Donnerstag, 23. November 2017

Viele wollen es vorher wissen: Was kostet der Tod?

Hamburg - Die Deutschen geben ungern zu viel Geld aus und vergleichen lieber vorab die Preise. Selbstverständlich gilt das auch, wenn es um die Kosten einer Bestattung geht. Hier wollen sogar immer mehr Menschen ganz frühzeitig Klarheit haben, zeigt eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Bestattungen.de.

Um 119 Prozent ist die Zahl der Vorsorgeanfragen bei Bestattungen.de binnen Jahresfrist gestiegen. Im Vergleich des ersten Halbjahres 2016 mit den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres hat sich die Zahl derer, die ihre eigene Beerdigung planen oder Angehörigen dabei helfen, eine Bestattungsvorsorge abzuschließen, demnach mehr als verdoppelt.

Warum beschäftigen sich so viele Menschen mit dem eigenen Ableben?

"Eine Bestattung kann viel Geld kosten. Je nach Bestattungsart und Region reden wir hier schnell von mindestens 2.000 Euro an Kosten nur für den Bestatter – ohne Gebühren für den Friedhof. Eine Menge Geld, das nicht in jedem Haushalt einfach mal so verfügbar ist. Viele Menschen wollen ihre Familie in der Zukunft damit nicht belasten", so Bestattungen.de-Geschäftsführer Thomas Hellwege. "Es ist deshalb richtig, sich mit kühlem Kopf schon im Vorfeld zu informieren, Bestattungsvarianten zu vergleichen und sich über eine finanzielle Vorsorge etwa in Form einer Sterbegeldversicherung Gedanken zu machen."

Eigene Vorstellungen und Wünsche für die Bestattung festzulegen, ist ebenfalls ein Grund für eine Bestattungsvorsorge. Es gibt viele Fragen, die im Trauerfall zu klären sind. Wenn vorher nichts besprochen oder verfügt wurde, müssen die Angehörigen entscheiden: "Hätte sich der Verstorbene eine große Trauerfeier oder einen stillen Abschied gewünscht?", "Ist eine Einäscherung das Richtige?" und "Kommt eine Seebestattung infrage?". Sucht man schon zu Lebzeiten nach Antworten, müssen die Angehörigen diese wichtigen Dinge nicht später bestimmen.

Nicht nur die Wünsche zur eigenen Bestattung kann man festlegen, sondern auch direkt ein Bestattungsinstitut mit der späteren Ausführung betrauen. In einer sogenannten Bestattungsvorsorge kann der preisliche und organisatorische Rahmen rechtssicher festgelegt werden.

"Die Erfahrung aus unzähligen Gesprächen unserer Kundenberater mit Ratsuchenden zeigt, dass der über Jahrzehnte eingeschlagene Weg, der immer zum Bestatter um die Ecke führte, oft sehr teuer sein kann. Man sollte Angebote vergleichen und sich umfassend beraten lassen, bevor man einen Vertrag abschließt", meint Thomas Hellwege. Einen unverbindlichen Preis- und Leistungsvergleich von Bestattungsunternehmen aus ganz Deutschland erhalten Interessierte auf Bestattungen.de
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Über Bestattungen.de

Die Webseite www.bestattungen.de ist ein führendes Vergleichsportal für Bestattungsdienstleistungen in Deutschland. Mehrere Hunderttausend Nutzer informieren sich hier monatlich zu den Themen Bestattung und Vorsorge. Nutzer erhalten auf der von der Gesellschaft für Bestattung und Vorsorge (GBV mbH) betriebenen Seite unverbindlich Angebote von seriösen Bestattern. Das komplette Angebot ist für den Verbraucher kostenlos.

Freitag, 17. November 2017

Grabungen in Eppelsheim müssen weitergehen

Fund und Lebensbild des Menschenaffen Paidopithex aus dem Taschenbuch "Der Ur-Rhein" von Ernst Probst


Eppelsheim / Mainz (internet-zeitung) – Der Fund von zwei Zähnen aus rund 10 Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins bei Eppelsheim und deren Deutung als Menschenaffenfossilien hat in der Fachwelt großes Aufsehen erregt. Nach Ansicht einiger deutscher Forscher aus Mainz und Koblenz ähneln diese beiden Zähne in Struktur und Form verblüffend Zähnen von Vormenschen aus Äthiopien. Andere Wissenschaftler dagegen meinen, nur einer der zwei Zähne aus Eppelsheim stamme von einem Affen und der andere von einem Wiederkäuer.

Wie dem auch sei: Selbst wenn es sich bei den zwei Funden vom September 2016 lediglich um einen Affenzahn und einen Wiederkäuerzahn handeln sollte, wäre dies immer noch ein großer Grabungserfolg. Die bisher bei Eppelsheim entdeckten Zähne und Knochen, die von Koryphäen unterschiedlich Affen oder Menschenaffen zugeschrieben werden, sind nämlich große Seltenheiten. Es handelt sich um einen Oberschenkelknochen der Gattung Paidopithex, Zähne von Rhenopithecus und um ein unscheinbares Fingerknochenfragment von Dryopithecus. Die von 1820 bis heute bei Eppelsheim geborgenen Affen- und Menschenaffenfossilien fänden in einem Karton, in den eine Sektflasche passt, genügend Platz.

Der Oberschenkelknochen von Paidopithex stimmt mit keinem von ausgestorbenen Affen oder Menschenaffen überein. Die Zähne des angeblichen Menschenaffen Rhenopithecus sollen mit der erstmals aus Ungarn wissenschaftlich beschriebenen Affenart Anapithecus identisch sein. Und die Deutung als Fingerknochenfragment von Dryopithecus ist umstritten.

Klarheit über die wahre Natur der Funde von Eppelsheim könnten neue aussagekräftigere Entdeckungen bringen. Dafür sind aber weitere Grabungen in den Ablagerungen des Ur-Rheins erforderlich, der etliche Kilometer weiter westlich als der heutige Rhein floss.

Bei weiteren Grabungen in der Gegend von Eppelsheim kann man noch auf viele spektakuläre Funde hoffen. Bisher hat man dort noch keine mehr als 1 Meter lange Riesensalamander, keine Papageien, Flamingos und andere exotische Vögel, keine Schädel und bezahnten Kiefer von Affen und Menschenaffen geborgen. Auch interessante Erkenntnisse über den Klimawandel, den Untergrund in Rheinhessen und den Ur-Rhein – und wer weiß was sonst noch – könnte man bei neuen Untersuchungen gewinnen. Dafür braucht man allerdings Geduld, Geld und Grabungsglück.







Montag, 13. November 2017

Flugsaurier ziert Titel des Buches "Tiere der Urwelt"



Berlin / München / Wiesbaden (internet-zeitung) – Ein riesiger Flugsaurier der Gattung Pteranodon („zahnloser Flügel“) ziert die Titelseite des Taschenbuches „Tiere der Urwelt“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Dieser Flugsaurier lebte in der Kreidezeit vor 86 bis 72 Millionen Jahren in Nordamerika, hatte eine Flügelspannweite bis zu neun Metern und war ein Zeitgenosse von Dinosauriern. Wie sein Name verrät, trug Pteranodon keine Zähne im langen Schnabel.

