Donnerstag, 20. September 2018

Handel und Handwerk bei den Alamannen: Handel im frühen Mittelalter

4. Ellwanger Alamannen-Forum am 13. und 14. Oktober 2018 im
Alamannenmuseum Ellwangen

ELLWANGEN (pm) - Am 13. und 14. Oktober 2018 findet bereits zum 4.
Mal das Ellwanger Alamannen-Forum statt. Dabei steht jedes Jahr ein
besonderes Thema aus der Lebenswelt der Alamannen im Mittelpunkt. Bei
der vierten Auflage dieses Themenwochenendes im Alamannenmuseum geht es
um die "Handelsbeziehungen der Alamannen". An diesem Wochenende beleben
verschiedene Händler und Handwerker das Alamannenmuseum und zeigen ihre
Kunst. Die Besucher finden an verschiedenen Themenstationen viel
Wissenswertes zum Anfassen, Ausprobieren und Erleben vor. Der
Veranstaltungsflyer liegt ab sofort im Museum und an vielen Stellen
aus.

Wer nun glaubt, die Alamannen hätten nicht über ihren eigenen
Tellerrand geblickt, der irrt sich gewaltig. Die Handelsbeziehungen
erstreckten sich über die ganze damalig bekannte Welt und sogar darüber
hinaus. Selbst aus dem weit entfernten China fanden Waren ihren Weg auf
die Alb. Aber auch Dinge des täglichen Bedarfs wurden nicht nur vor Ort
hergestellt, sondern über größere Strecken eingehandelt.

In Präsentationen und Handwerksvorführungen wird die vernetzte Welt der
Alamannen wieder lebendig. Die Glasperlenmacherin zeigt, wie aus dem
zerbrechlichen Werkstoff Glas wunderbare kleine Kunstwerke werden. Ihre
Kunst liegt im Einfachen: nur aus Feuer und Glas erschafft sie mit viel
Geschick, Erfahrung und Können wundervolle bunte Perlen in ganz
verschiedenen Formen.

Nicht jedes Dorf hatte eine Getreidemühle im Ort. Wo diese fehlten,
musste man sich mit Handmühlen behelfen. Die Qualität der Mühlsteine war
auch für die Güte der Mehle entscheidend. Aber hochwertige Steine sind
nicht überall zu finden. So wurden auch Mühlsteine über weite Strecken
transportiert. Durch das große Gewicht der Fracht war der Transport
mühsam und nicht einfach.

Kenntnis von den vielen exotischen Waren erhielten die Alamannen häufig
von den Römern. So mancher Alamanne, der seine Zeit als Legionär in
Diensten Roms abgeleistet hatte, machte sich hinterher als Händler
selbstständig. Er wusste nämlich ganz genau, für welche Waren aus dem
Barbaricum die Römer bereit waren, viel Geld auszugeben. Umgekehrt waren
ihm auch die Wünsche seiner alamannischen Landsleute nur allzu
vertraut.

Wer über das nötige Kleingeld verfügte, konnte sich allerlei Luxus
erlauben. Glasbecher, in denen der Wein so schön funkelte, die aber so
zerbrechlich waren, dass man sie kaum zu benutzen wagte. Stoffe und
Gewürze aus Weltgegenden, die so weit entfernt lagen, dass man nicht
einmal ihren Namen kannte. Die Welt der Alamannen hörte nicht hinter dem
eigenen Gartenzaun auf, auch wenn vermutlich nur die wenigsten die weite
Welt mit eigenen Augen gesehen haben dürften. Aber ist das alles in
unserer Zeit nicht ganz genau so?

An ausgewählten Stationen wird es Vorträge geben, die einzelne Themen
vertiefen, und die Handwerker und Künstler lassen sich sicher nicht
lange bitten und zeigen und erklären gerne ihre Tätigkeiten.

Darstellungen:

Gyde Botsch
Der weite Weg der Mühlsteine

Maren Siegmann
Kunter-Bunt und Farben-Froh: Glasperlen

Jürgen Kolar
Handel mit den Römern

Jürgen Heinritz
Was kostet die Welt

Bei dieser Veranstaltung ist nur der übliche Eintritt zu entrichten,

Nähere Informationen zum Programm sind im Internet unter
www.alamannenmuseum-ellwangen.de (Bereich Aktuelles) erhältlich. Der
Veranstaltungsflyer liegt an vielen Stellen aus und kann auch auf der
Internetseite heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum @ ellwangen.de
 

www.alamannenmuseum-ellwangen.de

Öffnungszeiten: jeweils 13-17 Uhr

Eintritt: 3,00 €, ermäßigt 2,00 €, Familien 7,00 €

Montag, 10. September 2018

Taschenbuch über Felicitas von Berberich




Die große Wohltäterin von Kostheim in neuem Licht

Mainz-Kostheim (internet-zeitung) - Felicitas Freifrau von Berberich (1697–1764) stammte aus Franken, wo sie die meiste Zeit lebte. Erst nach dem Tod ihres geliebten Ehemannes, des Würzburger Postmeisters Eugen Alexander Freiherr von Berberich, wurde das Dorf Kostheim kurz vor der Mündung des Mains in den Rhein ab 1754 ihre neue Heimat. Dort fühlte sich die fromme Witwe bald so wohl, dass sie im Dezember 1756 ein Testament zugunsten der katholischen Kirche „St. Kilian“ sowie des Pfarrers, der Lehrer, Kinder, Jugendlichen und anderer Einwohner von Kostheim verfasste. Dank des von ihr hinterlassenen Geldes, Goldes und Edelsteinschmuckes entstand zwischen 1766 und 1769 am Mainufer an gleicher Stelle wie das abgerissene baufällige alte Gotteshaus ein prächtiger Neubau mit reicher Ausstattung.

„St. Kilian“ genoss fortan den Ruf, die schönste Barockkirche am unteren Main zu sein. Tragischerweise lag dieser Prachtbau bereits im Mai 1793 in Trümmern, nachdem Preußen und Österreicher auf das von Franzosen besetzte Kostheim schätzungsweise 40.000 Kanonen- und Haubitzenkugeln abgefeuert hatten. Das Grab der Freifrau und das ihres Seelsorgers Pfarrer Jakob Saul in „St. Kilian“ gingen damals verloren.

In Kostheim benannte man die Berberichstraße und die Kleine Berberichstraße nach der unvergessenen Wohltäterin. Von 1963 bis 1966 trug die Mädchenschule in der Mathildenstraße von Kostheim den Namen Freifrau-von-Berberich-Schule.

Kaum bekannt ist, dass die Freifrau im August 1764 kurz vor ihrem Tod ein zweites Testament geschrieben hat, in dem sie teilweise andere Erben bedachte, und dass sie sich nicht immer fromm verhielt. Das 120 Seiten umfassende Taschenbuch „Felicitas von Berberich“ (Createspace, 9,85 Euro) von Ernst Probst und Doris Probst schildert das Leben der Freifrau in Wort und Bild. Unter anderem zeigt es alle Seiten der schlecht lesbaren Testamente von 1756 und 1764.

