkreis Regen), des Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald und des "Haus der Wildnis" mit seinem Tierfreigelände für Wildpferde, Wölfe und Luchse, spannenden Ausstellungen und einem großen 3-D-Kino keine Belastung für die Urlaubskasse: Der Eintritt ist frei.
Mehr im Internet: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de oder http://www.bayerischer-wald.de>
Mittwoch, 22. Mai 2013
Krampfadern: Die unterschätzte Krankheit
Sie sind weit mehr als nur ein lästiger Schönheitsfehler: Frühzeitige Behandlung von Krampfadern kann schwere Folgen wie Ödeme, Gefäßverschlüsse oder offene Beine verhindern.
Regensburg (obx-medizindirekt) - Krampfadern gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern überhaupt: Nach Angaben der Deutschen Venen-Liga leiden rund 24 Millionen Menschen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren daran. Jeder zweite Europäer, so die Schätzung der Ärzte, hat die unschönen, blau geschlängelten Blutgefäße, die sich vorwiegend am Unterschenkel zeigen. Häufig werden Krampfadern nur als lästige, vielleicht auch als beschwerliche Schönheitsfehler betrachtet. Sie sollten jedoch etwas ernster genommen werden. Denn Krampfadern in fortgeschrittenem Stadium können zu Wasseransammlung in den Beinen (Ödemen), zu wandernden Blutgerinnseln mit der Gefahr einer Lungenembolie und zur Bildung von Beingeschwüren führen.
Wer sich frühzeitig behandeln lässt, hat gute Chancen, die Beschwerden, zum Beispiel Schweregefühl oder nächtliche Wadenkrämpfe, loszuwerden und eine Verhärtung der Venenwände zu verhindern, die mit erhöhtem Risiko für Blutgerinnsel (Thrombosen) einhergeht. Die knotenförmig erweiterten Beinvenen werden nicht wegen der oft als Begleiterscheinung auftretenden nächtlichen Wadenkrämpfe "Krampfadern" genannt. Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet so viel wie "Krummadern". Krampfadern entstehen vielfach wegen einer angeborenen Gewebsschwäche, zu der sich Bewegungsarmut in stehenden oder sitzenden Berufen erschwerend gesellt.
Der Mensch ist eigentlich ein laufendes Wesen
Noch in der Steinzeit haben die Menschen nach Erkenntnissen unserer Wissenschaftler jeden Tag zwischen 15 und 35 Kilometer auf der Suche nach Nahrung zu Fuß zurückgelegt. Und so sind die Venen, durch die das Blut zurück zum Herzen fließt, auf die Unterstützung der Wadenmuskeln angewiesen, die durch ihren Druck bei körperlicher Bewegung das Blut entgegen der Schwerkraft nach oben transportieren helfen.
Fehlt diese so genannte Muskelpumpe, kann sich das Blut im Bereich der Beine stauen. Selbst die vorhandenen Rückstauventile in den Venen, genannt Venenklappen, werden dann durch die Erweiterung der Venenwände undicht: Der Druck steigt an, Flüssigkeit wird in das umliegende Gewebe gepresst. So entstehen geschwollene Füße. Mit der Zeit wird das Gewebe wegen der fehlenden Blutzirkulation nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Die Venenwände können verhärten, entstehende Blutgerinnsel werden nicht mehr aufgelöst, die Gefahr einer Lungenembolie steigt und es entstehen Geschwüre, auch als "offene Beine" bekannt.
Regelmäßig bewegen
Ärzte haben verschiedene Tests, mit deren Hilfe sie Abflussbehinderungen der oberflächlichen Beinvenen feststellen können. Mit Hilfe einer Duplexuntersuchung oder einer Phlebographie können krankhafte Veränderungen der Venen und ihrer Klappen sichtbar gemacht werden. Bei Krampfadern im frühen Stadium helfen meist ein regelmäßiges Bewegungsprogramm und die Anwendung von Kompressionsverbänden oder Strümpfen, die den Querschnitt der betroffenen Venen verkleinern, die Muskelpumpe verbessern und so den Abtransport des Blutes erleichtern.
Die Wirksamkeit von häufig angewendeten Venenmitteln, die Wirkstoffe aus Rosskastanien oder Weinlaub enthalten, ist wissenschaftlich umstritten. In Studien konnten diese Mittel keine ausreichende Wirkung zeigen, daher gelten sie auch als wenig geeignet. Die so genannte Stripping-Operation stellt bei fortgeschrittener Erkrankung die chirurgische Entfernung der geschädigten Hauptvenen dar. Etwa 95 Prozent der so behandelten Patienten bleiben in den ersten fünf Jahren nach der Operation beschwerdefrei.
Krampfadern vorbeugen
Übergewicht und Bewegungsmangel sind neben der ererbten Anlage die wichtigsten Risikofaktoren für Krampfadern. Durch Erreichen des Normalgewichtes und regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen wird der Abtransport des Blutes aus den Beinvenen gefördert. Häufiges Hochlagern der Beine und kalte Wassergüsse wirken sich ebenfalls positiv auf das Venensystem aus.
Regensburg (obx-medizindirekt) - Krampfadern gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern überhaupt: Nach Angaben der Deutschen Venen-Liga leiden rund 24 Millionen Menschen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren daran. Jeder zweite Europäer, so die Schätzung der Ärzte, hat die unschönen, blau geschlängelten Blutgefäße, die sich vorwiegend am Unterschenkel zeigen. Häufig werden Krampfadern nur als lästige, vielleicht auch als beschwerliche Schönheitsfehler betrachtet. Sie sollten jedoch etwas ernster genommen werden. Denn Krampfadern in fortgeschrittenem Stadium können zu Wasseransammlung in den Beinen (Ödemen), zu wandernden Blutgerinnseln mit der Gefahr einer Lungenembolie und zur Bildung von Beingeschwüren führen.
Wer sich frühzeitig behandeln lässt, hat gute Chancen, die Beschwerden, zum Beispiel Schweregefühl oder nächtliche Wadenkrämpfe, loszuwerden und eine Verhärtung der Venenwände zu verhindern, die mit erhöhtem Risiko für Blutgerinnsel (Thrombosen) einhergeht. Die knotenförmig erweiterten Beinvenen werden nicht wegen der oft als Begleiterscheinung auftretenden nächtlichen Wadenkrämpfe "Krampfadern" genannt. Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet so viel wie "Krummadern". Krampfadern entstehen vielfach wegen einer angeborenen Gewebsschwäche, zu der sich Bewegungsarmut in stehenden oder sitzenden Berufen erschwerend gesellt.
Der Mensch ist eigentlich ein laufendes Wesen
Noch in der Steinzeit haben die Menschen nach Erkenntnissen unserer Wissenschaftler jeden Tag zwischen 15 und 35 Kilometer auf der Suche nach Nahrung zu Fuß zurückgelegt. Und so sind die Venen, durch die das Blut zurück zum Herzen fließt, auf die Unterstützung der Wadenmuskeln angewiesen, die durch ihren Druck bei körperlicher Bewegung das Blut entgegen der Schwerkraft nach oben transportieren helfen.
Fehlt diese so genannte Muskelpumpe, kann sich das Blut im Bereich der Beine stauen. Selbst die vorhandenen Rückstauventile in den Venen, genannt Venenklappen, werden dann durch die Erweiterung der Venenwände undicht: Der Druck steigt an, Flüssigkeit wird in das umliegende Gewebe gepresst. So entstehen geschwollene Füße. Mit der Zeit wird das Gewebe wegen der fehlenden Blutzirkulation nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Die Venenwände können verhärten, entstehende Blutgerinnsel werden nicht mehr aufgelöst, die Gefahr einer Lungenembolie steigt und es entstehen Geschwüre, auch als "offene Beine" bekannt.
Regelmäßig bewegen
Ärzte haben verschiedene Tests, mit deren Hilfe sie Abflussbehinderungen der oberflächlichen Beinvenen feststellen können. Mit Hilfe einer Duplexuntersuchung oder einer Phlebographie können krankhafte Veränderungen der Venen und ihrer Klappen sichtbar gemacht werden. Bei Krampfadern im frühen Stadium helfen meist ein regelmäßiges Bewegungsprogramm und die Anwendung von Kompressionsverbänden oder Strümpfen, die den Querschnitt der betroffenen Venen verkleinern, die Muskelpumpe verbessern und so den Abtransport des Blutes erleichtern.
Die Wirksamkeit von häufig angewendeten Venenmitteln, die Wirkstoffe aus Rosskastanien oder Weinlaub enthalten, ist wissenschaftlich umstritten. In Studien konnten diese Mittel keine ausreichende Wirkung zeigen, daher gelten sie auch als wenig geeignet. Die so genannte Stripping-Operation stellt bei fortgeschrittener Erkrankung die chirurgische Entfernung der geschädigten Hauptvenen dar. Etwa 95 Prozent der so behandelten Patienten bleiben in den ersten fünf Jahren nach der Operation beschwerdefrei.
Krampfadern vorbeugen
Übergewicht und Bewegungsmangel sind neben der ererbten Anlage die wichtigsten Risikofaktoren für Krampfadern. Durch Erreichen des Normalgewichtes und regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen wird der Abtransport des Blutes aus den Beinvenen gefördert. Häufiges Hochlagern der Beine und kalte Wassergüsse wirken sich ebenfalls positiv auf das Venensystem aus.
Weil Liebe auch durch den Magen geht: Rote Rosen zum Naschen
Petra Bergler-Fischer führt ein "rosiges" Leben. In ihrer Delikatessen-Manufaktur fertigt die Oberpfälzerin seit gut 20 Jahren mittlerweile rund 80 Spezialitäten aus Rosenblüten.
Schwarzenfeld (obx) - Ihr Duft ist betörend, und sie ist ein Symbol der Liebe - die Rose. Dass man mit der berühmten Blume noch vieles andere machen kann, als sie dem Liebsten zu schenken, beweist eine kleine Delikatessen-Manufaktur in der ländlichen Oberpfalz: Ob Rosenzucker, Rosenpfeffer, Rosenschokolade, Rosenlikör oder Rosennudeln - über 80 Spezialitäten aus feinsten Rosenblütenblättern bietet die Rosen-Manufaktur ihren Kunden.
Wie schmeckt wohl eine Rosenblüte? "Das kommt auf die Verarbeitung an", sagt Petra Bergler-Fischer, Inhaberin der Delikatessen-Manufaktur. Ob gezuckert zum Dessert oder gut getrocknet als Teil einer Gewürzmischung - in der "Rosen-Küche" sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Von Natur aus schmecken die leuchtend roten Blütenblätter eher herb. Viele ihrer "rosigen" Rezepte hat Bergler-Fischer schon in einem Kochbuch festgehalten - mit Gerichten wie Forellenfilet in Mandel-Rosenbutter oder gefüllter Wachtel auf Rosen-Honig-Soße.
Jede einzelne der zarten Blüten erntet die "Rosen-Köchin" Bergler-Fischer mit ihren Helfern von Hand auf dem eigenen Rosenacker in der Oberpfalz. Etwa 2500 Damaszenerstöcke werden jedes Jahr von ihren Blüten befreit und zu allerlei Feinem verarbeitet. Bei der Ernte werden die Rosenblüten nach Qualität sortiert: Im Inneren der Blüte finden sich die besten. Bis zu 20 Kilogramm Rosenblüten landen so pro Tag in den Ernte-Körben und werden noch am selben Tag verarbeitet, damit das Aroma nicht verfliegt.
Zusatzstoffe und künstliche Aromen sucht man in den Produkten der Delikatessen-Manufaktur vergeblich. Für ihren "Rosengeist" aus Wurzeln und Blüten verwendet Bergler-Fischer weder Rosenwasser noch Rosenöl. Eine weitere beliebte Leckerei aus Oberpfälzer Rosen: "Beschwipste Rosenblütenblätter" - caramelisiert und in Rosengeist eingelegt landen die zarten Blüten in einer Rosenbowle, auf Desserts wie Beeren mit Schlagsahne oder in pikanten Soßen.
Begonnen hat Petra Bergler-Fischer ihr "delikates" Leben vor rund 20 Jahren nach Großmutters Likör-Rezept mit Streuobst von der Wiese. Stück für Stück kam eine Leckerei nach der anderen hinzu: Likörchen aus Zwetschgen, Mirabellen, Rotwein oder Felsenbirne - und schließlich von der Rose. Likör und Gelee von der berühmten Blume verbreiteten sich auf dem Wochenmarkt so schnell, wie ihr zarter Duft. "Da habe ich mir einen Rosen-Acker angelegt", sagt Bergler-Fischer, die genau wie ihr Mann Dieter ein Studium als Agraringenieur abgeschlossen hat.
Etwa vier Jahre hat es gedauert bis die ersten Damaszenerstöcke in voller Blüte standen. Seither pflegt Petra Bergler-Fischer ihre Rosen mit Liebe und weitaus biologischer als jedes Öko-Zertifikat es vorschreiben würde: Damit sich keine Schädlinge übertragen, stehen die Stöcke in großem Abstand über das Feld verteilt. Eine Weißölbehandlung sorgt dafür, dass die Larven des Ungeziefers ersticken - chemische Pflanzenschutz-Mittel sind tabu.
Alle Spezialitäten der Delikatessen-Manufaktur gibt es in einem Online-Shop zu kaufen. Einen echten Laden hat Bergler-Fischer bis heute nicht. Wer trotzdem einmal viele der "rosigen" Spezialitäten aus der Oberpfalz vor Ort verkosten möchte, der hat dazu bald Gelegenheit: Am 25. Mai beim Rosen-Fest der Delikatessen-Manufaktur im Rosengarten des alten Schwarzenfelder Klosters.
Mehr im Internet: http://www.bergler-fischer.de>
Schwarzenfeld (obx) - Ihr Duft ist betörend, und sie ist ein Symbol der Liebe - die Rose. Dass man mit der berühmten Blume noch vieles andere machen kann, als sie dem Liebsten zu schenken, beweist eine kleine Delikatessen-Manufaktur in der ländlichen Oberpfalz: Ob Rosenzucker, Rosenpfeffer, Rosenschokolade, Rosenlikör oder Rosennudeln - über 80 Spezialitäten aus feinsten Rosenblütenblättern bietet die Rosen-Manufaktur ihren Kunden.
Wie schmeckt wohl eine Rosenblüte? "Das kommt auf die Verarbeitung an", sagt Petra Bergler-Fischer, Inhaberin der Delikatessen-Manufaktur. Ob gezuckert zum Dessert oder gut getrocknet als Teil einer Gewürzmischung - in der "Rosen-Küche" sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Von Natur aus schmecken die leuchtend roten Blütenblätter eher herb. Viele ihrer "rosigen" Rezepte hat Bergler-Fischer schon in einem Kochbuch festgehalten - mit Gerichten wie Forellenfilet in Mandel-Rosenbutter oder gefüllter Wachtel auf Rosen-Honig-Soße.
Jede einzelne der zarten Blüten erntet die "Rosen-Köchin" Bergler-Fischer mit ihren Helfern von Hand auf dem eigenen Rosenacker in der Oberpfalz. Etwa 2500 Damaszenerstöcke werden jedes Jahr von ihren Blüten befreit und zu allerlei Feinem verarbeitet. Bei der Ernte werden die Rosenblüten nach Qualität sortiert: Im Inneren der Blüte finden sich die besten. Bis zu 20 Kilogramm Rosenblüten landen so pro Tag in den Ernte-Körben und werden noch am selben Tag verarbeitet, damit das Aroma nicht verfliegt.
Zusatzstoffe und künstliche Aromen sucht man in den Produkten der Delikatessen-Manufaktur vergeblich. Für ihren "Rosengeist" aus Wurzeln und Blüten verwendet Bergler-Fischer weder Rosenwasser noch Rosenöl. Eine weitere beliebte Leckerei aus Oberpfälzer Rosen: "Beschwipste Rosenblütenblätter" - caramelisiert und in Rosengeist eingelegt landen die zarten Blüten in einer Rosenbowle, auf Desserts wie Beeren mit Schlagsahne oder in pikanten Soßen.
Begonnen hat Petra Bergler-Fischer ihr "delikates" Leben vor rund 20 Jahren nach Großmutters Likör-Rezept mit Streuobst von der Wiese. Stück für Stück kam eine Leckerei nach der anderen hinzu: Likörchen aus Zwetschgen, Mirabellen, Rotwein oder Felsenbirne - und schließlich von der Rose. Likör und Gelee von der berühmten Blume verbreiteten sich auf dem Wochenmarkt so schnell, wie ihr zarter Duft. "Da habe ich mir einen Rosen-Acker angelegt", sagt Bergler-Fischer, die genau wie ihr Mann Dieter ein Studium als Agraringenieur abgeschlossen hat.
Etwa vier Jahre hat es gedauert bis die ersten Damaszenerstöcke in voller Blüte standen. Seither pflegt Petra Bergler-Fischer ihre Rosen mit Liebe und weitaus biologischer als jedes Öko-Zertifikat es vorschreiben würde: Damit sich keine Schädlinge übertragen, stehen die Stöcke in großem Abstand über das Feld verteilt. Eine Weißölbehandlung sorgt dafür, dass die Larven des Ungeziefers ersticken - chemische Pflanzenschutz-Mittel sind tabu.
