Donnerstag, 20. Juli 2017

Drechsler, Weißbinder, Bierbrauer und Leierbauer: Holzhandwerk im frühen Mittelalter

3. Ellwanger Alamannen-Forum am 7. und 8. Oktober 2017 im Alamannenmuseum Ellwangen
ELLWANGEN (pm) – Am 7. und 8. Oktober 2017 findet das mittlerweile 3. Ellwanger Alamannen-Forum statt. Das Alamannen-Forum stellt jedes Jahr ein besonderes Thema aus der Lebenswelt der Alamannen in den Mittelpunkt. Bei der dritten Auflage dieses Themenwochenendes im Ellwanger Alamannenmuseum geht es um das "Holzhandwerk der Alamannen".

An diesem Wochenende beleben verschiedene Holzhandwerker das Alamannenmuseum und zeigen ihre Kunst. Die Besucher finden an verschiedenen Themenstationen viel Wissenswertes zum Anfassen und Ausprobieren vor. So wird ein Drechsler demonstrieren, wie aus heimischen Hölzern edle Möbel entstehen. Der Weißbinder fertigt hölzerne Alltagsgegenstände und führt vor, wozu man sie benützte.

Man kann sich auch darüber informieren, wie die Häuser in der Alamannia konstruiert waren. Und in der Wohnstube einer wohlhabenden Alamannenfamilie wird anschaulich gezeigt, dass ein Leben ohne Holz nahezu unmöglich war. Im Museumshof wird passend zum Thema Bier im Holzfass gebraut.

Leider sind nur sehr wenige Objekte aus Holz aus jener Zeit im Original erhalten. Warum das so ist und welche Herausforderungen das Material an Museen und Konservatoren stellt, erklärt eine Restauratorin, die sich auf den Erhalt von Holzobjekten spezialisiert hat.

Einen besonderen Höhepunkt bilden an diesem Wochenende gleich drei Instrumentenbauer. Jeder von ihnen hat seinen eigenen Weg gefunden, sich mit der alamannischen Leier auseinander zu setzen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie ihre Instrumente nicht nur im historischen Kontext vorstellen, sondern auch die Brücke zur Moderne schlagen. Um den Besuchern einen Eindruck von der Klangfülle der historischen Instrumente zu vermitteln, geben sie am Samstagabend ein Konzert. Ein Erlebnis, das es in dieser Art noch nicht im Alamannenmuseum gegeben hat.

Ein besonderes Angebot gibt es dieses Mal auch für Gruppen: Am Samstag besteht für angemeldete Gruppen die Möglichkeit, bereits vor der offiziellen Öffnung des Museums eine Führung durch das Alamannen-Forum zu bekommen. Die Handwerker und Künstler beantworten gerne Fragen der Besucher, eine Gelegenheit, die sich besonders Schulklassen nicht entgehen lassen sollten. Eine Anmeldung beim Museum ist jedoch erforderlich.

Aber auch für alle anderen Besucher wird es bestimmt nicht langweilig. An ausgewählten Stationen wird es Vorträge geben, die einzelne Themen vertiefen, und die Handwerker und Künstler lassen sich sicher nicht lange bitten und zeigen und erklären gerne ihre Tätigkeiten.

Bei dieser Veranstaltung ist nur der übliche Eintritt zu entrichten, beim gemeinsamen Konzert der teils von weither angereisten Leierspieler und Leierbauer am Samstag, 7. Oktober 2017, um 19.30 Uhr beträgt der Eintritt 5,00 Euro.

Nähere Informationen sind im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Bereich Aktuelles) erhältlich. Das genaue Programm wird dort rechtzeitig veröffentlicht.

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum @ ellwangen.de
www.alamannenmuseum-ellwangen.de

Sonntag, 16. Juli 2017

ba-bildungswissenschaft.de | jetzt zum Klausurerfolg im Fernstudium B.A. Bildungswissenschaft

Studierst du an der Fernuniversität in Hagen den Bachelor Bildungswissenschaft?

Dann wird dir die gleich genannte Seite sehr viel weiterhelfen!

Denn sind wir ehrlich:

Sobald die Klausur ansteht, sind wir vielleicht mal erkältet, oder haben nicht so viel Zeit, uns explizit darauf vorzubereiten.

Gerade in dem genannten Studiengang, ist es so, dass dir eine Fülle an Information zugesendet wird!

Der Überblick hier beizubehalten, fällt schwer.

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Doch Alexander von ba-bildungswissenschaft.de stellt hier auf der Seite seiner alten Skripte zur Verfügung!

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Das eignet sich aber wirklich nur für Leute, die mindestens einmal den kompletten Studienbrief gelesen haben!

Diese Kurzform eignet sich zum Beispiel hervorragend, um zu überprüfen, ob man alles noch im Gedächtnis vor der Klausur parat hat.

Auch alte Klausuren für Bildungswissenschaft an der Fernuni Hagen gibt es



Gedächtnisprotokolle, von ehemaligen Klausuren, werden zur Verfügung gestellt.


Tipps und weiterführende Informationen zum Fernstudium an der Fernuni in Hagen, ergänzen die Webseite.

Ich hoffe jetzt, dass du für dein Fernstudium jetzt gerüstet bist, und dir die Webseite angeschaut hast.

Dienstag, 11. Juli 2017

Im Glanz des Hochmittelalters: Welterbe in Saale-Unstrut entdecken


















Der Naumburger Dom St. Peter und Paul ist das Herzstück der 
hochmittelalterlichen Kulturlandschaft an Saale und Unstrut. Foto: 
Transmedial




Naumburg (tpr) – Den offiziellen Titel als UNESCO-Welterbe 
hat Saale-Unstrut zwar nicht erhalten, doch der außergewöhnliche 
universelle Wert des Naumburger Doms wurde anerkannt. Damit ist er ein 
weltweit einzigartiges Beispiel menschlicher Schöpferkraft. Die Bedeutung 
der hochmittelalterlichen Kulturlandschaft an Saale und Unstrut, die 
ebenfalls Teil des Antrags war, bestätigte das Welterbe-Komitee in seiner 
41. Sitzung am Sonntag in Polen allerdings nicht. Der Antrag muss innerhalb 
der nächsten drei Jahre auf den Dom fokussiert werden, anschließend kann 
der Titel vergeben werden.