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Montag, 3. September 2018

Gesund durch körpereigenes Fett – wie braunes Fettgewebe überschüssige Kalorien verbrennt


Schering Stiftung ehrt Dr. Alexander Bartelt für seine
Forschungsarbeiten mit dem Friedmund Neumann Preis 2018

Eine vielversprechende therapeutische Option zur Behandlung stoffwechselbedingter Erkrankungen ist die Aktivierung des braunen Fettgewebes. Der Biochemiker und Molekularbiologe Dr. Alexander Bartelt, Arbeitsgruppenleiter am Institut für Epidemiologie und Prophylaxe der Kreislaufkrankheiten der Ludwig-Maximilians-Universität München, hat das dieser Therapie zugrundeliegende Konzept erarbeitet und stetig vorangetrieben. So konnte er bereits in seiner jungen Karriere nachweisen, dass die Aktivierung des braunen Fettgewebes schädliche Blutfette und Zucker deutlich reduzieren kann. Darüber hinaus hat er neue intrazelluläre Mechanismen aufgezeigt, die die Funktion und Aktivität des braunen Fettgewebes kontrollieren.

Für seine herausragenden Forschungsarbeiten erhält Dr. Alexander Bartelt den diesjährigen Friedmund Neumann Preis. Die Schering Stiftung vergibt den mit 10.000 € dotierten Preis an NachwuchswissenschaftlerInnen, die herausragende Arbeiten in der humanbiologischen, organisch-chemischen oder humanmedizinischen Grundlagenforschung erbracht und nach der Promotion bereits ein eigenständiges wissenschaftliches Profil entwickelt haben. Der Preis will exzellente wissenschaftliche Leistung sichtbar machen und die wissenschaftliche Etablierung unterstützen.

Dr. Alexander Bartelt wurde für den Friedmund Neumann Preis 2018 von Prof. Dr. Jörg Heeren, Heisenberg-Professor für Immuno-Stoffwechsel am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, vorgeschlagen. Alexander Bartelts exzellente Leistungen basieren auf wissenschaftlicher Neugier, die zusammen mit seinem brillanten Geist und der Anwendung innovativer Technologien zu bahnbrechenden Arbeiten im Bereich der Stoffwechselforschung geführt haben. Seine vielfach zitierten Studien haben nicht nur zu einem besseren biologischen Verständnis des braunen Fettgewebes beigetragen, sondern vielmehr die therapeutische Relevanz dieses faszinierenden Gewebes für die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen wie Typ 2 Diabetes aufgezeigt,“ so Heeren.

Hintergrundinformationen
Braune Adipozyten sind spezielle Fettzellen, die durch Kälte aktiviert werden und Kalorien verbrennen, um Wärme zu erzeugen. Diese Eigenschaften machen dieses sogenannte braune Fettgewebe zu einem attraktiven Ziel bei der Behandlung metabolischer Erkrankungen. Die Forschungsarbeit von Alexander Bartelt hat grundlegend zum Verständnis des Stoffwechsels des braunes Fettgewebes und seines Einflusses auf die Entstehung von krankhaftem Übergewicht, Diabetes und Atherosklerose beigetragen. So zeigen die Ergebnisse seiner Studien in präklinischen Tiermodellen, dass die Aktivität des braunen Fettgewebes den systemischen Lipid- und Zuckerstoffwechsel maßgeblich beeinflusst. Kälteexposition über Nacht ließ schädliche Blutfettwerte sinken und übergewichtige Tiere abnehmen. Die genaue Aufschlüsselung des molekularen Mechanismus macht es nun möglich, überschussige Kalorien in das braune Fettgewebe zu befördern. Seit einiger Zeit beschäftigt sich Dr. Bartelt auch mit der Frage, welche Mechanismen braune Fettzellen vor zellulärem Stress schützen, der mit der extremen Stoffwechsel- und Atmungsaktivität einhergeht. In seiner aktuellen Forschung  untersucht er  die Funktion und das therapeutische Potenzial des Transkriptionsfaktors Nfe2l1, einen kälte-induzierbaren Schalter der Fettzellfunktion, für die Behandlung von Übergewicht und damit verbundenen kardiovaskulären Erkrankungen.

Dr. Alexander Bartelt ist seit 2018 Arbeitsgruppenleiter am Institut für Epidemiologie und Prophylaxe der Kreislaufkrankheiten an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ziel seiner Forschung ist es, die molekularen Grundlagen von Fettleibigkeit, Diabetes und Atherosklerose zu verstehen. Dr. Bartelt erhielt sein Diplom in Biochemie und Molekularbiologie im Jahr 2007 von der Universität Hamburg mit Auszeichnung. Während seiner Doktorarbeit bei Prof. Jörg Heeren am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf entschlüsselte er Stoffwechselvorgänge im braunen Fettgewebe und arbeitete während seines Postdocs bei Prof. Gökhan Hotamisligil an der Harvard T.H. Chan School of Public Health, Boston, USA, am Immunometabolismus des braunen Fettgewebes.

Preisverleihung: Friedmund Neumann Preis
26. September 2018, 17:30 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
|
Leibnizsaal
Markgrafenstr. 38 | 10117 Berlin
Anmeldung bis 19.09.2018 unter www.scheringstiftung.de/Preisverleihung2018

Anlässlich der Auszeichnung wird Alexander Bartelt am 27.09.2018 einen Vortrag vor Schülern der Lise-Meitner-Schule in Berlin halten und mit ihnen über seine Forschungsarbeit sprechen.

Samstag, 1. September 2018

Brille kaufen: Wer bekommt einen Zuschuss von der Kasse?

Kaum ein medizinisches Hilfsmittel wird so oft benötigt, wie die Brille. Doch leider ist die Kostenbeteiligung der Kassen für diese notwendige Anschaffung bescheiden. Meistens muss sie komplett selbst finanziert werden, ob nun bei einem Optiker in Karlsruhe oder anderswo. Zuschüsse gibt es ausschließlich für Kinder und Jugendliche sowie stark Sehbehinderte.

Regeln für Minderjährige

Zum Leistungskatalog aller Krankenkassen gehören Brillengläser für Versicherte bis zum 18. Lebensjahr. Übernommen werden jedoch nur solche aus mineralischem Material. Die leichten und bruchsicheren Kunststoffgläser sind normalerweise von der Kostenübernahme ausgenommen, darauf weist http://www.brillenfassungen.org hin. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, das zu umgehen. Trägt die augenärztliche Verordnung den Vermerk "Sport- und Schulbrille", werden sie ebenfalls finanziert. Das Gestell muss allerdings immer selbst bezahlt werden.

Regeln für stark Sehbehinderte

Durch ein neues Gesetz profitiert ein größerer Kreis von Versicherten von einer unterstützenden Kassenleistung. Diese war bisher auf Personen beschränkt, die mit Sehhilfe ein Sehvermögen von maximal 30 Prozent erreichen konnten. Erweitert wurde er jetzt auf Versicherte, die wegen starker Weit- oder Kurzsichtigkeit Gläser von sechs Dioptrien und stärker benötigen. Auch bei einer Hornhautverkrümmung gibt es ab vier Dioptrien als Zuschuss einen Festbetrag.

Freiwillige Zusatzleistung nutzen

Wer nicht zu den oben genannten Gruppen gehört, hat zwei Möglichkeiten, die finanzielle Belastung durch einen Brillenkauf zu reduzieren. Die eine ist der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung, die allen dauerhaften Brillenträgern zu empfehlen ist. Daneben hilft Ihnen die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse, die als freiwillige Zusatzleistung einen Zuschuss für die neue Brille bezahlt. Er kann bis zu 200 Euro betragen. Das macht den Kassenwechsel zu einer lohnenden Angelegenheit.