Alle Spezialitäten der Delikatessen-Manufaktur gibt es in einem Online-Shop zu kaufen. Einen echten Laden hat Bergler-Fischer bis heute nicht. Wer trotzdem einmal viele der "rosigen" Spezialitäten aus der Oberpfalz vor Ort verkosten möchte, der hat dazu bald Gelegenheit: Am 25. Mai beim Rosen-Fest der Delikatessen-Manufaktur im Rosengarten des alten Schwarzenfelder Klosters.
Mehr im Internet: http://www.bergler-fischer.de>
Dienstag, 21. Mai 2013
Ärzte – Marionetten der Pharmaindustrie?
Heidelberg. Wenn Mediziner mit Pharmaunternehmen zusammenarbeiten, entstehen oft massive Interessenkonflikte zwischen den beiden Parteien. Diese können die Unabhängigkeit und Objektivität von Ärzten und Wissenschaftlern beeinträchtigen, warnt der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Mainz, Professor Klaus Lieb, in der aktuellen Ausgabe von "Spektrum der Wissenschaft".
Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2013
Zuwendungen seitens der Pharmaindustrie können etwa dazu führen, dass Ärzte bevorzugt deren Medikamente verschreiben oder in Vorträgen besonders positiv darstellen. Dabei führen vertrackte psychologische Mechanismen dazu, dass den Betroffenen meist gar nicht klar ist, dass sie sich nicht mehr neutral verhalten.
Entsprechend schlägt Klaus Lieb ein Bündel von Maßnahmen vor. Zunächst sei es notwendig, dass ein viel größeres Bewusstsein für das Problem entsteht. Verstärkte Transparenz und ein rigideres Regelwerk seitens der Institute oder unabhängiger Kommissionen zum Umgang mit Interessenkonflikten sollen dann garantieren, dass das Patientenwohl im Zentrum des ärztlichen Interesses steht.
Klaus Lieb ist Mitbegründer der Initiative MEZIS ("Mein Essen zahl ich selbst"), deren Mitglieder jegliche Zuwendung von Unternehmen ausschlagen, um sich dem Einfluss der Industrie zu entziehen. 2013 erhielt er vom Deutschen Hochschulverband für seinen Einsatz für integre Wissenschaft die Auszeichnung "Hochschullehrer des Jahres".
In den USA sind die Verflechtungen zwischen Medizinforschern und Medikamentenherstellern noch viel enger als hierzulande. Die Wissenschaftler erhalten routinemäßig Geld von Firmen, deren Produkte sie untersuchen, wie der New Yorker Journalismusprofessor Charles Seife in einem weiteren "Spektrum"-Artikel aufdeckt. Häufig sind die Beträge so hoch, dass der Begünstigte damit einem Kind das kostspielige Studium finanzieren kann. Die staatliche Gesundheitsbehörde NIH – die selbst Fördergelder in Milliardenhöhe verteilt – lässt sie gewähren. Denn auch ihre Mitarbeiter erhalten üppige Zuwendungen der Industrie.
Zum Hintergrund: Mediziner bekommen oft Zuwendungen aller Art von Pharmafirmen – vom Abendessen im Edelrestaurant anlässlich einer Medikamentvorstellung bis hin zu üppigen Honoraren für Vorträge und ähnliches. Dabei bleibt der Schein der Unabhängigkeit meist gewahrt. Der Bedachte darf sich etwa das Thema seines Vortrags frei aussuchen, das Unternehmen präsentiert dann halt seine Produkte im Anschluss an einem Stand. Die Ärzte sind in der Regel überzeugt, dadurch nicht in ihrem Verschreibungsverhalten beeinflusst zu werden. Fragt man sie jedoch, wie sie die gleiche Situation bei ihren Kollegen einschätzen, zeigt sich ein ganz anderes Bild: Hier bewerten sie die Gefahr einer Beeinflussung drei bis vier Mal höher. Offenbar haben sie also eine Art „blinden Fleck“, was ihre eigene Unabhängigkeit angeht.
Hier kommt ein psychologischer Mechanismus zum Tragen, die so genannte Reziprozitätsregel: Jeder Mensch hat eine starke unbewusste Tendenz, Gefälligkeiten zu erwidern, selbst wenn diese nicht erbeten oder erwünscht ist. Kleine Geschenke oder Einladungen zu Kongressen fördern demnach unbewusst die Neigung, sich dafür erkenntlich zu zeigen – und das kann dadurch geschehen, dass man das entsprechende Medikament öfter verschreibt.
Ein weiteres Risiko für die Unabhängigkeit von Medizinforschern sind Auftragsstudien für die Pharmaindustrie. Denn hier bestimmt der Auftraggeber das Ziel und das Studiendesign. Zudem liegt bei ihm die Datenhoheit. Die durchführenden Kliniken haben meist auch keine Publikationsrechte. Daher besteht die Gefahr, dass Daten unter den Tisch fallen, die der Auftragsfirma nicht gefallen. Ein prominenter Fall war das Schmerzmittel Vioxx, das zu vielen Todesfällen führe, die vermeidbar gewesen wären.
Auch die Ökonomisierung des Gesundheitswesens führt zu Interessenkonflikten, wie sich kürzlich bei Transplantationsskandalen an mehreren deutschen Kliniken zeigte. Hier schaffen Bonusverträge falsche Anreize.
Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2013
Zuwendungen seitens der Pharmaindustrie können etwa dazu führen, dass Ärzte bevorzugt deren Medikamente verschreiben oder in Vorträgen besonders positiv darstellen. Dabei führen vertrackte psychologische Mechanismen dazu, dass den Betroffenen meist gar nicht klar ist, dass sie sich nicht mehr neutral verhalten.
Entsprechend schlägt Klaus Lieb ein Bündel von Maßnahmen vor. Zunächst sei es notwendig, dass ein viel größeres Bewusstsein für das Problem entsteht. Verstärkte Transparenz und ein rigideres Regelwerk seitens der Institute oder unabhängiger Kommissionen zum Umgang mit Interessenkonflikten sollen dann garantieren, dass das Patientenwohl im Zentrum des ärztlichen Interesses steht.
Klaus Lieb ist Mitbegründer der Initiative MEZIS ("Mein Essen zahl ich selbst"), deren Mitglieder jegliche Zuwendung von Unternehmen ausschlagen, um sich dem Einfluss der Industrie zu entziehen. 2013 erhielt er vom Deutschen Hochschulverband für seinen Einsatz für integre Wissenschaft die Auszeichnung "Hochschullehrer des Jahres".
In den USA sind die Verflechtungen zwischen Medizinforschern und Medikamentenherstellern noch viel enger als hierzulande. Die Wissenschaftler erhalten routinemäßig Geld von Firmen, deren Produkte sie untersuchen, wie der New Yorker Journalismusprofessor Charles Seife in einem weiteren "Spektrum"-Artikel aufdeckt. Häufig sind die Beträge so hoch, dass der Begünstigte damit einem Kind das kostspielige Studium finanzieren kann. Die staatliche Gesundheitsbehörde NIH – die selbst Fördergelder in Milliardenhöhe verteilt – lässt sie gewähren. Denn auch ihre Mitarbeiter erhalten üppige Zuwendungen der Industrie.
Zum Hintergrund: Mediziner bekommen oft Zuwendungen aller Art von Pharmafirmen – vom Abendessen im Edelrestaurant anlässlich einer Medikamentvorstellung bis hin zu üppigen Honoraren für Vorträge und ähnliches. Dabei bleibt der Schein der Unabhängigkeit meist gewahrt. Der Bedachte darf sich etwa das Thema seines Vortrags frei aussuchen, das Unternehmen präsentiert dann halt seine Produkte im Anschluss an einem Stand. Die Ärzte sind in der Regel überzeugt, dadurch nicht in ihrem Verschreibungsverhalten beeinflusst zu werden. Fragt man sie jedoch, wie sie die gleiche Situation bei ihren Kollegen einschätzen, zeigt sich ein ganz anderes Bild: Hier bewerten sie die Gefahr einer Beeinflussung drei bis vier Mal höher. Offenbar haben sie also eine Art „blinden Fleck“, was ihre eigene Unabhängigkeit angeht.
Hier kommt ein psychologischer Mechanismus zum Tragen, die so genannte Reziprozitätsregel: Jeder Mensch hat eine starke unbewusste Tendenz, Gefälligkeiten zu erwidern, selbst wenn diese nicht erbeten oder erwünscht ist. Kleine Geschenke oder Einladungen zu Kongressen fördern demnach unbewusst die Neigung, sich dafür erkenntlich zu zeigen – und das kann dadurch geschehen, dass man das entsprechende Medikament öfter verschreibt.
Ein weiteres Risiko für die Unabhängigkeit von Medizinforschern sind Auftragsstudien für die Pharmaindustrie. Denn hier bestimmt der Auftraggeber das Ziel und das Studiendesign. Zudem liegt bei ihm die Datenhoheit. Die durchführenden Kliniken haben meist auch keine Publikationsrechte. Daher besteht die Gefahr, dass Daten unter den Tisch fallen, die der Auftragsfirma nicht gefallen. Ein prominenter Fall war das Schmerzmittel Vioxx, das zu vielen Todesfällen führe, die vermeidbar gewesen wären.
Auch die Ökonomisierung des Gesundheitswesens führt zu Interessenkonflikten, wie sich kürzlich bei Transplantationsskandalen an mehreren deutschen Kliniken zeigte. Hier schaffen Bonusverträge falsche Anreize.
Nanokapseln aus Öl und Wasser
Heidelberg. Miniemulsionen bieten eine ebenso einfache wie preiswerte Möglichkeit, winzige Kapseln herzustellen, die Medikamente an ihren Wirkungsort im Körper befördern und dort freisetzen.
Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2013
In der Computertechnik wie in der Medizin geht der Trend zu immer kleineren Strukturen. Die benötigten Abmessungen liegen inzwischen im Bereich von Nanometern, also millionstel Millimetern. Solche winzigen Gebilde herzustellen, ist eine enorme Herausforderung. In der Computertechnik gelingt das mit der Röntgenlithographie. In der Medizin waren bisher gar keine Methoden bekannt, um beispielsweise unsichtbar kleine Kapseln zu erzeugen, die, gefüllt mit Zellgiften, im Blutstrom zu Krebsherden wandern und dort ihre tödliche Fracht freisetzen. Sie würden Tumore sehr viel schonender bekämpfen als die herkömmliche Chemotherapie mit ihren beträchtlichen Nebenwirkungen.
Dank der Arbeit von Katharina Landfester, Direktorin am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz, könnten solche Zauberkugeln demnächst Wirklichkeit werden. Zu ihrer Herstellung nutzt die Forscherin eine Materieform, mit der jeder Mensch von klein auf vertraut ist: Wir kennen sie in Form von Milch, Zahnpasta, Mayonnaise, Butter oder auch Dispersionsfarben. Es handelt sich um so genannte Emulsionen, bei denen feine Öltröpfchen gleichmäßig in Wasser verteilt sind – oder umgekehrt.
Statt Öl verwendet Landfesters Team Flüssigkeiten, die als Ausgangsmaterial für Kunststoffe dienen können. Aus ihnen und Wasser erzeugen die Forscher mit einem Verfahren, das dem Homogenisieren von Milch ähnelt, so genannte Miniemulsionen, deren Tröpfchen besonders klein und einheitlich sind. Anschließend wird der Kunststoffvorläufer – beispielsweise durch Erhitzen oder Bestrahlen – zum Polymerisieren und damit Aushärten gebracht. So entstehen winzige Plastikkügelchen.
Mit Tricks gelingt es, beliebige andere Substanzen darin einzuschließen oder auf ihrer Oberfläche anzubringen. Dabei kann es sich um ein Arzneimittel handeln – oder ein Molekül, das die Kapsel zielsicher zu einem Tumor dirigiert. Durch bestimmte Vorkehrungen lässt sich zudem erreichen, dass sich der Kunststoff im sauren Milieu einer Geschwulst auflöst.
Bisher befindet sich das Verfahren, über das Katharina Landfester im Juniheft von Spektrum der Wissenschaft berichtet, noch im Entwicklungsstadium. Bevor es in der Medizin zum Einsatz kommen kann, bedarf es noch etlicher weiterer Untersuchungen. Insbesondere muss seine Zuverlässigkeit und Sicherheit zunächst an Tieren erprobt werden.
Aber auch für andere Bereiche eignet sich die Methode – etwa um extrem feine Strukturen auf einem Spiegel anzubringen. Dazu deponiert man mit einer Metallverbindung gefüllte Nanokapseln vorsichtig auf einer Wasseroberfläche, auf der sie "schwimmen" und schließlich eine einlagige Schicht bilden. Diese senkt sich beim Ablassen des Wassers auf den vorher eingetauchten Spiegel ab. Als nächstes verbrennt man die Kunststoffschale der Nanokapseln mit einem Sauerstoffplasma. Zurück bleibt ein regelmäßiges Muster aus Ansammlungen von Metallverbindungen, die sich durch Erhitzen in winzige Metallkügelchen umwandeln lassen. Diese schützen beim anschließenden Ätzen des Spiegels den jeweils darunter befindlichen Bereich des Glases, wodurch es entspiegelt wird.
Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2013
In der Computertechnik wie in der Medizin geht der Trend zu immer kleineren Strukturen. Die benötigten Abmessungen liegen inzwischen im Bereich von Nanometern, also millionstel Millimetern. Solche winzigen Gebilde herzustellen, ist eine enorme Herausforderung. In der Computertechnik gelingt das mit der Röntgenlithographie. In der Medizin waren bisher gar keine Methoden bekannt, um beispielsweise unsichtbar kleine Kapseln zu erzeugen, die, gefüllt mit Zellgiften, im Blutstrom zu Krebsherden wandern und dort ihre tödliche Fracht freisetzen. Sie würden Tumore sehr viel schonender bekämpfen als die herkömmliche Chemotherapie mit ihren beträchtlichen Nebenwirkungen.
Dank der Arbeit von Katharina Landfester, Direktorin am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz, könnten solche Zauberkugeln demnächst Wirklichkeit werden. Zu ihrer Herstellung nutzt die Forscherin eine Materieform, mit der jeder Mensch von klein auf vertraut ist: Wir kennen sie in Form von Milch, Zahnpasta, Mayonnaise, Butter oder auch Dispersionsfarben. Es handelt sich um so genannte Emulsionen, bei denen feine Öltröpfchen gleichmäßig in Wasser verteilt sind – oder umgekehrt.
Statt Öl verwendet Landfesters Team Flüssigkeiten, die als Ausgangsmaterial für Kunststoffe dienen können. Aus ihnen und Wasser erzeugen die Forscher mit einem Verfahren, das dem Homogenisieren von Milch ähnelt, so genannte Miniemulsionen, deren Tröpfchen besonders klein und einheitlich sind. Anschließend wird der Kunststoffvorläufer – beispielsweise durch Erhitzen oder Bestrahlen – zum Polymerisieren und damit Aushärten gebracht. So entstehen winzige Plastikkügelchen.
Mit Tricks gelingt es, beliebige andere Substanzen darin einzuschließen oder auf ihrer Oberfläche anzubringen. Dabei kann es sich um ein Arzneimittel handeln – oder ein Molekül, das die Kapsel zielsicher zu einem Tumor dirigiert. Durch bestimmte Vorkehrungen lässt sich zudem erreichen, dass sich der Kunststoff im sauren Milieu einer Geschwulst auflöst.
Bisher befindet sich das Verfahren, über das Katharina Landfester im Juniheft von Spektrum der Wissenschaft berichtet, noch im Entwicklungsstadium. Bevor es in der Medizin zum Einsatz kommen kann, bedarf es noch etlicher weiterer Untersuchungen. Insbesondere muss seine Zuverlässigkeit und Sicherheit zunächst an Tieren erprobt werden.
Aber auch für andere Bereiche eignet sich die Methode – etwa um extrem feine Strukturen auf einem Spiegel anzubringen. Dazu deponiert man mit einer Metallverbindung gefüllte Nanokapseln vorsichtig auf einer Wasseroberfläche, auf der sie "schwimmen" und schließlich eine einlagige Schicht bilden. Diese senkt sich beim Ablassen des Wassers auf den vorher eingetauchten Spiegel ab. Als nächstes verbrennt man die Kunststoffschale der Nanokapseln mit einem Sauerstoffplasma. Zurück bleibt ein regelmäßiges Muster aus Ansammlungen von Metallverbindungen, die sich durch Erhitzen in winzige Metallkügelchen umwandeln lassen. Diese schützen beim anschließenden Ätzen des Spiegels den jeweils darunter befindlichen Bereich des Glases, wodurch es entspiegelt wird.
Die Geburt der Kunst
Heidelberg. Zu Erfindern und Künstlern wurden Menschen nicht erst plötzlich vor 40.000 Jahren, als der Homo sapiens in Europa auftauchte. Denn lange davor erlebte Afrika schon Ausbrüche von kulturellen Neuerungen mitsamt ausgefeilten Technologien, Kunst und Symbolik. Die Forscher sind nun diesen Anfängen unserer Kreativität auf der Spur – und dem Rätsel, wieso unser Gehirn diese neue Gabe gewann.
Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2013
Zum Hintergrund: Als der moderne Mensch, der Homo sapiens, vor etwa 200.000 Jahren in Afrika entstand, hatten seine Homo-Vorfahren längst den Faustkeil erfunden und sogar Holzspeere mit Steinspitzen entwickelt, und sie beherrschten das Feuer. Doch die Anthropologen und Paläoarchäologen glaubten bislang, dass Kunst und höhere Kultur erst mit großer Verzögerung auftraten – nämlich erst zu Beginn des Jungpaläolithikums, also im letzten Abschnitt der Altsteinzeit, und zwar in Europa, wo der moderne Mensch auf den "archaischen" Neandertaler traf.