„Wir freuen uns sehr über die Entscheidung des Komitees, das den Naumburger 
Dom nun offiziell würdigt“, sagt Antje Peiser, Geschäftsführerin des 
Tourismusverbandes Saale-Unstrut. „Aber natürlich bedauern wir, dass es die 
hochmittelalterliche Kulturlandschaft an Saale und Unstrut nicht geschafft 
hat. Wir lassen uns davon jedoch nicht entmutigen. Nirgendwo sonst auf der 
Welt finden Touristen diese Dichte an Domen, Schlössern, Klöstern und 
Burgen auf engstem Raum. Zusammen mit den ursprünglichen Flusslandschaften 
und romantischen Weinbergen bilden die historischen Bauten ein 
beeindruckendes Reiseziel von unverkennbarem Wert.“ 

Schönstes Gesicht des Mittelalters im Bauwerk von Weltrang

Herzstück der Burgen- und Weinregion zwischen Leipzig und Weimar ist der 
imposante Naumburger Dom St. Peter und Paul. Er gehört mit seinen zwölf 
Stifterfiguren im Westchor zu den bedeutendsten Bauten des europäischen 
Hochmittelalters und kann sich nun bald mit dem Welterbetitel schmücken. 
Ein unbekannter Künstler schuf Mitte des 13. Jahrhunderts für diese Zeit 
ungewöhnlich natürlich aussehende, ausdrucksstarke Figuren. Uta von 
Naumburg, die berühmteste Stifterfigur, gilt als „schönste Frau des 
Mittelalters“. Ihr Gesicht tauchte auf unzähligen kunsthistorischen 
Publikationen auf und war Vorbild für die böse Königin im Disneymärchen 
„Schneewittchen“.

Einmalig sind auch die älteste Steinskulptur der Heiligen Elisabeth von 
Thüringen, die auf etwa 1235 datiert wird, und die von Lucas Cranach 
geschaffenen Altarflügel aus dem 16. Jahrhundert. Lohnenswert ist der 
Aufstieg über 200 Stufen zur Aussichtsplattform des Nord-West-Turmes. Von 
oben bietet sich ein unverstellter Blick auf die Altstadt und die 
malerische Umgebung.

Mittelalterliche Musik hinter dicken Burgmauern

Um den Naumburger Dom erstreckt sich eine sehenswerte Kulturlandschaft aus 
Weinbergen, Burgen und Schlössern entlang der Flüsse Saale und Unstrut. Nur 
wenige Kilometer westlich hoch über dem Winzerstädtchen Freyburg erhebt 
sich das mächtige Schloss Neuenburg. Vor 1000 Jahren war es herrschaftlicher 
Repräsentationsort Thüringer Landgrafen und Zentrum mittelalterlich-
höfischer Kultur. Zusammen mit der Freyburger Stadtkirche St. Marien ist es 
heute Spielstätte für Europas bedeutendstes Festival mittelalterlicher 
Musik: montalbâne. Vokal- und Instrumentalensembles verschiedener Nationen 
entführen das Publikum jeden Sommer für drei Tage in eine andere Zeit.

Jahrhundertealte Weinbautradition im Kloster

An der Saale südlich von Naumburg liegt das ehemalige Zisterzienserkloster 
Pforta von 1137. Es entwickelte sich schnell zu einem der reichsten Klöster 
Ostthüringens. Heute liegt es in Sachsen-Anhalt und beherbergt die 
Landesschule zur Begabtenförderung. Die Mönche trugen einen wesentlichen 
Anteil am Aufschwung in der Region bei. So bauten sie einen Kanal zur 
Wasserversorgung, der zudem mehrere Mühlen betrieb. Auch den Weinbau 
brachten die Mönche nach Saale-Unstrut. Bereits 998 schenkte Kaiser Otto 
III. Weinberge an das Kloster Memleben, richtig aufgerebt wurde mit der 
Gründung des Klosters Pforta. Auf dem Pfortenser Köppelberg wird heute noch 
Wein nach altem Wissen und naturnahen Methoden angebaut. Das Landesweingut 
Kloster Pforta lädt regelmäßig zu Weinbergwanderungen in die 
sonnenverwöhnten Lagen und zu Weinproben in die historischen Keller. 
Weinliebhaber können sich zudem als Winzer für einen Tag ausbilden lassen.

Historische Reiseempfehlungen auf Tourismusportal

Auch ohne UNESCO-Titel ist Saale-Unstrut jederzeit eine Reise wert. 
Wichtigstes Tourismusportal ist www.saale-unstrut-tourismus.de. Hier 
informiert der ansässige Tourismusverein über die zahlreichen 
Sehenswürdigkeiten und bietet Buchungsmöglichkeiten für Unterkünfte. 
Kulturinteressierte finden zudem historische Reiseempfehlungen für einen 
Ausflug ins Mittelalter.

Links zu den vorgestellten kulturhistorischen Höhepunkten in Saale-Unstrut

Naumburger Dom: www.naumburger-dom.de
Schloss Neuenburg: www.schloss-neuenburg.de
Festival montalbâne: www.montalbane.de
Landesweingut Kloster Pforta: www.kloster-pforta.de

Donnerstag, 29. Juni 2017

LVR-LandesMuseum Bonn zeigt die Ausstellung „Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster“

Bonn (LVR) - Unter dem Titel „Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster“ erzählt die neue Sonderausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn ab dem 29. Juni die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte des Zisterzienserordens.

Vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts gründen die Zisterzienser mehr als 650 Klöster. Der sogenannte Konzern der Weißen Mönche durchdringt wie ein Netzwerk den Kontinent und entwickelt sich zu einem der mächtigsten Verbände der Christenheit. Die Zisterzienser und Zisterzienserinnen werden zu einem dynamischen Element der europäischen Zivilisation.

Mit über 150 kostbaren Ausstellungsobjekten aus ganz Europa können die Spiritualität und die Lebenswelt der Klöster entdeckt werden. Die Ausstellung konzentriert sich auf die mittelalterliche Blütezeit des Ordens. Die Zisterzienser besinnen sich auf die Regel des heiligen Benedikt aus dem 6. Jahrhundert – „Bete und arbeite“ – und finden zu einer tiefen Religiosität, die von vielen Menschen bis heute bewundert wird. Sie fordern eine Reduktion auf das Wesentliche in Lebensführung, Kunst und Architektur. Sie schaffen Werte und Innovationen, die auch heute noch faszinieren.

Die Ausstellung stellt den Orden, seine Strukturen und seine Entwicklungen anhand von prachtvollen Gemälden, Skulpturen, Handschriften aber auch Alltagsgegenständen aus ganz Europa vor. Architekturmodelle, CAD-Rekonstruktionen, Musik und Mitmachstationen machen die Klosterwelt der Zisterzienser lebendig.