Der Flugsaurier Pterandon ist eines der vielen Tiere aus der Urzeit, die der Berliner Tiermaler Heinrich Harder (1858-1935) in Büchern, Zeitschriften, Sammelalben und auf Außenfassaden von Gebäuden porträtiert hat. Diesem unvergessenen Künstler, der vor mehr als 150 Jahren in dem kleinen Dorf Putzar in Vorpommern zur Welt kam, ist das vorläufig jüngste Werk von Ernst Probst gewidmet. Das Taschenbuch präsentiert Bilder urzeitlicher Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere.

Heinrich Harder arbeitete eng mit dem deutschen Schriftsteller Wilhelm Bölsche (1861–1939) zusammen, der vor allem naturwissenschaftliche Werke veröffentlichte. Harder illustrierte viele der von Bölsche verfassten Artikel und Bücher. Andererseits schrieb Bölsche die Texte zu Sammelbildern, die Harder von Urzeittieren angefertigt hatte.

An Außenfassaden des Aquariums Berlin sind heute noch Darstellungen urzeitlicher Tiere von Heinrich Harder zu bewundern. Sieben große Reliefs zeigen den Phytosaurier Belodon, den Panzer-Dinosaurier Polacanthus, die Landschildkröte Meiolania, die Bastard-Echse Nothosaurus, die Platten-Echse Stegosaurus, den Horn-Dinosaurier Triceratops und den Entenschnabel-Dinosaurier Claosaurus. Sieben große Bilder präsentieren den bis zu fünf Meter langen Urlurch Mastodonsaurus, Ammoniten, den Wangensaurier Pareiasaurus, Plesiosaurier, Ichthyosaurier (Fischsaurier), den Flugsaurier Pteranodon und den säugtierähnlichen Saurier Edaphosaurus. Auf kleineren Schlusssteinen über dem Eingang und über Fenstern werden weitere Tiere dargestellt.

Das reich bebilderte Buch „Tiere der Urwelt“ von Ernst Probst schildert das Leben und Werk des unvergessenen Künstlers Heinrich Harder. Es enthält rund 70 Abbildungen von der Internetseite „The Wonderful Paleo Art of Heinrich Harder“ von David Goldman, 17 Fotos des Paläontologen Dr. Heinrich Mallison und weitere Aufnahmen.

Ernst Probst hat von 1986 bis heute rund 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren sowie mehr als 300 E-Books veröffentlicht. Er schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie, Zoologie, Kryptozoologie, Archäologie, Geschichte, Luftfahrt sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.

Werke von Ernst Probst über Paläontologie: Deutschland in der Urzeit, Rekorde der Urzeit (1992), Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere (2008), Dinosaurier in Deutschland (1993 zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx. Die Urvögel aus Bayern, Dinosaurier in Deutschland. Von Compsognathus bis zu Stenopelix (2010), Dinosaurier in Baden-Württemberg, Dinosaurier in Bayern, Dinosaurier in Niedersachsen, Dinosaurier von A bis K, Dinosaurier von L bis Z, Raub-Dinosaurier von A bis Z, Deutschland im Eiszeitalter, Der Ur-Rhein, Als Mainz noch nicht am Rhein lag, Der Rhein-Elefant, Krallentiere am Ur-Rhein, Menschenaffen am Ur-Rhein, Säbelzahntiger am Ur-Rhein, Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (zusammen mit Dr. Jens Lorenz Franzen und Heiner Roos), Höhlenlöwen, Der Höhlenlöwe, Der Mosbacher Löwe, Säbelzahnkatzen, Die Dolchzahnkatze Megantereon, Die Dolchzahnkatze Smilodon, Die Säbelzahnkatze Homotherium, Die Säbelzahnkatze Machairodus, Der Europäische Jaguar, Eiszeitliche Geparde in Deutschland, Eiszeitliche Leoparden in Deutschland, Eiszeitliche Raubkatzen in Deutschland, Der Amerikanische Höhlenlöwe, Der Ostsibirische Höhlenlöwe,  Löwenfunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Der Höhlenbär, Johann Jakob Kaup. Der große Naturforscher aus Darmstadt, Das Mammut (Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura), Tiere der Urwelt. Leben und Werk des Berliner Malers Heinrich Harder

Werke von Ernst Probst über Zoologie: Mit Gorillas auf Du. Kurzbiografie der Primatologin und Zoologin Dian Fossey, Mit Schimpansen auf Du. Kurzbiografie der Primatologin Jane Goodall, Mit Orang-Utans auf Du. Kurzbiografie der Anthropologin und Anthropologin Biruté Galdikas

Bestellungen des E-Books oder Taschenbuches „Tiere der Urwelt. Leben und Werk des Berliner Malers Heinrich Harder“ bei:
http://www.grin.com/de/e-book/279818/tiere-der-urwelt

Säbelzahnkatze Machairodus jagte am Ur-Rhein wie ein Tiger















Lebensbild des Säbelzahntigers Machaidodus von F. John


Wiesbaden (internet-zeitung) – Der „Säbelzahntiger“ Machairodus aphanistus, der vor etwa zehn Millionen Jahren am Ufer des Ur-Rheins lebte, jagte wie ein heutiger Tiger. Er lauerte oft stundenlang im hohen Gras oder in Nähe einer Wasserstelle auf ein Beutetier. Wenn ein solches erschien, schlich er so dicht wie möglich an sein Opfer heran, bis er dieses mit wenigen Sprüngen angreifen konnte. Häufig war der Hals sein Angriffsziel. Mit Hilfe seiner enormen Beißkraft wurden dem Beutetier die Halswirbel und das Rückenmark durchtrennt.

Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Dieses reichbebilderte, 328 Seiten umfassende Werk ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und in rund 1.000 Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich. Bei „GRIN“ http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen wird auch ein preisgünstiges E-Book im PDF-Format angeboten.

Der „Säbelzahntiger“ Machairodus aphanistus hatte etwa die Größe eines heutigen Löwen in Afrika. Er erreichte demnach eine Schulterhöhe von ca. einem Meter und eine Kopfrumpflänge ohne Schwanz von rund 1,90 Metern. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde diese Raubkatze 1833 von dem Darmstädter Paläontologen und Zoologen Johann Jakob Kaup (1803-1873).

In dem reich bebilderten Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ von Ernst Probst werden alle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nachgewiesenen „Säbelzahntiger“ in Wort und Bild vorgestellt. Heute spricht man statt von „Säbelzahntigern“ von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen.

Die frühesten Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen lebten bereits vor rund zehn Millionen Jahren in Deutschland und gehörten zu einer exotischen Tierwelt mit Rhein-Elefanten, Ur-Elefanten, hornlosen und gehörnten Nashörnern, Wildpferden, Antilopen, krallenfüßigen Huftieren, Bärenhunden, Hyänen und Menschenaffen. Ein räuberischer Zeitgenosse der Säbelzahnkatze Machairodus aphanistius war die nur etwa halb so große Dolchzahnkatze Paramachairodus ogygius.