Erst in den letzten Jahren erkennen Forscher, dass sie völlig umdenken müssen. Denn bedeutende Kulturschübe gab es sehr viel früher – und zwar schon in Afrika. Die kanadische Wissenschaftsautorin Heather Pringle stellt die neuen Befunde in der Juni-Ausgabe von "Spektrum der Wissenschaft" unter dem Titel "Die Geburt der Kreativität" zusammen. Zu künstlerischem Ausdruck fanden Menschen an der afrikanischen Südküste bereits vor 100 000 Jahren: Sie verwendeten Farben, ritzten Muster in Steine und stellten Perlenschmuck her. Noch mindestens 60 000 Jahre früher erhitzen Bewohner derselben Gegend kontrolliert Gesteinsbrocken, was deren Bearbeitung für Werkzeuge wesentlich erleichterte.
Unser großes Gehirn war schon mit dem Homo sapiens entstanden. Offenbar dauerte es aber danach noch viele Jahrtausende, bis dieses Gehirn in heutiger Weise funktionierte. Nötig war dazu nach Ansicht der Forscher zweierlei: einerseits freie Assoziation, also "Tagträumen", und andererseits die Gabe, Umweltgeschehen und eigenes Verhalten differenziert aufeinander zu beziehen. Kreative Menschen beherrschen beides. Vor allem aber können sie leicht zwischen diesen ganz verschiedenen Zuständen hin- und herschalten, vermutlich eine in unserer Evolution erst später erworbene Eigenschaft. Dadurch fällt ihnen plötzlich etwas Neues, nie Dagewesenes ein. Sie werden zu Erfindern und Künstlern.
Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2013
Zum Hintergrund: Als der moderne Mensch, der Homo sapiens, vor etwa 200.000 Jahren in Afrika entstand, hatten seine Homo-Vorfahren längst den Faustkeil erfunden und sogar Holzspeere mit Steinspitzen entwickelt, und sie beherrschten das Feuer. Doch die Anthropologen und Paläoarchäologen glaubten bislang, dass Kunst und höhere Kultur erst mit großer Verzögerung auftraten – nämlich erst zu Beginn des Jungpaläolithikums, also im letzten Abschnitt der Altsteinzeit, und zwar in Europa, wo der moderne Mensch auf den "archaischen" Neandertaler traf.
Erst in den letzten Jahren erkennen Forscher, dass sie völlig umdenken müssen. Denn bedeutende Kulturschübe gab es sehr viel früher – und zwar schon in Afrika. Die kanadische Wissenschaftsautorin Heather Pringle stellt die neuen Befunde in der Juni-Ausgabe von "Spektrum der Wissenschaft" unter dem Titel "Die Geburt der Kreativität" zusammen. Zu künstlerischem Ausdruck fanden Menschen an der afrikanischen Südküste bereits vor 100 000 Jahren: Sie verwendeten Farben, ritzten Muster in Steine und stellten Perlenschmuck her. Noch mindestens 60 000 Jahre früher erhitzen Bewohner derselben Gegend kontrolliert Gesteinsbrocken, was deren Bearbeitung für Werkzeuge wesentlich erleichterte.
Unser großes Gehirn war schon mit dem Homo sapiens entstanden. Offenbar dauerte es aber danach noch viele Jahrtausende, bis dieses Gehirn in heutiger Weise funktionierte. Nötig war dazu nach Ansicht der Forscher zweierlei: einerseits freie Assoziation, also "Tagträumen", und andererseits die Gabe, Umweltgeschehen und eigenes Verhalten differenziert aufeinander zu beziehen. Kreative Menschen beherrschen beides. Vor allem aber können sie leicht zwischen diesen ganz verschiedenen Zuständen hin- und herschalten, vermutlich eine in unserer Evolution erst später erworbene Eigenschaft. Dadurch fällt ihnen plötzlich etwas Neues, nie Dagewesenes ein. Sie werden zu Erfindern und Künstlern.
Skunk Ape - Der Affenmensch in Florida
München / Wiesbaden (internet-zeitung) - Zwischen 1,50 und drei Meter groß sowie maximal 600 Kilogramm schwer soll ein rätselhafter „Stinktier-Affe“ sein, der angeblich vor allem in der Sumpflandschaft der Ever-glades in Südflorida lebt. Mit diesem stark stinkenden Geschöpf befasst sich das Taschenbuch „Skunk Ape. Der Affenmensch in Florida“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.
Probst ist weder Kryptozoologe, noch glaubt er an die Existenz von Affenmenschen, die überlebende prähistorische Menschenaffen, Frühmenschen oder Urmenschen wären. Aber er kann nicht ausschließen, dass in abgelegenen Gegenden der Erde noch bisher unbekannte Affen oder Menschenaffen ein verborgenes Dasein führen. Denn von 1900 bis heute sind erstaunlich viele große Tiere erstmals entdeckt und wissenschaftlich beschrieben worden. Darunter befinden sich auch Primaten wie der Berggorilla (1902), der Kaiserschnurrbart-tamarin (1907), der Bonobo (1929), der Goldene Bambus-lemur (1986), der Goldkronen-Sifaka oder Tattersall-Sifaka (1988), das Schwarzkopflöwenäffchen (1990) und der Burmesische Stumpfnasenaffe (2010).
Das Taschenbuch „Skunk Ape. Der Affenmensch in Florida“ ist im „GRIN-Verlag“ (München) erschienen und enthält eigens hierfür angefertigte Zeichnungen des japanischen Künstlers Shuhei Tamura. Dieser hat dankenswerterweise oft prähistorische Raubkatzen für Werke des deutschen Autors Ernst Probst gezeichnet.
Nach Ansicht von Kryptozoologen, die weltweit nach verborgenen Tierarten (Kryptiden) suchen, leben auf der Erde noch zahlreiche unbekannte Spezies, die ihrer Entdeckung harren. Bisher sind auf unserem „blauen Planeten“ etwa 1,5 Millionen Tierarten bekannt. Manche Wissenschaftler vermuten, dass mehr als 15 Millionen Tierarten noch unentdeckt bzw. unbeschrieben sind.
Kryptozoologen zufolge gibt es auf der Erde noch erstaunlich viele bisher unbekannte Tierarten zu entdecken. Auf allen fünf Erdteilen – so glauben sie – leben beispielsweise große Affenmenschen. Die bekanntesten von ihnen sind „Yeti“ im Himalaja, „Bigfoot“ in Nordamerika, „Orang Pendek“ auf Sumatra und „Alma“ in der Mongolei. Als Affenmenschen gelten auch „Chuchunaa“ in Ostsibirien, „Nguoi Rung“ in Vietnam, „De-Loys-Affe“ in Südamerika, „Skunk Ape“ aus Florida, „Yeren“ in China und „Yowie“ in Australien.
Bestellung bei: http://www.grin.com/de/e-book/214565/yeren-der-chinesische-affenmensch
Ein Niederbayer bringt die Formel 1 in Bestform
Ein ostbayerischer Unternehmer liefert Hightech für Rennwagen im Formel 1-Zirkus. Jetzt ist der Niederbayer sogar selber am Start: mit Deutschlands erstem Rennteam in der GP2-Serie, der Einstiegsserie in die Formel 1.
Niederwinkling (obx) - Ob Sebastian Vettel, Lewis Hamilton oder Fernando Alonso - selbst die Superstars in der Formel 1 würden ohne exzellente Technik in ihren Autos auf den hinteren Plätzen landen. Die Formtech GmbH, eine Firma aus Niederbayern, sorgt mit ultraleichten und extrem stabilen Hightech-Bauteilen dafür, dass die Formel-1-Boliden die nötige "Speed" bekommen. Zum 20-jährigen Jubiläum des Unternehmens ist Firmenchef Franz Hilmer jetzt sogar selber am Start: Mit dem ersten deutschen Rennteam in der GP2-Serie, die bei den Fahrern und Experten als "Eintrittskarte" und Vorstufe zur Formel 1 gilt.
Wenn sich in Monaco, in Monza oder am Nürburgring die Schnellsten der Schnellen in ihren Formel 1-Flitzern messen, dann ist oft auch Hightech aus dem beschaulichen Niederwinkling in Niederbayern an Bord. Die niederbayerische Formtech-Gruppe sorgt mit Präzisions-Mechanik auf Luft- und Raumfahrtniveau dafür, dass Formel 1-Boliden auch bei über 300 km/h noch extrem stabil und dennoch "federleicht" bleiben. Rennställe wie Sauber, Force India, Toro Rosso oder Lotus setzen seit langem auf Spitzen-Mechanik aus Ostbayern.
Um im "Olymp des Autobaus" mitzumischen, geht Formtech-Chef Franz Hilmer auch ungewöhnliche Wege: 2008 kaufte der Motorsport-Fan das komplette Inventar des insolventen ehemaligen Formel 1-Rennstalls Super Aguri im englischen Leafield auf.
Als kürzlich auch noch ein ganzes Rennteam in der hochklassigen GP2-Serie zum Verkauf stand, erfüllte sich Hilmer einen lange gehegten Traum: Mit seinem neuen Rennstall "Hilmer Motorsport" ist in diesem Jahr erstmals ein deutsches Team in der "Vorbereitungs-Meisterschaft" für die Formel 1 am Start. Die Rennen der aktuell 13 GP2-Teams werden direkt im Rahmenprogramm der großen Formel 1-Meisterschaften ausgetragen.
Trotz der "spontanen" Gründung von Hilmer Motorsport erst zu Beginn des Jahres, hat das niederbayerische Team mit zwei Fahrern und etlichen Mechanikern seine Feuertaufe bereits bestanden: Schon beim dritten Rennen der Saison in Barcelona holte das neue Team kürzlich seinen ersten Sieg im Hauptrennen.
Auch wenn Niederbayerns neues Motorsport-Team künftig im Gefolge des Formel 1 -Zirkus rund um den Globus touren wird, will Team-Chef Franz Hilmer seinen Rennstall fest in der niederbayerischen Heimat verankern: Die eigene "Boxen-Gasse" in Niederwinkling soll noch in diesem Jahr gebaut werden.
eben dem sportlichen Ehrgeiz erhofft sich der Unternehmer von seinem neuen Renn-Team auch eine Belebung seines Geschäfts mit der Formel 1. "Mit dem jetzigen Engagement wollen wir näher an unsere Kunden", sagt Hilmer. Doch auch auf der Rennstrecke scheint der Niederbayer die Königsklasse des Motorsports nicht aus den Augen zu lassen: "Die GP2 ist für uns das Maximum. Wir arbeiten aber auch daran, dass wir die Junior-Mannschaft eines bestehenden Formel-1-Teams werden", sagt Hilmer.
Niederwinkling (obx) - Ob Sebastian Vettel, Lewis Hamilton oder Fernando Alonso - selbst die Superstars in der Formel 1 würden ohne exzellente Technik in ihren Autos auf den hinteren Plätzen landen. Die Formtech GmbH, eine Firma aus Niederbayern, sorgt mit ultraleichten und extrem stabilen Hightech-Bauteilen dafür, dass die Formel-1-Boliden die nötige "Speed" bekommen. Zum 20-jährigen Jubiläum des Unternehmens ist Firmenchef Franz Hilmer jetzt sogar selber am Start: Mit dem ersten deutschen Rennteam in der GP2-Serie, die bei den Fahrern und Experten als "Eintrittskarte" und Vorstufe zur Formel 1 gilt.
Wenn sich in Monaco, in Monza oder am Nürburgring die Schnellsten der Schnellen in ihren Formel 1-Flitzern messen, dann ist oft auch Hightech aus dem beschaulichen Niederwinkling in Niederbayern an Bord. Die niederbayerische Formtech-Gruppe sorgt mit Präzisions-Mechanik auf Luft- und Raumfahrtniveau dafür, dass Formel 1-Boliden auch bei über 300 km/h noch extrem stabil und dennoch "federleicht" bleiben. Rennställe wie Sauber, Force India, Toro Rosso oder Lotus setzen seit langem auf Spitzen-Mechanik aus Ostbayern.
Um im "Olymp des Autobaus" mitzumischen, geht Formtech-Chef Franz Hilmer auch ungewöhnliche Wege: 2008 kaufte der Motorsport-Fan das komplette Inventar des insolventen ehemaligen Formel 1-Rennstalls Super Aguri im englischen Leafield auf.
Als kürzlich auch noch ein ganzes Rennteam in der hochklassigen GP2-Serie zum Verkauf stand, erfüllte sich Hilmer einen lange gehegten Traum: Mit seinem neuen Rennstall "Hilmer Motorsport" ist in diesem Jahr erstmals ein deutsches Team in der "Vorbereitungs-Meisterschaft" für die Formel 1 am Start. Die Rennen der aktuell 13 GP2-Teams werden direkt im Rahmenprogramm der großen Formel 1-Meisterschaften ausgetragen.
Trotz der "spontanen" Gründung von Hilmer Motorsport erst zu Beginn des Jahres, hat das niederbayerische Team mit zwei Fahrern und etlichen Mechanikern seine Feuertaufe bereits bestanden: Schon beim dritten Rennen der Saison in Barcelona holte das neue Team kürzlich seinen ersten Sieg im Hauptrennen.
Auch wenn Niederbayerns neues Motorsport-Team künftig im Gefolge des Formel 1 -Zirkus rund um den Globus touren wird, will Team-Chef Franz Hilmer seinen Rennstall fest in der niederbayerischen Heimat verankern: Die eigene "Boxen-Gasse" in Niederwinkling soll noch in diesem Jahr gebaut werden.
eben dem sportlichen Ehrgeiz erhofft sich der Unternehmer von seinem neuen Renn-Team auch eine Belebung seines Geschäfts mit der Formel 1. "Mit dem jetzigen Engagement wollen wir näher an unsere Kunden", sagt Hilmer. Doch auch auf der Rennstrecke scheint der Niederbayer die Königsklasse des Motorsports nicht aus den Augen zu lassen: "Die GP2 ist für uns das Maximum. Wir arbeiten aber auch daran, dass wir die Junior-Mannschaft eines bestehenden Formel-1-Teams werden", sagt Hilmer.
Freitag, 17. Mai 2013
Volles Haus zur „Langen Nacht der Industrie“ bei LASERLINE
Berlin (laserline) - Zehn Millionen Produkte im Katalog, modernster Maschinenpark, Drucken 3.0 – wie das funktioniert, ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Um dieses zu öffnen, hatten sich zur zweiten „Langen Nacht der Industrie“ hunderte Interessierte bei LASERLINE angemeldet. Das Berliner Druckunternehmen gewährte erstmals zu diesem Anlass einen ausgiebigen Blick hinter die Kulissen. Einhundert Glückliche bekamen am Donnerstagabend schließlich den begehrten Rundgang durch die Produktionshalle und bemerkten vor allem: Drucken ist heute viel mehr als nur Farbe auf Papier zu bringen.
Und das war es auch, was RBB-Reporter Ulli Zelle bei seiner Life-Schaltung aus der Produktion zur Abendschau feststellte: Von Druckerschwärze keine Spur, „hier kann man fast vom Boden essen“. Dafür gab es Hightech-Druck aus „einer Maschine, die aussieht wie ein XXXL-Kopierer“, wie Zelle es beschrieb. Die neueste Offset-Druckmaschine des Unternehmens kann 18.000 Bögen pro Stunde bedrucken und ist mit acht Farbwerken ausgestattet. So hatten sich die meisten Besucher eine Großdruckerei wohl eher nicht vorgestellt.
20 Touren mit jeweils zwei Stationen bei Berliner Unternehmen gab es zur „Langen Nacht der Industrie“. Die Interessenten mussten sich vorher festlegen, welchen Betrieben sie einen abendlichen Besuch abstatten wollten. Danach wurden die Bustouren organisiert. LASERLINE allerdings konnte gar nicht so viele Gäste aufnehmen, wie es Interessenten gab. „Es ist immer schade, wenn man absagen muss“, sagt LASERLINE-Geschäftsführer Tomislav Bucec. „Wir zeigen unser modernes Unternehmen gern.“ Dann allerdings wären sämtliche Kapazitäten gesprengt worden, vor allem, weil die Besucher ja im laufenden Betrieb durch die Produktionshalle geführt wurden. Das große Interesse zeigt jedoch: Berlin ist als Standort und LASERLINE als moderner Druckdienstleister sehr attraktiv. Nicht zuletzt deshalb pflegt das Unternehmen mit dem Wirtschaftsdienstleister Berlin Partner eine Partnerschaft im Bereich „Moderne Industrie“.
Von der Modernität des Druckbetriebes wollten sich zur „Langen Nacht“ auch viele Schüler und junge Erwachsene überzeugen. Denn auch als Ausbilder ist LASERLINE sehr gefragt und wurde bereits mehrfach mit Preisen für die Qualität der Ausbildung ausgezeichnet. „Etwa ein Drittel der Besucher gehörten zur jungen Generation auf der Suche nach beruflicher Orientierung“, hat LASERLINE-Chef Bucec festgestellt. Die anderen Gäste seien aus „allgemeinem Interesse“ gekommen oder weil sie schon mal bei LASERLINE haben drucken lassen. „Und auch das freut uns sehr“, sagt Bucec. Denn damit habe sich das Motto der „Langen Nacht der Industrie“ erfüllt: Industrie einfach live erleben. Die „Lange Nacht“ bringt zusammen, was zusammen gehört – die Industrie als bedeutender Wirtschaftsfaktor und die Menschen aus der Region. Nach der Visite bei LASERLINE und um ein frisch gefrästes und bedrucktes Schächtelchen mit Süßigkeiten reicher, nahmen die Industrie-Touristen dann Kurs auf Vattenfall – dem „Lange Nacht“-Partner von LASERLINE.