Die Ausstellung wird durch die NRW-Stiftung, die Ernst von Siemens-Stiftung, die Renate König-Stiftung, Dr. Karl Albrecht und die Wilhelm-Dorow-Gesellschaft e.V. unterstützt.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Wer dauerhaft „auf 180“ ist, schadet der Gesundheit


Betroffene sollten täglich den Blutdruck messen

Hamburg (apothekerkammer-hamburg) – Wer sich zu wenig bewegt sowie eine ungesunde, fettige und salzreiche Ernährung bevorzugt, der läuft Gefahr, im Laufe der Zeit an Bluthochdruck zu erkranken. Ebenso gehören übergewichtige, gestresste Menschen sowie Raucher zur Risikogruppe für Bluthochdruck. Rund 30 Millionen Deutsche leiden an dieser Krankheit. Da man Bluthochdruck jedoch nicht spürt, weiß nur die Hälfte der Patienten, dass sie betroffen sind. Menschen mit einem ungesunden Lebensstil oder Personen mit einem erblich bedingten Risiko wird von der Apothekerkammer Hamburg daher tägliches Blutdruckmessen angeraten.

Blutdruck kann schwanken

Bei den ersten Messungen sollte zunächst an beiden Armen gemessen werden, später nur noch am Arm mit dem höheren Wert. Um sicherzustellen, dass die Ruhewerte korrekt ermittelt werden, sollte man sich bereits fünf Minuten vor der Messung ruhig hinsetzen. Stellt man einen erhöhten Blutdruck fest, muss dies an sich jedoch keine schlimme Nachricht sein. Der Blutdruck unterliegt natürlichen Schwankungen, sodass auch äußere Faktoren wie Aufregung den Blutdruck schnell künstlich erhöhen können. Daher ist es wichtig, dass Patienten über mehrere Tage ihren Blutdruck messen und die Werte dokumentieren. Um Messfehler auszuschließen, sind regelmäßige Kontrollmessungen von einem Arzt oder Apotheker ratsam. Um stets eine identische Messsituation zu erhalten, ist es außerdem sinnvoll, zum Beispiel morgens vor dem Frühstück zu messen, wenn man weder Nahrung, Medikamente oder Kaffee zu sich genommen hat.

Hoher Blutdruck schadet der Gesundheit

Der Blutdruck eines gesunden Menschen liegt bei 120/80. Der erste Wert beschreibt die Auswurfphase des Herzens, bei der sich die linke Herzkammer zusammenzieht und das Blut in die Aorta pumpt – hier ist der Blutdruck am höchsten. Der zweite Wert bezeichnet die Entspannungsphase der Herzmuskeln. Dort erweitern die beiden Herzkammern sich, um neues Blut hineinströmen zu lassen. An dieser Stelle ist der Blutdruck am geringsten. Liegen die Werte dauerhaft über 140/90 liegt ein leichter Bluthochdruck vor. Ein schwerer Bluthochdruck (Hypertonie) beginnt bei Werten von über 180/110.

Regelmäßig messen

Betroffene machen gerne den Fehler, das Messen des Blutdrucks wieder zu vernachlässigen, sobald die Werte wieder gesunken sind. Bluthochdruck ist jedoch eine Erkrankung, die eine konsequente Beobachtung und Behandlung erfordert. Daher sollte der Blutdruck auch dann weiterhin regelmäßig gemessen werden, wenn sich die Werte scheinbar verbessern. Ist man bereits auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen, gibt es einiges zu beachten. Patienten wird geraten, sich sowohl über den richtigen Einnahmezeitpunkt als auch zu schwierigen Kombinationen mit Getränken sowie Nahrungsergänzungs- oder Lebensmitteln informieren. Patienten sollten sich daher immer die Zeit für eine Beratung in der Apotheke nehmen.

Wechselwirkungen beachten

Patienten, die bereits Blutdrucksenker einnehmen, sollten sich bei weiteren Erkrankungen in der Apotheke nach einem Wechselwirkungscheck erkundigen. Selbst rezeptfreie Schmerz- und Grippemittel können die Wirkung blutdrucksenkender Präparate bereits abschwächen.

Die Apothekerkammer Hamburg ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Institution der apothekerlichen Selbstverwaltung für die ca. 2.400 Apotheker und Apothekerinnen, sowie Pharmazeuten im Praktikum in Hamburg. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberuf. Er ist laut Gesetz für die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zuständig. Wer Apotheker werden will, muss ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr absolvieren. Der Apotheker berät die Patienten hinsichtlich ihrer Medikation und unterstützt sie, ihre Therapie im Alltag umzusetzen. Als Fachmann für Arzneimittel und Prävention ist der Apotheker neben dem Arzt der erste Ansprechpartner in gesundheitlichen Problemen.

Freitag, 16. Juni 2017

Alamannenmuseum Ellwangen: Sonderpräsentation zur Goldscheibenfibel aus Freiberg-Beihingen mit Hörstation thematisiert die Christianiserung der Alamannen


Foto: Die alamannische Goldscheibenfibel aus Freiberg-Beihingen, Grab 81, ist das Objekt des Monats Juni im Alamannenmuseum und wird bis auf Weiteres in einer Sonderpräsentation zu sehen sein, die jetzt um das Hörspiel "Der Tod der lieben Kleinen" ergänzt wurde (Foto: Museum).


ELLWANGEN (pm) – Im Ellwanger Alamannenmuseum ist seit Anfang Juni eine Sonderpräsentation zu der als "Dreifaltigkeitsfibel" gedeuteten Goldscheibenfibel aus Freiberg-Beihingen zu sehen, die jetzt noch um eine thematisch passende Hörstation ergänzt wurde. Die Fibel, die im Winter in einer Ausstellung im Keltenmuseum Hochdorf/Enz zu sehen war, wird bis auf Weiteres in einer Sondervitrine im Erdgeschoss des Alamannenmuseums gezeigt, die Präsentation entstand mit freundlicher Unterstützung des Keltenmuseums Hochdorf/Enz und des Schlossmuseums Ellwangen.

Bei der Ausgrabung des alamannischen Friedhofs von Freiberg-Beihingen 1992/93 stieß man auf die Bestattung eines Mädchens aus der Mitte des 7. Jahrhunderts n. Chr. Die Knochen lagen teilweise durcheinander, das Grab war offenbar schon zwei Generationen später von einem Plünderer heimgesucht worden. Für sein grausiges Vorhaben musste er im Grabschacht kauern und dort sah er am Oberkörper der Toten einen großen goldenen Gegenstand funkeln – eine prächtige Goldscheibenfibel! Er hielt seine wertvolle Beute in der Hand – und legte sie zurück, mit der Schauseite nach unten. So fanden sie die Archäologen bei der Ausgrabung.

Wie lässt sich dieses Geschehen begreifen? Die Verbreitung des neuen, christlichen Glaubens brachte die heidnische Sitte der Grabbeigabe nach und nach zum Erlöschen. Seit dem 8. Jahrhundert sank die Hemmschwelle für Grabraub immer weiter, denn man wusste, dass die Toten keiner Beigaben bedürfen. Eine große Ausnahme machten Gegenstände mit christlicher Symbolik, wie Kreuzdarstellungen. Die Räuber ließen sie im Grab.

