Mittwoch, 6. März 2019

Das Gravettien. Eine Kulturstufe der Altsteinzeit vor etwa 28.000 bis 21.000 Jahren


 Wiesbaden (internet-zeitung) - Eine Kulturstufe der Altsteinzeit, die vor etwa 28.000 bis 21.000 Jahren von Spanien bis nach Sibirien verbreitet war, steht im Mittelpunkt des Taschenbuches „Das Gravettien“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Zelte, Hütten, Halbhöhlen und Höhlen dienten den Gravettien-Leuten als Unterkünfte. Die damaligen Jäger haben vor allem Mammute, Rentiere und Wildpferde mit Wurfspeeren erlegt. Sie trugen verzierte Pelzmützen, lederne Jacken, Hosen und Schuhe wie Indianer. Ihre Schmuckstücke bestanden aus Schneckengehäusen, Tierknochen und -zähnen sowie Mammutelfenbein. Rätsel geben ihre  „Venusfiguren“ auf, die nackte und füllige Frauen darstellen. Zu den bekanntesten dieser Kunstwerke gehören die „Venus vom Linsenberg“ aus Mainz in Deutschland und die „Venus von Willendorf“ in Österreich. Vielleicht waren die „Venusfiguren“ Teil eines Fruchtbarkeitskultes oder bewegliche Heiligtümer. Man weiß jedoch nicht, wie man mit ihnen umging und was man in ihnen erblickte.

 

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Dienstag, 5. März 2019

Das Aurignacien. Eine Kulturstufe der Altsteinzeit vor etwa 35.000 bis 29.000 Jahren



Wiesbaden (internet-zeitung) - Das 1869 nach einem Fundort in Frankreich bezeichnete Aurignacien vor etwa 35.000 bis 29.000 Jahren gilt in weiten Teilen von Europa als die älteste Kulturstufe der jüngeren Altsteinzeit. In diesem Abschnitt breitete sich der anatomisch moderne Mensch in West-, Mittel- und Osteuropa aus. Wegen unsicherer Datierungen findet man in der Literatur unterschiedliche Angaben über die Dauer des Aurignacien, die teilweise um Tausende von Jahren differieren. Die damaligen Jäger und Sammler wohnten in Zelten, Hütten, Halbhöhlen und in hellen Eingangsbereichen von Höhlen. Mit Wurfspeeren und Stoßlanzen erlegten sie Wildpferde, Rentiere, Mammute, Fellnashörner und Höhlenbären. Anders als ihre Vorgänger, die Neandertaler, bemalten und schmückten sie sich gerne. Funde aus süddeutschen Höhlen belegen, dass diese Menschen bereits Flöten sowie formvollendete Tier- und Menschenfiguren schnitzten. In Frankreich schufen sie kunstvolle Höhlenbilder, die heute noch bewundert werden. Über ihre Religion, zu der offenbar Mischwesen mit menschlichen und tierischen Merkmalen gehörten, kann man bisher nur spekulieren.

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Donnerstag, 21. Februar 2019

LVR-LandesMuseum Bonn zeigt „Walter Dohmen – Die bewegte Linie“


Sonderausstellung vom 21.2. -21.4.2019

Bonn - Unter dem Titel „Walter Dohmen – Die bewegte Linie“ zeigt die nächste Sonderausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn vom 21.2.2019 bis zum 21.4.2019 grafische Arbeiten von Walter Dohmen.

Walter Dohmen (geb. 1941) ist ein Meister der „Schwarzen Kunst“, des Druckens von Bildern mit Farbe auf Papier. Seine faszinierende Präzision und starke künstlerische Ausdruckskraft machen ihn zu einem der besten deutschen Grafik-Künstler. Als Lithograf, Radierer, Kupferstecher und Holzschneider hat Dohmen ein umfangreiches Werk geschaffen, das er dem LVR-LandesMuseum als Schenkung übertragen hat.

Aus diesem Sammlungsbestand zeigt das LVR-LandesMuseum Bonn nun erstmals eine Auswahl von etwa 100 Blättern: Unter dem Titel „Die bewegte Linie“ stehen die menschliche Figur und ihre Bewegung, ganz besonders der Tanz, im Mittelpunkt, und zeigen damit ein Thema, das in Walter Dohmens Schaffen seit jeher eine zentrale Rolle spielt. Die Ausstellung präsentiert so zum einen den Künstler Walter Dohmen und zeigt zum anderen die Techniken des Druckens und deren unterschiedlichste Behandlung der Linie und Fläche, ihrer Farben, Strukturen und Papiere.

Seit etwa 40 Jahren beschäftigt sich Dohmen mit den verschiedenen grafischen Techniken. Er begann mit der Lithografie und der Radierung und entdeckte 1985 den als grafisches Ausdrucksmittel kaum noch verwendeten Kupferstich neu. Die traditionellen Techniken belebt Dohmen mit innovativen Ansätzen und hat in all den Jahren Standards in Handwerk und Kunst gesetzt. Als Lehrer an der FH-Köln und in vielen internationalen Werkstätten ist er für andere Künstler Kompetenzpartner und Ideengeber in Bezug auf Grafik. Als Autor hat er eine Reihe von Standardwerken zum Handwerk der grafischen Techniken verfasst.

Dienstag, 19. Februar 2019

E-Book: Wiesbaden in der Steinzeit


Wiesbaden (internet-zeitung) – Die Steinzeit hat in Deutschland vor ungefähr einer Million Jahren begonnen. Ein so hohes Alter schreibt man den frühesten Werkzeugen hierzulande zu. Zu Ende war die Steinzeit in einigen Gebieten unserer Heimat vor mehr als 4.000 Jahren, als man erstmals Geräte aus Kupfer und Zinn namens Bronze herstellte. Im frühesten Abschnitt der Menschheitsgeschichte, also der Steinzeit, hat man sich nicht nur mit dem Zurechtschlagen und Schleifen von Stein befasst, sondern viele Neuerungen erfunden. Man denke nur an die Anfänge von Hausbau, Siedlungen, Jagd, Fischfang, Ackerbau, Viehzucht, Handwerk, Handel, Verkehr, Kunst, Musik und Religion. Hierüber informiert das E-Book „Wiesbaden in der Steinzeit“. Aus der Altsteinzeit liegen nur wenige Funde von Jägern und Sammlern aus Wiesbaden (Adlerquelle und Igstadt) vor und aus der Mittelsteinzeit gar keine. Dagegen kennt man aus der Jungsteinzeit in Wiesbaden reichliche Hinterlassenschaften von Ackerbauern, Viehzüchtern und Töpfern. Darunter befindet sich sogar eine riesige Befestigungsanlage am Rhein in Schierstein. Die einführenden Texte stammen größtenteils aus dem Buch „Deutschland in der Steinzeit“ (1991) von Ernst Probst.´

Das E-Book „Wiesbaden in der Steinzeit“ ist bei „Amazon“ erhältlich:

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Freitag, 25. Januar 2019

Buch über den genialen Bier-König Adolphus Busch





St. Louis / Mainz-Kastel (internet-zeitung) – Die Geschichte des jungen Mannes, der mit 18 Jahren von Kastel am Rhein aus Deutschland nach St. Louis am Mississippi in die USA auswanderte, klingt wie ein modernes Märchen. Von den 22 Kindern seines Vaters war er das Vorletzte. Bereits mit vier verlor er seine Mutter, mit zwölf seinen Vater. 1857 putzte der im Flusshandel tätige elternlose Deutsche in Amerika zeitweise noch Fenster und Fußböden. 1859 wurde er Teilhaber und 1865 Besitzer einer Großhandelsfirma. Seinen größten Erfolg feierte er als Lenker und Miteigentümer der Brauerei seines Schwiegervaters Eberhard Anheuser, die er ab 1864 zur größten in St. Louis, in den USA und vielleicht sogar der ganzen Welt entwickelte. Der Name dieses genialen und experimentierfreudigen „Bier-Königs“ ist Adolphus Busch (1839–1913). Außer Brauereien besaß er auch eine Eisfabrik, Glasfabriken, eine Wagonfabrik, Eisenbahngesellschaft, Kohlebergwerke, eine Dieselmotorenfabrik, Banken und Hotels. Er führte ein Leben in unvorstellbarem Luxus und machte sich als großzügiger Wohltäter in den USA und in seiner Heimat verdient. Bei seiner „Goldenen Hochzeit“ schenkte er 1911 seiner Gattin „Lilly“, die ihn verwöhnte und 14 Kinder gebar, eine mit Diamanten und Perlen verzierte goldene Krone sowie jedem seiner Kinder eine Villa. Zu seinen Freunden gehörten der amerikanische Präsident, der deutsche Kaiser und der britische König, die ihn respektvoll „Prince“ nannten. Bei seinen Arbeitern in der Brauerei war er der „King“. Sein Begräbnis von 1913 in St. Louis gilt als eines der berühmtesten des 20. Jahrhunderts. Seinen Erben hinterließ er ein Vermögen, das heute etwa 1,45 Milliarden US-Dollar entspricht.