Donnerstag, 30. August 2018

Pilgern für einen Tag stärkt Geist und Seele und bewegt die Menschen auch ökumenisch

Speyer – Gemessen an der jahrhundertealten Tradition, ist „Pilgern für einen Tag“ eine relativ neue Form des Pilgerns. Da nur die wenigsten Menschen sich über mehrere Wochen nach Santiago de Compostela, Rom oder Jerusalem aufmachen können, sind die „Auszeiten für einen Tag“ eine Alternative.
Das Schöne am Kurzzeitpilgern ist: Es bewegt Menschen aller Konfessionen, praktischerweise meist direkt vor der eigenen Haustür. Da viele Angebote zum Tagespilgern an Wochenenden stattfinden, haben sich auch die Begriffe Samstags- und Sonntagspilgern etabliert. Besonders beliebt ist es, Teilstücke bekannter Pilgerwege in der Region etappenweise zu erkunden. Dass die Nachfrage groß ist, zeigt das vielfältige Angebot, das die Jakobusgesellschaften, Landeskirchen und Bistümer zwischenzeitlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten.
Zum Samstags- oder Sonntagspilgern gehören Schweigezeiten. Auch das unterscheidet es von einem Ausflug ins Grüne …
Auch beim Pilgern für einen Tag gilt: Der Weg ist keinesfalls das alleinige Ziel. Wichtig ist, dass man ankommt! Und genau wie im Leben gibt es beim Pilgern kein Zurück auf festgetretenen Pfaden – nur der Anfang und das Ende des Weges stehen fest! Auch das zeitweise Schweigen ist einer jener Momente, die den Unterschied machen. Es verdeutlicht auch, dass Tagespilgern mehr ist, als ein Ausflug mit netter Begleitung inmitten schöner Natur. „Pilgern stärkt Leib und Seele ohne große Worte! Wenn Menschen über Konfessionsgrenzen hinaus in Bewegung sind und an spirituellen Orten Station machen, finden sie meist auch neue Wege zu sich selbst“, erklärt Norbert Rönn, Chefredakteur des Magazins „der pilger“, das in der aktuellen Ausgabe ausführlich über das Pilgern für einen Tag berichtet und auch viele Angebote und Praxistipps für Einsteiger und Fortgeschrittene bereithält.
Während noch vor 25 Jahren für viele evangelische Christen das Pilgern ein Tabu war, spielt Kirchenzugehörigkeit heute kaum noch eine Rolle
Mit seinem Bestseller „Ich bin dann mal weg!“ hat Hape Kerkeling auch einen Trend für mehr Ökumene gesetzt. Wie die vielfältigen Angebote der evangelischen Kirche für das Tagespilgern beispielhaft zeigen, ist ein Pilger heutzutage an keine besondere Glaubensrichtung mehr gebunden.
Die Idee für das Tagespilgern wurde in der Schweiz geboren und machte bereits vielen Menschen Lust auf mehr …

Die Anfänge des Tagespilgerns wurden vor fast 20 Jahren in der Schweiz begründet. Was mit wenigen Teilnehmern begann, hat sich mittlerweile zu einer flächendeckenden Bewegung auch in Deutschland und Österreich entwickelt. Oft folgen die Tagesangebote historischen Routen. Da einige Etappen des Jakobus- oder Martinsweges auch heutzutage wichtige Verkehrswege bilden, gibt es vielfach Alternativen mit dem gleichen Start und Ziel, die allerdings abseits großer Straßen durch die schönere Natur führen. Auch das ist ein Grund, warum viele Menschen die Schnupper-Angebote nutzen, um schließlich doch eine klassische Pilgerreise zu machen.
Cover-Split, damit das Magazin „der pilger“ doppelt gut ankommt!
Die Herbstausgabe erscheint am 30. August mit einem Cover-Split: In Nord- und Ostdeutschland kommt „der pilger“ mit einer Titelalternative, die sich an Elementen aus dem Mindstyle-Bereich orientiert, an den Kiosk.
Weitere Informationen und Weblinks rund um das Thema Tagespilgern bietet das Magazin „der pilger“ unter www.der-pilger.de sowie bei www.facebook.com/pilger.magazin .    

Dienstag, 28. August 2018

5000 Jahre Kostheim - Personen, die im Buch vorkommen


Benedicta Felicitas Freifrau von Berberich, fränkische Adelige und Wohltäterin von Kostheim / Günther Boos, Erbauer der Margarethenkapelle / Franz Camozzi, Mainzer Händler / Hubert Anton Disch, Schiffsreeder und Gründer der Kostheimer Cellulosefabrik / Rudolf Dornhöfer, Mainzer Firmengründer / Irmgard Egert, Leichathletin / Peter Eider, Holzfabrikant / Friedrich Fendel, erster Pfarrer von Maria Hilf / Franz-Philipp Frenz, Leiter der Ortsverwaltung / Willi Frenz, Lehrer, Buchautor und Heimatforscher / Peter Hartmann, erfolgreicher Chorleiter / Johannes Henrich, Pfarrer, der für den verstorbenen Kaiser Napoléon verbotenerweise ein Seelenamt las / Maximilian Freiherr von Heyl zu Herrnsheim, adliger evangelischer Pfarrer / Adam Hofmann, Holz- und Sägewerksbesitzer / Ingrid Jäger, verdienstvolle Ärztin / Daniela Knor, erfolgreiche Romanschriftstellerin / Maria Lehmann, kindliches Nazi-Opfer / Johann Lessel, letzter Bürgermeister von Kostheim vor der Eingemeindung nach Mainz 1913 / Franz Josef Ludwig, Pater, Lehrer (Kunst-Ludwig) und Künstler / Pit Ludwig, Fotograf, Werbegrafiker und Kulturschaffender / August Lutz, Schlossermeister und  engagierter Kommunalpolitiker / Adam Lux, in Paris hingerichteter Revolutionär / Bernhard Müller, Sektierer, falscher Prophet Proli und Herzog von Jerusalem sowie Siedlungsgründer in USA / Martin Mundo, Mainzer Volksdichter, Fastnachter und Firmengründer / Toni Oesterreich, Unternehmer, Bäcker- und Konditormeister sowie Fastnachter / Gerd Oeser, Journalist, Buchautor und Umweltschützer / Kurt Oeser, evangelischer Umweltpfarrer und Kommunalpolitiker / Ernst Probst, Journalist, Wissenschafts- und Buchautor, mehr als 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren, erstes Buch über die Erdgeschichte von Deutschland), Anton Prodöhl, Bildhauer und Holzschnitzer / Hans Redlich, Kommunalpolitiker, Gründungsmitglied und zeitweiliger Vorsitzender des Heimatvereins sowie Autor / Nikolaus Reichert, Arztsohn, Journalist, Gewerkschafter, Buchautor und Kulturförderer / Franziska Retzinger, Kommunalpolitikerin und Stadtälteste / Thaddäus Rössler, mutiger Pfarrer, der bei Napoléon 15 Jahre Steuerfreiheit für Kostheim erreichte / Konrad („Conny“) Rudhof, Box-Europameister / Gottfried Scholz, katholischer Pfarrer für St. Kilian und Maria Hilf / Eduard Schmahl, Bildhauer / Jakob Schmitt, Silberschmied und blinder Bildhauer / Georg Schollmayer, Schreiner- und Glasermeister / Georg Hartmann Schollmayer, Besitzer einer Bau- und Möbelschreinerei sowie eines Sägewerkes / Konrad Schollmayer, Landwirt und Bürgermeister / Konrad Wilhelm Schollmayer, Professor und Lehrer an der ersten deutschen Fachschule für Optiker in Mainz / Valentin Schollmayer, Unternehmer / Anna Seghers, Schriftstellerin, deren Hauptfigur sich im Roman „Das siebte Kreuz“ in Kostheim aufhielt / Petra Seib, Leiterin der Ortsverwaltung / Karl Stamm, Lehrer, Gründer und Leiter der Albert-Schweitzer-Schule, Autor einer Zeitungsserie und von Büchern, Mitgründer des Heimatvereins Kostheim / Norbert Trutzel, Lehrer, Kommunalpolitiker, Gründungsmitglied und zeitweiliger Vorsitzender des Heimatvereins / Anton Viebig, Gründer und Direktor der Kostheimer Zündholzfabrik / Roderich Volk, Buchautor und Heimatkundler / Heinz Wagner, Küfermeister und Mitinhaber der Fassfabrik Wagner sowie Pilot des Hydro-Glider / Helmut Wirth, Journalist, Buchautor und Heimatforscher / Maximilian Graf von Wiser, international berühmter Augenarzt