Die Beihinger Fibel zeigt jedoch ein Dreieck. Wäre dem Grabräuber nicht klar gewesen, dass sein Fund etwas Christliches zeigt, hätte er das kostbare Stück niemals im Grab zurückgelassen. Wäre es möglich, dass er schon etwas von „Dreifaltigkeit“ wusste? Durchaus. Als theologisches Konzept war die Vorstellung einer Dreifaltigkeit, der Einheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist, schon im 2. nachchristlichen Jahrhundert entwickelt, zum Beginn des 4. Jahrhunderts wurde sie zum Dogma. Der christliche Grabräuber muss das Symbol erkannt haben.

In der dazugehörigen Hörstation "Der Tod der lieben Kleinen" wird in einem dreiminütigen Hörspiel geschildert, wie der fränkische Geschichtsschreiber und Bischof Gregor von Tours (538-594) im 6. Jahrhundert von der Trauer um verstorbene Königskinder berichtet. Dieser Bericht zeigt deutlich, wie weit die Christianisierung im Frankenreich, ausgehend von der Taufe des Frankenkönigs Chlodwig kurz nach dem Sieg über die Alamannen in der Schlacht bei Zülpich 496/97, zu Lebzeiten Gregors bereits fortgeschritten war.

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum @ ellwangen.de
www.alamannenmuseum-ellwangen.de




Dienstag, 13. Juni 2017

Jupiter ist ältester Planet des Sonnensystems


Erstmals Altersbestimmung durch Meteoriten-Analyse von münsterschen Planetologen


Münster (WWU) - Jupiter ist nicht nur der größte Planet des Sonnensystems, sondern auch der älteste, wie Planetologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) jetzt berichten. Ihnen ist es erstmals gelungen, sein Alter zu bestimmen. Bisher war das Alter Jupiters nicht bekannt – es gab nur Schätzungen. Dies liegt unter anderem daran, dass es keine Gesteinsproben des Planeten gibt und Forscher daher keine direkten Messungen durchführen können. Die Münsteraner zogen nun durch Untersuchungen an Meteoriten Rückschlüsse auf das Alter von Jupiter. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Proceedings of the National Academy of Science of the United States of America" online veröffentlicht.

Jupiter war demnach spätestens eine Million Jahre nach Bildung des Sonnensystems auf die zwanzigfache Masse der heutigen Erde angewachsen. Das Sonnensystem entstand vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren. Nach Erreichen der 20 Erdmassen dauerte es weitere drei Millionen Jahre, bis die Entstehung Jupiters abgeschlossen war. "Trotz seiner großen Masse entstand Jupiter also nach kosmischen Maßstäben extrem schnell innerhalb von nur vier Millionen Jahren. Zwar haben theoretische Modelle bereits vorhergesagt, dass Jupiter schnell entstanden sein muss, aber diese Voraussagen sind sehr ungenau", urteilt Dr. Thomas Kruijer, Erstautor der Studie. Zum Vergleich: Die Erde, die nur etwa ein 380stel der Masse Jupiters hat, benötigte ungefähr 100 Millionen Jahre für ihre Entstehung.

Um das Alter von Jupiter zu bestimmen, gingen die Forscher einen Umweg und untersuchten Meteorite. Diese Gesteinsbrocken stammen von Asteroiden, die sich heute in einem Gürtel zwischen Mars und Jupiter befinden. Die münsterschen Wissenschaftler wiesen mithilfe von Isotopenmessungen nach, dass diese Asteroide in zwei unterschiedlichen Regionen des Sonnensystems entstanden: diesseits und – was für die Wissenschaftler eine überraschende neue Erkenntnis ist – auch jenseits der Umlaufbahn von Jupiter. Die Forscher nutzten die Isotopen-Zusammensetzungen wie einen genetischen Fingerabdruck, um Verwandschaftsbeziehungen zwischen verschiedenen Meteoriten herzustellen.

20 Erdmassen in weniger als einer Million Jahre

Durch Altersbestimmungen zeigten sie, dass sich die Asteroide diesseits und jenseits des Jupiters etwa zwischen einer Million Jahre und vier Millionen Jahren nach Entstehung des Sonnensystems bildeten. Prof. Dr. Thorsten Kleine erläutert: "Während der Entstehung der Asteroide gab es keinen Materialaustausch zwischen den beiden Regionen. Dies kann man durch die Bildung von Jupiter erklären: Sobald Jupiter etwa 20 Erdmassen erreicht hatte, verhinderte er laut Modellrechnungen den Austausch von Material von jenseits und diesseits seiner Umlaufbahn." Im Umkehrschluss hieße dies: Jupiter muss die 20 Erdmassen in weniger als einer Million Jahre nach Entstehung des Sonnensystems erreicht haben.

Nach vier Millionen Jahren ist die Bildung abgeschlossen

Die 20 Erdmassen entsprechen dem festen Kern des Jupiter. Nachdem dieser Kern aus Gestein entstanden war, wuchs Jupiter durch das "Ansammeln" (Akkretion) von Gas zunächst relativ langsam bis auf etwa 50 Erdmassen an. Die münsterschen Forscher konnten den Zeitpunkt, an dem Jupiter rund 50 Erdmassen hatte, bestimmen. Denn mit dem Erreichen dieser Masse wurde der gravitative Einfluss von Jupiter so groß, dass Asteroide von jenseits seiner Umlaufbahn in das innere Sonnensystem gestreut wurden. "Dieser Prozess kann nicht eingesetzt haben, bevor die Bildung der Asteroide abgeschlossen war, sonst hätten wir eine Durchmischung des Materials bei der Isotopen-Analyse festgestellt", erläutert Thomas Kruijer, der inzwischen am "Lawrence Livermore National Laboratory" in Kalifornien, USA, forscht. Den Zeitpunkt des Erreichens der 50 Erdmassen haben die Forscher auf etwa vier Millionen Jahren nach Entstehung des Sonnensystems eingegrenzt. Danach, so legen Modellrechnungen nahe, muss der Jupiter durch seine massebedingt starke Anziehungskraft extrem schnell seine endgültige Masse von 384 Erdmassen durch weitere Gas-Akkretion erreicht haben.