Ernst Probst und Doris Probst aus Mainz-Kostheim haben über den am 10. Juli 1839 in Kastel geborenen Bier-König das 324 Seiten umfassende und reich bebilderte Taschenbuch „Adolphus Busch“ veröffentlicht, das nur bei „Amazon“ erhältlich ist. Bei ihren Nachforschungen in Deutschland und in den USA stießen sie auf eine erstaunlich hohe Zahl sich einander widersprechender Angaben über Adolphus Busch, seine Ehefrau „Lilly“ und deren Vater Eberhard Anheuser. Es heißt zum Beispiel, Ulrich Busch, der Vater von Adolphus habe 20, 21 oder 23 Kinder gezeugt. Adolphus und „Lilly“ werden 13 oder 15 Kinder angedichtet, aber es waren 14. Die Beiden hatten keinen Erstgeborenen namens Gustav, sondern eine Adoptivtochter namens Gustava. Der aus Kreuznach stammende und später in Helmstedt als Seifensiedermeister arbeitende Eberhard Anheuser soll angeblich 1843 oder 1844 in die USA ausgewandert sein. Wahrscheinlicher ist aber 1842 als Auswanderungsjahr, was Johannes Westerkamp, der Autor einer faktenreichen Magisterarbeit über Adolphus Busch erwähnt. Anheuser hatte nicht sechs Kinder, wie häufig behauptet wird, sondern mindestens acht. Wirrwarr herrscht auch über den Geburtsort von „Lilly“. In der Literatur und im Internet werden oft Kreuznach und Braunschweig erwähnt. Doch glaubhafter ist St. Louis am Mississippi.


Märchenerzähler waren am Werk, wenn es um die Militärzeit von Adolphus Busch während des „Amerikanischen Bürgerkrieges“ (1861-1865) ging. Die Angaben über die Dienstzeit reichen bis 14 Monaten und sogar mehreren Jahren. Adolphus hat nie gegen Indianer und Pferdediebe gekämpft, wie manche Autoren behaupten. Während seiner Dienstzeit als Freiwilliger, die nur ein Vierteljahr dauerte, lebte er nicht in einer Kaserne, wie reguläre Soldaten der Nordstaaten, sondern wohnte zuhause bei seiner jungen Ehefrau. Der am 10. Oktober 1913 in seiner Sommerresidenz „Villa Lilly“ im Taunus gestorbene Adolphus ist noch im selben Monat glanzvoll in St. Louis bestattet worden und nicht erst 1915 während des „Ersten Weltkrieges“.


Angesichts der großen Verdienste von Adolphus Busch als Unternehmer und Wohltäter ist es erstaunlich, dass man in seinem Geburtsort Mainz-Kastel nicht schon längst eine Straße oder einen Platz nach ihm benannt hat. Dies sollte man schleunigst nachholen, fordern die Autoren Ernst Probst und Doris Probst. Vor mehr als 100 Jahren hätte man in Kastel bereits einen Adolphus-Busch-Park haben können, für den Busch 100.000 Mark stiften wollte. Das 1902 auf Kosten von Adolphus und seines Bruder Ulrich errichtete imposante Gewölbe über der Quelle des Ochsenbrunnens in der Gemarkung Kastel existiert immer noch.


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Donnerstag, 24. Januar 2019

Spätes Lob für Gerolsteiner Autor

 




Johannes Westerkamp schrieb faktenreiche Magisterarbeit über „Prinz“ Adolphus Busch


Gerolstein / Mainz (internet-zeitung) – Die vor 28 Jahren von dem Studenten Johannes Westerkamp aus Gerolstein veröffentlichte Magisterarbeit „Prinz Busch: Studien zum Leben und Wirken des Deutsch-Amerikaners Adolphus Busch“ ist immer noch das beste deutschsprachige Werk, das bisher über den genialen Unternehmer geschrieben wurde. Dieses große Lob spricht der Wiesbadener Journalist Ernst Probst aus, der 2018/2019 zusammen mit seiner Ehefrau Doris das 324-seitige Taschenbuch „Adolphus Busch. Das Leben des Bier-Königs“ verfasst hat, welches seit kurzem nur bei „Amazon“ erhältlich ist.

Der 1839 in Kastel am Rhein geborene und 1857 nach St. Louis am Missouri ausgewanderte Adolphus Busch hat ab 1864 die Brauerei seines aus Bad Kreuznach stammenden Schwiegervaters Eberhard Anheuser zur größten in den USA entwickelt. Zu seinen Freunden, die ihn respektvoll „Prinz“ nannten, gehörten der deutsche Kaiser Wilhelm II., der Prinz of Wales und spätere englische König Edward VII., die US-Präsidenten Theodore Roosevelt und William Howard Taft sowie Weltstars wie der Sänger Enrico Caruso und die Schauspielerin Sarah Bernhardt.

Der gebürtige Gerolsteiner Johannes Westerkamp investierte während seines Studiums in Amerikanistik, Politik und Publizistik an der „Johannes-Gutenberg-Universität Mainz“ in seine Magisterarbeit über Adolphus Busch viel Arbeit, Zeit und Geld. Dieses 1991 innerhalb der Serie „Gutenberg-Stipendium“ erschienene, 215 Blätter umfassende Werk wird unter der Signatur „Zg. 1992 24,14“ in der Dienstbibliothek des „Stadtarchivs Mainz“ aufbewahrt. Westerkamp besuchte Archive und Bibliotheken, studierte Geburts-, Heirats- und Sterberegister, Briefe, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, führte Interviews mit Zeitzeugen und recherchierte vier Wochen lang in St. Louis, dem Stammsitz der Brauerei „Anheuser-Busch“.
Der nach seinem Studium als Journalist tätige Westerkamp ließ sich 2011/2012 in Potsdam zum zertifizierten Gästeführer/Reiseleiter ausbilden. Heute arbeitet er als Gästeführer. Mit seiner Firma „Terra Incognita Tours“ bietet er in Berlin, Potsdam und der Mark Brandenburg selbst entwickelte Tagestouren mit zumeist historischem Hintergrund mit seinem VW-Bus an. Zudem ist er als Tourguide für „Potsdam Tourismus“ und als Schlossführer für die „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg“ tätig. Er besitzt Führungslizenzen für Schloss Sanssouci, Bildergalerie, Neues Palais, Neue Kammern, Park Sanssouci, Marmorpalais, Schloss Cecilienhof, Neuer Garten, Schloss Charlottenburg, Schlossgarten Charlottenburg, Jagdschloss Grunewald, Schloss Caputh, Schloss Oranienburg, Schloss Paretz, Filmpark Babelsberg, und Gedenkstätte Sachsenhausen. Über seine Firma „Terra Incognita Tours“ informiert die Internetseite http://www.terra-incognita.com

Bier-König Ádolphus Busch kämpfte nie gegen Indianer












Neues Buch schildert das Leben des größten Sohnes von Mainz-Kastel


 



Wiesbaden (internet-zeitung) – Der deutsch-amerikanische Bier-König Adolphus Busch (1839-1913), der die Brauerei seines Schwiegervaters Eberhard Anheuser (1806-1880) in St. Louis (Missouri) zur größten in den USA entwickelte, hat nie gegen Indianer oder Pferdediebe gekämpft. In der Anfangszeit des „Amerikanischen Bürgerkrieges“ (1861-1865) meldete er sich nur als Dreimonats-Freiwilliger zur Unionsarmee der Nordstaaten. Vom 8. Mai bis zum 18. August 1861 diente er als Korporal der „Company E“ des 3. Regiments des US-Reservecorps unter Oberst John McNeil. Seine Einheit hatte die Aufgabe, das Stadtzentrum von St. Louis zu schützen. Als Heimwehr-Soldat der Nachbarschafts-Schutztruppe lebte Busch während seiner vierteljährlichen Dienstzeit weiterhin bei seiner Ehefrau „Lilly“, die er kurz zuvor im März 1861 geheiratet hatte. Im August 1861 quittierte Busch seinen Militärdienst und betätigte sich in der Folgezeit wieder erfolgreich als Unternehmer.