Im Eiszeitalter vor etwa einer Million Jahren existierten in Deutschland die Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens und die Dolchzahnkatze Megantereon cultridens. Homotherium zählte auch zur Tierwelt aus dem Eiszeitalter vor etwa 600.000 Jahren. Damals lebten in Deutschland riesige Löwen mit einer Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern, Europäische Jaguare, Leoparden und Geparden, wie Funde aus der Gegend von Wiesbaden und Heidelberg belegen.

Außer den in Deutschland vorkommenden „Säbelzahntigern“ werden in dem Taschenbuch von Ernst Probst auch Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus Afrika, Asien und Amerika in Wort und Bild vorgestellt. Zum Beispiel die Dolchzahnkatze Smilodon populator aus Südamerika mit bis zu 28 Zentimeter langen furchterregenden Eckzähnen. In einem Kapitel werden die wichtigsten Funde von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus aller Welt aufgelistet.

Mit Raubtieren aus dem Eiszeitalter befasst sich Ernst Probst auch in seinen Taschenbüchern „Höhlenlöwen“ und „Der Höhlenbär“, die ebenfalls bei „GRIN“ erschienen sind. Im Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ schildert er die exotische Landschaft und Tierwelt vor rund zehn Millionen Jahren, als es noch wärmer und feuchter als heute war.

Sonntag, 12. November 2017

Als am Ur-Rhein räuberische Bärenhunde jagten



Eppelsheim (internet-zeitung) – Im Miozän vor rund zehn Millionen Jahren haben am Ur-Rhein in Rheinhessen neben Säbelzahntigern und Hyänen auch räuberische Bärenhunde gejagt. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

Bei den Bärenhunden (wissenschaftlich Amphicyonidae genannt) handelt es sich um eine ausgestorbene Familie der Hundeartigen Raubtiere. Sie glichen äußerlich einer Mischung aus Bären und Hunden, weswegen man sie als Bärenhunde oder Hundebären bezeichnet.

Die Form ihres Körpers erinnerte an Bären, die Form ihres Kopfes und die Anordnung ihrer Zähne dagegen an Bären. Diese Raubtiere traten – wie Bären und der Mensch – mit der ganzen Sohle auf (Sohlengänger) anstatt nur mit den Zehen (Zehengänger) wie die meisten Katzen.

Im Miozän (etwa 23 bis 5 Millionen Jahre) entwickelten sich verschiedene Formen von Bärenhunden vom Allesfresser bis zum hochspezialisierten Fleischfresser. Als bekannteste Gattung der Bärenhunde im Miozän gilt Amphicyon. Sie ist auch aus den etwa zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins in Rheinhessen nachgewiesen.

In Deutschland war der Bärenhund Amphicyon im Miozän eines der größten Raubtiere. Männliche Tiere dieser Gattung waren bis zu zwei Meter lang und wogen schätzungsweise bis zu 300 Kilogramm. Amphicyon sah aus wie ein großer Bär, trug aber scharfe Zähne wie ein Wolf. Sein Hals war dick, seine kurzen Beine wirkten gedrungen und der Schwanz sah kräftig aus. Das weiß man aufgrund eines Skelettfundes dieser Gattung aus Südfrankreich.

Der Bärenhund Amphicyon lebte ähnlich wie ein heutiger Braunbär. Wie Letzterer fraß er Pflanzen (Beeren, Nüsse und andere Früchte) sowie Fleisch. Seine Beutetiere tötete er mit kräftigen Prankenschlägen. Mit seinen großen Muskelansatzstellen am Schädel und seinen kräftigen Reißzähnen konnte Amphicyon vermutlich sogar große Knochen zerbeißen.

Die aus den Dinotheriensanden bei Eppelsheim bekannte Art Amphicyon eppelsheimensis (früher Amphicyon major eppelsheimensis genannt) erreichte eine Gesamtlänge von ca. 1,90 Metern und eine Schulterhöhe von etwa 0,85 Meter. Amphicyon eppelsheimensis wurde 1930 von dem Darmstädter Paläontologen Karl Weitzel (1890–1949) beschrieben. Diese Art ist aus Eppelsheim, Gau-Weinheim und vom Wissberg bei Gau-Weinheim bekannt.

Ein weiterer Bärenhund namens Agnotherium antiquum aus Eppelsheim wurde bereits 1833 von dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup beschrieben. Ihm war bei der Namengebung bewusst, dass es sich um ein gefährliches Raubtier handelt. Der Gattungsname Agnotherium besteht nämlich aus den griechischen Wörtern „agnostos“ (unbekannt) und „therion“ (wildes Tier).

Das reich bebilderte Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ ist in zahlreichen Online-Buchshops – wie Amazon, Bol.de, Buch.de, GRIN oder Libri – erhältlich. Bei „GRIN“ gibt es unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/120422/der-ur-rhein wahlweise ein gedrucktes Taschenbuch oder ein preisgünstiges E-Book im PDF-Format.

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Auswahl von Online-Buchshops, bei denen das Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ erhältlich ist:

buecher.de
http://www.buecher.de/shop/Fachbuecher/Der-Ur-Rhein/Probst-Ernst/products_products/shop/prod_id/25855116/

Buch24.de
http://www.buch24.de/1007-0/shopdirekt.cgi?isbn=3640248015

Otto
http://www.otto.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/Otto-OttoDe-Site/de_DE/-/EUR/OV_Media-ViewQuickSearch;sid=0O7TWv8lyZjRW7ap8dm5M5MvdrZfk5hgumJK1S5F9K6cMObiRVigQGG59K6cMOhypXLplwgv?ls=0&commit=true&fh_search=3640248015&fh_search_initial=3640248015&isISBNEAN=true

Amazon
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3640248015/ref=nosim/netbutler0f

Thalia.de
http://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/EAN9783640248018/?zanpid=1204753336306240512

lion.cc
http://www.lion.cc/shop/home/rubrikartikel/ISBN3640248015/?zanpid=1204753459186764800

Libri.de

Lesen.de

jpc.de

buch.de

booklooker.de

bol.de

alphamusic.de

azur,.be

Amazon

buch.ch

bol.ch

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Inhalt des Taschenbuches „Der Ur-Rhein“:

Ein wichtiges Mosaikstück in der teilweise immer noch rätselhaften Geschichte des viertgrößten Stromes Europas ist der Ur-Rhein in Rheinhessen gegen Ende des Miozäns vor etwa zehn Millionen Jahren. Ablagerungen dieses Flusssystems sind die nach einem Rüsseltier bezeichneten Dinotheriensande.

Der Ur-Rhein in Rheinhessen floss ab dem Raum Worms – weiter westlich als in der Gegenwart – auf die Binger Pforte zu. Der damalige Fluss berührte nicht – wie heute – die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Das geschah erst später.

Am Ur-Rhein existierte eine exotische Tierwelt, wie man vor allem durch Funde bei Eppelsheim, am Wissberg bei Gau-Weinheim und bei Dorn-Dürkheim weiß. In der Gegend von Eppelsheim etwa lebten Rüsseltiere, Säbelzahnkatzen, Bärenhunde, Tapire, Nashörner, krallenfüßige „Huftiere“, Ur-Pferde und sogar Menschenaffen.

Eppelsheim genießt weltweit in der Wissenschaft einen guten Ruf. Zusammen mit dem Pariser Montmartre gehört der kleine Ort südlich von Alzey zu jenen großartigen Fossillagerstätten, mit denen die Erforschung ausgestorbener Säugetiere in Europa begonnen hat.