Implikationen für die Frühgeschichte des Sonnensystems

Das sehr schnelle Wachstum von Jupiter hat laut den münsterschen Planetologen wichtige Implikationen für die frühe Entwicklung des Sonnensystems und die Entstehungsgeschichte der vier sonnennächsten Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars ("terrestrische Planeten", auch Gesteinsplaneten genannt). So seien durch das Wachstum von Jupiter wasserreiche Asteroide aus dem äußeren in das innere Sonnensystem gebracht worden, wo sie unter anderem in die Erde eingebaut worden sein könnten. Diese wasserreichen Asteroide seien also möglicherweise die Quelle des irdischen Wassers. Das schnelle Wachstum von Jupiter habe aber auch verhindert, dass große Mengen von Material in das innere Sonnensystem gelangten. Das könne erklären, warum Mars relativ klein geblieben sei und warum es in unserem Sonnensystem im Gegensatz zu vielen extrasolaren Sternensystemen keine "Super-Erden", also besonders große terrestrische Planeten, gäbe. "Dass wir Meteorite haben, welche jenseits von Jupiter entstanden sind, ist eine völlig neue Erkenntnis", unterstreicht Thorsten Kleine. "Sie verändert unser Verständnis des frühen Sonnensystems nachhaltig."

Die Arbeit entstand im Rahmen des Sonderforschungsbereichs/Transregio (TRR) 170 "Late accretion onto terrestrial planets" ("Spätes Wachstum erdähnlicher Planeten") an der WWU Münster und wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie dem europäischen Forschungsrat (ERC) unterstützt.

Originalpublikation:
T.S. Kruijer, C. Burkhardt, G. Budde and T. Kleine (2017): Age of Jupiter inferred from the distinct genetics and formation times of meteorites. Proceedings of the National Academy of Science of the United States of America (Early Edition); doi:10.1073/pnas.1704461114

Metabolisches Syndrom wird oft übersehen - Schlaganfall-Gefahr doppelt so hoch

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Sonnenschein und warme Tage. Die Zeit der dicken Wollpullis ist nun endgültig vorbei. T-Shirts und Shorts haben jetzt Saison. Doch nicht alle freuen sich, mehr Haut zu zeigen. Wenig Kleidung enthüllt auch so manches Fettpolster. Es gibt Menschen, bei denen kalorienreiche Ernährung besonders anschlägt. Wer einen Taillenumfang von mehr als 80 Zentimeter (Frauen) oder 94 Zentimeter (Männer) hat, könnte unter einem Metabolischen Syndrom leiden und sollte unbedingt die Werte HDL-Cholesterin, Triglyceride, Blutdruck sowie Nüchtern-Blutzucker kontrollieren lassen. Liegen diese über oder bei HDL-Cholesterin unten den Normwerten, läuft man Gefahr, an Diabetes oder Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken. Warum das Metabolische Syndrom so oft übersehen wird und was es so gefährlich macht, weiß die Apothekerkammer Niedersachsen.
Häufig in westlichen Industrienationen
Das Metabolische Syndrom ist eine Kombination von Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes und einem gestörten Fettstoffwechsel. In Deutschland wird das Syndrom bei etwa 25 Prozent der Bevölkerung diagnostiziert. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Im Alter von 50 bis 70 Jahren leiden bis zu 40 Prozent am Metabolischen Syndrom. Auch Kinder können das Syndrom schon entwickeln. Etwa 15 Prozent der Kinder in Deutschland sind übergewichtig, sechs Prozent davon sogar fettleibig. Von diesen fettleibigen Kindern leiden rund 33 Prozent an Bluthochdruck, 25 Prozent an Fettstoffwechselstörungen und ein Prozent hat bereits einen Typ-2-Diabetes entwickelt.
Frühe Diagnose wichtig
Gefährlich ist ein Metabolisches Syndrom vor allem deswegen, weil es zunächst mehr oder weniger unsichtbar verläuft. Zwar kann man verschiedene Faktoren, wie etwa Übergewicht, bemerken, allerdings müssen diese nicht unbedingt mit schwereren körperlichen Beschwerden einhergehen. Die Diagnose folgt daher oft erst, wenn es bereits zu spät ist und unumkehrbare Schäden die Folge sind. Patienten mit einem Metabolischen Syndrom sind zweimal mehr gefährdet, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine arterielle Verschlusserkrankung zu erleiden. Das Risiko, an Diabetes zu erkranken, ist sogar verfünffacht. Bei der Diagnose eines Metabolischen Syndroms stützt man sich auf mehrere Symptome. Als Hauptindikator wird der Taillenumfang gesehen, daneben sind zusätzlich die Werte für HDL-Cholesterin, Triglyceride, Blutdruck sowie Nüchtern-Blutzucker entscheidend.
Lebensstil ausschlaggebend
Zu mehr als 50 Prozent liegt die Wahrscheinlichkeit, ein solches Syndrom zu entwickeln, in den Genen. Allerdings ist für das Auftreten der jeweilige Lebensstil ausschlaggebend. Vor allem ungesunde Ernährung sowie mangelnde sportliche Betätigung können dazu führen, dass sich das Syndrom manifestiert. Ein berühmtes Beispiel für ein Metabolisches Syndrom ist der „King of Rock ’n’ Roll“ Elvis Presley. Dessen Vorliebe für Ungesundes, etwa pro Tag zehn bis zwölf Erdnussbutter-Bananen-Sandwiches zu verspeisen, ließ diesen stark fettleibig werden.
Sport ist wichtig
Will man ein Metabolisches Syndrom behandeln, kommt es in erster Linie auf eine Reduzierung des Körpergewichts sowie des Taillenumfangs an. Weniger Essen und mehr Sport heißt die Devise. Wer zehn Kilogramm abnimmt, lässt den Nüchtern-Blutzucker um mehr als 30 Milligramm pro Deziliter sinken. Dabei sollte man seine körperlichen Aktivitäten immer weiter steigern und sich von den Erfolgen motivieren lassen. Im Alltag kann man etwa die Treppe statt den Fahrstuhl nehmen oder das Auto stehen lassen und stattdessen Radfahren oder Laufen. Das Trainieren von Ausdauersportarten wie Schwimmen, Walken oder Laufen hilft das Gewicht zu halten oder noch weiter zu reduzieren.
Langfristige Ernährungsumstellung
Hat man sich dazu entschlossen eine Diät zu absolvieren, sollte man in diesem Zuge auch seine Ernährung umzustellen. Da es bei vielen Diäten zu einem Jojo-Effekt kommt, infolgedessen man am Ende genauso viel wie zu Anfang wiegt, ist es wichtig, seine Essgewohnheiten auch langfristig zu ändern. Dazu können sich Patienten von Apothekern, die in der Ernährungsberatung weitergebildet sind, beraten lassen.
Regelmäßige Untersuchungen sinnvoll
Wer bereits zur Risikogruppe gehört, sollte sich regelmäßig beim Arzt untersuchen lassen. Auch die regelmäßige Messung von Blutzucker, Blutdruck, Gewicht und Taillenumfang – in der Apotheke oder daheim – kann dabei helfen, ein Metabolisches Syndrom frühzeitig zu entdecken, entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten und so Folgeerkrankungen zu verhindern.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Die 10 mächtigsten Lastwagen der Welt


Größer als ein Einfamilienhaus

Lastwagen so lang wie ein Schwimmbecken. Reifen, die größer sind als ein normaler Lkw. Und Trucks, die mehr wiegen als 500 VW Golf. Bei diesen Maschinen braucht es alleine 18 Stufen, um das Führerhaus zu erklimmen. Die Top 10 der stärksten Laster der Welt sprengt unsere Vorstellungskraft. 