Und das war es auch, was RBB-Reporter Ulli Zelle bei seiner Life-Schaltung aus der Produktion zur Abendschau feststellte: Von Druckerschwärze keine Spur, „hier kann man fast vom Boden essen“. Dafür gab es Hightech-Druck aus „einer Maschine, die aussieht wie ein XXXL-Kopierer“, wie Zelle es beschrieb. Die neueste Offset-Druckmaschine des Unternehmens kann 18.000 Bögen pro Stunde bedrucken und ist mit acht Farbwerken ausgestattet. So hatten sich die meisten Besucher eine Großdruckerei wohl eher nicht vorgestellt.
20 Touren mit jeweils zwei Stationen bei Berliner Unternehmen gab es zur „Langen Nacht der Industrie“. Die Interessenten mussten sich vorher festlegen, welchen Betrieben sie einen abendlichen Besuch abstatten wollten. Danach wurden die Bustouren organisiert. LASERLINE allerdings konnte gar nicht so viele Gäste aufnehmen, wie es Interessenten gab. „Es ist immer schade, wenn man absagen muss“, sagt LASERLINE-Geschäftsführer Tomislav Bucec. „Wir zeigen unser modernes Unternehmen gern.“ Dann allerdings wären sämtliche Kapazitäten gesprengt worden, vor allem, weil die Besucher ja im laufenden Betrieb durch die Produktionshalle geführt wurden. Das große Interesse zeigt jedoch: Berlin ist als Standort und LASERLINE als moderner Druckdienstleister sehr attraktiv. Nicht zuletzt deshalb pflegt das Unternehmen mit dem Wirtschaftsdienstleister Berlin Partner eine Partnerschaft im Bereich „Moderne Industrie“.
Von der Modernität des Druckbetriebes wollten sich zur „Langen Nacht“ auch viele Schüler und junge Erwachsene überzeugen. Denn auch als Ausbilder ist LASERLINE sehr gefragt und wurde bereits mehrfach mit Preisen für die Qualität der Ausbildung ausgezeichnet. „Etwa ein Drittel der Besucher gehörten zur jungen Generation auf der Suche nach beruflicher Orientierung“, hat LASERLINE-Chef Bucec festgestellt. Die anderen Gäste seien aus „allgemeinem Interesse“ gekommen oder weil sie schon mal bei LASERLINE haben drucken lassen. „Und auch das freut uns sehr“, sagt Bucec. Denn damit habe sich das Motto der „Langen Nacht der Industrie“ erfüllt: Industrie einfach live erleben. Die „Lange Nacht“ bringt zusammen, was zusammen gehört – die Industrie als bedeutender Wirtschaftsfaktor und die Menschen aus der Region. Nach der Visite bei LASERLINE und um ein frisch gefrästes und bedrucktes Schächtelchen mit Süßigkeiten reicher, nahmen die Industrie-Touristen dann Kurs auf Vattenfall – dem „Lange Nacht“-Partner von LASERLINE.
Donnerstag, 16. Mai 2013
„Willkommen aus der Urzeit“ im Museum Koenig bleibt bis Juni
Bonn - Am 21. Mai sollte die Ausstellung „Willkommen aus der Urzeit“ im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn eigentlich zum letzten Mal öffnen. „Aber wir haben beschlossen, die Ausstellung bis zum 02. Juni, also über das Museumsmeilenfest hinaus, zu verlängern“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Wägele, Direktor des Forschungsmuseum Koenig. „Sie wurde einfach zu gut angenommen. Wir sind überglücklich, dass so viele Besucher, die Fossilien sehen wollten. Und auch die Veranstaltungen und Vorträge im Zusammenhang mit der Ausstellung sind auf großes Interesse gestoßen“, freut sich Wägele. Daher wolle man weiteren Interessierten die Chance bieten, einen Blick auf die Besucher aus der Urzeit werfen zu können. „Über ihre wissenschaftliche Bedeutung sagt er: „Sie haben die Erkenntnisse über die Entwicklung des Lebens revolutioniert.“ Die Funde und ihr Erhaltungszustand sind so einzigartig, dass die UNESCO vor 17 Jahren beschloss, die Grube Messel in die Welterbeliste der Menschheit aufzunehmen. Damit ist sie die erste der drei UNESCO-Weltnaturerbestätten Deutschlands.
Seit Dezember letzten Jahres gastieren 125 der berühmten Fossilien im Museum Koenig, das zu den fünf großen Museen Bonns gehört. „Sie nehmen ihre Besucher mit auf eine Reise in die Vergangenheit und zeigen ihnen, wie die Bewohner unserer Welt vor rund 47 Millionen Jahren aussahen“, erläutert Wägele. Die Ausstellung verschaffe Einblicke in die tropisch-subtropischen Lebensräume von damals und das Leben ihrer Bewohner. Der Besucher kann sich aus erster Hand einen Eindruck verschaffen, wie die Vorfahren der heute lebenden Tiere und Pflanzen einst aussahen. Seien es die verschiedensten Säugetiere, Krokodile, Schildkröten, Frösche, Beuteltiere, Vögel oder Pflanzen. Die Wanderausstellung wurde vom Hessischen Landesmuseums Darmstadt konzipiert und wird vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig zusammen mit der Alexander-Koenig-Gesellschaft e.V. präsentiert.
Veranstaltungsort:
Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig
Museumsmeile Bonn, Adenauerallee 160, 53113 Bonn
Internet: http://www.zfmk.de
>
Telefon: 0228/9122-227
Öffnungszeiten
Di bis So: 10:00 bis 18:00 Uhr, letzter Einlass: 17:00 Uhr
Mi: bis 21:00 Uhr, letzter Einlass: 20:00 Uhr
Montags nur an gesetzlichen Feiertagen
Kontakt
Telefon: 0228/9122-102
E-Mail: info@zfmk.de
http://www.MESSEL.museum-koenig.de
Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Ministeriums für Innovation, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Leibniz-Institut für die Biodiversität der Tiere hat es einen Forschungsanteil von mehr als 75 %. Das ZFMK betreibt sammlungsbasierte Biodiversitätsforschung zur Systematik und Phylogenie, Biogeographie und Taxonomie der terrestrischen Fauna. Die Ausstellung „Unser blauer Planet“ trägt zum Verständnis von Biodiversität unter globalen Aspekten bei.
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Näheres unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de>
Seit Dezember letzten Jahres gastieren 125 der berühmten Fossilien im Museum Koenig, das zu den fünf großen Museen Bonns gehört. „Sie nehmen ihre Besucher mit auf eine Reise in die Vergangenheit und zeigen ihnen, wie die Bewohner unserer Welt vor rund 47 Millionen Jahren aussahen“, erläutert Wägele. Die Ausstellung verschaffe Einblicke in die tropisch-subtropischen Lebensräume von damals und das Leben ihrer Bewohner. Der Besucher kann sich aus erster Hand einen Eindruck verschaffen, wie die Vorfahren der heute lebenden Tiere und Pflanzen einst aussahen. Seien es die verschiedensten Säugetiere, Krokodile, Schildkröten, Frösche, Beuteltiere, Vögel oder Pflanzen. Die Wanderausstellung wurde vom Hessischen Landesmuseums Darmstadt konzipiert und wird vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig zusammen mit der Alexander-Koenig-Gesellschaft e.V. präsentiert.
Veranstaltungsort:
Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig
Museumsmeile Bonn, Adenauerallee 160, 53113 Bonn
Internet: http://www.zfmk.de
>
Telefon: 0228/9122-227
Öffnungszeiten
Di bis So: 10:00 bis 18:00 Uhr, letzter Einlass: 17:00 Uhr
Mi: bis 21:00 Uhr, letzter Einlass: 20:00 Uhr
Montags nur an gesetzlichen Feiertagen
Kontakt
Telefon: 0228/9122-102
E-Mail: info@zfmk.de
http://www.MESSEL.museum-koenig.de
Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Ministeriums für Innovation, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Leibniz-Institut für die Biodiversität der Tiere hat es einen Forschungsanteil von mehr als 75 %. Das ZFMK betreibt sammlungsbasierte Biodiversitätsforschung zur Systematik und Phylogenie, Biogeographie und Taxonomie der terrestrischen Fauna. Die Ausstellung „Unser blauer Planet“ trägt zum Verständnis von Biodiversität unter globalen Aspekten bei.
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Näheres unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de>
The Red Bulletin goes Brazil
The Red Bulletin launcht ePaper und App-Ausgabe in Brasilien und ist somit in 12 Ländern und 5 Sprachen weltweit vertreten.
Wien, 16. Mai 2013. The Red Bulletin – das Magazin abseits des Alltäglichen – ist ab sofort auch in Brasilien als ePaper über den digitalen Zeitschriftenstand Zinio, iTunes und den Google Playstore, sowie als full-enhanced App via iTunes und Google Playstore erhältlich. Damit erobert das Monatsmagazin nicht nur sein 12. Land, sondern ist zudem in einer 5. Sprache – neben Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch nun auch in Portugiesisch – erhältlich. Und: Vorerst wird das Magazin digital und nicht – wie gewohnt – in Printform auf den Markt gebracht.
The Red Bulletin steht für Sport, Abenteuer, Musik, Kultur sowie insgesamt für Geschichten abseits des Alltäglichen und erscheint weltweit in einer Printauflage von 2,5 Mio. Exemplaren. Die Zeitschrift zeigt Themen, die Männer faszinieren und inspirieren, spricht von Persönlichkeiten, die sich außerhalb der Norm bewegen, Grenzen ausreizen, Lebenslust zeigen und bereit sind, neue Wege zu gehen. The Red Bulletin glänzt aber auch durch die hohe Recherche- und Bildqualität in der Umsetzung der Themen.
„Brasilien ist einer der zukunftsträchtigsten Märkte und für uns ein weiterer wichtiger Schritt in den Expansionsbestrebungen für den Titel The Red Bulletin“, erklärt Wolfgang Winter, General Manager Red Bull Media House Publishing GmbH.
ÜBER DEN VERLAG:
Die Red Bull Media House Publishing GmbH ist Teil des in Salzburg ansässigen Red Bull Media House und publiziert neben Servus in Stadt & Land und dem globalen Magazin The Red Bulletin auch das österreichische People- und Unterhaltungsmagazin Seitenblicke, das Natur- und Wissensmagazin Terra Mater sowie das Motorsport-Portal Speedweek.
ÜBER DAS RED BULL MEDIA HOUSE:
Das Red Bull Media House ist ein weltweit agierendes Medienunternehmen, das authentische Inhalte und fesselnde Unterhaltungsprogramme in den Bereichen Actionsport und Lifestyle produziert, vertreibt und veröffentlicht. Das Angebot reicht von Film und Fernsehen über Print und digitale Medien bis zu Musik, Games und App – geeignet für jedes Medienformat. Das Red Bull Media House war unter anderem auch für die Dokumentation und den plattformübergreifenden Vertrieb der Red Bull Stratos Mission verantwortlich, deren Livestream 2012 so viele Zuschauer anlockte wie keine Live-Übertragung im Web zuvor. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.redbullmediahouse.com.>
Wien, 16. Mai 2013. The Red Bulletin – das Magazin abseits des Alltäglichen – ist ab sofort auch in Brasilien als ePaper über den digitalen Zeitschriftenstand Zinio, iTunes und den Google Playstore, sowie als full-enhanced App via iTunes und Google Playstore erhältlich. Damit erobert das Monatsmagazin nicht nur sein 12. Land, sondern ist zudem in einer 5. Sprache – neben Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch nun auch in Portugiesisch – erhältlich. Und: Vorerst wird das Magazin digital und nicht – wie gewohnt – in Printform auf den Markt gebracht.
The Red Bulletin steht für Sport, Abenteuer, Musik, Kultur sowie insgesamt für Geschichten abseits des Alltäglichen und erscheint weltweit in einer Printauflage von 2,5 Mio. Exemplaren. Die Zeitschrift zeigt Themen, die Männer faszinieren und inspirieren, spricht von Persönlichkeiten, die sich außerhalb der Norm bewegen, Grenzen ausreizen, Lebenslust zeigen und bereit sind, neue Wege zu gehen. The Red Bulletin glänzt aber auch durch die hohe Recherche- und Bildqualität in der Umsetzung der Themen.
„Brasilien ist einer der zukunftsträchtigsten Märkte und für uns ein weiterer wichtiger Schritt in den Expansionsbestrebungen für den Titel The Red Bulletin“, erklärt Wolfgang Winter, General Manager Red Bull Media House Publishing GmbH.
ÜBER DEN VERLAG:
Die Red Bull Media House Publishing GmbH ist Teil des in Salzburg ansässigen Red Bull Media House und publiziert neben Servus in Stadt & Land und dem globalen Magazin The Red Bulletin auch das österreichische People- und Unterhaltungsmagazin Seitenblicke, das Natur- und Wissensmagazin Terra Mater sowie das Motorsport-Portal Speedweek.
ÜBER DAS RED BULL MEDIA HOUSE:
Das Red Bull Media House ist ein weltweit agierendes Medienunternehmen, das authentische Inhalte und fesselnde Unterhaltungsprogramme in den Bereichen Actionsport und Lifestyle produziert, vertreibt und veröffentlicht. Das Angebot reicht von Film und Fernsehen über Print und digitale Medien bis zu Musik, Games und App – geeignet für jedes Medienformat. Das Red Bull Media House war unter anderem auch für die Dokumentation und den plattformübergreifenden Vertrieb der Red Bull Stratos Mission verantwortlich, deren Livestream 2012 so viele Zuschauer anlockte wie keine Live-Übertragung im Web zuvor. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.redbullmediahouse.com.>
Arznei-Bestseller aus Ostbayern: "Natürliche" Konkurrenz für die Pharma-Riesen
Ein Oberpfälzer Unternehmen boomt seit Jahren mit Medikamenten aus natürlichen Heilpflanzen - obwohl die gesetzlichen Krankenkassen für solche Präparate in der Regel nicht mehr zahlen. Die ostbayerischen Forscher sind sicher: Viele heilsame Wirkstoffe schlummern noch unentdeckt in der "Schatzkammer der Natur".
Neumarkt (obx) - Sauerampfer, Eisenhut und Co.: Ein Oberpfälzer Unternehmen versorgt weltweit Patienten mit "Medikamenten aus dem Kräutergarten" - mit stetig wachsendem Erfolg: Die Firma Bionorica aus Neumarkt boomt seit Jahren mit bekannten Erkältungsmedikamenten wie "Sinupret". Obwohl der Absatz pflanzlicher Arzneimittel in Deutschland im vergangenen Jahr leicht gesunken ist, wuchs Bionoricas Umsatz um mehr als 18 Prozent auf einen Rekord-Erlös von gut 200 Millionen Euro. Mit weltweit über 1000 Mitarbeitern forscht das Pharma-Unternehmen aktuell an rund 100 neuen Pflanzen als natürliche Heilbringer für die Apotheke der Zukunft.
Schon heute sind pflanzliche Medikamente aus Ostbayern bei vielen Beschwerden eine "sanfte" Konkurrenz für die "chemischen Keulen" der großen Pharma-Konzerne: Nicht nur bei Atemwegserkrankungen, auch bei Beschwerden in den Wechseljahren, der Stärkung des Immunsystems oder Blasenentzündungen sind Medikamente mit der "Heilkraft der Natur" inzwischen eine echte Alternative.
Das Potential für wirksame Präparate aus dem Kräutergarten ist riesig: Nur ein Bruchteil der Wirkstoffe aus den weltweit wachsenden tausenden Heilpflanzen ist bisher erforscht. Daher steckt das Neumarkter Unternehmen Bionorica jedes Jahr Millionen in die Erforschung und Entwicklung neuer pflanzlicher Medikamente. Aktuell untersuchen die Oberpfälzer rund 100 potentielle Heilpflanzen, um beispielsweise Wirkstoffe gegen Leber- und Magen-Darm-Erkrankungen zu finden.
Doch der Weg von der Pflanze zum fertigen Medikament ist lang: Allein eine Heilpflanze enthält bis zu 500 Wirkstoffe, die es zu untersuchen gilt. Bis Wissenschaftler dann standardisierte Anbaumethoden entwickelt, optimales Saatgut gezüchtet und neue Produktionstechnologien umgesetzt haben, vergehen oft Jahre. Die strengen Zulassungsverfahren für pflanzliche Arzneien kosten zusätzlich Zeit.
Aber der Aufwand lohnt sich: Das beweist vor allem Bionoricas erfolgreichstes Erkältungsmedikament "Sinupret" als das meistverkaufte pflanzliche Präparat Deutschlands. Allein im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der verkauften Packungen aus dem Sinupret-Sortiment um gut eine Million auf rund neun Millionen erhöht.
Nicht nur in Deutschland ist Bionorica heute Marktführer auf dem "Phytopharmaka-Markt". Besonders in vielen Ländern Osteuropas wächst der Absatz rasant. Probleme gibt es mit der Expansion beispielsweise in den USA oder Großbritannien: Denn dort gibt es keine Unterscheidung von pflanzlichen Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.