 

Nachzulesen sind diese Fakten in dem 324-seitigen Taschenbuch „Adolphus Busch. Das Leben des Bier-Königs“ von Ernst Probst und Doris Probst aus Mainz-Kostheim. Adolphus war 1857 mit 18 Jahren aus seinem Geburtsort Kastel am Rhein nach St. Louis am Mississippi ausgewandert. Zunächst arbeitete er als Angestellter eines Großhandels- und Kommissionshauses als Laufbursche und „Mann für alle Fälle“, der noch Fenster und Fußböden putzen musste. Aber bald betätigte er sich für seinen Arbeitgeber als Schnäppchenjäger, der mit Mississippi-Dampfern eintreffende Waren begutachtete und Kaufentscheidungen fällte. 1859 wurde er mit dem ausbezahlten Erbteil seines verstorbenen Vaters Teilhaber einer Großhandelsfirma für Brauereibedarf und 1865 sogar Alleininhaber.

 

Über die Militärzeit von Adolphus Busch liest und hört man sehr Widersprüchliches, was die Dauer und die Art seines Einsatzes betrifft. Beispielsweise heißt es, Busch habe einer Gruppe von Indianern trotz eines Überfalls das Leben gerettet. Zum Dank habe ihm der Häuptling der Shoshonen-Indianer eine Friedenspfeife geschenkt. Doch die in einem Museum im Geburtsort Mainz-Kastel von Busch ausgestellte Friedenspfeife mit Köcher stammt in Wirklichkeit gar nicht von Adolphus, sondern von dessen Bruder Anton Baptist Busch, der nach seiner Auswanderung in die USA nach Kastel zurückgekehrt war und dort erfolgreich einen Weinhandel betrieb. Im Internet werden Adolphus sogar Dienstzeiten als Soldat bis zu mehreren Jahren angedichtet. Aber dieser hatte gar keine Lust verspürt, sich für drei Jahre zur  regulären „Unionsarmee“ zu verpflichten.

 

1864 wurde der erst 25-jährige Adolphus Busch von seinem aus Bad Kreuznach stammenden Schwiegervater Eberhard Anheuser dazu überredet, in die Geschäftsleitung des Brauhauses „Anheuser & Co.“ einzutreten. Damit begann der unaufhaltsame Aufstieg von Busch zum „Bierkönig“, der zuletzt gekrönte Häupter, US-Präsidenten und berühmte Künstler als Freunde hatte, von diesen „Prinz“ genannt wurde, und mit 74 Jahren als steinreicher Mann in seiner Sommerresidenz im Taunus starb. Sein Begräbnis am 25. Oktober 1913 in St. Louis wurde eines der glanzvollsten des 20. Jahrhunderts.




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Freitag, 18. Januar 2019

Adolphus Busch - Der größte Sohn von Mainz-Kastel





Wiesbaden (internet-zeitung) – Nach dem größten Sohn des Wiesbadener Stadtteils Mainz-Kastel sollte möglichst bald eine Straße oder ein Platz im Ort benannt werden. Dies regen Ernst und Doris Probst, die Autoren des neuen Buches „Adolphus Busch. Das Leben des Bier-Königs“ (Amazon), an. Der am 10. Juli 1839 als vorletztes von 22 Kindern eines Holzhändlers und Gastwirts in Kastel am Rhein zur Welt gekommene Adolphus hat wie kaum ein anderer seinen Geburtsort auf sympathische Weise weltweit bekannt gemacht. Er entwickelte die kleine Brauerei seines aus Bad Kreuznach stammenden Schwiegervaters Eberhard Anheuser in St. Louis zur größten der USA und machte sich als großzügiger Wohltäter in Nordamerika und Europa verdient. Große Summen spendete er für die Opfer von Erdbeben in Kalifornien und Italien sowie eines Rheinhochwassers vom November 1882 in Kastel. Adolphus und sein Bruder Ulrich bezahlten 1902 ein imposantes grottenartiges Gewölbe über der Quelle des Ochsenbrunnens in der Gemarkung Kastel. Der Kasteler Feuerwehr stiftete Adolphus 1904 einen großen Mannschaftswagen mit einem Requisitenwagen und zwei Hydrantenwagen, zwei Saug- und Druckspritzen und eine Schiebeleiter. Im November 1911 sagte Adolphus zu, seinem Geburtsort 100.000 Reichsmark für die Errichtung eines Adolphus-Busch-Parks zu spenden und für dessen Unterhalt aufzukommen. Doch er starb am 10. Oktober 1913 in seiner Sommerresidenz bei Lindschied im Taunus und im August 1914 begann der Erste Weltkrieg. Reste des eindrucksvollen Familiengrabes der Eltern von Adolphus Busch existieren noch heute auf dem Friedhof an der Boelckestraße in Kastel. Im Museum Castellum in Kastel erinnert eine kleine Ausstellung an den „Bier-König“, der 14 Kinder hatte.


Bestellungen des Taschenbuches oder E-Books bei Amazon:
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Donnerstag, 13. Dezember 2018

Alamannenmuseum Ellwangen: Neues Buch "In signo crucis" über die Goldblattkreuze der Alamannen und Langobarden im Museumsshop

ELLWANGEN (pm) – Im Museumsshop des Ellwanger Alamannenmuseums ist ab sofort das soeben neu erschienene Buch "In signo crucis – Eine vergleichende Studie zu den alamannischen und langobardischen Goldblattkreuzen" von Martina Terp-Schunter erhältlich. Es handelt sich um die Tübinger Dissertation der Autorin und Leiterin der Volkshochschule Mühlacker, die 2017 auf dieser Grundlage im Alamannenmuseum die viel beachtete Sonderausstellung "Goldblattkreuze – Glaubenszeichen der Alamannen" kuratiert hat. Das im Verlag Dr. Faustus als Band 8 der Reihe "Tübinger Forschungen zur Historischen Archäologie" erschienene und reich bebilderte Werk ist in zwei Teilbänden, einem Textband mit 414 Seiten und einem Katalogband mit 324 Seiten, erschienen und kostet 135,00 Euro.
 
Martina Terp-Schunter, In signo crucis – Eine vergleichende Studie zu den alamannischen und langobardischen Goldblattkreuzen, Tübinger Forschungen zur Historischen Archäologie Band 8, Verlag Dr. Faustus (Büchenbach 2018), 2 Bände: Band 1 (Text), 414 Seiten; Band 2 (Katalog), 324 Seiten.
 
Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Erste populärwissenschaftliche Trilogie zur Steinzeit zwischen Donau und Alpen aus der Sicht eines Geoarchäologen

Die Weihnachts-Aktion "Trilogie der Steinzeit" aus den drei Taschenbüchern "Homo sapiens auf neuen Wegen" (146 S.), "Menschen, Steine und Geschichte(n) (134 S.) und dem neuen Band "Neue Spuren in die Steinzeit" (100 S. ISBN 9783947035212) zum einmaligen Sonderpreis von D 28,99 Euro; AT 29,80 Euro (Versandkostenanteil Inland 1,70 Euro; Ausland 3,50 Euro) ist nur direkt beim Verlag www.bogner-verlag.de info@bogner-verlag.de zu beziehen.

Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Die Auslieferung erfolgt ab dem 10.12. 2018, dem Erscheinungstermin des neuen und dritten Bandes.

Alle drei Taschenbücher sind reich bebildert. Insgesamt erreicht der Autor mit 183 Farbabbildungen auf 380 Seiten eine umfassende und gut verständliche Darstellung der Steinzeit zwischen Donau und Alpen, die er aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet.

"Viel Spaß damit und frohe Weihnachten" wünscht der Autor und Geoarchäologe
Alexander Binsteiner!