Obwohl sich viele Wissenschaftler mit dem Ur-Rhein befasst haben, gibt dieser Fluss weiterhin Rätsel auf. Es sind noch zahlreiche Grabungen und andere wissenschaftliche Untersuchungen nötig, um zumindest die wichtigsten Fragen über seine Entwicklung zu klären.

Das Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ stammt aus der Feder des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Er hat zahlreiche Werke über prähistorische Themen – wie „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“ und „Rekorde der Urmenschen“ – veröffentlicht. 2009 erschienen seine Taschenbücher „Höhlenlöwen“, „Säbelzahnkatzen“ und „Der Höhlenbär“.

Gewidmet ist das Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ Dr. Jens Lorenz Franzen (geb. 1937), Paläontologe in Titisee-Neustadt, langjähriger Mitarbeiter des Forschungsinstitutes Senckenberg in Frankfurt am Main, Wiederentdecker der Dinotheriensand-Fundstelle und Begründer der ersten wissenschaftlichen Grabungen bei Eppelsheim,Heiner Roos (geb. 1934), dem Altbürgermeister von Eppelsheim, dessen Idee und Initiative das Dinotherium-Museum in Eppelsheim zu verdanken ist, sowie dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803-1873), mit dem die Erforschung der Säugerfauna aus den Dinotheriensanden bei Eppelsheim einst angefangen hat.

Zum Gelingen des Taschenbuches „Der Ur-Rhein“ haben Heiner Roos, der Förderverein Dinotherium-Museum e. V. (Eppelsheim), Dr. Jens Lorenz Franzen, Dr. Gerhard Storch, Dr. Jens Sommer, Dr. Frank Holzförster, Professor Dr. Wolfgang Schirmer, Dr. Winfried Kuhn, Dr. Ursula Bettina Göhlich, Mag. Thomas Bence Viola, Dr. Oliver Sandrock, Dr. Thomas Keller und Thomas Engel maßgeblich beigetragen.

Zahlreiche Zeichnungen von Tieren, deren fossile Reste in den Dinotheriensanden bei Eppelheim entdeckt wurden, stammen von dem akademischen Maler Pavel Major aus Prag. Sie wurden mit freundlicher Genehmigung des Fördervereins Dinotherium-Museum e. V. (Eppelsheim) veröffentlicht.

Freitag, 10. November 2017

Schnelle Hilfe gegen Kopfschmerzen - Nebenwirkungen von ASS beachten

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Wenn der Kopf dröhnt und hämmert, verlässt man sich zur Linderung dieser Beschwerden gern auf die Wirkung von Acetylsalicylsäure, kurz ASS. Geht es um Kopfschmerzen, gilt ASS in einer Dosierung von 500 Milligramm als altbewährtes Schmerzmittel. Anders als andere Mittel wirkt ASS nicht nur schmerzstillend und entzündungshemmend, sondern verdünnt bereits bei geringen Dosierungen zusätzlich auch das Blut, weiß die Apothekerkammer Niedersachsen.
ASS wirkt als Blutverdünner
Die blutverdünnende Wirkung von ASS setzt bereits bei einer Dosis von unter 100 Milligramm Tageseinmaldosis ein.  Diese Wirkung baut sich in wenigen Minuten auf, hält dann aber über eine Woche an. Vor ärztlichen Eingriffen, zum Beispiel beim Zahnarzt, sollten Patienten den behandelnden Arzt informieren, in welcher Dosis sie zu welchem Zeitpunkt ASS eingenommen haben. Das OP-Team kann dann entsprechende Vorsorgemaßnahmen treffen. Für den Alltag ist es gut zu wissen, dass auch kleine Schnittverletzungen im Haushalt unter Umständen stärker bluten als gewohnt und besonders versorgt werden müssen. Auch bilden sich schneller blaue Flecke. Patienten, die bereits mit Ibuprofen behandelt werden, sollten nicht zusätzlich ASS einnehmen. Ist dies jedoch unvermeidlich, raten Apotheker dazu, zuerst ASS und dann im Abstand von mindestens zwei Stunden Ibuprofen einzunehmen. In der Dauermedikation sollte Ibuprofen nicht mit ASS kombiniert werden.
Gefahr durch Gewöhnung bei Schmerzen
Die Einnahme von ASS im Rahmen der Selbstmedikation bei Schmerzen ist auf bis zu vier Tage hintereinander zu begrenzen. Ohnehin gilt: Bestehen die Schmerzen länger, muss die Ursache unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden. Bei zu häufiger Einnahme von Schmerzmitteln droht zudem ein paradoxer Effekt. Es setzt eine Art Gewöhnung an das Medikament ein, die zur Folge hat, dass die Schmerzschwelle sinkt. Das heißt, Reize, die für gesunde Menschen harmlos sind, können bei den Betroffenen zu Schmerzempfindungen führen. Um diese zu bekämpfen, wird oftmals wieder ein Schmerzmittel genommen, in dessen Folge die Schmerzempfindlichkeit weiter steigt. So entsteht ein Teufelskreis, bei dem mehr Schmerzmittel immer mehr Schmerzen hervorrufen. Der einzige Ausweg aus diesem Kreislauf ist die konsequente Absetzung aller Schmerzmittel, welche jedoch unbedingt ärztlich begleitet werden sollte.
Alternativen zu ASS
Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren dürfen auf keinen Fall ASS einnehmen. Nur auf zwingenden ärztlichen Rat und wenn andere Maßnahmen nicht anschlagen, kann es in Einzelfällen Ausnahmen geben. Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol oder Naproxen sind gute Alternativen zu ASS. Doch kein Schmerzmittel ist frei von Nebenwirkungen. Nimmt der Patient weitere Medikamente, besteht zusätzlich auch immer die Gefahr von Wechselwirkungen. Wer ein Schmerzmittel braucht, sollte sich deshalb Zeit für ein Beratungsgespräch in der Apotheke nehmen. Gemeinsam mit dem Apotheker wird dann das Schmerzmittel ermittelt, das am besten zum Schmerz und zur gesundheitlichen Konstitution passt. Wichtig ist auch, dass sich das Schmerzmittel mit der restlichen Medikation des Patienten verträgt. Vor allem gegen Migräne gibt es spezielle Medikamente, über deren Einsatz man sich in der Apotheke genau beraten lassen sollte.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Mittwoch, 8. November 2017

Riesensalamander am Ur-Rhein?




Eppelsheim / Mainz (internet-zeitung) – Sind im Ur-Rhein vor rund 10 Millionen Jahren auch mehr als 1 Meter lange räuberische Riesensalamander der Art Andrias scheuchzeri geschwommen? Diese Frage wirft der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst auf, der sich in mehreren Büchern mit der exotischen Tierwelt von Eppelsheim und anderen berühmten Fundstellen am Ur-Rhein in Rheinhessen befasst hat.