Das Erfolgsgeheimnis der "natürlichen Heilbringer" aus der Oberpfalz liegt vor allem in ihrer geprüften Wirksamkeit. Um die pflanzlichen Medikamente in umfangreichen Studien zu testen, kooperiert Bionorica mit rund 500 Universitäten und Kliniken rund um den Globus. Zu kaufen gibt es die "natürlichen" Präparate aus Neumarkt ausschließlich in der Apotheke - auch wenn pflanzliche Arzneimittel seit 2004 in der Regel nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden.
Neumarkt (obx) - Sauerampfer, Eisenhut und Co.: Ein Oberpfälzer Unternehmen versorgt weltweit Patienten mit "Medikamenten aus dem Kräutergarten" - mit stetig wachsendem Erfolg: Die Firma Bionorica aus Neumarkt boomt seit Jahren mit bekannten Erkältungsmedikamenten wie "Sinupret". Obwohl der Absatz pflanzlicher Arzneimittel in Deutschland im vergangenen Jahr leicht gesunken ist, wuchs Bionoricas Umsatz um mehr als 18 Prozent auf einen Rekord-Erlös von gut 200 Millionen Euro. Mit weltweit über 1000 Mitarbeitern forscht das Pharma-Unternehmen aktuell an rund 100 neuen Pflanzen als natürliche Heilbringer für die Apotheke der Zukunft.
Schon heute sind pflanzliche Medikamente aus Ostbayern bei vielen Beschwerden eine "sanfte" Konkurrenz für die "chemischen Keulen" der großen Pharma-Konzerne: Nicht nur bei Atemwegserkrankungen, auch bei Beschwerden in den Wechseljahren, der Stärkung des Immunsystems oder Blasenentzündungen sind Medikamente mit der "Heilkraft der Natur" inzwischen eine echte Alternative.
Das Potential für wirksame Präparate aus dem Kräutergarten ist riesig: Nur ein Bruchteil der Wirkstoffe aus den weltweit wachsenden tausenden Heilpflanzen ist bisher erforscht. Daher steckt das Neumarkter Unternehmen Bionorica jedes Jahr Millionen in die Erforschung und Entwicklung neuer pflanzlicher Medikamente. Aktuell untersuchen die Oberpfälzer rund 100 potentielle Heilpflanzen, um beispielsweise Wirkstoffe gegen Leber- und Magen-Darm-Erkrankungen zu finden.
Doch der Weg von der Pflanze zum fertigen Medikament ist lang: Allein eine Heilpflanze enthält bis zu 500 Wirkstoffe, die es zu untersuchen gilt. Bis Wissenschaftler dann standardisierte Anbaumethoden entwickelt, optimales Saatgut gezüchtet und neue Produktionstechnologien umgesetzt haben, vergehen oft Jahre. Die strengen Zulassungsverfahren für pflanzliche Arzneien kosten zusätzlich Zeit.
Aber der Aufwand lohnt sich: Das beweist vor allem Bionoricas erfolgreichstes Erkältungsmedikament "Sinupret" als das meistverkaufte pflanzliche Präparat Deutschlands. Allein im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der verkauften Packungen aus dem Sinupret-Sortiment um gut eine Million auf rund neun Millionen erhöht.
Nicht nur in Deutschland ist Bionorica heute Marktführer auf dem "Phytopharmaka-Markt". Besonders in vielen Ländern Osteuropas wächst der Absatz rasant. Probleme gibt es mit der Expansion beispielsweise in den USA oder Großbritannien: Denn dort gibt es keine Unterscheidung von pflanzlichen Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.
Das Erfolgsgeheimnis der "natürlichen Heilbringer" aus der Oberpfalz liegt vor allem in ihrer geprüften Wirksamkeit. Um die pflanzlichen Medikamente in umfangreichen Studien zu testen, kooperiert Bionorica mit rund 500 Universitäten und Kliniken rund um den Globus. Zu kaufen gibt es die "natürlichen" Präparate aus Neumarkt ausschließlich in der Apotheke - auch wenn pflanzliche Arzneimittel seit 2004 in der Regel nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden.
Mittwoch, 15. Mai 2013
Uniklinik Regensburg: Weltweit Spitze bei der Tumor-Erkennung
Tumore der Nebenschilddrüsen können tödlich sein, sind aber extrem schwer zu finden. Regensburger Mediziner haben ein einzigartiges Verfahren zur schonenden Ortung der erkrankten Drüsen entwickelt - auch Nierenkranke profitieren.
Regensburg (obx) - Tumore gehören zu den gefährlichsten Erkrankungen des Menschen. Die tumorartige Vergrößerung der Nebenschilddrüse ist die zweithäufigste nach innen wachsende Erkrankung und kann bis zum Herzstillstand führen. Einzige echte Heilungschance: eine Operation. Das Problem: die nur linsengroßen Nebenschilddrüsen sind extrem schwer zu orten. Mediziner der Uniklinik Regensburg haben jetzt ein weltweit einzigartiges Ultraschall-Verfahren zum schonenden und kostengünstigen Aufspüren des winzigen Organs entwickelt. Auch erkrankte Nieren können mit der neuen Methode künftig noch besser untersucht werden.
Jeder Mensch hat in der Regel vier Nebenschilddrüsen, die am Hals benachbart zur Schilddrüse liegen. Trotz ihrer winzigen Größe haben die Nebenschilddrüsen eine sehr wichtige Funktion für den Hormonhaushalt des Körpers. Derzeit leiden etwa sechs von tausend Menschen in Deutschland unter einem sogenannten Adenom, einem gutartigen Tumor der Nebenschilddrüse. Die Folge: Schwankungen im Hormonhaushalt, die von depressiven Verstimmungen und Störungen der Nierenfunktion bis zum Herzstillstand führen können.
Vollständig geheilt werden kann die Erkrankung nur durch ein operatives Entfernen der betroffenen Nebenschilddrüsen. Das Problem: "Bislang musste man die sehr kleine Nebenschilddrüse bei manchen Patienten regelrecht suchen und dafür einen größeren Hautschnitt machen", sagt Professor Dr. Ayman Agha, stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des Universitätsklinikums Regensburg.
Jetzt haben Mediziner der Uniklinik Regensburg ein einzigartiges Verfahren zur schnellen und risikoarmen Ortung erkrankter Nebenschilddrüsen entwickelt: Bei der sogenannten "Kontrastmittel-Sonographie" wird dem Patienten zunächst ein spezielles Kontrastmittel gespritzt. Anschließend ist das erkrankte Organ in über 98 Prozent aller Fälle bei der Ultraschall-Untersuchung auf dem Monitor sichtbar - Das ermöglicht gezielte und schonende Operationen. Ein weiterer Vorteil: "Das Verfahren ist im Vergleich zu anderen Methoden mit etwa 80 Euro sehr kostengünstig", sagt Professor Agha.
Auch viele Nierenpatienten könnten zukünftig vom neuen Regensburger Ultraschall-Verfahren profitieren. Denn bei Nierenkranken sind die bisher gängigen Untersuchungen mit Kontrastmitteln im Computer- oder Kernspintomographen nur eingeschränkt möglich.
Regensburg (obx) - Tumore gehören zu den gefährlichsten Erkrankungen des Menschen. Die tumorartige Vergrößerung der Nebenschilddrüse ist die zweithäufigste nach innen wachsende Erkrankung und kann bis zum Herzstillstand führen. Einzige echte Heilungschance: eine Operation. Das Problem: die nur linsengroßen Nebenschilddrüsen sind extrem schwer zu orten. Mediziner der Uniklinik Regensburg haben jetzt ein weltweit einzigartiges Ultraschall-Verfahren zum schonenden und kostengünstigen Aufspüren des winzigen Organs entwickelt. Auch erkrankte Nieren können mit der neuen Methode künftig noch besser untersucht werden.
Jeder Mensch hat in der Regel vier Nebenschilddrüsen, die am Hals benachbart zur Schilddrüse liegen. Trotz ihrer winzigen Größe haben die Nebenschilddrüsen eine sehr wichtige Funktion für den Hormonhaushalt des Körpers. Derzeit leiden etwa sechs von tausend Menschen in Deutschland unter einem sogenannten Adenom, einem gutartigen Tumor der Nebenschilddrüse. Die Folge: Schwankungen im Hormonhaushalt, die von depressiven Verstimmungen und Störungen der Nierenfunktion bis zum Herzstillstand führen können.
Vollständig geheilt werden kann die Erkrankung nur durch ein operatives Entfernen der betroffenen Nebenschilddrüsen. Das Problem: "Bislang musste man die sehr kleine Nebenschilddrüse bei manchen Patienten regelrecht suchen und dafür einen größeren Hautschnitt machen", sagt Professor Dr. Ayman Agha, stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des Universitätsklinikums Regensburg.
Jetzt haben Mediziner der Uniklinik Regensburg ein einzigartiges Verfahren zur schnellen und risikoarmen Ortung erkrankter Nebenschilddrüsen entwickelt: Bei der sogenannten "Kontrastmittel-Sonographie" wird dem Patienten zunächst ein spezielles Kontrastmittel gespritzt. Anschließend ist das erkrankte Organ in über 98 Prozent aller Fälle bei der Ultraschall-Untersuchung auf dem Monitor sichtbar - Das ermöglicht gezielte und schonende Operationen. Ein weiterer Vorteil: "Das Verfahren ist im Vergleich zu anderen Methoden mit etwa 80 Euro sehr kostengünstig", sagt Professor Agha.
Auch viele Nierenpatienten könnten zukünftig vom neuen Regensburger Ultraschall-Verfahren profitieren. Denn bei Nierenkranken sind die bisher gängigen Untersuchungen mit Kontrastmitteln im Computer- oder Kernspintomographen nur eingeschränkt möglich.
Die Kraft der Kräuter
Regensburg (obx-medizindirekt) - Genießen Sie im Frühjahr die Kraft der Natur für Ihre Gesundheit - als Kräutertee aus frischen, statt den üblichen getrockneten Blättern. Die Tees aus frischen, jungen, zarten Heilkräutern haben eine zarte, helle Farbe und ein sanftes Aroma. Obx-medizindirekt sagt Ihnen, welche Kräuter sich für diese Zubereitung im Frühling bis hinein in den Sommer eignen.
Brennnesselblätter
Inhaltstoffe: Acetylcholin, Chlorophyll, Eisen, Kalium, Gerbstoffe, Kieselsäure, Calcium, Vitamin C, Serotonin. Sie lindern rheumatische Schmerzen, regen den Stoffwechsel an, wirken harntreibend und reinigen das Blut. Auch Gichtschmerzen können damit gelindert werden. Für eine Kur zur allgemeinen Kräftigung, zur Entgiftung und Entschlackung des Organismus sollte man drei Wochen lang dreimal täglich eine Tasse Brennnesseltee trinken.
Löwenzahn
Inhaltstoffe: Bitterstoffe wie Taraxizin, Glykoside, Cholin, Phenolsäure, Asparagin, Enzyme, Kalium, Carotinoide, Kalium, Eisen sowie die Vitamine A und C. Löwenzahn aktiviert die Arbeit von Leber und Galle. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse wird verbessert. Die Produktion von Magensäften wird angeregt, die Verdauung in Schwung gebracht.
Melisse
Inhaltstoffe: Bitterstoffe, Gerbstoffe, das ätherische Öl Cineol, Rosmarinsäure, Phenolcarbonsäuren, Terpenoide. Im Frühling bis zum Juni besonders wirksam. Die ätherischen Öle der Melissenblätter lösen Magenkrämpfe, wirken harmonisierend auf das vegetative Nervensystem, helfen Stress abzubauen und fördern den Schlaf. Sie haben aber auch antibakterielle Eigenschaften und helfen gegen Erkältungen.
Pfefferminze
Inhaltstoffe: Die ätherischen Öle Menthol, Menthon, Methofuran, Eucalyptol, Limonen, Caryophyllen, die Flavonoide Apigenin, Luteolin, Gerbstoffe und Kaffeesäure. Pfefferminztee verstärkt die Speichelbildung und die Produktion der Magensäure, fördert die Verdauung und den Gallenfluss, wirkt gegen Blähungen, krampflösend und gegen schädliche Bakterien im Darm. Den oft starken scharfen und bitteren Geschmack frischer Pfefferminze können Sie vermeiden, wenn Sie frische Pfefferminze zunächst 20 Sekunden aufbrühen und diesen ersten Sud wegschütten.
Petersilie
Inhaltstoffe: Vitamin C, Betacarotin, Apiin, Mangan, Calcium. Ein Bund Petersilie enthält mehr Vitamin C als ein halbes Kilo Orangen, kann deshalb helfen, vor Erkältung und vor Stress zu schützen. Petersilie unterstützt aber auch die Entgiftungsarbeit der Leber, regt die Verdauung an, wirkt gegen Blähungen. Was kaum bekannt ist: Petersilientee wirkt stark harntreibend.
Salbei
Inhaltstoffe: ätherisches Öl mit Thujon, Kampfer und Eucalyptol, Harze, Gerbstoffe, Bitterstoffe, vor allem Carnosol, und Flavonoide. Salbei hilft gegen Halsschmerzen und Heiserkeit, aber auch gegen übermäßiges Schwitzen. Speziell die frischen zarten, samtigen Blätter geben dem Tee einen aromatischen, schwach bitteren, aber sehr würzigen Geschmack. Salbei wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und regt die Verdauung an.
Was Sie beachten sollten, wenn Sie frische Kräuter zur Teezubereitung verwenden:
- Die frisch gepflückten Blätter der Frühlingskräuter waschen und klein schneiden.
- In der Regel einen gehäuften Teelöffel davon mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen
- Die Blätter zwei Minuten ziehen lassen. Nicht länger!
- Durchseihen, mit ganz wenig Honig süßen, langsam in kleinen Schlucken trinken.
- Verwenden Sie nur Bio-Kräuter
- Pflücken Sie wilde Kräuter wie Löwenzahn und Brennnessel niemals in der Nähe von Straßen oder Industrieanlagen
- Noch besser: Pflanzen und ernten Sie in Zukunft Ihre eigenen Kräuter
Brennnesselblätter
Inhaltstoffe: Acetylcholin, Chlorophyll, Eisen, Kalium, Gerbstoffe, Kieselsäure, Calcium, Vitamin C, Serotonin. Sie lindern rheumatische Schmerzen, regen den Stoffwechsel an, wirken harntreibend und reinigen das Blut. Auch Gichtschmerzen können damit gelindert werden. Für eine Kur zur allgemeinen Kräftigung, zur Entgiftung und Entschlackung des Organismus sollte man drei Wochen lang dreimal täglich eine Tasse Brennnesseltee trinken.
Löwenzahn
Inhaltstoffe: Bitterstoffe wie Taraxizin, Glykoside, Cholin, Phenolsäure, Asparagin, Enzyme, Kalium, Carotinoide, Kalium, Eisen sowie die Vitamine A und C. Löwenzahn aktiviert die Arbeit von Leber und Galle. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse wird verbessert. Die Produktion von Magensäften wird angeregt, die Verdauung in Schwung gebracht.
Melisse
Inhaltstoffe: Bitterstoffe, Gerbstoffe, das ätherische Öl Cineol, Rosmarinsäure, Phenolcarbonsäuren, Terpenoide. Im Frühling bis zum Juni besonders wirksam. Die ätherischen Öle der Melissenblätter lösen Magenkrämpfe, wirken harmonisierend auf das vegetative Nervensystem, helfen Stress abzubauen und fördern den Schlaf. Sie haben aber auch antibakterielle Eigenschaften und helfen gegen Erkältungen.
Pfefferminze
Inhaltstoffe: Die ätherischen Öle Menthol, Menthon, Methofuran, Eucalyptol, Limonen, Caryophyllen, die Flavonoide Apigenin, Luteolin, Gerbstoffe und Kaffeesäure. Pfefferminztee verstärkt die Speichelbildung und die Produktion der Magensäure, fördert die Verdauung und den Gallenfluss, wirkt gegen Blähungen, krampflösend und gegen schädliche Bakterien im Darm. Den oft starken scharfen und bitteren Geschmack frischer Pfefferminze können Sie vermeiden, wenn Sie frische Pfefferminze zunächst 20 Sekunden aufbrühen und diesen ersten Sud wegschütten.
Petersilie
Inhaltstoffe: Vitamin C, Betacarotin, Apiin, Mangan, Calcium. Ein Bund Petersilie enthält mehr Vitamin C als ein halbes Kilo Orangen, kann deshalb helfen, vor Erkältung und vor Stress zu schützen. Petersilie unterstützt aber auch die Entgiftungsarbeit der Leber, regt die Verdauung an, wirkt gegen Blähungen. Was kaum bekannt ist: Petersilientee wirkt stark harntreibend.
Salbei
Inhaltstoffe: ätherisches Öl mit Thujon, Kampfer und Eucalyptol, Harze, Gerbstoffe, Bitterstoffe, vor allem Carnosol, und Flavonoide. Salbei hilft gegen Halsschmerzen und Heiserkeit, aber auch gegen übermäßiges Schwitzen. Speziell die frischen zarten, samtigen Blätter geben dem Tee einen aromatischen, schwach bitteren, aber sehr würzigen Geschmack. Salbei wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und regt die Verdauung an.
Was Sie beachten sollten, wenn Sie frische Kräuter zur Teezubereitung verwenden:
- Die frisch gepflückten Blätter der Frühlingskräuter waschen und klein schneiden.
- In der Regel einen gehäuften Teelöffel davon mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen
- Die Blätter zwei Minuten ziehen lassen. Nicht länger!