Samstag, 17. November 2018

Neues Taschenbuch: 6000 Jahre Kastel



Taschenbuch mit nahezu 700 Seiten über Mainz-Kastel

Mainz-Kastel (internet-zeitung) – Die Geschichte von Mainz-Kastel reicht bis in die Jungsteinzeit vor ungefähr 6000 Jahren zurück. Ungefähr so alt sind ein tönerner Schöpflöffel und Steinwerkzeuge der Michelsberger Kultur (etwa 43003500 v. Chr.) aus dem Dyckerhoff-Steinbruch (Fundstelle „Kastel 55“). Flussfunde aus dem Rhein bei Kastel dürften ein Alter von mindestens 5000 Jahren haben. Ein prachtvoller tönerner Glockenbecher der Glockenbecher-Kultur (etwa 25002000 v. Chr.) stand in einem Flachgrab am Petersberg. Andere vorgeschichtliche Hinterlassenschaften stammen aus der Bronzezeit (etwa 2300800 v. Chr.), Vorrömischen Eisenzeit (etwa 800 v. Chr.Christi Geburt) oder den vier Jahrhunderten der Römerzeit nach Christi Geburt, die besonders viele archäologische Zeugnisse beschert hat.

Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „6000 Jahre Kastel“ von Ernst Probst und Doris Probst aus Mainz-Kostheim. Es umfasst nahezu 700 Seiten und präsentiert viele Fotos, Zeichnungen und Karten. Das Taschenbuch ist für 19,99 Euro nur bei „Amazon“ unter folgender Internetadresse erhältlich:


In kriegerischen Zeiten litten die Kasteler unter Römern, Germanen, Mainzern, Schweden, Franzosen, Preußen und Österreichern. Für weiteres Leid sorgten Hochwasser, Fröste, Brände, Erdbeben und Pest. Das Taschenbuch „6000 Jahre Kastel“ schildert auch die Entwicklung der Einwohnerzahlen, Kirchen, Schulen, Kindergärten, Vereine, Wirtschaft und des Verkehrswesens. Kurz vorgestellt werden bekannte Kasteler wie witzige Fernsehfastnachter, tüchtige Politiker, clevere Bierbrauer, verdienstvolle Heimatforscher, berühmte Schauspieler und Spitzensportler. Nicht verschwiegen wird „das bundesdeutsche Nachkriegskuriosum Nr. 1“: 1945 wurden die Stadtteile Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim (kurz „AKK“ genannt) abrupt von Mainz abgetrennt und der Stadt Wiesbaden zur treuhänderischen Verwaltung übergeben. Dies schmerzt viele Kasteler heute noch. Kein Wunder: Mainz ist von Kastel nur rund anderthalb Kilometer entfernt, nach Wiesbaden sind es sieben Kilometer!

Ernst Probst und Doris Probst haben 2018 insgesamt fünf Taschenbücher mit thematischem Bezug zu Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel veröffentlicht. Dabei handelt es sich um:

5000 Jahre Kostheim. Von der Steinzeit bis zum 21. Jahrhundert
Felicitas von Berberich. Die große Wohltäterin von Kostheim
Kanuten-König Christel Brandbeck. Das Leben des Wassersportlers aus Mainz-Kastel
6000 Jahre Kastel. Von der Steinzeit bis zum 21. Jahrhundert
Kastel in der Vorzeit. Von der Steinzeit bis Christi Geburt (Der Text in diesem kleinen Taschenbuch stammt aus dem großen Taschenbuch „6000 Jahre Kastel“!).

Donnerstag, 15. November 2018

LVR-LandesMuseum Bonn zeigt die Ausstellung „Europa in Bewegung“

Die EU-geförderte Ausstellung „Europa in Bewegung. Lebenswelten im frühen Mittelalter“ ist eröffnet / 15.11.2018-25.8.2019

Unter dem Titel „Europa in Bewegung. Lebenswelten im frühen Mittelalter“ lädt die nächste Sonderausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn ab dem 15.11.2018 ein, die europäischen Netzwerke des frühen Mittelalters zu entdecken.

Die Ausstellung zeigt ein überraschend vielschichtiges und facettenreiches Bild der spätantiken und frühmittelalterlichen Regionen zwischen Irland und Spanien im Westen und Ägypten und Ungarn im Osten. Die Epoche nach dem Untergang des weströmischen Reiches um das Jahr 500 n. Chr. war kein „Dunkles Zeitalter“, sondern von faszinierenden Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten und einer geradezu überbordenden kulturellen Vielfalt geprägt.

Auf ihrem Rundgang durch die Ausstellung begegnen sie bemerkenswerten Menschen, Herrschern, Pilgern, Wissenschaftlern und Händlern. Auf ihren weiten Reisen erkundeten sie die unterschiedlichsten Länder und Kulturen. Ca. 300 kostbare Objekte aus den bedeutendsten europäischen Museen werden hier erstmals zusammen gezeigt. Sie legen beredtes Zeugnis für den regen Austausch von Ideen, Glauben, Traditionen und Handelsgütern ab.

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes CEMEC (Connecting Early Medieval European Collections). Museen in Amsterdam, Athen, Bonn, Brüssel, Budapest, Dublin, Jaén und Rom sowie zahlreiche wissenschaftliche und technische Partner aus Belgien, Griechenland, Italien, Irland, den Niederlanden, Spanien, Ungarn und Deutschland haben es ermöglicht, herausragende Objekte in Verbindungen mit innovativen Medien- und Vermittlungstechniken gemeinsam zu präsentieren.

Freitag, 12. Oktober 2018

Neues Buch: Kanuten-König Christel Brandbeck




Mainz-Kastel (internet-zeitung) - In einem Alter, in dem andere Spitzensportler schon längst nicht mehr aktiv sind, drehte er erst richtig auf. Christian Brandbeck (1935 geboren), genannt „der Christel“, aus Mainz-Kastel wurde mit 61 im Einer-Canadier in Schweden in der Altersklasse ab 50 Jahren zum erstenmal Weltmeister. Im Zweier-Canadier holte er mit 63 in Südafrika den zweiten und mit 64 in Ungarn den dritten Weltmeistertitel. Seine sportliche Karriere verlief ungewöhnlich. Er war zunächst Fußballspieler, bevor er sich als 18-Jähriger der „Kasteler Ruder- und Kanu-Gesellschaft 1880 e. V.“ anschloss und eine Erfolgsserie ohnegleichen hinlegte. Innerhalb von 50 Jahren wurde er dreimal Weltmeister, zweimal internationaler Meister, sechsmal Deutscher Meister, zwölfmal Südwestmeister, 37mal Süddeutscher Meister und 85mal Hessenmeister! Nie hat er einen Trainer bemüht, sondern sich durch Lesen einschlägiger Bücher alles selbst beigebracht. Erst mit 68 trat er zum letztmals zu einem Wettkampf an. Seine sportliche Frau Marianne, mit der er 2010 „Goldene Hochzeit“ feierte, war stets seine beste Begleiterin. Das Taschenbuch „Kanuten-König Christel Brandbeck“ von Ernst Probst und Doris Probst erzählt sein Leben in Wort und Bild. Es umfasst 108 Seiten und zeigt zahlreiche Abbildungen aus dem Privatarchiv von Christel Brandbeck.

Bestellungen nur bei Amazon unter der Internetadresse
https://www.amazon.de/dp/1724123300/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1539323815&sr=8-1&keywords=Christel+Brandbeck

Donnerstag, 20. September 2018

Handel und Handwerk bei den Alamannen: Handel im frühen Mittelalter

4. Ellwanger Alamannen-Forum am 13. und 14. Oktober 2018 im
Alamannenmuseum Ellwangen

ELLWANGEN (pm) - Am 13. und 14. Oktober 2018 findet bereits zum 4.
Mal das Ellwanger Alamannen-Forum statt. Dabei steht jedes Jahr ein
besonderes Thema aus der Lebenswelt der Alamannen im Mittelpunkt. Bei
der vierten Auflage dieses Themenwochenendes im Alamannenmuseum geht es
um die "Handelsbeziehungen der Alamannen". An diesem Wochenende beleben
verschiedene Händler und Handwerker das Alamannenmuseum und zeigen ihre
Kunst. Die Besucher finden an verschiedenen Themenstationen viel
Wissenswertes zum Anfassen, Ausprobieren und Erleben vor. Der
Veranstaltungsflyer liegt ab sofort im Museum und an vielen Stellen
aus.

Wer nun glaubt, die Alamannen hätten nicht über ihren eigenen
Tellerrand geblickt, der irrt sich gewaltig. Die Handelsbeziehungen
erstreckten sich über die ganze damalig bekannte Welt und sogar darüber
hinaus. Selbst aus dem weit entfernten China fanden Waren ihren Weg auf
die Alb. Aber auch Dinge des täglichen Bedarfs wurden nicht nur vor Ort
hergestellt, sondern über größere Strecken eingehandelt.