Der Riesensalamander Andrias scheuchzeri spielt in der Geschichte der Paläontologie, der Wissenschaft von den Lebewesen und Lebewelten der geologischen Vergangenheit, eine wichtige Rolle. 1726 beschrieb der Schweizer Arzt und Naturforscher Johann Jacob Scheuchzer (1672-1733) diese Amphibienart erstmals als „Homo diluvii testis“ („der die Sintflut bezeugende Mensch“). Irrtümlicherweise deutete er ein 1725 bei Öhningen am Bodensee entdecktes Fossil als Skelett eines sündigen Menschen aus der Zeit vor der Sintflut. Er bezeichnet den Fund als „Beingerüst eines verruchten Menschenkindes, um dessen Sünde willen das Unglück über die Welt hereingebrochen sei“.

Bald wurden Zweifel an der phantasievollen Deutung von Scheuchzer laut. Der Schweizer Naturforscher Johannes Gessner (1709-1790) vermutete 1758, es handle sich um fossile Reste eines Welses (Silurus glanis). Dagegen deutete der niederländische Arzt Peter Camper (1722-1789) diesen Fund als Eidechse. 1802 kaufte der niederländische Arzt und Naturforscher Martinus van Marum den Original-Fund aus der Gegend von Öhningen für das „Teylers Museum“ in Haarlem (Niederlande).
Einige Jahre später stattete der berühmte französische Naturforscher Georges Cuvier (1769-1832) dem Museum in Haarlem einen Besuch ab. Er durfte das Fossil aus Öhningen genau untersuchen und konnte dabei die noch im Gestein verborgenen Knochen der vorderen Gliedmaßen freilegen. Cuvier erkannte die wahre Natur des Tieres als Amphibium.

Als wissenschaftlicher Erstbearbeiter gilt heute der Schweizer Naturforscher, Botaniker, Paläontologe und Pharmazeut Friedrich Holl (1790-1870), der die Art als Salamandra scheuchzeri wissenschaftlich gültig beschrieb. Ungefähr zur gleichen Zeit machte der bayerische Arzt, Japan- und Naturforscher Philipp Franz von Siebold (1796-1866) erste Exemplare des heutigen Japanischen Riesensalamanders bekannt. Nun fiel die Ähnlichkeit der heute lebenden Art aus Ostasien mit den Fossilfunden aus Europa auf. 1837 führte der Schweizer Naturforscher und Forschungsreisende Johann Jakob von Tschudi (1818-1889) den Gattungsnamen Andrias ein. Deswegen heißt der Riesensalamander bei Öhningen zu deutsch „Scheuchzers Menschenbild“.

Die Kopf-Rumpf-Länge von Andrias scheuchzeri erreichte mehr als 1 Meter. Der Schädel war maximal ungefähr 25 Zentimeter lang. Im Oberkiefer befanden sich 60 bis 110 Zähne, im Unterkiefer 65 bis 101. Die Vorderbeine hatten vier Zehen, die Hinterbeine fünf.

Fossile Reste des Riesensalamanders sind an vielen Fundstellen in Deutschland geborgen worden. Aus dem Chattium (28,1 bis 23,03 Millionen Jahre) stammen die Funde von Rott bei Hennef (Nordrhein-Westfalen) und Oberleichtersbach (Nordbayern). Ins Burdigallium (20,44 bis 15,97 Millionen Jahre) datiert man die süddeutschen Funde von Illerkirchberg, Ringingen-Frontal, Langenau, Eggingen-Mittelhart. Dem Langhium (15,97 bis 13,82 Millionen Jahre) rechnet man den Nachweis von der Fundstelle „Hambach 6C“ (Nordrhein-Westfalen) zu. Ins Serravallium (13,82 bis 11,62 Millionen Jahre) stellt  man die Funde von Öhningen, Kirchheim in Schwaben und Zeilarn. Zum Tortonium (11,62 bis 7,24 Millionen Jahre) gehören die Funde von Mörgen, Tiefenried, Derndorf, Eppishausen. Dem Tortunium rechnet man auch die Fossilien aus den rund 10 Millionen Jahre alten Fundstellen am Ur-Rhein (Westhofen, Eppelsheim, Bermersheim, Gau-Weinheim, der Wissberg bei Gau-Weinheim, der Steinberg (Napoleonshöhe) bei Sprendlingen) sowie aus Österreich (Götzendorf, Mataschen, Vösendorf-Brunn) zu. Das Tortonium ist nach der Stadt Tortona in der Provinz Alessandria, Region Piemont (Italien), benannt. Aus der Zeit vor rund 3 Millionen Jahren ist der Riesensalamander aus Willershausen (Niedersachsen) nachgewiesen.

Bei Grabungen an der weltbekannten Fossilienfundstelle Eppelsheim wäre noch viel zu entdecken. Erstmals könnten dort außer Resten von Riesensalamandern auch Fossilien von weiteren Affen und Menschenaffen sowie Vögeln (Flamingos, Papageien, Trogons und Mausvögel) ans Tageslicht geholt werden. Außerdem sind interessante Erkenntnisse über den Klimawandel möglich. Vor rund 10 Millionen Jahren war es nämlich nicht mehr so warm wie vor 20 Millionen Jahren, andererseits aber wärmer und feuchter als heute. Palmen und Krokodile gab es am Ur-Rhein nicht mehr.






Dienstag, 7. November 2017

Bürgerinititiave fordert: Wiesbadener sollen über CityBahn abstimmen

Wiesbaden (internet-zeitung) – Alle Wiesbadener Bürger und Bürgerinnen sollen an der Wahlurne über die Realisierung der geplanten Citybahn mitbestimmen können. Dies fordert die Bürgerinitiative „Mitbestimmung CityBahn“ in einem offenen Brief an den Magistrat im Rathaus Wiesbaden. Die Bürgerinitiative erwartet von Oberbürgermeister Sven Gerich, dem Magistrat, insbesondere von Verkehrsdezernent Andreas Kowohl, aber auch allen politischen Parteien und der Stadtverordnetenversammlung die immer wieder versprochene echte „Bürgerbeteiligung“ beim Projekt der CityBahn.

Die am 24. August 2017 gegründete Bürgerinitiative hinterfragt kritisch das Projekt CityBahn und dessen Auswirkungen auf Wiesbaden und seine Stadtteile und erarbeitet zusätzlich Informationen. Ihre Argumente und Informationen präsentiert sie auf der Internetseite www.mitbestimmung-citybahn.de

Nicht nur die Anwohner entlang der bislang möglichen Strecken, sondern alle Wiesbadener Bürger und Bürgerinnen, sowie der Handel, das Handwerk und der Individualverkehr sind laut der Bürgerinitiative von einer etwaigen Realisierung einer CityBahn betroffen. Die CityBahn ziele mit der Einführung eines Schienensystems auf eine Verkehrstechnologie, mit der die gesamte Stadt jahrzehntelang leben würde müssen. Es handle sich um die vermutlich größte bisher von der Stadt Wiesbaden zu treffende Investitionsentscheidung, so dass dadurch ebenfalls über Jahrzehnte die Haushalte gebunden und belastet würden.

Bei einem solchen Großprojekt mit derartiger Tragweite wäre die bisher vorgesehene Bürgerbeteiligung nicht angemessen. Denn diese – zum Beispiel die geplanten Infomessen – beschränkten sich auf das bloße „Wie“ des Vorhabens CityBahn.