- Durchseihen, mit ganz wenig Honig süßen, langsam in kleinen Schlucken trinken.
- Verwenden Sie nur Bio-Kräuter
- Pflücken Sie wilde Kräuter wie Löwenzahn und Brennnessel niemals in der Nähe von Straßen oder Industrieanlagen
- Noch besser: Pflanzen und ernten Sie in Zukunft Ihre eigenen Kräuter
Dienstag, 14. Mai 2013
„1848“ – Magazin für Angewandte Wissenschaften geht in Serie
Die Hochschule Fresenius veröffentlicht am 16. Mai das Magazin für Angewandte Wissenschaften „1848“ zum zweiten Mal, es liegt wieder der Abo-Auflage der ZEIT in den Bundesländern Bayern, Hessen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Berlin bei. Die Gesamtauflage der Publikation beträgt knapp 225.000 Exemplare.
Köln. Bereits zum zweiten Mal erscheint am 16. Mai das von der Hochschule Fresenius in Kooperation mit der Tempus Corporate GmbH produzierte „1848“ – Magazin für Angewandte Wissenschaften. „1848“ informiert mit Reportagen, Interviews und Essays über Neues, Prägnantes und Wissenswertes aus den Forschungsgebieten Chemie und Biologie, Gesundheit und Soziales, Wirtschaft und Medien sowie Design.
Die Themenvielfalt der Hochschule spiegelt sich auch in den Texten des Magazins wider, die in neuem Layout präsentiert werden: von der Titelgeschichte zum Thema Spracherwerb über „Design thinking“ bis zum interdisziplinären Feld der Biosciences. Abgerundet wird das Spektrum durch serviceorientierte Rubriken und Interviews zu Berufsleben und Lehre.
Damit unterstreicht die Publikation die besondere Mischung von Tradition und Innovationskraft der Hochschule Fresenius: vom Laborgründer Carl Remigius Fresenius bis zu aktuellen Start-ups von Studierenden und Absolventen.
Das Titelthema der Ausgabe befasst sich mit einem der wichtigsten Aspekten der Kommunikation: dem Thema Sprache. Wie entwickeln sich Sprache und Kommunikation schon bei Säuglingen und wie wichtig ist sprachliche Bildung, um an unserer Gesellschaft teilhaben zu können? Dabei legt die Stimme der Mutter das Fundament für den Spracherwerb – wenn das Kind noch im Mutterleib ist!
Für alle Nicht-Abonnenten der ZEIT steht die Online-Version von „1848“ – Magazin für Angewandte Wissenschaften unter http://www.hs-fresenius.de/1848 bereit.
Über „1848“ – Magazin für Angewandte Wissenschaften:
„Der Wissenschaftsrat hat in einem aktuellen Bericht festgestellt, dass im Jahre 1945 nur drei private Hochschulen in Deutschland existierten. Eine davon war die Hochschule Fresenius – und ihre Tradition reicht sogar noch hundert Jahre weiter zurück. Diese Herkunft verpflichtet natürlich. Heute verfügt die Hochschule Fresenius mit ihren Campus-Standorten und der für eine private Hochschule eher ungewöhnlichen Fächerbreite von Chemie & Biologie über Gesundheit & Soziales, Wirtschaft & Medien sowie Design, über eine Vielzahl von spannenden und praxisrelevanten Forschungs- und Projektthemen. Diese möchten wir zukünftig einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen“, beschreibt Prof. Dr. Marcus Pradel, Vizepräsident der Hochschule Fresenius, die Zielsetzung.
Über die Hochschule Fresenius
Die Hochschule Fresenius gehört mit rund 8.000 Studierenden und Berufsfachschülern zu den größten und renommiertesten privaten Hochschulen in Deutschland. 1848 als „Chemisches Laboratorium Fresenius“ gegründet und seit 1971 als staatlich anerkannte Fachhochschule in privater Trägerschaft zugelassen, unterhält die Hochschule Fresenius heute Standorte in Köln, Hamburg, München, Idstein, Frankfurt und Berlin sowie Studienzentren in Düsseldorf und Zwickau. 2010 erfolgte die institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat. In den Fachbereichen Chemie & Biologie, Gesundheit & Soziales, Wirtschaft & Medien sowie Design können hier Ausbildungs-, Studien- und Weiterbildungsangebote wahrgenommen werden. Neben Bachelor- und Masterprogrammen in Vollzeit bieten die vier Fachbereiche mit ihren sieben Schools auch berufsbegleitende und ausbildungsbegleitende (duale) Studiengänge an. Die Hochschule Fresenius setzt auf eine enge Einheit von Forschung, Lehre und Praxis und forscht in den Fachbereichen Chemie & Biologie (Institute for Analytical Research), Gesundheit & Soziales (Bewegungslabor), Wirtschaft & Medien (Institut für Gesundheitswirtschaft, Medienmanagement Institut, Institut für Energiewirtschaft) sowie Design.
Weitere Infos unter: http://www.hochschule-fresenius.de>
Köln. Bereits zum zweiten Mal erscheint am 16. Mai das von der Hochschule Fresenius in Kooperation mit der Tempus Corporate GmbH produzierte „1848“ – Magazin für Angewandte Wissenschaften. „1848“ informiert mit Reportagen, Interviews und Essays über Neues, Prägnantes und Wissenswertes aus den Forschungsgebieten Chemie und Biologie, Gesundheit und Soziales, Wirtschaft und Medien sowie Design.
Die Themenvielfalt der Hochschule spiegelt sich auch in den Texten des Magazins wider, die in neuem Layout präsentiert werden: von der Titelgeschichte zum Thema Spracherwerb über „Design thinking“ bis zum interdisziplinären Feld der Biosciences. Abgerundet wird das Spektrum durch serviceorientierte Rubriken und Interviews zu Berufsleben und Lehre.
Damit unterstreicht die Publikation die besondere Mischung von Tradition und Innovationskraft der Hochschule Fresenius: vom Laborgründer Carl Remigius Fresenius bis zu aktuellen Start-ups von Studierenden und Absolventen.
Das Titelthema der Ausgabe befasst sich mit einem der wichtigsten Aspekten der Kommunikation: dem Thema Sprache. Wie entwickeln sich Sprache und Kommunikation schon bei Säuglingen und wie wichtig ist sprachliche Bildung, um an unserer Gesellschaft teilhaben zu können? Dabei legt die Stimme der Mutter das Fundament für den Spracherwerb – wenn das Kind noch im Mutterleib ist!
Für alle Nicht-Abonnenten der ZEIT steht die Online-Version von „1848“ – Magazin für Angewandte Wissenschaften unter http://www.hs-fresenius.de/1848 bereit.
Über „1848“ – Magazin für Angewandte Wissenschaften:
„Der Wissenschaftsrat hat in einem aktuellen Bericht festgestellt, dass im Jahre 1945 nur drei private Hochschulen in Deutschland existierten. Eine davon war die Hochschule Fresenius – und ihre Tradition reicht sogar noch hundert Jahre weiter zurück. Diese Herkunft verpflichtet natürlich. Heute verfügt die Hochschule Fresenius mit ihren Campus-Standorten und der für eine private Hochschule eher ungewöhnlichen Fächerbreite von Chemie & Biologie über Gesundheit & Soziales, Wirtschaft & Medien sowie Design, über eine Vielzahl von spannenden und praxisrelevanten Forschungs- und Projektthemen. Diese möchten wir zukünftig einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen“, beschreibt Prof. Dr. Marcus Pradel, Vizepräsident der Hochschule Fresenius, die Zielsetzung.
Über die Hochschule Fresenius
Die Hochschule Fresenius gehört mit rund 8.000 Studierenden und Berufsfachschülern zu den größten und renommiertesten privaten Hochschulen in Deutschland. 1848 als „Chemisches Laboratorium Fresenius“ gegründet und seit 1971 als staatlich anerkannte Fachhochschule in privater Trägerschaft zugelassen, unterhält die Hochschule Fresenius heute Standorte in Köln, Hamburg, München, Idstein, Frankfurt und Berlin sowie Studienzentren in Düsseldorf und Zwickau. 2010 erfolgte die institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat. In den Fachbereichen Chemie & Biologie, Gesundheit & Soziales, Wirtschaft & Medien sowie Design können hier Ausbildungs-, Studien- und Weiterbildungsangebote wahrgenommen werden. Neben Bachelor- und Masterprogrammen in Vollzeit bieten die vier Fachbereiche mit ihren sieben Schools auch berufsbegleitende und ausbildungsbegleitende (duale) Studiengänge an. Die Hochschule Fresenius setzt auf eine enge Einheit von Forschung, Lehre und Praxis und forscht in den Fachbereichen Chemie & Biologie (Institute for Analytical Research), Gesundheit & Soziales (Bewegungslabor), Wirtschaft & Medien (Institut für Gesundheitswirtschaft, Medienmanagement Institut, Institut für Energiewirtschaft) sowie Design.
Weitere Infos unter: http://www.hochschule-fresenius.de>
Fünf Jahre Bayerisches Golf- und Thermenland
In Ostbayern schlägt das "gesunde Herz" Europas
Regensburg (obx) - Seit fünf Jahren steht die Marke "Bayerisches Golf- und Thermenland" für grenzenlosen Wellness-Spaß, für wirksame medizinische Kuren und entspannenden Gesundheitsurlaub Mitten im Herzen Europas. Nirgendwo auf dem Kontinent sind die Thermalwasserflächen weitläufiger, ist das Wellness-Angebot so vielfältig und das Angebot an medizinischen Heilangeboten größer als in Europas führender Wellness- und Heilbäderregion mit dem Bäderquintett Bad Füssing, Bad Griesbach, Bad Birnbach, Bad Gögging und Bad Abbach. Flaggschiff der niederbayerischen Gesundheitsregion ist Bad Füssing, Europas übernachtungsstärkster Kurort. Ihr besonderes Profil erhält die Region als Golfer-Paradies. Mit 10 Golfplätzen und einer Golfakademie gilt Bad Griesbach heute als führendes Golfresort auf dem Kontinent.
Motor des Erfolgs im Konzert und Konkurrenzkampf mit anderen europäischen Bäderregionen war und ist das besondere Thermalwasser, das aus Europas ausgedehntestem unterirdischem Thermalsee sprudelt. Die Gäste kommen in Scharen, auch weil die "Gesunden Fünf" mit vielen Superlativen glänzen können: zum Beispiel mit der 26.000 Quadratmeter großen und damit weitläufigsten Thermenlandschaft Europas, rund 1000 Wellness-Inseln für grenzenloses Wohlbefinden und medizinischer Kompetenz auf höchstem Niveau.
Die Zufriedenheit und die Begeisterung der Gäste ist messbar: mit jährlich 700.000 Gästeankünften und weit über fünf Millionen Übernachtungen lässt das Bayerische Golf- und Thermenland alle anderen klassischen Gesundheitsregionen auf dem Kontinent weit hinter sich. Die Zahl der Tagesgäste geht in die Millionen. Alleine 1,6 Millionen Besucher tauchen jährlich in die legendären Thermen von Bad Füssing.
Die Zeit der großen klassischen europäischen Heilbäder mit Kaisern, Königen, Glanz und Gloria war längst Geschichte. Da begannen im niederbayerischen Rottal an der bayerisch-österreichischen Grenze Bohrtrupps damit, nach Erdöl zu suchen. Schwarzes Gold aber sprudelte nie. Was sie fanden, war heißes Thermalwasser von hoher medizinischer Wirksamkeit. Dieses Wasser mit seiner besonderen Heilkraft war die Kraftquelle für die Entwicklung des neuen Bayerischen Thermenlands mit seinen fünf Heilbadeorten und der Motor für den Aufstieg von Bad Füssing zu Europas heute beliebtestem Heilbad.
In der Tradition der legendären, großen europäischen Heilbäder sieht sich das Bayerische Golf- und Thermenland heute. Zumal zwei ihrer Mitgliedsorte auf eine große Geschichte zurückblicken können: In Bad Griesbach ließ schon der römische Kaiser Trajanus einst für seine Legionäre eines der größten Staatsbäder im römischen Reich errichten und in Bad Abbach nutzte einst Kaiser Karl V. die Kraft des Heilwassers, um sich von den anstrengenden Sitzungen des Immerwährenden Reichstags im nahen Regensburg zu erholen.
Im Bayerischen Golf- und Thermenland haben Kur- und Gesundheitsurlauber, nur wenige Kilometer von einander entfernt, heute die Wahl zwischen mondänem Luxusambiente im 5-Sterne-Hotels, umgeben von Europas weitläufigstem Golf-Ressort in Bad Griesbach, ländlicher Beschaulichkeit im idyllischen Bad Birnbach oder höchster medizinischer Kompetenz inmitten grandioser Thermalbadeanlagen in Europas übernachtungsstärksten Kurort Bad Füssing. In Bad Gögging kann man heute im klassisch-römischen Ambiente Thermalbadefreuden und in Bad Abbach Thermalwasser und das breite Kulturangebot der nahen Römerstadt Regensburg genießen.
Mittlerweile ist der Fünfer-Verbund weiter gewachsen. Heute sind insgesamt sieben niederbayerische Landkreise und die Städte Passau, Landshut und Straubing Teil der heute beim Tourismusverband Ostbayern (TVO) angesiedelten Werbe-Initiative. Der Wettbewerb mit den anderen europäischen Gesundheitsregionen, wie etwa den böhmischen Bädern oder den Kurorten um Bad Füssings-Partnergemeinde Abano Terme ist in der letzten Zeit härter geworden. Die Idee des gemeinsamen Werbens in Europa erweist sich für die niederbayerischen Bäder heute als Segen.
Bad Füssings Kurdirektor Rudolf Weinberger: "Über diesen schlagkräftigen Marketing-Verband wird für uns auch die Werbung um neue Gäste günstiger und auch wirkungsvoller. Vor allem weil in dieser Konstellation auch die Europäische Union ihre Geldquellen öffnet. Der gemeinsame, vom Tourismusverband Ostbayern verwaltete Werbeetat wird aus Brüssel mit rund 40 Prozent bezuschusst."
Montag, 13. Mai 2013
Extremismus: In der Haft werden Vorurteile bestätigt
Heidelberg. Jedes Jahr werden mehr als 800 Gewaltverbrechen von Neonazis registriert – zuletzt mit steigender Tendenz. Viele werden zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Doch unglücklicherweise festige oder verstärke die Haft das rechte Gedankengut, berichtet Figen Özsöz vom Bayerischen Landeskriminalamt in einem Interview mit dem Psychologiemagazin Gehirn&Geist (Ausgabe 05/2012).
Aus: Gehirn und Geist, Juni 2013
Die türkischstämmige Psychologin befragte im Rahmen ihrer Promotion rechtsextremistische Jugendliche im Gefängnis. Mit dem Leid der Opfer wollten sich die meisten nicht auseinandersetzen, sagt Özsöz. Sie neigten vielmehr dazu, die Tat zu bagatellisieren und die Verantwortung auf den Alkohol oder auf Mittäter zu schieben. Wenn sie die Tat bereuten, meinten sie damit die Auswirkungen auf ihr eigenes Leben. »Sie bedauerten, dass sie von Partner und Familie getrennt lebten oder dass sie ihren Arbeitsplatz verloren hatten.« Das rechtsextreme Gedankengut bleibe jedoch von der Haft unberührt. Denn in westdeutschen Gefängnissen gebe es einen hohen Ausländeranteil – in den Augen der Täter ein Beweis für ihre Vorurteile. In ostdeutschen Gefängnissen wiederum bräuchten rechtsextreme Insassen ihre ideologische Zugehörigkeit nicht zu verstecken, sondern fänden schnell Anschluss. Für die Resozialisation sei daher die Haltung der Angehörigen entscheidend, so Özsöz. »Sie sollten sogar konkrete Forderungen stellen: Wir sind für dich da, allerdings unter der Bedingung, dass du dich von der Szene distanzierst!«
Opfer von Hassverbrechen leiden offenbar psychisch stärker als Opfer vergleichbar schwerer Delikte, berichtet die Psychologin. Sie wüssten, dass sich die Angriffe gezielt gegen ihre Identität richteten, und das löse verstärkt Angst und Scham aus. Die Brandanschläge in Solingen 1993 hätten weite Teile der türkischstämmigen Bevölkerung in Deutschland verunsichert, weil sie fürchteten, es könne sie als Nächstes treffen. »Deshalb ist es wichtig, Opfern und ihren Angehörigen zu vermitteln, dass die Täter nicht für die gesamte Gesellschaft sprechen.«
Hintergrundinformation: Rechte Gewalt zählt zu den so genannten Hassverbrechen – Straftaten gegen Mitglieder von Bevölkerungsgruppen, die von den Tätern gehasst, abgelehnt oder für minderwertig befunden werden, nur weil es beispielsweise homosexuell oder obdachlos ist oder weil man ihm seinen jüdischen Glauben oder seine ausländische Herkunft ansieht. Auch Terroranschläge von islamistischen Fundamentalisten zählen dazu, doch in Deutschland gehen Hassdelikte überwiegend auf das Konto rechtsextremistischer Täter.