Bestellungen des 564 Seiten umfassenden Taschenbuches „5000 Jahre Kostheim“ bei Amazon:
https://www.amazon.de/5000-Jahre-Kostheim-Steinzeit-Jahrhundert/dp/1721540504/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1535491685&sr=8-1&keywords=5000+Jahre+Kostheim

Freitag, 17. August 2018

Wie Arbeitslose einen Kredit erhalten

Banken prüfen vor einer Kreditvergabe die Bonität des möglichen Kunden, eine wesentliche Bedeutung kommt dem Einkommen zu. Es liegt auf der Hand, dass Arbeitslose eher schlechte Karten ab. Einen gewöhnlichen Kredit erhalten sie in der Regel nicht. Es existieren jedoch zwei Möglichkeiten: Erstens können sie Sicherheiten einbringen. Zweitens können sie sich an Kreditvermittler mit liberaleren Vergabekriterien wenden. Abgesehen davon kann bei Bezug von ALG II auch ein zinsloses Darlehen bei der Agentur für Arbeit beantragt werden, das jedoch zweckgebunden ist.

Bankkredit dank Sicherheiten

Bankinstitute agieren bei Kreditentscheidungen streng, Arbeitslose müssen mit einer Ablehnung rechnen. Dabei spielt keine Rolle, ob sie das höhere ALG1 oder das niedrige ALG2 empfangen. Die Unternehmen bestehen auf einer zusätzlichen Kreditsicherheit. Dabei kann es sich um einen Bürgen handeln, der bei ausbleibenden Raten die Restschuld übernimmt. Die Bank akzeptiert ihn, wenn er ihre übliche Bonitätsprüfung besteht. Eine weitere Möglichkeit stellen Wertgegenstände, Immobilien und Grundstücke als Sicherheit dar. Nicht jeder Arbeitslose ist vermögenslos. Vielleicht besitzt jemand einen Neuwagen oder ein Haus, mit diesen Objekten lassen sich Darlehen mittels Sicherungsübereignung oder Grundschuld absichern.

Arbeitslosenkredite über Vermittler

Im Gegensatz zu Banken bieten einige Kreditvermittler einen speziellen Arbeitslosenkredit an. Bei diesen Darlehen führen sie wie eine Bank eine Bonitätsprüfung durch, zeigen sich aber liberaler. Die Arbeitslosigkeit ist kein Ausschlussgrund. Arbeitslose sollten zwei Punkte beachten, so die Experten des Fachportals www.kreditnetz.com: Erstens begrenzen seriöse Vermittler die Kreditsumme auf eine Höhe, die dem Umfang des Arbeitslosengelds angemessen ist. Unseriöse Vermittler versprechen dagegen unrealistische Summen, bei denen sie ein viel zu hohes Ausfallrisiko eingehen würden. Zweitens müssen Kreditnehmer angesichts der schlechten Bonität Zinsaufschläge einplanen. Ein Arbeitslosenkredit kostet deutlich mehr als ein durchschnittliches Darlehen, deswegen sollten Arbeitslose es nur bei einem dringenden Grund abschließen.

Donnerstag, 16. August 2018

Alamannenmuseum Ellwangen zeigt neue Sonderausstellung

"Verehrt, verwendet, vergessen - Alamannen im Spannungsfeld von
Politik und Zeitgeschichte" wird ab 27. Oktober 2018 präsentiert

ELLWANGEN (pm) - Vom 27. Oktober 2018 bis 28. April 2019 ist im
Alamannenmuseum die Sonderausstellung "Verehrt, verwendet, vergessen -
Alamannen im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte" zu sehen. Die
vom Alamannen-Museum Vörstetten bei Freiburg konzipierte Ausstellung
beleuchtet den Alamannenbegriff im Wandel der Zeiten.

Immer wieder wird von Besuchern gefragt, warum die Alamannen in den
einschlägigen Fachmuseen mit einem "a" anstatt einem "e" geschrieben
werden. Dies veranlasste das Alamannen-Museum Vörstetten zu der Idee,
eine Ausstellung zum Alamannenbegriff zu konzipieren. Dieser taucht
erstmals im Jahr 289 n. Chr. in römischen Quellen auf und bezeichnete
germanische Stämme, welche sich in dem von den Römern nach dem Fall des
Limes verlassenen, rechten Oberrheingebiet niederließen. Im Laufe der
Geschichte erfuhr der ursprünglich als "Hilfsbezeichnung" entstandene
Alamannenbegriff einen entscheidenden Bedeutungswechsel und führte zu
falschen und irreführenden Verwendungen mit teilweise fatalen
Auswirkungen.

Während des frühen Mittelalters wurde das Siedlungsgebiet der
"Alamanni" als Herzogtum in das Frankenreich der Merowinger
eingegliedert und die römische Wortschöpfung zum herrschaftlichen
Raumbegriff umgewandelt, der in den nachfolgenden Perioden vor allem in
der historischen Forschung mit "e" geschrieben wurde. Im 19. Jahrhundert
erfolgte unter anderem durch Johann Peter Hebel und seine
"Allemannischen Gedichte" eine neue Verwendung des Begriffes als Volks-
und Stammesbezeichnung. Gleichzeitig beschäftigte man sich mit der
Frage, woher dieses "Volk" kam. Eine Umdeutung ins "Völkische" erfolgte
durch die Nationalsozialisten und fand seinen missbräuchlichen Höhepunkt
in der NS-Rassenideologie. In diesem Zusammenhang richtet die
Ausstellung auch den Blick auf die "Alemannenforschung" in der
Universitätsstadt Freiburg sowie das dort herausgegebene NS-Hetzblatt
"Der Alemanne".