In dem offenen Brief heißt es, das Ziel der Bürgerinitiative sei es, eine echte Mitbestimmung aller Wiesbadener Bürger/innen zu erreichen. Die Bürger/innen sollten, wie zum Beispiel in Aachen, Oberhausen und Rostock, bei vergleichbaren Schienenprojekten schon geschehen, über das „ob“ und damit auch über die langfristigen Auswirkungen, einer CityBahn mitbestimmen dürfen.

Gegen den geplanten Bau der CityBahn wehren sich auch Hauseigentümer in Wiesbaden. Dieser bringe nur Nachteile, nicht den geringsten Vorteil, wird im Hauseigentümer-Magazin  „Haus & Grund“ argumentiert.

Mittwoch, 1. November 2017

Noch ein Zahn vom Rheinaffen aus dem Ur-Rhein?

Oberschenkelknochen (oben) und Lebensbild (unten) von Paidopithex rhenanus in dem Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ von Ernst Probst. Das Lebensbild stammt von dem akademischen Maler Pavel Major aus Prag und wurde im Auftrag der Gemeinde Eppelsheim hergestellt.


Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst über vermeintliche Menschenaffenfunde aus dem Ur-Rhein


Eppelsheim / Mainz (internet-zeitung) – Die Deutung zweier Funde aus rund 10 Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins in Eppelsheim als mutmaßliche Menschenaffenzähne schlägt in den Medien hohe Wellen. Die einen betrachten diese Fossilien als Sensation, andere bezweifeln dies aber. Nachfolgend ein Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, der sich in seinem Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ unter anderem mit  Menschenaffenfunden in Rheinhessen befasst hat.

Frage: Welche Gattungen von Menschenaffen hat man bisher in Eppelsheim entdeckt?

Probst: Im Museumsführer „Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim“ (2009) von Dr. Jens Lorenz Franzen, Ernst Probst und Heiner Roos werden 3 Gattungen von Menschenaffen erwähnt:
1. Der Kinderaffe Paidopithex, von dem man bereits 1820 einen Oberschenkelknochen gefunden hat. Dieses rund 28 Zentimeter lange Fossil wurde 1895 erstmals wissenschaftlich beschrieben. 
2. Der Rheinaffe Rhenopithecus, der anhand eines 2,7 Zentimeter langen Eckzahns eines männlichen Tieres aus Eppelsheim 1935 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde
3. Der Baumaffe Dryopithecus, von dem man 2000 bei einer Grabung in Eppelsheim ein unscheinbares, nur 1,5 Zentimeter langes Fingerknochenbruchstück entdeckt zu haben glaubte

Frage: Wie deutet die Fachwelt die 3 erwähnten Menschenaffenfunde aus Eppelsheim?


Probst: Der Oberschenkelknochen von Paidopithex stimmt mit keinem anderen augestorbenen Menschenaffen überein und ist deswegen heute noch umstritten. Er wird entweder als relativ naher Verwandter oder entfernter Verwandten des Menschen oder sogar nur als Affe gedeutet. Rhenopithecus ist möglicherweise mit der 1975 aus Rudabanya in Ungarn bekannt gemachten Affenart Anapithecus identisch. Und über das angebliche Fingerknochenbruchstück des Menschenaffen Dryopithecus finde ich im Internet keine aussagekräftige wissenschaftliche Abhandlung. 


Frage: Was halten Sie von den zwei Zähnen, die im September 2016 bei einer Grabung in Eppelsheim geborgen wurden?

Probst: Ein renommierter Experte in Kanada glaubt, der angebliche Backenzahn stamme von einem Affen, möglicherweise vom erwähnten Anapithecus. Den vermeintlichen Eckzahn deutet er als Teil vom Backenzahn eines Wiederkäuers. Eine Expertin aus Tübingen betrachtet den mutmaßlichen Eckzahn als kleinen Teil eines Hirschzahns. Obwohl ich die beiden Neufunde nicht mit Originalfunden geologisch gleichaltriger Fossilien von Affen und Menschenaffen aus Europa vergleichen kann, spekuliere ich, zumindest der Neufund des Backenzahns könnte von einem Jungtier des Rheinaffen Rhenopithecus stammen, der – wie erwähnt – mit dem Affen Anapithecus identisch sein soll. Ein unterer Backenzahn des Menschenaffen bzw. Baumaffen Dryopithecus kann es nicht sein, weil das typische Dryopithecus-Muster fehlt. Bei diesem sind zwischen 5 Höckern Rillen in Form eines „Y“ ausgebildet.    
Falls man ein sehr großer Optimist ist, könnte man hoffen, dass in Eppelsheim 4 Gattungen von Menschenaffen existierten: Paidopithex, Rhenopithecus, Dryopithecus und dank der Neufunde von 2016 eine bisher unbekannte Gattung, die noch benannt werden müsste. Wenn man aber ein sehr großer Pessimist ist, könnte man glauben, in Eppelsheim sei noch nie ein Menschenaffe entdeckt worden. Paidopithex und Rhenopithecus seien nur Affen und das mutmaßliche Fingerknochenbruchstück von Dryopithecus stamme von einem anderen Tier. Die beiden Neufunde von 2016 seien ebenfalls keine Menschenaffenzähne, was ja manche Experten vermuten. Es ist aber auch denkbar, dass ein Teil der Funde aus Eppelsheim von Affen und Menschenaffen stammt. So könnte beispielsweise Paidopithex ein Menschenaffe sein, Rhenopithecus und die beiden Neufunde von 2016 dagegen könnte man als Affen betrachten. Wissenschaft bedeutet nicht nur Wissen, sondern manchmal auch Nichtwissen.

Frage: Gab es früher bei der Deutung von Funden aus Ablagerungen des Ur-Rheins bereits Irrtümer?

Probst: Den Forschern, die sich mit Funden aus dem Ur-Rhein befassten, sind etliche Irtümer passiert. Den Rhein-Elefanten Deinotherium giganteum („Riesiges Schreckenstier“) verkannte man als Riesentapir oder Flusspferd. Das krallenfüßige Huftier Chalicotherium deutete man als „Schreckenstier“ und Riesenschuppentier. Der Oberschenkelknochen des Kinderaffen Paidopithex wurde irrtümlich einem 12-jährigen menschlichen Mädchen zugeschrieben. Ein Heidelberger Forscher betrachtete in den späten 1930er Jahren den Zahn eines Bibers als den eines Riesenmenschen, den er Gigantanthropus nannte. Auch ich selbst bin nicht vor Irrtümern gefeit. Ich träumte vor längerer Zeit mal davon, in Budenheim bei Mainz einen rund 20 Millionen Jahre alten Menschenaffenzahn entdeckt zu haben. Doch es war nur der Backenzahn eines urzeitlichen Schweins. Als ich in Budenheim einen Tonklumpen barg, aus dem ein länglicher brauner Knochen ragte, ordnete ein Mainzer Forscher dieses Fossil dem Oberschenkel eines ausgestorbenen Pferdes zu. Bei der Präparation des Fundes kam die linke Unterkieferhälfte eines hornlosen Nashorns mit sieben Zähnen zum Vorschein.

Frage: Gibt der Ur-Rhein noch viele Rätsel auf?