Aus: Gehirn und Geist, Juni 2013
Die türkischstämmige Psychologin befragte im Rahmen ihrer Promotion rechtsextremistische Jugendliche im Gefängnis. Mit dem Leid der Opfer wollten sich die meisten nicht auseinandersetzen, sagt Özsöz. Sie neigten vielmehr dazu, die Tat zu bagatellisieren und die Verantwortung auf den Alkohol oder auf Mittäter zu schieben. Wenn sie die Tat bereuten, meinten sie damit die Auswirkungen auf ihr eigenes Leben. »Sie bedauerten, dass sie von Partner und Familie getrennt lebten oder dass sie ihren Arbeitsplatz verloren hatten.« Das rechtsextreme Gedankengut bleibe jedoch von der Haft unberührt. Denn in westdeutschen Gefängnissen gebe es einen hohen Ausländeranteil – in den Augen der Täter ein Beweis für ihre Vorurteile. In ostdeutschen Gefängnissen wiederum bräuchten rechtsextreme Insassen ihre ideologische Zugehörigkeit nicht zu verstecken, sondern fänden schnell Anschluss. Für die Resozialisation sei daher die Haltung der Angehörigen entscheidend, so Özsöz. »Sie sollten sogar konkrete Forderungen stellen: Wir sind für dich da, allerdings unter der Bedingung, dass du dich von der Szene distanzierst!«
Opfer von Hassverbrechen leiden offenbar psychisch stärker als Opfer vergleichbar schwerer Delikte, berichtet die Psychologin. Sie wüssten, dass sich die Angriffe gezielt gegen ihre Identität richteten, und das löse verstärkt Angst und Scham aus. Die Brandanschläge in Solingen 1993 hätten weite Teile der türkischstämmigen Bevölkerung in Deutschland verunsichert, weil sie fürchteten, es könne sie als Nächstes treffen. »Deshalb ist es wichtig, Opfern und ihren Angehörigen zu vermitteln, dass die Täter nicht für die gesamte Gesellschaft sprechen.«
Hintergrundinformation: Rechte Gewalt zählt zu den so genannten Hassverbrechen – Straftaten gegen Mitglieder von Bevölkerungsgruppen, die von den Tätern gehasst, abgelehnt oder für minderwertig befunden werden, nur weil es beispielsweise homosexuell oder obdachlos ist oder weil man ihm seinen jüdischen Glauben oder seine ausländische Herkunft ansieht. Auch Terroranschläge von islamistischen Fundamentalisten zählen dazu, doch in Deutschland gehen Hassdelikte überwiegend auf das Konto rechtsextremistischer Täter.
Mitgefühl fördert Fleischverzicht
Heidelberg. Die gesundheitlichen Vorteile des Fleischverzichts sind vielfach dokumentiert. Vegetarier sind seltener übergewichtig und leiden nicht so oft unter Bluthochdruck, Diabetes sowie Gallen- oder Nierensteinen. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einige Krebsarten treten bei ihnen seltener auf. Jetzt haben Wissenschaftler die psychologischen Aspekte des Vegetarismus erforscht, berichtet die neue Ausgabe von Gehirn und Geist (6/2013).
Aus: Gehirn und Geist, Juni 2013
Demnach zeigen Vegetarier eine vergleichsweise hohe Intelligenz –was womöglich dazu beiträgt, dass sie positiven Auswirkungen einer fleischlosen Ernährung auf die Gesundheit erkennen. Zudem empfinden Vegetarier besonders starkes Mitgefühl mit ihren tierischen Verwandten, wie Wissenschaftler um Massimo Filippi herausfanden. Die Forscher zeigten Vegetariern, die aus moralischen Gründen auf Fleisch verzichteten, sowie Fleischessern Bilder menschlichen und tierischen Leids und registrierten die Hirnaktivität ihrer Probanden. Ergebnis: Das "Empathienetzwerk" im Kopf von Vegetariern reagierte besonders stark auf die negativen Szenen.
Dieser Unterschied in der Verarbeitung von Emotionen liefert erste Hinweise darauf, warum manche Menschen zu Vegetariern werden und andere nicht. Möglicherweise ist dieser Unterschied teils sogar angeboren. Zusammen mit bestimmten Schlüsselerlebnissen könnte eine solche Prädisposition dazu führen, dass manche Menschen den Fleischkonsum aufgeben.
Die Mehrzahl der Vegetarier berichtet von einschneidenden Erlebnissen, die zur Ernährungsumstellung führten – etwa schockierende Fernsehaufnahmen der Zuständer in der Massentierhaltung. Wie der jeweilige Mensch darauf regaiert, ist wohl nicht zuletzt eine Frage seiner individuellen Empfänglichkeit für Mitgefühl und Empathie.
Aus: Gehirn und Geist, Juni 2013
Demnach zeigen Vegetarier eine vergleichsweise hohe Intelligenz –was womöglich dazu beiträgt, dass sie positiven Auswirkungen einer fleischlosen Ernährung auf die Gesundheit erkennen. Zudem empfinden Vegetarier besonders starkes Mitgefühl mit ihren tierischen Verwandten, wie Wissenschaftler um Massimo Filippi herausfanden. Die Forscher zeigten Vegetariern, die aus moralischen Gründen auf Fleisch verzichteten, sowie Fleischessern Bilder menschlichen und tierischen Leids und registrierten die Hirnaktivität ihrer Probanden. Ergebnis: Das "Empathienetzwerk" im Kopf von Vegetariern reagierte besonders stark auf die negativen Szenen.
Dieser Unterschied in der Verarbeitung von Emotionen liefert erste Hinweise darauf, warum manche Menschen zu Vegetariern werden und andere nicht. Möglicherweise ist dieser Unterschied teils sogar angeboren. Zusammen mit bestimmten Schlüsselerlebnissen könnte eine solche Prädisposition dazu führen, dass manche Menschen den Fleischkonsum aufgeben.
Die Mehrzahl der Vegetarier berichtet von einschneidenden Erlebnissen, die zur Ernährungsumstellung führten – etwa schockierende Fernsehaufnahmen der Zuständer in der Massentierhaltung. Wie der jeweilige Mensch darauf regaiert, ist wohl nicht zuletzt eine Frage seiner individuellen Empfänglichkeit für Mitgefühl und Empathie.
Mehrsprachigkeit macht klug
Heidelberg. Fremdsprachenkenntnisse werden heute allseits begrüßt. Doch in Sachen zweisprachiger Früherziehung sind vielen Pädagogen und verunsicherte Eltern nach wie vor skeptisch: Beherrschen Kinder, die schon früh mehrere Sprachen lernen, am Ende keine davon richtig? Birgt das nicht auch Risiken, wie etwa eine verzögerte kognitive Entwicklung?
Aus: Gehirn und Geist, Juni 2013
Studien von Psychologen und Hirnforschern zeigen: Eine zweisprachige Erziehung hat tatsächlich Nebenwirkungen – allerdings sind diese in den meisten Fällen überaus wünschenswert. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin "Gehirn und Geist" in seiner neuen Ausgabe (6/2013). Zweisprachige Kinder kennen demnach in den einzelnen Sprachen zwar im Schnitt etwas weniger Wörter als einsprachige. Die Furcht vor einem verzögerten Spracherwerb oder anderen kognitiven Defiziten hat sich aber als unbegründet erwiesen. Zweisprachig aufwachsende Kleinkinder sprechen ihr erstes Wort im Alter von etwa einem Jahr, genau wie einsprachige. Auch im weiteren Entwicklungsverlauf zeigten sich keine nennenswerten Auffälligkeiten – zumindest keine negativen.
Vielmehr gleicht das Aufwachsen mit zwei Sprachen offenbar einem Intensivtraining für das Gehirn. Bilinguale Erwachsene schneiden bei einer Reihe von Geistesübungen im Schnitt besser ab, vor allem bei solchen, die die so genannten exekutiven Funktionen fordern. Damit bezeichnen Neuropsychologen die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit flexibel auf neue Sichtweisen zu verlagern und zwischen verschiedenen Aufgaben umzuschalten. Diese Kapazität wird durch die Auswahl zwischen verschiedenen Sprachsystemen gefördert.
Ein gutes Beispiel ist die Fähigkeit, die Perspektive einer anderen Person einzunehmen. Ausgeklügelte Tests der Psychologen Patrick Cushen und Jennifer Wiley an der University of Illinois in Chiacago haben gezeigt, dass dies zweisprachigen Kindern früher gelingt als üblich – im Alter von drei statt erst mit vier Jahren. Doch auch später scheint es ihnen leichter zu fallen. Ein anderes Feld ist das kreative Denken: Wie Studien zeigten, fällt zweisprachigen Menschen das Knacken so mancher Kopfnüsse leichter als einsprachigen, erklärt Ellen Bialystok von der York University in Toronto (Kanada).
Der vermutliche Grund: Kreativität erfordert ganz allgemein, nicht dem erstbesten Einfall zu folgen, sondern "Nullachtfünfzehn-Gedanken" zu unterdrücken und seine Aufmerksamkeit auf nicht ganz so offensichtliche Lösungsoptionen zu lenken. Die Überlegenheit der Exekutivfunktionen, die sich Zweisprachige antrainiert haben, könnte so innovatives Problemlösen fördern, spekulieren die Forscher.
Aus: Gehirn und Geist, Juni 2013
Studien von Psychologen und Hirnforschern zeigen: Eine zweisprachige Erziehung hat tatsächlich Nebenwirkungen – allerdings sind diese in den meisten Fällen überaus wünschenswert. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin "Gehirn und Geist" in seiner neuen Ausgabe (6/2013). Zweisprachige Kinder kennen demnach in den einzelnen Sprachen zwar im Schnitt etwas weniger Wörter als einsprachige. Die Furcht vor einem verzögerten Spracherwerb oder anderen kognitiven Defiziten hat sich aber als unbegründet erwiesen. Zweisprachig aufwachsende Kleinkinder sprechen ihr erstes Wort im Alter von etwa einem Jahr, genau wie einsprachige. Auch im weiteren Entwicklungsverlauf zeigten sich keine nennenswerten Auffälligkeiten – zumindest keine negativen.
Vielmehr gleicht das Aufwachsen mit zwei Sprachen offenbar einem Intensivtraining für das Gehirn. Bilinguale Erwachsene schneiden bei einer Reihe von Geistesübungen im Schnitt besser ab, vor allem bei solchen, die die so genannten exekutiven Funktionen fordern. Damit bezeichnen Neuropsychologen die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit flexibel auf neue Sichtweisen zu verlagern und zwischen verschiedenen Aufgaben umzuschalten. Diese Kapazität wird durch die Auswahl zwischen verschiedenen Sprachsystemen gefördert.
Ein gutes Beispiel ist die Fähigkeit, die Perspektive einer anderen Person einzunehmen. Ausgeklügelte Tests der Psychologen Patrick Cushen und Jennifer Wiley an der University of Illinois in Chiacago haben gezeigt, dass dies zweisprachigen Kindern früher gelingt als üblich – im Alter von drei statt erst mit vier Jahren. Doch auch später scheint es ihnen leichter zu fallen. Ein anderes Feld ist das kreative Denken: Wie Studien zeigten, fällt zweisprachigen Menschen das Knacken so mancher Kopfnüsse leichter als einsprachigen, erklärt Ellen Bialystok von der York University in Toronto (Kanada).
Der vermutliche Grund: Kreativität erfordert ganz allgemein, nicht dem erstbesten Einfall zu folgen, sondern "Nullachtfünfzehn-Gedanken" zu unterdrücken und seine Aufmerksamkeit auf nicht ganz so offensichtliche Lösungsoptionen zu lenken. Die Überlegenheit der Exekutivfunktionen, die sich Zweisprachige antrainiert haben, könnte so innovatives Problemlösen fördern, spekulieren die Forscher.
Das Internet kann den direkten Kontakt zum Apotheker nicht ersetzen
Persönliche Beratung ist notwendig
Hannover (apothekerkammer) – In mehreren Studien wurde festgestellt, dass das Internet einer der wichtigsten Informationskanäle für Verbraucher bei Gesundheitsfragen ist. Auch viele Patienten, die Medikamente einnehmen, schauen zuerst dort nach, wenn sie nach Antworten suchen. Doch welchen Wert hat die Hilfe aus dem Internet? Macht man den Eigenversuch, so erhält man als Patient im Gesundheitsforum schnell eine Vielfalt von Hinweisen, die kaum weiterhelfen. Nicht nur, dass sich die Aussagen teilweise widersprechen, oftmals weiß man auch nicht, woher die Ratschläge kommen. Selten beantwortet ein Fachmann die Fragen, meist handelt es sich um Laien, die eigene Erfahrungen und Halbwissen weitergeben. Doch jeder Organismus reagiert anders auf Arzneimittel, auch müssen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten oder Nahrungsmitteln berücksichtigt werden. Daher braucht der Patient einen Experten, der ihn individuell beraten kann, teilt die Apothekerkammer Niedersachsen mit. Eine Internetrecherche kann nur der erste Schritt sein, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Wer z. B. Arzneimittel gegen Kopfschmerzen benötigt, sollte einen Apotheker seines Vertrauens um Rat fragen. Im Gespräch mit dem Patienten stellt der Apotheker die relevanten Fragen, um das für den Patienten wirkungsvollste und sicherste Arzneimittel auszusuchen. Zunächst wird sich der Apotheker über die Art und Weise des Kopfschmerzes erkundigen. Weiterhin wird er fragen, ob der Patient noch weitere Arzneimittel einnimmt, die zusammen mit den Schmerzmitteln zu ungewollten Wechselwirkungen führen könnten. Mit Blick auf die individuelle Situation des Patienten wird der Apotheker seine Empfehlung aussprechen. Das kann ein geeignetes Schmerzmittel sein oder eine Einreibung für Nacken und Schläfen oder er rät zu einen Arztbesuch, weil im Gespräch zum Beispiel herauskommt, dass der Patient an einer Erkrankung leidet, die vom Arzt behandelt werden muss.
Verschreibt ein Arzt ein Blutdruckmittel, kann es sein, dass der Patient seine Lebensgewohnheiten ändern muss. Hier informiert der Apotheker in einem Beratungsgespräch gern darüber, ob der Patient ab und zu ein Glas Wein trinken darf, oder gibt Tipps, wie andere Arzneimitteltherapien mit dem Blutdruckmittel sinnvoll vereint werden können, ohne den Patienten zu belasten.
Bei Arthrose gibt es viele Möglichkeiten, die Symptome zu lindern. Sie reichen von Nahrungsergänzungsmitteln über rezeptfreie bis hin zu rezeptpflichtigen Medikamenten. Im Gespräch mit dem Patienten erfasst der Apotheker die individuellen Bedürfnisse. Er erklärt auch, wann bei der jeweiligen Methode mit einer Besserung zu rechnen ist. So läuft kein Patient Gefahr, eine sinnvolle Therapie abzubrechen oder eine unwirksame Therapie weiterzuverfolgen.
Die Nutzung des Internets hat ihre Grenzen, wenn es um Arzneimittel geht. Das zeigen die hier genannten Beispiele deutlich. „Das Internet kann manchmal eine Hilfe sein, um sich Informationen zu beschaffen. Geht es aber um die Anwendung von Arzneimitteln, um Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen, sollte immer ein Apotheker vor Ort aufgesucht werden. Als Arzneimittelfachmann kennt er sich damit aus, wie Wirkstoffe vom Körper aufgenommen, verarbeitet und wieder abgebaut werden. Durch ein persönliches Gespräch und das unmittelbare Anschauen des Patienten kann er auch erkennen, wann ein Arzt hinzugezogen werden muss“, erläutert die Apothekerkammer Niedersachsen.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie und Toxikologie. Nach drei Staatsexamina erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Der Apotheker fertigt individuelle Rezepturen an, erklärt die korrekte Einnahme von Medikamenten, warnt vor Wechselwirkungen und garantiert diese Versorgung auch im Nacht- und Notdienst.
Was ein eigener Hund kostet
Ein eigener Hund – das ist der größte Herzenswunsch vieler Kinder. Und nicht nur für die Kleinen kann ein Vierbeiner Seelentröster, Beschützer und der allerbeste Freund sein. Wer sich einen Hund anschaffen möchte, sollte bedenken, dass er damit eine Beziehung fürs ganze Hundeleben eingeht. Dieses kann, je nach Rasse, bis zu 20 Jahre währen. Ein Hund braucht Aufmerksamkeit, Zeit und Liebe und natürlich muss er auch Futter und einiges mehr haben. Zeit und Liebe kann man nicht in barer Münze berechnen, was der Unterhalt eines Hundes ungefähr kostet, dazu beraten die Experten der Fachmarktkette Fressnapf.
Anschaffung: Je nach Rasse kostet ein Welpe beim Züchter von ca. 500 bis 2.000 Euro, im Schnitt sind es rund 1.000 Euro. Ein Welpe von einem seriösen Züchter hat eine Erstimpfung, ist entwurmt, zur Kennzeichnung gechippt oder tatöwiert und auf den Menschen geprägt. Seriöse Züchter findet man z. B. auf der Website des Verbandes für das deutsche Hundewesen (http://www.vdh.de). Auch in den örtlichen Tierheimen warten viele Hunde auf ein neues Zuhause. Hier bezahlt man eine sogenannte Abgabe- oder Schutzgebühr, die je nach Tierheim und Hund variiert, durchschnittlich sind es zwischen 100 und 400 Euro. Die Tierheimtiere sind ebenfalls entwurmt, geimpft und gekennzeichnet, häufig auch schon kastriert. Tierheime in Ihrer Nähe finden sie unter http://www.tierschutzbund.de.>
Futter und Leckerlis: Das hängt von der Größe und den Bedürfnissen des Hundes ab. Auch die Qualität des
Futters muss man berücksichtigen. Im Schnitt sind zwischen 30 und 80 Euro pro Monat für die Fütterung
notwendig.