Bis heute wirkt der Alamannenbegriff in vielfältiger Form nach * bis
hin zur Bezeichnung der Deutschen als "les allemands" in der
französischen Sprache und in einer Reihe von anderen Ländern. Seine
Bedeutung und Verwendung ist aber auch durch eine Polarität
gekennzeichnet, die einerseits durch Einrichtungen wie das "Alemannische
Institut" und die "Muettersproch-Gsellschaft" und andererseits vom
Missbrauch durch die Geschichtsdarstellung moderner rechter Ideologen
bestimmt wird.

Bei den Alamannen, denen die Museen in Ellwangen und Vörstetten
gewidmet sind, handelt es sich letztlich um eine archäologisch
nachgewiesene (tote) Kultur ohne Traditionsanknüpfung an die Gegenwart,
während das Alemannische eine bis heute existierende, lebendige Sprach-
und Brauchtumskultur darstellt, die sich in Süddeutschland, der Schweiz
und dem benachbarten Elsass erst nach dem Ende der Antike über
Jahrhunderte hinweg in seiner Eigenständigkeit entwickelt hat.

Die Ausstellung wird am Freitag, 26. Oktober 2018, um 18 Uhr eröffnet,
es sprechen Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, der 1. Vorsitzende des
Fördervereins Alamannenmuseum Ellwangen, Werner Kowarsch, Dr. Niklot
Krohn vom Alamannen-Museum Vörstetten * er hält die Einführung in die
Ausstellung * sowie Museumsleiter Andreas Gut. Der Eintritt zur
Ausstellungseröffnung ist frei.

Donnerstag, 9. August 2018

5000 Jahre Kostheim – Die Sage vom Teufelssprung
















Straßenschild Teufelssprung in Mainz-Kostheim - Foto: Ernst Probst



Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Mit einer alten Sage, die bereits im Mittelalter (etwa 500 bis 1500) entstanden sein soll, befasst sich das neue Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ von Ernst Probst und Doris Probst. Bei dieser Geschichte handelt es sich um den Teufelssprung, an den im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim ein offizieller Straßenname erinnert.

Dem erwähnten Buch zufolge soll der Teufelssprung in Kostheim während eines heftigen Unwetters im Mittelalter entstanden sein. Angeblich war es dabei so dunkel, dass man seine Hand nicht vor den Augen sehen konnte. Es blitzte und donnerte sehr stark, weshalb sich die Leute auf den Feldern sehr fürchteten. Einer Sage zufolge schlug krachend und „feuerspeiend“ ein Blitz ein, worauf ein Baum lichterloh brannte und es nach Schwefel stank. Als das Unwetter vorbei war, fand man am Schauplatz des Blitzeinschlages eine Delle im Boden, die wie ein großer Hufabdruck aussah. Da der Teufel oft mit einem Pferdefuß abgebildet sowie mit Feuer, Rauch und Schwefel in Verbindung gebracht wird, hieß es, er habe dort zum Sprung angesetzt. Dabei sei der Boden aufgerissen worden und Wasser herausgekommen, nämlich der Teufelssprungbach, den man auch Königsfloßbach nennt.

Einer anderen Sage zufolge wollte eine Kostheimerin am Königsfloßbach einen schweren Korb auf ihren Kopf heben, schaffte dies aber nicht. In ihrer Not rief sie: „Hilft mir denn kein Teufel?“ Daraufhin erschien tatsächlich der Teufel, half der Frau, sprang über den Bach und verschwand.

In einer weiteren Sage geht es um Grenzstreitigkeiten zwischen Kastel und Kostheim. Dabei einigten sich Feldgeschworene aus beiden Orten, der beste Kostheimer Springer dürfe mit seinen größten Sprüngen die Grenze bestimmen. Die Kostheimer erreichten die Hilfe des Teufels, dem sie versprachen, er erhalte die erste Seele, welche die neue Grenze überschreite. Nach ihrem Erfolg ließen die Kostheimer an der Grenze einen Hahn aus einem Sack springen. Voller Wut zerriss der Teufel den Vogel und verschwand unter Blitz und Donner mit Schwefelgestank. Auf dem Grenzstein hinterließ er den Abdruck eines Pferdehufes und einer Bocksklaue.

Es heißt auch, der Name Teufelssprung beruhe auf dem vertrackten Verlauf der Gemarkungsgrenze von Kostheim in eigenartigem Zickzackkurs.

Bestellung des Taschenbuches "5000 Jahre Kostheim" bei:
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Donnerstag, 2. August 2018

5000 Jahre Kostheim - Immer wieder Brände




Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Im 20. Jahrhundert ereigneten sich in Mainz-Kostheim immer wieder Großbrände, von denen große Firmen im Ort betroffen wurden. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ (CreateSpace) von Ernst Probst und Doris Probst. Das 563 Seiten umfassende und reich bebilderte Buch erwähnt folgende Großbrände in Kostheim von 1906 bis 1971:

1906: Großbrand im „Sägewerk Valentin Hofmann“
15. November 1921 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
2. Juni 1925 Großbrand in der Wachsfabrik Volk
28. Januar 1927 Großbrand in der Zündholzfabrik „Nölke & Stahl“ im „Industriehof Kostheim“
17. August 1928 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
16. August 1929 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
22. Januar 1930 Großbrand in der „Kostheimer Cellulose und Papierfabrik KG“
11. Dezember 1934 Großbrand im Sägewerk „Georg Hartmann Schollmayer KG“
26. Februar 1935 Großbrand im Sägewerk „Georg Hartmann Schollmayer KG“
17. Januar 1940 Großbrand in der „Zellstofffabrik Waldhof AG Werk Kostheim“
8. September 1944 Brandkatastrophe nach Luftangriff auf Heeres-Zeugamt Mainz-Kastel und auf Mainz-Kostheim. In Kostheim starben 115 Menschen, in Kastel mehr als 300.
23. und 26. Januar 1971 Brandkatastrophe bei „Linde Haushaltsmöbel AG“. Drei Feuerwehrmänner verloren dabei ihr Leben.

Auch vor der Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr“ am 1. Januar 1874 in Kostheim waren viele Brände ausgebrochen. Zeitweise wiederholten sich Brände in Kostheim in so kurzen Abständen, dass der Ort im Volksmund scherzhaft „Neubrandenburg“ genannt wurde.

Bestellungen des Taschenbuches "5000 Jahre Kostheim" nur bei "Amazon" unter der Internetadresse 
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5000 Jahre Kostheim - Mysteriöses Steinbeil

Rodungsarbeiten im Wald in der Steinzeit. Zeichnung von Fritz Wendler (1941-1995) für das Buch "Deutschland in der Steinzeit" (1991) von Ernst Probst


Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Zu den rätselhaftesten prähistorischen Funden aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim gehört ein Steinbeil. Dieser Zufallsfund gilt als einer der Beweise für die Anwesenheit von frühen Ackerbauern, Viehzüchtern und Töpfern aus der Gegend von Kostheim am Main. Erwähnt wird das Steinbeil in dem neuen Buch „5000 Jahre Kostheim“ von Ernst Probst und Doris Probst, das nur bei „Amazon“ erhältlich ist.