Probst: Sicher ist in den Sanden und Kiesen des Ur-Rheins noch viel zu entdecken! Man weiß nicht genau, welche Affen und Menschenaffen am Ur-Rhein tatsächlich existierten. Anderswo kamen Schädel-, Gebiss- und Skelettreste des Baumaffen Dryopithecus ans Tageslicht. Bei den Vögeln fehlen Flamingos, Papageien, Trogons und Mausvögel, die man von gleichaltrigen anderen Fundstellen kennt. Manchmal grüble ich sogar, ob es sich bei dem Fluss, der in Westhofen, Eppelsheim, Bermersheim, Gau-Weinheim, am Wissberg bei Gau-Weinheim und am Steinberg bei Sprendlingen Ablagerungen und Fossilien hinterlassen hat, tatsächlich um den Ur-Rhein handelt. Vielleicht war es nur ein Nebenfluss des Ur-Rheins oder ein unbekannter namenloser Fluss. Aber damit befinde ich mich im großen Reich der Spekulation.

*

Ernst Probst hat mehr als 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren veröffentlicht. Exotische Tiere am Ur-Rhein spielen in seinen Taschenbüchern „Der Ur-Rhein“, „Der Rhein-Elefant“, „Krallentiere am Ur-Rhein“, „Säbelzahntiger am Ur-Rhein“, „Menschenaffen am Ur-Rhein“ und „Als Mainz noch nicht am Rhein lag“ eine Rolle. Das Taschenbuch 
„Der Ur-Rhein“ ist bei Amazon unter der Internetadresse https://www.amazon.de/Ur-Rhein-Rheinhessen-zehn-Millionen-Jahren/dp/3640248015/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1509552615&sr=8-1&keywords=Der+Ur-Rhein erhältlich.

Freitag, 27. Oktober 2017

Kunstprojekt des Peutinger-Gymnasiums Ellwangen

Vernissage der Sonderausstellung "Götterfiguren aus Holz" am 13.11.2017 im Alamannenmuseum

ELLWANGEN (pm) – Am Montag, 13.11. 2017, wird um 19 Uhr im Alamannenmuseum die Sonderausstellung "Götterfiguren aus Holz – ein Kunstprojekt der Klasse 11 des Peutinger-Gymnasiums Ellwangen" eröffnet. Im Rahmen eines Holzbildhauer-Workshops unter Anleitung von Werner Kowarsch, Bürgermeister a.D. der Stadt Lauchheim und zugleich Vorsitzender des Fördervereins Alamannenmuseum Ellwangen e.V., hat der Kunstkurs von Kunstpädagogin Silke Schwab-Krüger seit April 2017 auf Initiative und mit Unterstützung von Museumspädagogin Sigrid Radler ein halbes Jahr lang jeden Donnerstag im Alamannenmuseum mit dem Werkmaterial Holz gearbeitet.

Die in diesem Rahmen entstandenen, wirklich beeindruckenden Ergebnisse der 17 Schülerinnen und Schüler sind ab 13. November im Eingangsbereich und in der Dauerausstellung des Museums zu bewundern. Die "Schwäbische Post" schrieb in ihrem kürzlich erschienenen Stadtmagazin "Ellwangen": "Für 17 Schülerinnen und Schüler des Peutinger-Gymnasiums war die künstlerische Auseinandersetzung mit den Alamannen, ihren Göttern Thor und Odin, mit heidnischen und christlichen Symbolen ein nicht alltägliches Erlebnis." Die Schülerarbeiten werden bis zum 14. Januar 2018 im Alamannenmuseum gezeigt.

Der Eintritt zur Vernissage ist frei.

Nähere Informationen im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de.

Götterfiguren aus Holz – ein Kunstprojekt der Klasse 11 des Peutinger-Gymnasiums Ellwangen
13.11.2017-14.1.2018

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14-17 Uhr
Samstag, Sonntag 13-17 Uhr
sowie nach Vereinbarung
24., 25. und 31.12.2017 geschlossen


Eintritt: 3,00 €, ermäßigt 2,00 €, Familie 7,00 €

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Erinnern ja, Erinnerungsort nein - Zahlen und Gründe für den Anstieg anonymer Bestattungen in Deutschland

Hamburg (bestattungen.de) - Die Deutschen wollen immer seltener wissen, wann und wo die Beisetzung erfolgt. Allein jeder sechste Anfragende bei Bestattungen.de wählte im ersten Halbjahr 2017 die anonyme Bestattung. Das ergab eine interne Studie des Vergleichsportals Bestattungen.de. Demnach wählten im ersten Halbjahr dieses Jahres 16,3 Prozent der Anfragenden auf www.bestattungen.de eine anonyme Feuer-, Baum- oder Seebestattung – fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum (8,9 Prozent). 


Ein wichtiger Grund für den Anstieg der anonymen Bestattungen ist der Wandel in der Gedenkkultur: Leben Familienangehörige weit voneinander entfernt, ist ein zentraler Trauerort nicht mehr notwendig. Andere Erinnerungsrituale nehmen den Platz des Friedhofsbesuchs ein.

Die beliebteste anonyme Bestattungsart ist die anonyme Feuerbestattung (auch stille Urnenbeisetzung genannt). Hierbei wird die Urne in der Regel ohne Anwesenheit der Angehörigen in ein nicht gekennzeichnetes Grab beigesetzt. Die Grabpflege entfällt für die Angehörigen. Etwa drei von vier Bestattungen.de-Nutzern, die eine anonyme Beisetzung wünschen, entschieden sich im ersten Halbjahr 2017 für die stille Urnenbeisetzung (73 Prozent) und somit gegen die anonyme Baum- oder Seebestattung. Bei diesen beiden naturnahen Varianten wird die Asche des Verstorbenen im Wurzelbereichs eines Baumes bzw. im Meer beigesetzt.

Die Gründe, warum stille Beisetzungen immer häufiger angefragt werden, sind vielfältig. Zum einen wird die anonyme Bestattung gewählt, wenn kein finanzieller Spielraum für andere Grabarten vorhanden ist. Zum anderen entscheiden sich Angehörige für eine stille Beisetzung, wenn es über Jahre hinweg keinen Kontakt zu der nun verstorbenen Person gab. Ein wesentlicher Aspekt bei anonymen Bestattungen ist zudem, dass die Familienmitglieder heutzutage oft weit voneinander entfernt leben.