Zubehör und Pflege: Für die Grundausstattung, zu der Körbchen, Leine, Halsband, Näpfe etc. gehören, muss man mit ca. 75 bis 200 Euro kalkulieren.
Hundesteuer: Sie schwankt von Kommune zu Kommune und ist zum Teil auch rasseabhängig. Durchschnittlich verlangen Städte und Gemeinde rund 100 Euro pro Jahr.
Tierarzt: Im ersten Jahr Hundelebensjahr fallen für Impfungen und Entwurmung zirka 70 bis 100 Euro an. Danach kosten Impfungen und Entwurmungen zirka 60 Euro pro Jahr. Alle weiteren Kosten hängen von der
Gesundheit Ihres Vierbeiners ab. Man kann für seinen Hund auch eine Krankenversicherung abschließen, die allgemeine Kosten für Tierarzt und Operationen übernimmt. Infos dazu unter http://www.fressnapf.de/special/tierversicherungen
Haftpflicht: Eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung ist dringend zu empfehlen. In einigen Bundesländern ist sie sogar Pflicht. Die Kosten dafür schwanken von Versicherung zu Versicherung. Die günstigen liegen bei rund 50 Euro pro Jahr. Infos: http://www.fressnapf.de/special/tierversicherungen
Hundeschule und Hundesitter: Hier sind die Preise sehr unterschiedlich. Am besten man vergleicht Angebote
an seinem Wohnort.
Fressnapf ist Europas führende Fachmarktkette für Tiernahrung und -zubehör. Rund 90 Prozent aller deutschen Tierhalter kennen Fressnapf. In Deutschland betreibt das Unternehmen mehr als 800 Fachmärkte. In der Krefelder Firmenzentrale arbeitet ein Team von Tierärzten und beantwortet unter http://www.fressnapf.de/tierarzt Fragen rund ums Haustier.
Bayerns Gestein des Jahres: Das "weiße Gold" der Oberpfalz
Ob für Porzellan, Papier oder Arzneimittel: Kaolin ist ein seltener und weltweit begehrter Rohstoff. In der Oberpfalz lagert eines der größten Vorkommen Europas.
Hirschau/Schnaittenbach - Es macht unser Papier weiß und ist der Grundstoff für das weltberühmte Meißener Porzellan - Kaolin ist ein rund um den Globus heißbegehrter Rohstoff. Die Verwendung des seltenen Minerals ist vielfältig: Auch als "Sonnenschutzmittel" für Plantagen-Äpfel oder in Arzneimitteln wird Kaolin gebraucht. Eine der bedeutendsten Lagerstätten des "weißen Goldes" in Europa liegt in der Oberpfalz. Am Standort Hirschau-Schnaittenbach (Landkreis Amberg-Sulzbach) wird seit rund 180 Jahren Kaolin gefördert und in die ganze Welt exportiert. Etwa 900 Menschen sind in der Region im Tagebau beschäftigt. Jetzt hat das Bayerische Landesamt für Umwelt das "weiße Gold" der Oberpfalz zum Gestein des Jahres gekürt: Als Auszeichnung für die gelungene Entwicklung in der Region.
Weithin sichtbares Wahrzeichen für den Kaolin-Abbau in der Oberpfalz ist der "Monte Kaolino", ein 120 Meter hoher Berg aus überschüssigem Quarzsand aus dem Tagebau. Hier vergnügen sich heute Sandskifahrer auf einer rasanten Abfahrt auch bei sommerlichen Temperaturen. Der Berg gilt als wegweisend für eine verstärkt touristische Nutzung der Tagebau-Region nach dem Ende der Rohstoffvorräte.
"In Hirschau ist es in beeindruckender Weise gelungen, Bergbauspuren für Freizeit und Natur gleichermaßen attraktiv zu machen", sagte der Leiter des Geologischen Dienstes am Landesamt für Umwelt, Roland Eichhorn, anlässlich der Auszeichnung der Kaolin-Städte Hirschau und Schnaittenbach sowie des Vereins Geopark Kaolinrevier.
Doch bis die Vorräte des Oberpfälzer Kaolins tatsächlich aufgebraucht sind, könnte es noch rund 40 Jahre dauern, schätzen Experten. Die Amberger Kaolinwerke gehören heute zu den weltweit größten Produzenten und fördern als Teil der Quarzwerke Gruppe seit über 100 Jahren das "weiße Gold" der Oberpfalz. Die über 2 Millionen Tonnen abgebauter Roherde pro Jahr enthalten neben wertvollen Quarzsanden fast 400 Tonnen Kaolin.
Über 50 Prozent des weißen Minerals wird zur Veredelung von Papier mit hohen Weiße-Graden und großer Farbtreue gebraucht. Ein gutes Viertel der Produktion dient als Grundstoff für die Keramik-Industrie. Kaum ein namhafter Geschirr-, Sanitärartikel-, Fliesen- oder Ofenkachelhersteller verzichtet auf Kaolin aus Ostbayern.
Je nach Qualität und Verarbeitung des weichen Minerals variieren die Eigenschaften der Produkte: von der superweißen Geschirr-Keramik bis zur Sanitär-Keramik mit optimaler Scherbenbildung im Fall der Fälle. Auch die Preisspannen für das "weiße Gold" sind groß: von rund 80 Euro pro Tonne Kaolin als Füllstoff für die Papierindustrie bis zu etwa 1.000 Euro pro Tonne für hochwertige Produkte in der Pharmabranche.
Seinen Namen hat das Kaolin vom chinesischen Ortsnamen "Gaoling" (hohe Bergkette), wo der seltene Rohstoff zuerst gefunden wurde. In der Oberpfalz begann der Abbau des wertvollen Minerals 1833 für die Porzellanherstellung. Heute ist Kaolin ein Industriemineral mit zahlreichen Anwendungen.
Der Oberpfälzer Kaolin entstand vor rund 250 Millionen Jahren. Damals beherrschte ein flaches Meeresbecken den Raum um Hirschau und Schnaittenbach. Flüsse aus dem umgebenden Hochland schwemmten Körner aus Feldspat in das Becken. Diese verwitterten allmählich zu Kaolin.
Hirschau/Schnaittenbach - Es macht unser Papier weiß und ist der Grundstoff für das weltberühmte Meißener Porzellan - Kaolin ist ein rund um den Globus heißbegehrter Rohstoff. Die Verwendung des seltenen Minerals ist vielfältig: Auch als "Sonnenschutzmittel" für Plantagen-Äpfel oder in Arzneimitteln wird Kaolin gebraucht. Eine der bedeutendsten Lagerstätten des "weißen Goldes" in Europa liegt in der Oberpfalz. Am Standort Hirschau-Schnaittenbach (Landkreis Amberg-Sulzbach) wird seit rund 180 Jahren Kaolin gefördert und in die ganze Welt exportiert. Etwa 900 Menschen sind in der Region im Tagebau beschäftigt. Jetzt hat das Bayerische Landesamt für Umwelt das "weiße Gold" der Oberpfalz zum Gestein des Jahres gekürt: Als Auszeichnung für die gelungene Entwicklung in der Region.
Weithin sichtbares Wahrzeichen für den Kaolin-Abbau in der Oberpfalz ist der "Monte Kaolino", ein 120 Meter hoher Berg aus überschüssigem Quarzsand aus dem Tagebau. Hier vergnügen sich heute Sandskifahrer auf einer rasanten Abfahrt auch bei sommerlichen Temperaturen. Der Berg gilt als wegweisend für eine verstärkt touristische Nutzung der Tagebau-Region nach dem Ende der Rohstoffvorräte.
"In Hirschau ist es in beeindruckender Weise gelungen, Bergbauspuren für Freizeit und Natur gleichermaßen attraktiv zu machen", sagte der Leiter des Geologischen Dienstes am Landesamt für Umwelt, Roland Eichhorn, anlässlich der Auszeichnung der Kaolin-Städte Hirschau und Schnaittenbach sowie des Vereins Geopark Kaolinrevier.
Doch bis die Vorräte des Oberpfälzer Kaolins tatsächlich aufgebraucht sind, könnte es noch rund 40 Jahre dauern, schätzen Experten. Die Amberger Kaolinwerke gehören heute zu den weltweit größten Produzenten und fördern als Teil der Quarzwerke Gruppe seit über 100 Jahren das "weiße Gold" der Oberpfalz. Die über 2 Millionen Tonnen abgebauter Roherde pro Jahr enthalten neben wertvollen Quarzsanden fast 400 Tonnen Kaolin.
Über 50 Prozent des weißen Minerals wird zur Veredelung von Papier mit hohen Weiße-Graden und großer Farbtreue gebraucht. Ein gutes Viertel der Produktion dient als Grundstoff für die Keramik-Industrie. Kaum ein namhafter Geschirr-, Sanitärartikel-, Fliesen- oder Ofenkachelhersteller verzichtet auf Kaolin aus Ostbayern.
Je nach Qualität und Verarbeitung des weichen Minerals variieren die Eigenschaften der Produkte: von der superweißen Geschirr-Keramik bis zur Sanitär-Keramik mit optimaler Scherbenbildung im Fall der Fälle. Auch die Preisspannen für das "weiße Gold" sind groß: von rund 80 Euro pro Tonne Kaolin als Füllstoff für die Papierindustrie bis zu etwa 1.000 Euro pro Tonne für hochwertige Produkte in der Pharmabranche.
Seinen Namen hat das Kaolin vom chinesischen Ortsnamen "Gaoling" (hohe Bergkette), wo der seltene Rohstoff zuerst gefunden wurde. In der Oberpfalz begann der Abbau des wertvollen Minerals 1833 für die Porzellanherstellung. Heute ist Kaolin ein Industriemineral mit zahlreichen Anwendungen.
Der Oberpfälzer Kaolin entstand vor rund 250 Millionen Jahren. Damals beherrschte ein flaches Meeresbecken den Raum um Hirschau und Schnaittenbach. Flüsse aus dem umgebenden Hochland schwemmten Körner aus Feldspat in das Becken. Diese verwitterten allmählich zu Kaolin.
Freitag, 10. Mai 2013
Internationaler Museumstag: "Echte" Römer in Bad Gögging
Bad Gögging (obx) - In der Ausgrabungsstätte des rund 2000 Jahre alten Römerlagers "Abusina" bei Bad Gögging wird den Besuchern zum Internationalen Museumstag am 12. Mai ein ganz besonderes Highlight geboten: Historisch gekleidete Legionäre entführen die Gäste in die Zeit der alten Römer. Außerdem gibt es kostenlose Führungen durch das am vollständigsten erhaltene römische Kastell auf bayerischem Gebiet. Freien Eintritt gewährt zum Internationalen Museumstag auch das Römische Museum für Kur- und Badewesen in Bad Gögging. Dort kann man Teile des ältesten römischen Heilbades Bayerns besichtigen: den Hauptbaderaum mit zentralem Becken, vier Einzelwannen, Badeutensilien sowie die Unterbodenheizung.
Mehr im Internet: http://www.bad-goegging.de
Mehr im Internet: http://www.bad-goegging.de
Mittwoch, 8. Mai 2013
Was steckt im Handy?
Heidelberg. Gold, Platin, Kupfer und Wolfram: In jedem Mobiltelefon stecken kleine Mengen dieser kostbaren Metalle. In der modernen Elektronik werden daraus Mikroprozessoren, Kontakte und Leiterplatten hergestellt. Doch auch weniger bekannte Elemente wie Tantal oder Indium werden benötigt – insgesamt bis zu 40 verschiedene Metalle. Oft werden die Rohstoffe aus armen Ländern importiert. Um sicherzustellen, dass sie legal abgebaut wurden, haben nun Forscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover einen neuen Test entwickelt. Darüber berichtet das Jugendmagazin "Spektrum neo" in seiner neuesten Ausgabe mit dem Titel "Unsere Erde".
Aus: Spektrum neo, Nr. 5, Unsere Erde
Für Tantal etwa bauen die ostafrikanischen Staaten gerade gemeinsam ein System auf, das per Strichkode anzeigt, aus welcher Mine eine Lieferung stammt. Mit Hilfe eines "Vaterschaftstests" für Tantal können Wissenschaftler nun prüfen, ob die Zusammensetzung des Erzes – sein chemischer Fingerabdruck – mit der angegebenen Region übereinstimmt. So soll ein Missbrauch des Systems verhindert werden. Denn Tantal stammt oft aus der Demokratischen Republik Kongo, wo seit über 15 Jahren Bürgerkrieg herrscht. Rebellen und Banditen bringen oft kleine Minen im Osten des Landes unter ihre Kontrolle und beuten die Arbeiter, darunter viele Kinder, rücksichtslos aus. Mit dem Geld aus dem Verkauf der Metallerze finanzieren sie Waffen, Munition und Ausrüstung. Der Hunger nach Rohstoffen wie Gold, Tantal, oder Zinn macht Mensch und Natur in verschiedenen Regionen der Welt zu schaffen. Am einfachsten ließe sich die Situation dadurch verbessern, dass weniger Rohstoffe verbraucht werden: Indem Handys und Spielekonsolen länger genutzt und nach Ablauf ihrer Lebensdauer wieder recycelt werden.
Zum Hintergrund: Eigentlich könnte die Demokratische Republik Kongo das reichste Land Afrikas sein: Dort gibt es riesige Bodenschätze wie Diamanten, Gold, Kupfer und Coltan. Doch seit 1996 tobt im Osten des Kongo ein grausamer Bürgerkrieg, und die Region fällt ins Elend. Bis heute kämpfen verfeindete Gruppen um die Macht. Dabei kommen die Bodenschätze wie Coltan ins Spiel: Trupps aus den Nachbarstaaten wie Ruanda und Uganda, aber auch Regierungstruppen sowie einheimische Rebellen haben es auf diese Reichtümer des Kongo abgesehen. Um die Menschen gefügig zu machen, schrecken sie auch vor Massenvergewaltigungen und Morden an der unbeteiligten Bevölkerung nicht zurück. Sie lassen Erwachsene und Kinder für sich in den Minen schuften und reißen sich schließlich die wertvollen Rohstoffe unter den Nagel.
Seit einigen Jahren prangern Menschenrechtsorganisationen diese schrecklichen Verhältnisse in den Minen im Ostkongo an. Die Kampagne "Kein Blut an meinem Handy" belgischer Menschenrechtsgruppen hat am Ende erreicht, dass zunächst die USA die Einfuhr von Tantal aus dem Kongo verboten, weil sie sich nicht mitschuldig machen wollten. Elektronikhersteller aus allen anderen Ländern zogen nach. Doch noch immer ist die Situation in der Region verheerend.
Aus: Spektrum neo, Nr. 5, Unsere Erde
Für Tantal etwa bauen die ostafrikanischen Staaten gerade gemeinsam ein System auf, das per Strichkode anzeigt, aus welcher Mine eine Lieferung stammt. Mit Hilfe eines "Vaterschaftstests" für Tantal können Wissenschaftler nun prüfen, ob die Zusammensetzung des Erzes – sein chemischer Fingerabdruck – mit der angegebenen Region übereinstimmt. So soll ein Missbrauch des Systems verhindert werden. Denn Tantal stammt oft aus der Demokratischen Republik Kongo, wo seit über 15 Jahren Bürgerkrieg herrscht. Rebellen und Banditen bringen oft kleine Minen im Osten des Landes unter ihre Kontrolle und beuten die Arbeiter, darunter viele Kinder, rücksichtslos aus. Mit dem Geld aus dem Verkauf der Metallerze finanzieren sie Waffen, Munition und Ausrüstung. Der Hunger nach Rohstoffen wie Gold, Tantal, oder Zinn macht Mensch und Natur in verschiedenen Regionen der Welt zu schaffen. Am einfachsten ließe sich die Situation dadurch verbessern, dass weniger Rohstoffe verbraucht werden: Indem Handys und Spielekonsolen länger genutzt und nach Ablauf ihrer Lebensdauer wieder recycelt werden.
Zum Hintergrund: Eigentlich könnte die Demokratische Republik Kongo das reichste Land Afrikas sein: Dort gibt es riesige Bodenschätze wie Diamanten, Gold, Kupfer und Coltan. Doch seit 1996 tobt im Osten des Kongo ein grausamer Bürgerkrieg, und die Region fällt ins Elend. Bis heute kämpfen verfeindete Gruppen um die Macht. Dabei kommen die Bodenschätze wie Coltan ins Spiel: Trupps aus den Nachbarstaaten wie Ruanda und Uganda, aber auch Regierungstruppen sowie einheimische Rebellen haben es auf diese Reichtümer des Kongo abgesehen. Um die Menschen gefügig zu machen, schrecken sie auch vor Massenvergewaltigungen und Morden an der unbeteiligten Bevölkerung nicht zurück. Sie lassen Erwachsene und Kinder für sich in den Minen schuften und reißen sich schließlich die wertvollen Rohstoffe unter den Nagel.
Seit einigen Jahren prangern Menschenrechtsorganisationen diese schrecklichen Verhältnisse in den Minen im Ostkongo an. Die Kampagne "Kein Blut an meinem Handy" belgischer Menschenrechtsgruppen hat am Ende erreicht, dass zunächst die USA die Einfuhr von Tantal aus dem Kongo verboten, weil sie sich nicht mitschuldig machen wollten. Elektronikhersteller aus allen anderen Ländern zogen nach. Doch noch immer ist die Situation in der Region verheerend.
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