In Präsentationen und Handwerksvorführungen wird die vernetzte Welt der
Alamannen wieder lebendig. Die Glasperlenmacherin zeigt, wie aus dem
zerbrechlichen Werkstoff Glas wunderbare kleine Kunstwerke werden. Ihre
Kunst liegt im Einfachen: nur aus Feuer und Glas erschafft sie mit viel
Geschick, Erfahrung und Können wundervolle bunte Perlen in ganz
verschiedenen Formen.

Nicht jedes Dorf hatte eine Getreidemühle im Ort. Wo diese fehlten,
musste man sich mit Handmühlen behelfen. Die Qualität der Mühlsteine war
auch für die Güte der Mehle entscheidend. Aber hochwertige Steine sind
nicht überall zu finden. So wurden auch Mühlsteine über weite Strecken
transportiert. Durch das große Gewicht der Fracht war der Transport
mühsam und nicht einfach.

Kenntnis von den vielen exotischen Waren erhielten die Alamannen häufig
von den Römern. So mancher Alamanne, der seine Zeit als Legionär in
Diensten Roms abgeleistet hatte, machte sich hinterher als Händler
selbstständig. Er wusste nämlich ganz genau, für welche Waren aus dem
Barbaricum die Römer bereit waren, viel Geld auszugeben. Umgekehrt waren
ihm auch die Wünsche seiner alamannischen Landsleute nur allzu
vertraut.

Wer über das nötige Kleingeld verfügte, konnte sich allerlei Luxus
erlauben. Glasbecher, in denen der Wein so schön funkelte, die aber so
zerbrechlich waren, dass man sie kaum zu benutzen wagte. Stoffe und
Gewürze aus Weltgegenden, die so weit entfernt lagen, dass man nicht
einmal ihren Namen kannte. Die Welt der Alamannen hörte nicht hinter dem
eigenen Gartenzaun auf, auch wenn vermutlich nur die wenigsten die weite
Welt mit eigenen Augen gesehen haben dürften. Aber ist das alles in
unserer Zeit nicht ganz genau so?

An ausgewählten Stationen wird es Vorträge geben, die einzelne Themen
vertiefen, und die Handwerker und Künstler lassen sich sicher nicht
lange bitten und zeigen und erklären gerne ihre Tätigkeiten.

Darstellungen:

Gyde Botsch
Der weite Weg der Mühlsteine

Maren Siegmann
Kunter-Bunt und Farben-Froh: Glasperlen

Jürgen Kolar
Handel mit den Römern

Jürgen Heinritz
Was kostet die Welt

Bei dieser Veranstaltung ist nur der übliche Eintritt zu entrichten,

Nähere Informationen zum Programm sind im Internet unter
www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Bereich Aktuelles) erhältlich. Der
Veranstaltungsflyer liegt an vielen Stellen aus und kann auch auf der
Internetseite heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum @ ellwangen.de
 

www.alamannenmuseum-ellwangen.de

Öffnungszeiten: jeweils 13-17 Uhr

Eintritt: 3,00 €, ermäßigt 2,00 €, Familien 7,00 €

Montag, 10. September 2018

Taschenbuch über Felicitas von Berberich




Die große Wohltäterin von Kostheim in neuem Licht

Mainz-Kostheim (internet-zeitung) - Felicitas Freifrau von Berberich (1697–1764) stammte aus Franken, wo sie die meiste Zeit lebte. Erst nach dem Tod ihres geliebten Ehemannes, des Würzburger Postmeisters Eugen Alexander Freiherr von Berberich, wurde das Dorf Kostheim kurz vor der Mündung des Mains in den Rhein ab 1754 ihre neue Heimat. Dort fühlte sich die fromme Witwe bald so wohl, dass sie im Dezember 1756 ein Testament zugunsten der katholischen Kirche „St. Kilian“ sowie des Pfarrers, der Lehrer, Kinder, Jugendlichen und anderer Einwohner von Kostheim verfasste. Dank des von ihr hinterlassenen Geldes, Goldes und Edelsteinschmuckes entstand zwischen 1766 und 1769 am Mainufer an gleicher Stelle wie das abgerissene baufällige alte Gotteshaus ein prächtiger Neubau mit reicher Ausstattung.

„St. Kilian“ genoss fortan den Ruf, die schönste Barockkirche am unteren Main zu sein. Tragischerweise lag dieser Prachtbau bereits im Mai 1793 in Trümmern, nachdem Preußen und Österreicher auf das von Franzosen besetzte Kostheim schätzungsweise 40.000 Kanonen- und Haubitzenkugeln abgefeuert hatten. Das Grab der Freifrau und das ihres Seelsorgers Pfarrer Jakob Saul in „St. Kilian“ gingen damals verloren.

In Kostheim benannte man die Berberichstraße und die Kleine Berberichstraße nach der unvergessenen Wohltäterin. Von 1963 bis 1966 trug die Mädchenschule in der Mathildenstraße von Kostheim den Namen Freifrau-von-Berberich-Schule.

Kaum bekannt ist, dass die Freifrau im August 1764 kurz vor ihrem Tod ein zweites Testament geschrieben hat, in dem sie teilweise andere Erben bedachte, und dass sie sich nicht immer fromm verhielt. Das 120 Seiten umfassende Taschenbuch „Felicitas von Berberich“ (Createspace, 9,85 Euro) von Ernst Probst und Doris Probst schildert das Leben der Freifrau in Wort und Bild. Unter anderem zeigt es alle Seiten der schlecht lesbaren Testamente von 1756 und 1764.

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Montag, 3. September 2018

Gesund durch körpereigenes Fett – wie braunes Fettgewebe überschüssige Kalorien verbrennt


Schering Stiftung ehrt Dr. Alexander Bartelt für seine
Forschungsarbeiten mit dem Friedmund Neumann Preis 2018

Eine vielversprechende therapeutische Option zur Behandlung stoffwechselbedingter Erkrankungen ist die Aktivierung des braunen Fettgewebes. Der Biochemiker und Molekularbiologe Dr. Alexander Bartelt, Arbeitsgruppenleiter am Institut für Epidemiologie und Prophylaxe der Kreislaufkrankheiten der Ludwig-Maximilians-Universität München, hat das dieser Therapie zugrundeliegende Konzept erarbeitet und stetig vorangetrieben. So konnte er bereits in seiner jungen Karriere nachweisen, dass die Aktivierung des braunen Fettgewebes schädliche Blutfette und Zucker deutlich reduzieren kann. Darüber hinaus hat er neue intrazelluläre Mechanismen aufgezeigt, die die Funktion und Aktivität des braunen Fettgewebes kontrollieren.

Für seine herausragenden Forschungsarbeiten erhält Dr. Alexander Bartelt den diesjährigen Friedmund Neumann Preis. Die Schering Stiftung vergibt den mit 10.000 € dotierten Preis an NachwuchswissenschaftlerInnen, die herausragende Arbeiten in der humanbiologischen, organisch-chemischen oder humanmedizinischen Grundlagenforschung erbracht und nach der Promotion bereits ein eigenständiges wissenschaftliches Profil entwickelt haben. Der Preis will exzellente wissenschaftliche Leistung sichtbar machen und die wissenschaftliche Etablierung unterstützen.

Dr. Alexander Bartelt wurde für den Friedmund Neumann Preis 2018 von Prof. Dr. Jörg Heeren, Heisenberg-Professor für Immuno-Stoffwechsel am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, vorgeschlagen. Alexander Bartelts exzellente Leistungen basieren auf wissenschaftlicher Neugier, die zusammen mit seinem brillanten Geist und der Anwendung innovativer Technologien zu bahnbrechenden Arbeiten im Bereich der Stoffwechselforschung geführt haben. Seine vielfach zitierten Studien haben nicht nur zu einem besseren biologischen Verständnis des braunen Fettgewebes beigetragen, sondern vielmehr die therapeutische Relevanz dieses faszinierenden Gewebes für die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen wie Typ 2 Diabetes aufgezeigt,“ so Heeren.