„Die Pflege eines Grabes über Hunderte Kilometer hinweg ist dann kaum machbar. Und dadurch, dass die ganze Familie nicht mehr an einem Ort zusammenwohnt, entfällt das Grab als zentrale Gedenkstätte“, weiß Thomas Hellwege, Geschäftsführer von Bestattungen.de zu berichten. Die Erinnerung werde dann durch das gemeinsame Anschauen von Familienfotos und Videos oder auch durch das Erzählen von Anekdoten über die Verstorbenen wachgehalten.
Der Trend zur preisgünstigeren anonymen Bestattung wird sich fortsetzen, prognostiziert der Bestattungen.de-Geschäftsführer: „Man muss zur Kenntnis nehmen, dass es in Deutschland nicht wenige Menschen gibt, die sich eine teure letzte Ruhestätte nicht leisten können. Außerdem wird der Tod und die Finanzierbarkeit einer Bestattung immer häufiger innerhalb des Familienkreises thematisiert und eigene Wünsche für die letzte Ruhe werden offen angesprochen. Oft kommen die Angehörigen zu dem Ergebnis, dass das Leben dafür da sein sollte, Erinnerungen zu schaffen und nicht für einen teuren Gedenkort zu sparen.“

Bestattungsverfügungen und Vorsorgeverträge dienen dazu, den mündlich geäußerten Wunsch verbindlich festzulegen. Den passenden Ansprechpartner für eine Bestattungsvorsorge finden Interessierte bei Bestattungen.de

Über Bestattungen.de

Die Webseite 
www.bestattungen.de ist ein führendes Vergleichsportal für Bestattungsdienstleistungen in Deutschland. Mehrere Hunderttausend Nutzer informieren sich hier monatlich zu den Themen Bestattung und Vorsorge. Nutzer erhalten auf der von der Gesellschaft für Bestattung und Vorsorge (GBV mbH) betriebenen Seite unverbindlich Angebote von seriösen Bestattern. Das komplette Angebot ist für den Verbraucher kostenlos.

Deutscher Tierschutzbund veröffentlicht veganes Kochbuch

Pünktlich zum Weltvegantag am 1. November veröffentlicht der Deutsche Tierschutzbund sein veganes Kochbuch „Tierschutz genießen“. Gemeinsam mit 32 Profiköchen lädt der Verband zu einer kulinarischen Reise ein: Die Köche haben 80 Rezepte kreiert, die ganz ohne tierische Inhaltsstoffe auskommen. Herzhaft, süß, leicht und deftig – die Vor-, Haupt- und Nachspeisen strotzen vor Pflanzenkraft und lassen keine Wünsche offen. Dabei bietet das Kochbuch für jede Gelegenheit das passende Rezept: von der schnellen Mahlzeit für Zwischendurch bis hin zu anspruchsvollen Gerichten für besondere Anlässe. „Tierschutz genießen“ ist ab dem 1. November zum Preis von 19,95 Euro im Buchhandel vor Ort und online erhältlich. Mit dem Erwerb des Buches unterstützen die Käufer die Tierschutzarbeit des Deutschen Tierschutzbundes.

„Tierliebe fängt beim Essen an. Mit der Vielzahl an leckereren veganen Rezepten wollen wir dazu anregen, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken und in die pflanzliche Küche hineinzuschnuppern“, erklärt Projektleiterin Verena Jungbluth vom Deutschen Tierschutzbund die Idee hinter dem Kochbuch. Dabei zeigen die Rezepte, dass die vegane Küche alles andere ist als fad und langweilig. „Wenn der Duft von frischen Kräutern, Gemüse und Obst durch die Küche zieht und sich Kartoffeln, Nudeln, Reis und Hülsenfrüchte dazugesellen, ist nicht nur der Geruchssinn schnell verzaubert.“

All diejenigen, die sich in der veganen Welt bereits Zuhause fühlen, finden im Kochbuch neue Inspiration und viele Tricks und Kniffe der Profiköche. Neben den Rezepten selbst bietet das Buch Infos des Deutschen Tierschutzbundes zu den Hintergründen der veganen Lebensweise und zu Tieren, wie Huhn, Schwein oder Kuh. In liebevollen Zitaten beschreiben die Köche selbst, was Tierschutz für sie bedeutet und warum sie sich für das Buchprojekt engagieren. „Unser Dank geht an die Köche, ohne deren Engagement und Kreativität dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre“, sagt Jungbluth. Rezepte lieferten Elke Adam-Eckert, Armin Amrein, Gonzalo Baró, Patrick Bolk, Elfie Casty, Sebastian Copien, Dr. Ruediger Dahlke, Jean-Marie Dumaine, Jérôme Eckmeier, Timo Franke, Judith & Surdham Göb, Lea Green, Josita Hartanto, Attila Hildmann, Rolf Hiltl, Yvonne Hölzl-Singh, Nicole Just, Anna-Lena Klapp, Boris Lauser, Michaela Marmulla, Nadine Horn & Jörg Mayer, Justin P. Moore, Björn Moschinski, Arnold Pöschl, Parvin Razavi, Niko Rittenau, Barbara Rütting, Stina Spiegelberg, Holger Stromberg, Kristina Unterweger, Christian Weber und Jan Wischnweski.

Hinweis zum Kochbuch:
224 Seiten, NeunZehn Verlag, Berlin, 1. Auflage 2017, ISBN: 978-394-718-80-79, 19,95 Euro. Weitere Infos: www.tierschutz-genießen.de



Cover des Kochbuchs „Tierschutz genießen“
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Die 10 größten Krane der Welt - Größer als ein Fernsehturm


Sie sind größer als ein Fernsehturm und können das Gewicht des Eiffelturms gleich zweimal tragen. Die Top 10 der größten und stärksten Krane der Welt ist schier unglaublich. Wir stellen Ihnen das vom Online-Marktplatz Maschinensucher.de veröffentlichte Ranking vor und sprengen Ihre Vorstellungskraft.

Der Raupenkran Liebherr LR 13000 überragt den höchsten Kirchturm der Welt – das Ulmer Münster (162 Meter hoch) – um ganze 86 Meter. Er ist damit der größte Mobilkran der Welt. Unvorstellbar: Durch die Kombination des 120 m langen Hauptmastes mit der 126 m langen Wippspitze erreicht das monströse Gittermastsystem stolze 246 m.

„Der Kran lässt sich vor Ort aus mehreren Einzelteilen im Nullkommanichts aufbauen und ist sofort einsatzbereit“, erklärt Thorsten Muschler von Maschinensucher.de, dem weltweit führenden Online-Marktplatz für stationäre Gebrauchtmaschinen. Unglaublich: Das Ungeheuer kann bei einem Eigengewicht von etwas über 600 Tonnen bis zu 3.000 Tonnen Ballast befördern – mehr als 100 große LKWs. Damit ist er der größte Riesenraupenkran der Welt.


Der leistungsstärkste Kran der Welt ist die Thialf – mit einer Länge von 200 Metern und einer Breite von 90 Metern ist der Schwimmkran so groß wie zwei aneinandergereihte Fußballfelder. Zudem hat der Riese in seinen Kabinen Platz für bis zu 736 Personen, so viel wie zwei Passagierflugzeuge.

Unfassbar: Durch seine enorme Tragfähigkeit kann das Ungetüm bis zu 14.200 Tonnen Ballast tragen. Das entspricht dem Gewicht eines durchschnittlichen U-Boots. Der niederländische Hersteller HMC Heerema hält mit seinem Schützling den Weltrekord für die höchste Tragfähigkeit.

Der Gebrauchtmaschinen-Marktplatz Maschinensucher.de hat für Sie eine Bildergalerie der monströsen Maschinen zusammengestellt. Viel Spaß beim Durchklicken.

Maschinensucher ist der weltweit führende Online-Marktplatz für stationäre Gebrauchtmaschinen. Über 5.000 Händler bieten derzeit mehr als 140.000 Maschinen auf der Plattform an. Als global agierender Marktplatz ist das Unternehmen mit Machineseeker.com in über 60 Länderversionen verfügbar. Monatlich werden gebrauchte Maschinen im Wert von über 700 Millionen Euro angefragt.