Die Buchautoren waren fasziniert, als sie erstmals von dem Fund des Steinbeils erfuhren. Denn der Fundort in der Gemarkung Im Sachsengraben/Im See liegt weniger als 100 Meter von ihrem Domizil in Mainz-Kostheim entfernt. Bedauerlicherweise stellten die Autoren bei ihren Recherchen über den Verbleib jenes Steinbeiles bald fest, dass weder dessen Fundjahr noch dessen Entdecker und auch nicht dessen Maße bekannt sind.

Die Wiesbadener Steinzeit-Expertin Sabine Schade-Lindig nimmt an, das Steinbeil sei möglicherweise bei Rodungsarbeiten verlorengegangen. Kleine Grabungen in der Umgebung der Fundstelle hätten keine Hinweise auf eine Siedlung oder auf Gräber ergeben. Man weiß also nicht, ob der ehemalige Besitzer des Steinbeils in der Gegend von Kostheim oder eines Nachbarortes lebte. Aus anderen Wiesbadener Stadtteilen sind Funde aus verschiedenen Kulturen der Jungsteinzeit bekannt.

Die Jungsteinzeit (Neolithikum) währte etwa von 5.500 bis 2.300 v. Chr. Typisch für diesen Abschnitt der Menschheitsgeschichte sind das Auftreten von Ackerbau, Viehzucht und Töpferei sowie Sesshaftigkeit. Zeitweise hat man damals bis zu 40 Meter lange Häuser errichtet. Auf die Jungsteinzeit folgt die Bronzezeit (etwa 2300 bis 800 v. Chr.), in der Werkzeuge, Waffen, Gefäße und Schmuck aus Bronze hergestellt wurden. Man kennt auch Objekte aus Gold.

Der wohl bedeutendste Fund aus der Bronzezeit in der Kostheimer Gegend ist der 25,2 Zentimeter hohe bronzene Helm eines Kriegers. Jener zwischen etwa 1200 und 1000 v. Chr. hergestellte Helm wurde am 17. Juni 1877 im Main bei Kostheim geborgen. Er stammt aus der Urnenfelder-Kultur (rund 1300 bis 800 v. Chr.), in der man Verstorbene verbrannt und ihre Knochenreste und Asche in Urnen bestattet hat.

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Mittwoch, 1. August 2018

5000 Jahre Kostheim - Auf der Flucht in Kostheim gelandet?



Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – In dem neuen Buch „5000 Jahre Kostheim“ (2018) von Ernst Probst und Doris Probst wird auch eine humorvolle, wenngleich nicht schmeichelhafte Entstehungsgeschichte über den Ort am Main veröffentlicht. Demnach berichtete der Autor Toni Vogt in seinem Werk „Kostheim: Originale und Originelles“ vor 40 Jahren Folgendes: Die „Alten“ und auch jene, welche den Kostheimern etwas anhängen wollten, erzählten einst, vor vielen Jahren seien aus einem Gefängnis am Obermain Sträflinge ausgebrochen. Weil sie keinen anderen Ausweg gewusst hätten, wären sie den Main abwärts geschwommen. Da überall an den Ufern des Flusses die Bewohner mit Knüppeln und Mistgabeln gestanden hätten, seien die Ausreißer schließlich in Kostheim an Land gegangen und hätten sich an diesem Ort festgesetzt.

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5000 Jahre Kostheim - Seit wann Kostheim so heißt


Katholische Pfarrkirche "St. Kilian" am Mainufer in Mainz-Kostheim - Foto: Ernst Probst


Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Wann Kostheim seinen Namen bekam, ist umstritten. Diesen Eindruck gewinnt man nach der Lektüre des neuen Taschenbuches „5000 Jahre Kostheim“ (CreateSpace) von Ernst Probst und Doris Probst. Die Namen „Costheim“ und „Chostheim“ erwähnte man bereits im Mittelalter. Aber ob dies schon 1074, 1217 oder 1224 erstmals geschah, weiß man nicht genau. Nachfolgend die Schilderung aus dem neuen Taschenbuch, das nur bei „Amazon“ erhältlich ist:

„Ortsnamen Costheim und Chostheim
1217/1224: Im Mittelalter tauchten die Schreibweisen „Costheim“ und „Chostheim“ auf. Vom Ritter Ulrich (Udalricus) von Idstein, dem „Vogt von Costheim“, war wegen eines geplanten Zweikampfes im Januar 1074 auf der Maaraue die Rede. Der junge Ulrich soll ein Vertrauter von König Heinrich IV. (1050–1106) gewesen sein und für diesen zum Zweikampf, der als „Gottesurteil“ angesehen wurde, antreten haben wollen. Ob der Ortsname „Costheim“ bereits 1074 oder erst in später verfassten Berichten über diesen nicht zustande gekommenen Zweikampf verwendet wurde, ist unklar. Laut des Buches „Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart“ (1905) des katholischen Priesters, Mainzer Schulrats und Heimatforschers Karl Johann Brilmayer (1843–1905) ist der Ortsname „Costheim“ schon 1217 verwendet worden. Im Buch „Mainz-Kostheim. Ansichten aus 100 Jahren“ (2006) von Ralph Keim und Hans Dötsch sowie in der Broschüre „Kurzgefasste Geschichte von Mainz-Kostheim“ (2011) von Willi Frenz (1930–2012) heißt es, die Ortsnamen Costheim und Chostheim seien 1217 erstmals schriftlich erwähnt worden. Im „Historischen Ortslexikon“ des „Landesgeschichtlichen Informationssystems Hessen“ dagegen liest man, dies sei erst 1224 geschehen.“

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5000 Jahre Kostheim - Kostheim wächst



Katholische Kirche "St. Kilian" am Mainufer von Mainz-Kostheim. Foto: Ernst Probst


Mainz-Kostheim (internet-zeitung) – Innerhalb von rund 200 Jahren hat sich die Einwohnerzahl des heutigen Wiesbadener Stadtteils Mainz-Kostheim vervierzehnfacht. 1815 war der Ort kurz vor der Mündung des Mains in den Rhein noch ein Pfarrdorf mit 1024 Einwohnern. 1900 zählte Kostheim bereits 5948 Einwohner. Zum Jahresanfang 1913 wurde Kostheim ein Stadtteil von Mainz und hieß fortan Mainz-Kostheim. Diesen Namen trägt es auch heute noch, obwohl es seit 1945 ein Stadtteil von Wiesbaden ist. Am 1. Januar 2018 hatte Mainz-Kostheim schon 14.267 Einwohner, 14 Mal so viel wie 1815. Von diesen zahlreichen Einwohnern hatten 39,2 Prozent einen Migrationshintergrund. 20,5 Prozent waren Ausländer und 4 Prozent Spätaussiedler. Zu den häufigsten unter den 2915 Ausländern in Mainz-Kostheim gehörten Menschen aus der Türkei. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ von Ernst Probst und Doris Probst, das nur bei „Amazon“ unter der Internetadresse https://www.amazon.de/dp/1721540504/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1533116504&sr=8-1&keywords=5000+Jahre+Kostheim erhältlich ist.