 

Er kann 450 Tonnen Kaviar oder das Gewicht von drei Millionen Matroschka-Puppen auf seiner Kippfläche tragen. Der weißrussische Muldenkipper Belaz 75710 ist der mächtigste Lkw der Welt. Beladen kommt das Ungetüm auf ein Gesamtgewicht von 810 Tonnen. Einfach unglaublich: Ein Reifen ist vier Meter hoch und wiegt unvorstellbare 5.800 Kilo.

Wer denkt, diese Maschinen könnten sich kaum bewegen, irrt gewaltig. Mit seinen über 4.000 PS schafft der Caterpillar 797 eine Höchstgeschwindigkeit von 68 km/h. Er wiegt voll beladen übrigens stolze 687,5 Tonnen und landet auf Platz 3 im Ranking.

Doch was kostet so ein Truck überhaupt? „Ohne Extras liegt der Cat 797 bei einem Einkaufspreis von circa fünf Millionen Dollar“, sagt Thorsten Muschler, Gründer von Maschinensucher.de, Europas führendem Online-Marktplatz für gebrauchte Maschinen. „Für einen neuen Satz Reifen legt man umgerechnet 160.000 Euro auf den Tisch.“ 

Der Gebrauchtmaschinen-Marktplatz Maschinensucher.de hat für Sie eine Bildergalerie der monströsen Maschinen zusammengestellt. Viel Spaß beim Durchklicken.

Über uns: 

Maschinensucher ist der europaweit führende Online-Marktplatz für Gebrauchtmaschinen. 5.300 Händler bieten derzeit über 128.000 Maschinen auf der Plattform an. Als global agierender Marktplatz ist das Unternehmen mit Machineseeker.com in über 60 Länderversionen verfügbar. Monatlich werden gebrauchte Maschinen im Wert von über 600 Millionen Euro angefragt. 

Zwischen Experimentierfeld und Sprungbrett


Zahlreiche Gewinner des Deutschen Jugendfilmpreises haben beeindruckende Karrieren im Filmbusiness geschafft,
einige von ihnen sind jetzt beim Bundes.Festival.Film. in Mainz zu Gast
KJF, 07. Juni 2017. „Das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) drängt die Teilnehmer des Deutschen Jugendfilmpreises nicht in eine Karriere im Film- oder Fernsehbereich. Aber wir unterstützen die jungen Medienmacher dabei, ihre Talente zu entdecken und weiterzuentwickeln“, so Thomas Hartmann, Leiter des Bundes.Festival.Film. Tatsächlich sind aus zahlreichen ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträgern des vom Bundesjugendministerium seit 30 Jahren geförderten Wettbewerbs erfolgreiche Regisseure, Drehbuchautoren, Redakteure oder Produzenten geworden. Einige von ihnen kehren jetzt zu ihren Wurzeln zurück und sind Gast des 30. Bundes.Festival.Film., das vom 23. bis 25. Juni in Mainz stattfindet.

Bekannte Gesichter des deutschen Films

Der Schauspieler Florian Lukas und die Regisseure Nora FingscheidtFelix Stienz und Sven Taddicken sowie die Drehbuchautorin Anja Flade-Kruse – sie alle haben ihre ersten großen Erfolge beim Deutschen Jugendfilmpreis gefeiert. Diese Eindrücke bewegen sie bis heute, denn sie haben dazu geführt, dass sie heute zu einer erfolgreichen Generation junger Filmschaffender gehören. Aus dem Experimentierfeld Film wurde für sie ein Sprungbrett in eine erstaunliche Karriere.

Sven Taddicken über seine Erinnerungen an das Festival: „Wenn man in einem Kino mit lauter fremden Menschen sitzt, während der eigene Film läuft, fängt man an, sich in die Köpfe und Gedanken dieser Menschen zu denken. Ich konnte meinen Film zum ersten Mal mit neuen Augen sehen – und auf einmal wusste ich, was ich da eigentlich gemacht hatte. Diese Erfahrung werde ich nie vergessen.“

Öffentliche Diskussion: „Perspektive junger Film“

Die prominenten Gäste freuen sich, die besten Filme des aktuellen Jahrgangs sehen zu können. Zudem werden sie zum Abschluss des Festivals (Sonntag, 25.06, 11 Uhr) am Gesprächspanel „Perspektive junger Film“ teilnehmen, um mit den Gästen des Bundes.Festival.Film. nicht nur über Wege ins Filmgeschäft zu diskutieren, sondern auch darüber, welche Spaß es macht, seine eigenen Ideen auf die Leinwand zu bringen. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos.

Hartmann: „Filmemachen in unserem Verständnis ist das Ermöglichen individueller Ausdrucksformen junger Menschen. Wenn daraus ein Berufswunsch entsteht, freuen wir uns und unterstützen junge Filmemacher gern auf diesem Weg. Alles ist möglich, wie man an unseren prominenten Gästen in Mainz sehen kann. Ich freue mich auf einen spannenden Gedankenaustausch und viele Anregungen für unsere Filmtalente.“

Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF), Küppelstein 34, 42857 Remscheid, http://www.kjf.de

Das Bundes.Festival.Film. bildet den jährlichen Höhepunkt der Bundeswettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis. Beide Wettbewerbe werden im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) organisiert und durchgeführt. Co-Veranstalter ist das Institut medien.rlp in Mainz. Der Publikumspreis wird gestiftet von Canon.>p>