Hintergrundinformationen
Braune Adipozyten sind spezielle Fettzellen, die durch Kälte aktiviert werden und Kalorien verbrennen, um Wärme zu erzeugen. Diese Eigenschaften machen dieses sogenannte braune Fettgewebe zu einem attraktiven Ziel bei der Behandlung metabolischer Erkrankungen. Die Forschungsarbeit von Alexander Bartelt hat grundlegend zum Verständnis des Stoffwechsels des braunes Fettgewebes und seines Einflusses auf die Entstehung von krankhaftem Übergewicht, Diabetes und Atherosklerose beigetragen. So zeigen die Ergebnisse seiner Studien in präklinischen Tiermodellen, dass die Aktivität des braunen Fettgewebes den systemischen Lipid- und Zuckerstoffwechsel maßgeblich beeinflusst. Kälteexposition über Nacht ließ schädliche Blutfettwerte sinken und übergewichtige Tiere abnehmen. Die genaue Aufschlüsselung des molekularen Mechanismus macht es nun möglich, überschussige Kalorien in das braune Fettgewebe zu befördern. Seit einiger Zeit beschäftigt sich Dr. Bartelt auch mit der Frage, welche Mechanismen braune Fettzellen vor zellulärem Stress schützen, der mit der extremen Stoffwechsel- und Atmungsaktivität einhergeht. In seiner aktuellen Forschung  untersucht er  die Funktion und das therapeutische Potenzial des Transkriptionsfaktors Nfe2l1, einen kälte-induzierbaren Schalter der Fettzellfunktion, für die Behandlung von Übergewicht und damit verbundenen kardiovaskulären Erkrankungen.

Dr. Alexander Bartelt ist seit 2018 Arbeitsgruppenleiter am Institut für Epidemiologie und Prophylaxe der Kreislaufkrankheiten an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ziel seiner Forschung ist es, die molekularen Grundlagen von Fettleibigkeit, Diabetes und Atherosklerose zu verstehen. Dr. Bartelt erhielt sein Diplom in Biochemie und Molekularbiologie im Jahr 2007 von der Universität Hamburg mit Auszeichnung. Während seiner Doktorarbeit bei Prof. Jörg Heeren am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf entschlüsselte er Stoffwechselvorgänge im braunen Fettgewebe und arbeitete während seines Postdocs bei Prof. Gökhan Hotamisligil an der Harvard T.H. Chan School of Public Health, Boston, USA, am Immunometabolismus des braunen Fettgewebes.

Preisverleihung: Friedmund Neumann Preis
26. September 2018, 17:30 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
|
Leibnizsaal
Markgrafenstr. 38 | 10117 Berlin
Anmeldung bis 19.09.2018 unter www.scheringstiftung.de/Preisverleihung2018

Anlässlich der Auszeichnung wird Alexander Bartelt am 27.09.2018 einen Vortrag vor Schülern der Lise-Meitner-Schule in Berlin halten und mit ihnen über seine Forschungsarbeit sprechen.

Samstag, 1. September 2018

Brille kaufen: Wer bekommt einen Zuschuss von der Kasse?

Kaum ein medizinisches Hilfsmittel wird so oft benötigt, wie die Brille. Doch leider ist die Kostenbeteiligung der Kassen für diese notwendige Anschaffung bescheiden. Meistens muss sie komplett selbst finanziert werden, ob nun bei einem Optiker in Karlsruhe oder anderswo. Zuschüsse gibt es ausschließlich für Kinder und Jugendliche sowie stark Sehbehinderte.

Regeln für Minderjährige

Zum Leistungskatalog aller Krankenkassen gehören Brillengläser für Versicherte bis zum 18. Lebensjahr. Übernommen werden jedoch nur solche aus mineralischem Material. Die leichten und bruchsicheren Kunststoffgläser sind normalerweise von der Kostenübernahme ausgenommen, darauf weist http://www.brillenfassungen.org hin. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, das zu umgehen. Trägt die augenärztliche Verordnung den Vermerk "Sport- und Schulbrille", werden sie ebenfalls finanziert. Das Gestell muss allerdings immer selbst bezahlt werden.

Regeln für stark Sehbehinderte

Durch ein neues Gesetz profitiert ein größerer Kreis von Versicherten von einer unterstützenden Kassenleistung. Diese war bisher auf Personen beschränkt, die mit Sehhilfe ein Sehvermögen von maximal 30 Prozent erreichen konnten. Erweitert wurde er jetzt auf Versicherte, die wegen starker Weit- oder Kurzsichtigkeit Gläser von sechs Dioptrien und stärker benötigen. Auch bei einer Hornhautverkrümmung gibt es ab vier Dioptrien als Zuschuss einen Festbetrag.

Freiwillige Zusatzleistung nutzen

Wer nicht zu den oben genannten Gruppen gehört, hat zwei Möglichkeiten, die finanzielle Belastung durch einen Brillenkauf zu reduzieren. Die eine ist der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung, die allen dauerhaften Brillenträgern zu empfehlen ist. Daneben hilft Ihnen die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse, die als freiwillige Zusatzleistung einen Zuschuss für die neue Brille bezahlt. Er kann bis zu 200 Euro betragen. Das macht den Kassenwechsel zu einer lohnenden Angelegenheit.

Donnerstag, 30. August 2018

Pilgern für einen Tag stärkt Geist und Seele und bewegt die Menschen auch ökumenisch

Speyer – Gemessen an der jahrhundertealten Tradition, ist „Pilgern für einen Tag“ eine relativ neue Form des Pilgerns. Da nur die wenigsten Menschen sich über mehrere Wochen nach Santiago de Compostela, Rom oder Jerusalem aufmachen können, sind die „Auszeiten für einen Tag“ eine Alternative.
Das Schöne am Kurzzeitpilgern ist: Es bewegt Menschen aller Konfessionen, praktischerweise meist direkt vor der eigenen Haustür. Da viele Angebote zum Tagespilgern an Wochenenden stattfinden, haben sich auch die Begriffe Samstags- und Sonntagspilgern etabliert. Besonders beliebt ist es, Teilstücke bekannter Pilgerwege in der Region etappenweise zu erkunden. Dass die Nachfrage groß ist, zeigt das vielfältige Angebot, das die Jakobusgesellschaften, Landeskirchen und Bistümer zwischenzeitlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten.
Zum Samstags- oder Sonntagspilgern gehören Schweigezeiten. Auch das unterscheidet es von einem Ausflug ins Grüne …
Auch beim Pilgern für einen Tag gilt: Der Weg ist keinesfalls das alleinige Ziel. Wichtig ist, dass man ankommt! Und genau wie im Leben gibt es beim Pilgern kein Zurück auf festgetretenen Pfaden – nur der Anfang und das Ende des Weges stehen fest! Auch das zeitweise Schweigen ist einer jener Momente, die den Unterschied machen. Es verdeutlicht auch, dass Tagespilgern mehr ist, als ein Ausflug mit netter Begleitung inmitten schöner Natur. „Pilgern stärkt Leib und Seele ohne große Worte! Wenn Menschen über Konfessionsgrenzen hinaus in Bewegung sind und an spirituellen Orten Station machen, finden sie meist auch neue Wege zu sich selbst“, erklärt Norbert Rönn, Chefredakteur des Magazins „der pilger“, das in der aktuellen Ausgabe ausführlich über das Pilgern für einen Tag berichtet und auch viele Angebote und Praxistipps für Einsteiger und Fortgeschrittene bereithält.
Während noch vor 25 Jahren für viele evangelische Christen das Pilgern ein Tabu war, spielt Kirchenzugehörigkeit heute kaum noch eine Rolle
Mit seinem Bestseller „Ich bin dann mal weg!“ hat Hape Kerkeling auch einen Trend für mehr Ökumene gesetzt. Wie die vielfältigen Angebote der evangelischen Kirche für das Tagespilgern beispielhaft zeigen, ist ein Pilger heutzutage an keine besondere Glaubensrichtung mehr gebunden.
Die Idee für das Tagespilgern wurde in der Schweiz geboren und machte bereits vielen Menschen Lust auf mehr …

Die Anfänge des Tagespilgerns wurden vor fast 20 Jahren in der Schweiz begründet. Was mit wenigen Teilnehmern begann, hat sich mittlerweile zu einer flächendeckenden Bewegung auch in Deutschland und Österreich entwickelt. Oft folgen die Tagesangebote historischen Routen. Da einige Etappen des Jakobus- oder Martinsweges auch heutzutage wichtige Verkehrswege bilden, gibt es vielfach Alternativen mit dem gleichen Start und Ziel, die allerdings abseits großer Straßen durch die schönere Natur führen. Auch das ist ein Grund, warum viele Menschen die Schnupper-Angebote nutzen, um schließlich doch eine klassische Pilgerreise zu machen.
Cover-Split, damit das Magazin „der pilger“ doppelt gut ankommt!
Die Herbstausgabe erscheint am 30. August mit einem Cover-Split: In Nord- und Ostdeutschland kommt „der pilger“ mit einer Titelalternative, die sich an Elementen aus dem Mindstyle-Bereich orientiert, an den Kiosk.
Weitere Informationen und Weblinks rund um das Thema Tagespilgern bietet das Magazin „der pilger“ unter www.der-pilger.de sowie bei www.facebook.com/pilger.magazin .    