Dienstag, 31. Juli 2018

5000 Jahre Kostheim - Zu Fuß durch den Rhein



Wetterkapriolen einst und heute - Naturkatastrophen aus dem Buch "5000 Jahre Kostheim" von Ernst Probst und Doris Probst

Mainz (internet-zeitung) - An den Hitzesommer 2018 mit Höchsttemperaturen bis zu fast 40 Grad Celsius wird man sich in Deutschland noch lange erinnern. Früher galt es schon als etwas Besonderes, wenn das Thermometer im Juni, Juli oder August um 10 Uhr vormittags 25 Grad Celsius überschritt. Kinder bekamen danach oft für wenige Stunden schulfrei. Einen Rechtsanspruch auf "hitzefrei" oder auf Installation einer Klimaanlage gibt es in der Gegenwart leider weder in der Schule noch am Arbeitsplatz.

Was das Wetter von ehedem betrifft, ist das Gedächtnis der Menschen nicht immer das Beste. Wer etwa weiß schon, dass es im Sommer 1479 so heiß und trocken war, dass das Flussbett des Rheins bei Mainz mit menschlichen Füßen, die fest auf dem Grund gingen, durchschritten werden konnte? Allerdings war das Flussbett des Rheins damals merklich breiter und der Wasserstand allgemein niedriger als heute.

Die Autoren Ernst Probst und Doris Probst haben in ihrem neuen Buch "5000 Jahre Kostheim" auch Naturkatastrophen aufgelistet, die den Ort nahe der Mündung des Mains in den Rhein heimsuchten. Demnach gab es vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert wiederholt Wetterkapriolen in Deutschland.

Extrem starke Niederschläge vom 19. bis zum 25. Juli 1342 lösten das bisher stärkste Hochwasser des Mains aus. Diese Naturkatastrophe ging als Magdalenen-Hochwasser in die Geschichte ein. Denn der 22. Juli ist der Tag der heiligen Maria Magdalena. In der Weißfrauenkirche von Frankfurt stand damals das Wasser des Mains rund 1,70 Meter hoch. Im Mainzer Dom reichte das Wasser des Rheins den Männern bis zum Gürtel. Die Kölner konnten wegen der Flutkatastrophe mit Booten über die Stadtmauer fahren. Zu jener Zeit verloren viele Menschen ihr Leben, Mühlen stürzten ein, Wohnhäuser und andere Gebäude wurden weggeschwemmt, Brücken weggespült, Äcker, Wiesen und Gärten verwüstet, die Ernte weitgehend vernichtet, weswegen eine Hungersnot ausbrach.

Unerfreuliche Folgen hatten auch die etwa acht Monate lang andauernden Vulkan-Ausbrüche der rund 130 Laki-Krater auf Island ab 8. Juni 1783. Danach herrschte 1783/1784 ein Extremwinter mit dem Jahrhundert-Eisgang von 1874. Vielerorts wurden bis zu minus 26 Grad Celsius gemessen.

1816 erlebte man in Deutschland ein "Jahr ohne Sommer". Nach Ausbruch des Vulkans Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa im April 1815 herrschte eine Regenperiode von Pfingsten über den ganzen Sommer hinweg. 1817 folgte nach desaströser Missernte im Vorjahr ein "Jahr des Hungers".

Vielleicht erträgt man einen Hitzesommer wie den von 2018 etwas gelassener, wenn man sich an das "Jahr ohne Sommer" erinnert? Dass in der Urzeit von Deutschland wiederholt klimatische Verhältnisse wie heute in Afrika herrschten und in Warmphasen vor einer Million, 600.000 und 120.000 Jahren Flusspferde im Rhein schwammen und Affen an Land lebten, ahnt wohl nicht jeder.

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5000 Jahre Kostheim - Der falsche Prophet



Aschaffenburg/Mainz (internet-zeitung) – Ein in Aschaffenburg gezeugter falscher Prophet kommt zu neuen literarischen Ehren. Das Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ von Ernst Probst und Doris Probst schildert das abenteuerliche Leben des Sektierers und Siedlungsgründers Bernhard Müller (1788-1834). Dessen Mutter war die attraktive Näherin Helene Balser, die ein hoher Geistlicher im Schloss Aschaffenburg geschwängert hatte. Man munkelt sogar über eine Vaterschaft von Karl Theodor von Dalberg (1744-1817), der am 31 August 1788 in Aschaffenburg die Bischofsweihe empfing sowie später Mainzer Erzbischof und Kurfürst wurde.

Um dem Kind offiziell einen Vater zu verschaffen, verheiratete man Helene mit dem jungen Kunstgärtner Johann Adam Müller aus Kostheim am Main. Die Geburt des kleinen Bernhard erfolgte 1788 heimlich. Vom achten bis zum 14. Lebensjahr erhielt der außergewöhnlich talentierte Junge in einem Seminarium in Mainz Unterricht. Später entwickelte er eigene Anschauungen und glaubte, seine außergewöhnliche Geburt und Herkunft seien das Vorzeichen einer göttlichen Mission. 1813 kam er nach Cork in Irland und lernte den Jesuiten Bruder Martin kennen. Letzterer entwarf eine Reichsordnung für das „Herzogthum Jerusalem“, in dem Müller der Herzog und Prophet sein sollte. Den Namen Müller sollte er ablegen und sich „Proli“ („Sohn Gottes“) nennen. „Proli“ zog mit Gleichgesinnten nach London, Hamburg, Stuttgart, Würzburg und Offenbach, wo er den „Tulpenhof“ erwarb. 1829 sandte er 70 gleichlautende Manifeste an europäische Regierungshäuser.
Darin forderte er die Regierenden auf, sofort von ihrem Thron zu steigen, ihre Völker zum Eintritt in das tausendjährige Reich freizulassen, sich selbst aber dem Propheten zu Füßen zu legen.

Als es in Deutschland ungemütlich für ihn wurde, wanderte „Proli“ im Juli 1831 mit seiner aus Frankfurt stammenden Lebensgefährtin Elisa Heuser (1799-1881) und Anhängern nach Amerika aus und bezeichnete sich nun als „Maximilian Graf von Leon“. Im Frühjahr 1832 kaufte er in Phillipsburg am linken Ufer des Ohio einen kleinen Weiler mit einigen Hütten und ließ sich dort mit 300 Getreuen nieder. Er errichtete eine Wirtschaft und einen Schmelzofen, mit dem er aus dem dortigen Gestein vergeblich Gold schmelzen wollte. Im Juli 1833 erklärte „Graf Leon“ den Mitgliedern seiner Kolonie, sie müssten diese auflösen, weil kein Geld mehr da sei. Sein Tod bald darauf wird unterschiedlich geschildert. Er soll der Cholera oder dem Gelbfieber erlegen oder im Missouri zufällig oder absichtlich ertrunken sein.

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Montag, 30. Juli 2018

5000 Jahre Kostheim - Taschenbuch-Tipp





















Mainz-Kostheim (internet-zeitung) - Lange zurück reicht die Geschichte von Kostheim an der Mündung des Mains in den Rhein. Sie beginnt sicherlich bereits in der Jungsteinzeit vor rund 5000 Jahren, wenn nicht sogar noch früher, was seltene archäologische Funde beweisen. Reicher sind allerdings die Hinterlassenschaften aus der Römerzeit in den Jahrhunderten nach Christi Geburt. Im Mittelalter kamen Kaiser, Könige, Fürsten, Bischöfe und Ritter nach Kostheim. Auf der Insel Maaraue fand Pfingsten 1184 mit schätzungsweise 70.000 Besuchern das größte Fest statt, das man bis dahin in Deutschland feierte. In kriegerischen Zeiten litten die Kostheimer unter Römern, Germanen, Schweden, Franzosen, Preußen und Österreichern. Für weiteres Leid sorgten Hochwasser, Fröste, Brände, Erdbeben und Pest.