Dienstag, 30. Mai 2017

Landesapothekerkammer Hessen warnt vor Schlafmittelmissbrauch



Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Hunderttausende kennen es aus eigener Erfahrung: unruhige, schlaflose Nächte und die Übermüdung am nächsten Tag. Klagen Patienten über Schlafprobleme, kann der behandelnde Arzt ein Schlafmittel verordnen, wenn er die Einnahme für angemessen hält. Verschrieben werden dann meist Benzodiazepine oder die sogenannten „Z-Substanzen“ Zopiclon bzw. Zolpidem. Doch die synthetischen Stoffe verändern das natürliche Schlafprofil. Hypnotika sollten daher nur wie vom Arzt verordnet  kurzfristig und nicht länger als vier Wochen angewendet werden, erklärt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Werden Schlafmittel über längere Zeit  eingenommen, steigt die Gefahr eines Abhängigkeitssyndroms. Es kann außerdem zu einem „Hangover“, kognitiven Leistungseinbußen und neurologischen Störungen kommen.
Vorsichtig einsetzen
Der Griff zur Schlaftablette scheint verlockend einfach, wenn man sich die Nächte um die Ohren schlägt. Doch Hypnotika beeinflussen den natürlichen Schlafrhythmus und eignen sich nur für eine kurzfristige Einnahme von bis zu vier Wochen. Benzodiazepine, eine Stoffgruppe mit beruhigenden, angst- und krampflösenden sowie schlaffördernden Wirkungen, haben Einfluss auf die verlängernden (Stadien II und III) sowie die verkürzenden Schlafphasen (Stadium IV). Durch die Einnahme werden die natürlichen Tiefschlafphasen verändert. Werden die Tabletten wieder abgesetzt, kommt es oft erneut zu Schlafstörungen. Damit kann ein gefährlicher Kreislauf in Gang gesetzt werden, der in eine Medikamentenabhängigkeit führt. Auch die Z-Substanzen Zopiclon und Zolpidem, die zwar eine geringere Auswirkung auf den Schlafrhythmus haben, sind nicht für eine Daueranwendung geeignet. Daher sind die Hinweise vom Arzt und Apotheker zu beachten.
Abhängigkeit erkennen und handeln
Was Patienten außerdem wissen sollten: Benzodiazepine selbst können Schlafstörungen hervorrufen. Werden sie missbräuchlich über einen längeren Zeitraum eingenommen, lässt ihre Wirkung nach. Durch den Gewöhnungseffekt greifen Betroffene dann oft eigenmächtig zu einer höheren Dosis, die wieder zu Schlaflosigkeit führt. Werden die Hypnotika weggelassen, kommt es zu einer erneuten Schlaflosigkeit. Geht ohne die Schlaftabletten dann gar nichts mehr, sollte der Patient offen mit Arzt oder Apotheker sprechen und die Reißleine ziehen, damit   die Dosis gemeinsam mit dem Arzt reduziert werden kann,
Mit Schlafproblemen richtig umgehen
Der Apotheker berät sachkundig zu pflanzlichen Alternativen, die sich für die Selbstmedikation eignen. Präparate wie Baldrian wirken bei leichten Schlafstörungen in ausreichend hoher Dosierung gut. Ein wenig Geduld ist jedoch gefragt: Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis sich die Wirkung voll entfaltet. Die Gefahr einer Abhängigkeit besteht hier übrigens nicht. Außerdem ist eine gute Schlafhygiene wichtig: feste Rituale am Abend, kein TV- oder Handykonsum im Schlafzimmer, bei nächtlichem Erwachen lieber aufstehen als stundenlang wachliegen und eine nicht zu warme Zimmertemperatur können helfen, die Schlafprobleme in den Griff zu bekommen. Anregende Getränke wie Kaffee, Cola und Alkohol sind bei Schlafproblemen ebenfalls zu meiden. Ein kurzer Spaziergang am Abend entspannt und die frische Luft tut auch der Gesundheit gut.
Ältere Menschen benötigen weniger Schlaf – sie sollten daher auf das Nickerchen am Mittag verzichten, damit sie nachts besser schlafen können.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Dienstag, 23. Mai 2017

Gesucht: Neugierige Kinder zum Erforschen und Entdecken der Nord- und Ostseeküsten


Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane findet von Juni bis September erneut die Aktion „Mein mobiles Küstenlabor“ statt / Begleitende Sommertour macht Halt an acht beliebten Küstenorten / Kostenloses Küstenlabor bei über 100 Partnern erhältlich

Berlin, 23.05.2017. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr lädt das Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane erneut Kinder zwischen 6 und 12 Jahren ein, auf spannende Entdeckungsreise an den Nord- und Ostseeküsten zu gehen. Von Juni bis September 2017 vergibt das Wissenschaftsjahr 2016*17 mit seinen Partnern wieder kostenfreie „mobile Küstenlabore“ an junge Anwohner und Küstenurlauber. Ausgerüstet mit Becherlupe und Kescher untersuchen die Jungforscherinnen und -forscher die Artenvielfalt am Meer. Eine Forschungsanleitung enthält wertvolle Anregungen und ein großes Gewinnspiel mit tollen Preisen. Hintergrundinformationen zu der Aktion sowie eine Übersichtskarte aller teilnehmenden Partner gibt es 

Ganz gleich, ob auf Fehmarn, Usedom oder in Flensburg – das Wissenschaftsjahr 2016*17 und seine Partner bieten vielerorts tolle Gelegenheiten, das bunte Küstenleben unter die Lupe zu nehmen. Aber auch Kinder, die ihre Sommerferien fernab von Nord- oder Ostsee verbringen, können den vielfältigen Lebensraum Küste erkunden. Auf der Website finden die Kinder neben einer Forschungsanleitung zum Download viele spannende Fakten zu Silbermöwe, Strandkrabbe oder Miesmuschel. Damit wird der nächste Strandspaziergang am Meer zum Erlebnis.

Ein besonderes Highlight der diesjährigen Aktion ist die Sommertour durch Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Von Ende Juli bis Anfang August 2017 hält ein Küstenmobil in insgesamt acht beliebten Küstenorten. Kinder erhalten dort kostenfrei ihr „mobiles Küstenlabor“ und gehen mit fachkundiger Begleitung vor Ort auf Expedition. Neben den Kindern und ihren Familien sind auch alle Urlauber eingeladen, bei Spielen und Mitmach-Aktivitäten die Artenvielfalt an den Küsten zu entdecken. Näheres zur Sommertour ist demnächst einsehbar unter www.wissenschaftsjahr.de/kuestenlabor.

Gerne können Sie für Ihre Berichterstattung auch das angehängte Bildmaterial unter Angabe des folgenden Copyrights verwenden: © BMBF/Wissenschaftsjahr 2016*17. Wenn Sie Interesse haben, junge Küstenforscherinnen und -forscher auf ihrer Erkundungstour redaktionell zu begleiten, wenden Sie sich an das Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane.


Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Kontenrahmen zur Verbuchung der Geschäftsvorfälle



Kontenrahmen sind in der Finanzbuchhaltung die Grundlage für die korrekte Verbuchung der Geschäftsvorfälle eines speziellen Wirtschaftszweiges im Bereich doppelte Buchführung. Jedes Unternehmen erstellt auf Basis des jeweiligen Kontenrahmens einen eindeutigen, detaillierten Kontenplan. Um den individuellen Bedürfnissen der einzelnen Unternehmen gerecht zu werden, kann im Kontenplan eine feinere Untergliederung vorgenommen werden, indem z. B. nicht notwendige Konten aus dem Kontenrahmen weggelassen werden.