Dienstag, 28. August 2018

5000 Jahre Kostheim - Personen, die im Buch vorkommen


Benedicta Felicitas Freifrau von Berberich, fränkische Adelige und Wohltäterin von Kostheim / Günther Boos, Erbauer der Margarethenkapelle / Franz Camozzi, Mainzer Händler / Hubert Anton Disch, Schiffsreeder und Gründer der Kostheimer Cellulosefabrik / Rudolf Dornhöfer, Mainzer Firmengründer / Irmgard Egert, Leichathletin / Peter Eider, Holzfabrikant / Friedrich Fendel, erster Pfarrer von Maria Hilf / Franz-Philipp Frenz, Leiter der Ortsverwaltung / Willi Frenz, Lehrer, Buchautor und Heimatforscher / Peter Hartmann, erfolgreicher Chorleiter / Johannes Henrich, Pfarrer, der für den verstorbenen Kaiser Napoléon verbotenerweise ein Seelenamt las / Maximilian Freiherr von Heyl zu Herrnsheim, adliger evangelischer Pfarrer / Adam Hofmann, Holz- und Sägewerksbesitzer / Ingrid Jäger, verdienstvolle Ärztin / Daniela Knor, erfolgreiche Romanschriftstellerin / Maria Lehmann, kindliches Nazi-Opfer / Johann Lessel, letzter Bürgermeister von Kostheim vor der Eingemeindung nach Mainz 1913 / Franz Josef Ludwig, Pater, Lehrer (Kunst-Ludwig) und Künstler / Pit Ludwig, Fotograf, Werbegrafiker und Kulturschaffender / August Lutz, Schlossermeister und  engagierter Kommunalpolitiker / Adam Lux, in Paris hingerichteter Revolutionär / Bernhard Müller, Sektierer, falscher Prophet Proli und Herzog von Jerusalem sowie Siedlungsgründer in USA / Martin Mundo, Mainzer Volksdichter, Fastnachter und Firmengründer / Toni Oesterreich, Unternehmer, Bäcker- und Konditormeister sowie Fastnachter / Gerd Oeser, Journalist, Buchautor und Umweltschützer / Kurt Oeser, evangelischer Umweltpfarrer und Kommunalpolitiker / Ernst Probst, Journalist, Wissenschafts- und Buchautor, mehr als 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren, erstes Buch über die Erdgeschichte von Deutschland), Anton Prodöhl, Bildhauer und Holzschnitzer / Hans Redlich, Kommunalpolitiker, Gründungsmitglied und zeitweiliger Vorsitzender des Heimatvereins sowie Autor / Nikolaus Reichert, Arztsohn, Journalist, Gewerkschafter, Buchautor und Kulturförderer / Franziska Retzinger, Kommunalpolitikerin und Stadtälteste / Thaddäus Rössler, mutiger Pfarrer, der bei Napoléon 15 Jahre Steuerfreiheit für Kostheim erreichte / Konrad („Conny“) Rudhof, Box-Europameister / Gottfried Scholz, katholischer Pfarrer für St. Kilian und Maria Hilf / Eduard Schmahl, Bildhauer / Jakob Schmitt, Silberschmied und blinder Bildhauer / Georg Schollmayer, Schreiner- und Glasermeister / Georg Hartmann Schollmayer, Besitzer einer Bau- und Möbelschreinerei sowie eines Sägewerkes / Konrad Schollmayer, Landwirt und Bürgermeister / Konrad Wilhelm Schollmayer, Professor und Lehrer an der ersten deutschen Fachschule für Optiker in Mainz / Valentin Schollmayer, Unternehmer / Anna Seghers, Schriftstellerin, deren Hauptfigur sich im Roman „Das siebte Kreuz“ in Kostheim aufhielt / Petra Seib, Leiterin der Ortsverwaltung / Karl Stamm, Lehrer, Gründer und Leiter der Albert-Schweitzer-Schule, Autor einer Zeitungsserie und von Büchern, Mitgründer des Heimatvereins Kostheim / Norbert Trutzel, Lehrer, Kommunalpolitiker, Gründungsmitglied und zeitweiliger Vorsitzender des Heimatvereins / Anton Viebig, Gründer und Direktor der Kostheimer Zündholzfabrik / Roderich Volk, Buchautor und Heimatkundler / Heinz Wagner, Küfermeister und Mitinhaber der Fassfabrik Wagner sowie Pilot des Hydro-Glider / Helmut Wirth, Journalist, Buchautor und Heimatforscher / Maximilian Graf von Wiser, international berühmter Augenarzt

Bestellungen des 564 Seiten umfassenden Taschenbuches „5000 Jahre Kostheim“ bei Amazon:
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Freitag, 17. August 2018

Wie Arbeitslose einen Kredit erhalten

Banken prüfen vor einer Kreditvergabe die Bonität des möglichen Kunden, eine wesentliche Bedeutung kommt dem Einkommen zu. Es liegt auf der Hand, dass Arbeitslose eher schlechte Karten ab. Einen gewöhnlichen Kredit erhalten sie in der Regel nicht. Es existieren jedoch zwei Möglichkeiten: Erstens können sie Sicherheiten einbringen. Zweitens können sie sich an Kreditvermittler mit liberaleren Vergabekriterien wenden. Abgesehen davon kann bei Bezug von ALG II auch ein zinsloses Darlehen bei der Agentur für Arbeit beantragt werden, das jedoch zweckgebunden ist.

Bankkredit dank Sicherheiten

Bankinstitute agieren bei Kreditentscheidungen streng, Arbeitslose müssen mit einer Ablehnung rechnen. Dabei spielt keine Rolle, ob sie das höhere ALG1 oder das niedrige ALG2 empfangen. Die Unternehmen bestehen auf einer zusätzlichen Kreditsicherheit. Dabei kann es sich um einen Bürgen handeln, der bei ausbleibenden Raten die Restschuld übernimmt. Die Bank akzeptiert ihn, wenn er ihre übliche Bonitätsprüfung besteht. Eine weitere Möglichkeit stellen Wertgegenstände, Immobilien und Grundstücke als Sicherheit dar. Nicht jeder Arbeitslose ist vermögenslos. Vielleicht besitzt jemand einen Neuwagen oder ein Haus, mit diesen Objekten lassen sich Darlehen mittels Sicherungsübereignung oder Grundschuld absichern.

Arbeitslosenkredite über Vermittler

Im Gegensatz zu Banken bieten einige Kreditvermittler einen speziellen Arbeitslosenkredit an. Bei diesen Darlehen führen sie wie eine Bank eine Bonitätsprüfung durch, zeigen sich aber liberaler. Die Arbeitslosigkeit ist kein Ausschlussgrund. Arbeitslose sollten zwei Punkte beachten, so die Experten des Fachportals www.kreditnetz.com: Erstens begrenzen seriöse Vermittler die Kreditsumme auf eine Höhe, die dem Umfang des Arbeitslosengelds angemessen ist. Unseriöse Vermittler versprechen dagegen unrealistische Summen, bei denen sie ein viel zu hohes Ausfallrisiko eingehen würden. Zweitens müssen Kreditnehmer angesichts der schlechten Bonität Zinsaufschläge einplanen. Ein Arbeitslosenkredit kostet deutlich mehr als ein durchschnittliches Darlehen, deswegen sollten Arbeitslose es nur bei einem dringenden Grund abschließen.

Donnerstag, 16. August 2018

Alamannenmuseum Ellwangen zeigt neue Sonderausstellung

"Verehrt, verwendet, vergessen - Alamannen im Spannungsfeld von
Politik und Zeitgeschichte" wird ab 27. Oktober 2018 präsentiert

ELLWANGEN (pm) - Vom 27. Oktober 2018 bis 28. April 2019 ist im
Alamannenmuseum die Sonderausstellung "Verehrt, verwendet, vergessen -
Alamannen im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte" zu sehen. Die
vom Alamannen-Museum Vörstetten bei Freiburg konzipierte Ausstellung
beleuchtet den Alamannenbegriff im Wandel der Zeiten.