Aufbau eines Kontenrahmens

Die in einem Kontenrahmen aufgelisteten Sachkonten sind mit einer vierstelligen Nummer von 0001 bis 9999 versehen, die nach dem dekadischen System in 10 Kontenklassen von 0 bis 9 eingeteilt werden. Die einzelnen Ziffern im Kontenrahmen entsprechen verschiedenen Gliederungsebenen. An erster Stelle steht eine Ziffer für die jeweilige Kontenklasse, zu der die Bereiche Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital, Fremdkapital, Erträge und Aufwendungen gehören. Die zweite Stelle bezeichnet die Kontengruppe, z. B. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bevor die Kontenuntergruppe an dritter Stelle angegeben wird. Die Ziffer für das jeweilige Einzelkonto befindet sich an Platz vier.

Kreditorenkonten aus der Kreditorenbuchhaltung

Die Kreditorenbuchhaltung ist eine Unterabteilung der Finanzbuchhaltung mit engem Bezug zum Beschaffungswesen, speziell zum Einkauf. Über ein besonderes Abstimmkonto im Kontenrahmen, auf dem die Salden der verschiedenen Kreditorenkonten summiert werden, wird die Buchhaltung ins Hauptbuch integriert. Die Aufgabe der Buchhaltung ist in erster Linie die Bearbeitung eingehender Rechnungen von Kreditoren wie Lieferanten oder Dienstleistern.

Fazit

Wie man fachkundigen Informationen, z. B. unter http://www.gruendercheck.com/thema/buchhaltungssoftware, entnehmen kann, beinhaltet ein Kontenrahmen systematisch aufgezeichnet die Konten eines Wirtschaftszweiges. In diesen Konten muss im Rahmen der Buchführung jeder Geschäftsvorfall erfasst werden.

Donnerstag, 11. Mai 2017

LVR-LandesMuseum zeigt „Freddie Michael Soethout. Luftstücke“


Eine Sonderausstellung in der Reihe „Szene Rheinland“ im LVR-LandesMuseum Bonn / Laufzeit: 11.5.-16.7.2017

Bonn - Unter dem Titel „Luftstücke“ präsentiert das LVR-LandesMuseum Bonn vom 11.5. bis 16.7.2017 Objekte und großformatige Skulpturen des Kölner Künstlers Freddie Michael Soethout.

Aus Glas und Farbstoffen komponiert Soethout Bilder und Skulpturen. Sie entstehen durch den Einschluss der Farbe in ein Bindemittel, wie etwa Silikon, und des Umkleidens dieses Bindemittels zwischen Glasplatten.

Im Ausstellungsbereich des LVR-LandesMuseum Bonn arrangiert Freddie Michael Soethout ein ungewöhnliches rauschendes Farbenmeer. Raumgreifende Installationen in Form von Zylindern, Wellen, Röhren oder anderen dreidimensionalen Strukturen setzen Blickpunkte im Raum. Im wechselnden Lichteinfall des Tages, scheint sich ihre Farbe immer wieder neu und einzigartig im Raum auszubreiten. Die Wirkung der Farbe entwickelt sich im ständigen Dialog mit den Betrachterinnen und Betrachtern.

Nahezu alle Objekte und Skulpturen sind eigens für die Ausstellung im LVR-LandesMuseum entstanden. Sie orientieren sich dabei an dem Ort und der Architektur des Raumes mit ihren Durchblicken, Zwischenräumen und Verbindungen. So komponiert Soethout Gesamtsituationen mit Farberlebnissen und Farbsensationen im Raum.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Mobiles Polarcamp bringt die Antarktis nach Deutschland


Die interaktive Polarausstellung des Alfred-Wegener-Instituts „Science on the Road" tourt im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane durch zwölf deutsche Städte

Berlin - Was sieht man, wenn man in der Antarktis aus dem Fenster schaut? Wie fühlt sich Kleidung an, die selbst bei extremen Minusgraden warmhält? Und warum überwintern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überhaupt auf einer kleinen Station inmitten des antarktischen Eises? Besucherinnen und Besucher der Wanderausstellung „Science on the Road" können im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane selbst in die Schuhe von Polarforschern schlüpfen und Antworten auf diese Fragen finden. Zwischen Mai und August schlägt ein mobiles Polarcamp in zwölf deutschen Städten auf, darunter Magdeburg, Hamburg und Stuttgart. Der Eintritt ist frei.

Im Zentrum des Polarcamps steht die sogenannte Kabause mit originalen Ausrüstungsgegenständen. Die mobile Unterkunft bietet den Forscherinnen und Forschern auf Polarexpeditionen Schutz und zeigt eindrücklich, wie sie in der Antarktis teilweise mehrere Wochen lang auf engstem Raum leben. Auf die Besucherinnen und Besucher warten aber noch viele weitere Erlebnisse. Sollte der Sommer nicht mitspielen, können sie sich in echter Polarkleidung aufwärmen. Oder mit einer Virtual-Reality-Brille den Schritt hinaus ins ewige Eis wagen: Ein einzigartiges 3-D-Panorama der Antarktis lässt die Kälte erahnen. Außerdem gibt es an jedem Tour-Stopp die Möglichkeit, den Überwinterern auf der deutschen Antarktisstation Neumayer III zu ihrem Alltag und ihrer Forschung zu befragen.

Neben den extremen Lebensbedingungen steht die Polarforschung im Zentrum der interaktiven Ausstellung. Endlose Weiten aus Schnee und Eis bei enormer Kälte – die Antarktis ist einer der scheinbar lebensfeindlichsten Orte der Welt. Doch der Schein trügt: Pinguine, Schwertwale und Robben sind perfekt an das Leben in Kälte und monatelanger Dunkelheit angepasst und auch Millionen von Fischen und mikroskopisch kleinen Lebewesen tummeln sich im nährstoffreichen Wasser unter dem Eis. Zusammen bilden sie ein faszinierendes, artenreiches Ökosystem. Gleichzeitig hat der Eisschild auf dem antarktischen Kontinent einen maßgeblichen Einfluss auf Ozeanströmungen und das globale Klima. Um die komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen und Vorhersagen über die zukünftige Entwicklung dieser Region, der Ökosysteme und des globalen Klimas ableiten zu können, forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das ganz Jahr über vor Ort.

Forschungszelte, Observatorien und eine begehbare Karte der Antarktis zeigen, warum Wissenschaft in den Polarregionen so spannend und wichtig ist und informieren über aktuelle Forschungsergebnisse. Zudem werden an jedem Standort der Wanderausstellung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts anwesend sein, über ihre Arbeit berichten und Fragen beantworten.

Tourdaten:

24.-25. Juni 2017: Kiel, Ostseekai (Kieler Woche)
01. Juli 2017: Berlin, Tempelhofer Feld
29. Juli 2017: Wiesbaden, Schlossplatz
06. August 2017: Stuttgart, Marktplatz

Weitere Informationen unter www.wissenschaftsjahr.de und www.awi.de/polarcamp.

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.