Immer wieder wird von Besuchern gefragt, warum die Alamannen in den
einschlägigen Fachmuseen mit einem "a" anstatt einem "e" geschrieben
werden. Dies veranlasste das Alamannen-Museum Vörstetten zu der Idee,
eine Ausstellung zum Alamannenbegriff zu konzipieren. Dieser taucht
erstmals im Jahr 289 n. Chr. in römischen Quellen auf und bezeichnete
germanische Stämme, welche sich in dem von den Römern nach dem Fall des
Limes verlassenen, rechten Oberrheingebiet niederließen. Im Laufe der
Geschichte erfuhr der ursprünglich als "Hilfsbezeichnung" entstandene
Alamannenbegriff einen entscheidenden Bedeutungswechsel und führte zu
falschen und irreführenden Verwendungen mit teilweise fatalen
Auswirkungen.

Während des frühen Mittelalters wurde das Siedlungsgebiet der
"Alamanni" als Herzogtum in das Frankenreich der Merowinger
eingegliedert und die römische Wortschöpfung zum herrschaftlichen
Raumbegriff umgewandelt, der in den nachfolgenden Perioden vor allem in
der historischen Forschung mit "e" geschrieben wurde. Im 19. Jahrhundert
erfolgte unter anderem durch Johann Peter Hebel und seine
"Allemannischen Gedichte" eine neue Verwendung des Begriffes als Volks-
und Stammesbezeichnung. Gleichzeitig beschäftigte man sich mit der
Frage, woher dieses "Volk" kam. Eine Umdeutung ins "Völkische" erfolgte
durch die Nationalsozialisten und fand seinen missbräuchlichen Höhepunkt
in der NS-Rassenideologie. In diesem Zusammenhang richtet die
Ausstellung auch den Blick auf die "Alemannenforschung" in der
Universitätsstadt Freiburg sowie das dort herausgegebene NS-Hetzblatt
"Der Alemanne".

Bis heute wirkt der Alamannenbegriff in vielfältiger Form nach * bis
hin zur Bezeichnung der Deutschen als "les allemands" in der
französischen Sprache und in einer Reihe von anderen Ländern. Seine
Bedeutung und Verwendung ist aber auch durch eine Polarität
gekennzeichnet, die einerseits durch Einrichtungen wie das "Alemannische
Institut" und die "Muettersproch-Gsellschaft" und andererseits vom
Missbrauch durch die Geschichtsdarstellung moderner rechter Ideologen
bestimmt wird.

Bei den Alamannen, denen die Museen in Ellwangen und Vörstetten
gewidmet sind, handelt es sich letztlich um eine archäologisch
nachgewiesene (tote) Kultur ohne Traditionsanknüpfung an die Gegenwart,
während das Alemannische eine bis heute existierende, lebendige Sprach-
und Brauchtumskultur darstellt, die sich in Süddeutschland, der Schweiz
und dem benachbarten Elsass erst nach dem Ende der Antike über
Jahrhunderte hinweg in seiner Eigenständigkeit entwickelt hat.

Die Ausstellung wird am Freitag, 26. Oktober 2018, um 18 Uhr eröffnet,
es sprechen Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, der 1. Vorsitzende des
Fördervereins Alamannenmuseum Ellwangen, Werner Kowarsch, Dr. Niklot
Krohn vom Alamannen-Museum Vörstetten * er hält die Einführung in die
Ausstellung * sowie Museumsleiter Andreas Gut. Der Eintritt zur
Ausstellungseröffnung ist frei.

Donnerstag, 9. August 2018

5000 Jahre Kostheim – Die Sage vom Teufelssprung
















Straßenschild Teufelssprung in Mainz-Kostheim - Foto: Ernst Probst



Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Mit einer alten Sage, die bereits im Mittelalter (etwa 500 bis 1500) entstanden sein soll, befasst sich das neue Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ von Ernst Probst und Doris Probst. Bei dieser Geschichte handelt es sich um den Teufelssprung, an den im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim ein offizieller Straßenname erinnert.

Dem erwähnten Buch zufolge soll der Teufelssprung in Kostheim während eines heftigen Unwetters im Mittelalter entstanden sein. Angeblich war es dabei so dunkel, dass man seine Hand nicht vor den Augen sehen konnte. Es blitzte und donnerte sehr stark, weshalb sich die Leute auf den Feldern sehr fürchteten. Einer Sage zufolge schlug krachend und „feuerspeiend“ ein Blitz ein, worauf ein Baum lichterloh brannte und es nach Schwefel stank. Als das Unwetter vorbei war, fand man am Schauplatz des Blitzeinschlages eine Delle im Boden, die wie ein großer Hufabdruck aussah. Da der Teufel oft mit einem Pferdefuß abgebildet sowie mit Feuer, Rauch und Schwefel in Verbindung gebracht wird, hieß es, er habe dort zum Sprung angesetzt. Dabei sei der Boden aufgerissen worden und Wasser herausgekommen, nämlich der Teufelssprungbach, den man auch Königsfloßbach nennt.

Einer anderen Sage zufolge wollte eine Kostheimerin am Königsfloßbach einen schweren Korb auf ihren Kopf heben, schaffte dies aber nicht. In ihrer Not rief sie: „Hilft mir denn kein Teufel?“ Daraufhin erschien tatsächlich der Teufel, half der Frau, sprang über den Bach und verschwand.

In einer weiteren Sage geht es um Grenzstreitigkeiten zwischen Kastel und Kostheim. Dabei einigten sich Feldgeschworene aus beiden Orten, der beste Kostheimer Springer dürfe mit seinen größten Sprüngen die Grenze bestimmen. Die Kostheimer erreichten die Hilfe des Teufels, dem sie versprachen, er erhalte die erste Seele, welche die neue Grenze überschreite. Nach ihrem Erfolg ließen die Kostheimer an der Grenze einen Hahn aus einem Sack springen. Voller Wut zerriss der Teufel den Vogel und verschwand unter Blitz und Donner mit Schwefelgestank. Auf dem Grenzstein hinterließ er den Abdruck eines Pferdehufes und einer Bocksklaue.

Es heißt auch, der Name Teufelssprung beruhe auf dem vertrackten Verlauf der Gemarkungsgrenze von Kostheim in eigenartigem Zickzackkurs.

Bestellung des Taschenbuches "5000 Jahre Kostheim" bei:
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Donnerstag, 2. August 2018

5000 Jahre Kostheim - Immer wieder Brände




Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Im 20. Jahrhundert ereigneten sich in Mainz-Kostheim immer wieder Großbrände, von denen große Firmen im Ort betroffen wurden. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ (CreateSpace) von Ernst Probst und Doris Probst. Das 563 Seiten umfassende und reich bebilderte Buch erwähnt folgende Großbrände in Kostheim von 1906 bis 1971:

1906: Großbrand im „Sägewerk Valentin Hofmann“
15. November 1921 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
2. Juni 1925 Großbrand in der Wachsfabrik Volk
28. Januar 1927 Großbrand in der Zündholzfabrik „Nölke & Stahl“ im „Industriehof Kostheim“
17. August 1928 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
16. August 1929 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
22. Januar 1930 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
11. Dezember 1934 Großbrand im Sägewerk „Georg Hartmann Schollmayer KG“
26. Februar 1935 Großbrand im Sägewerk „Georg Hartmann Schollmayer KG“
17. Januar 1940 Großbrand in der „Zellstofffabrik Waldhof AG Werk Kostheim“
8. September 1944 Brandkatastrophe nach Luftangriff auf Heeres-Zeugamt Mainz-Kastel und auf Mainz-Kostheim. In Kostheim starben 115 Menschen, in Kastel mehr als 300.
23. und 26. Januar 1971 Brandkatastrophe bei „Linde Haushaltsmöbel AG“. Drei Feuerwehrmänner verloren dabei ihr Leben.

Auch vor der Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr“ am 1. Januar 1874 in Kostheim waren viele Brände ausgebrochen. Zeitweise wiederholten sich Brände in Kostheim in so kurzen Abständen, dass der Ort im Volksmund scherzhaft „Neubrandenburg“ genannt wurde.

Bestellungen des Taschenbuches "5000 Jahre Kostheim" nur bei "Amazon" unter der Internetadresse 
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