Das Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ schildert auch die Entwicklung der Einwohnerzahlen, Kirchen, Schulen, Kindergärten, Vereine, Wirtschaft und des Verkehrswesens. Kurz vorgestellt werden etliche bekannte Kostheimer, darunter ein falscher Prophet, ein mutiger Pfarrer, ein hingerichteter Revolutionär, ein kampfstarker Boxer und eine erfolgreiche Romanautorin. Nicht verschwiegen wird „das bundesdeutsche Nachkriegskuriosum Nr. 1“: 1945 wurden die Stadtteile Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim (kurz „AKK“ genannt) abrupt von Mainz abgetrennt und der Stadt Wiesbaden zur treuhänderischen Verwaltung übergeben. Dies schmerzt viele Kostheimer heute noch.

Autoren des Taschenbuches „5000 Jahre Kostheim. Von der Steinzeit bis zum 21. Jahrhundert“ sind Ernst Probst und Doris Probst. Das Ehepaar lebt seit 1983 in Mainz-Kostheim nahe der Grenze zu Mainz-Kastel. Bei den Recherchen erfuhren die Autoren  überrascht, dass nahe ihres Domizils in Kostheim ein Steinbeil aus der Jungsteinzeit gefunden worden ist.

Das Taschenbuch über Kostheim umfasst 563 Seiten mit zahlreichen Fotos, Gemälden und Zeichnungen. Es ist bei „Createspace“ erschienen und nur bei „Amazon“ unter der Internetadresse Bestellungen des Taschenbuches "5000 Jahre Kostheim" nur bei "Aamazon" unter der Internetadresse
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Mittwoch, 25. Juli 2018

Der Frauenkulturpreis des LVR geht an Julia Bünnagel

Fachkundige Jury verleiht zum dritten Mal den Preis

Bonn - Der Landschaftsverband Rheinland, vertreten durch das LVR-LandesMuseum Bonn, hat die Kölner Künstlerin Julia Bünnagel zur Preisträgerin des Frauenkulturpreises 2018/2019 gewählt.

Die Jury – Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-LandesMuseums Bonn, Dr. Achim Sommer, Direktor des Max Ernst Museums Brühl des LVR, Dorothée Coßmann, Geschäftsführerin der Sparkassen Kulturstiftung Rheinland, Dr. Klara Drenker-Nagels, Direktorin des August Macke Hauses Bonn, und Dr. Oliver Kornhoff, Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck – hat aus 60 Bewerbungen die diesjährige Preisträgerin ermittelt.

Die einstimme Entscheidung der Jury ehrt Julia Bünnagel als Künstlerin, die sich mit Installationen, Skulpturen und Sound-Installationen im Rahmen der Thematik von Architektur, Kybernetik, Konstruktion und Wahrnehmung befasst. Ihre Werke entstehen immer ortsbezogen: Ob historische Ausstellungskontexte, Orte von Herrschaft oder auch Industrieanlagen, immer wieder erkundet die Künstlerin mit Bannern, Farben, architektonischen Elementen, Licht sowie Klanginstallationen die Architektur und den Raum in seiner gesamten Bedeutung.

Besonders überzeugt hat die Jury, dass Bünnagel ihre Arbeiten wie ein Kaleidoskop aus unterschiedlichen Kunstgattungen immer wieder neu zusammenstellt und an die Orte der Präsentation anpasst. Ihre medienübergreifenden Arbeiten – Bilder, Skulpturen, kybernetische Objekte und Audiostücke – sind so in der Lage, assoziative Verknüpfungen herzustellen und für die Betrachter der Ausstellung die Räume gleichsam als intermediale Installation erlebbar zu machen. Julia Bünnagel wurde in Haan geboren und lebt und arbeitet in Köln. Sie studierte an der Kunstakademie Düsseldorf Bildhauerei und lehrte von 2015-2017 selbst dort.

Mit dem Frauenkulturpreis für bildende Künste will der LVR das künstlerische Schaffen von Frauen hervorheben und fördern sowie der nach wie vor bestehenden strukturellen Benachteiligung von Frauen im Kunstbetrieb entgegenwirken. Der Frauenkulturpreis wird alle zwei Jahre vergeben, ist mit 5.000 Euro dotiert und eine Auszeichnung für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der bildenden Kunst.

Im Rahmen des Frauenkulturpreises des LVR wird eine Einzelausstellung und ein Katalog mit Arbeiten von Julia Bünnagel entstehen. Die Verleihung findet im November 2018 im LVR-LandesMuseum Bonn statt.


Freitag, 20. Juli 2018

Tor oder Tempel - Neue Forschungen am Limestor Dalkingen

Bannerausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege ab 20. Juli 2018 im
Eingangsbereich ("Infoflur") des Alamannenmuseums Ellwangen

ELLWANGEN (pm) - Im Eingangsbereich des Ellwanger Alamannenmuseums
wird ab sofort die Sonderpräsentation "Tor oder Tempel - Neue
Forschungen am Limestor Dalkingen" des Landesamtes für Denkmalpflege im
Regierungspräsidium Stuttgart gezeigt. Auf drei Bannern werden neue
Erkenntnisse und Überlegungen präsentiert. Die Ausstellung kam auf
Initiative der Limesbeauftragten des Ostalbkreises, Heidrun Heckmann,
nach Ellwangen, die Texte und Abbildungen stammen vom Leiter des
Limes-Informationszentrums Baden-Württemberg (LIZ) in Aalen, Stephan
Bender.

Vor über 40 Jahren wurde am Limes bei Rainau-Dalkingen (Ostalbkreis)
ein rätselhafter Baukomplex ausgegraben. Spuren von Türmen, Sperranlagen
und Gebäuden mehrerer Bauphasen wurden gefunden, sogar die Ruine eines
monumentalen Bogens, dessen Entstehung mit dem Germanenfeldzug des
Kaisers Caracalla (213 n. Chr.) in Verbindung gebracht wird. Seit diesen
Forschungen ist der Fundplatz als *Limestor Dalkingen“ bekannt. Das
2010 errichtete Schutzhaus aus Glas und Stahl hat dem Ort zusätzlich
Attraktivität beschert.

Wie aktuelle Forschungen zeigen, steckt aber vor Ort noch mehr im
Boden. Geophysikalische Prospektionen führten zum Nachweis eines 20 m x
20 m großen Steingebäudes südöstlich des Schutzhauses. Und der Verdacht
erhärtet sich, dass im 3. Jahrhundert kein Limestor, sondern ein
Heiligtum die Höhe zwischen Röhlinger Sechta und Auerbach beherrschte.
Außerdem scheint es Hinweise auf einen Eremiten zu geben, der sich im
frühen Mittelalter in der Ruinenstätte zurückgezogen haben könnte.

Diese Einsiedelei schlägt in besonderer Weise den Bogen zu Ellwangen
und zum Alamannenmuseum, denn es ist kaum bekannt, dass bei den
Ausgrabungen südlich des *Limestores“ in der Achse des Eingangs ein
Grab aufgedeckt wurde. Man entdeckte das Skelett eines Mannes, das *
abgesehen von einem Geweihfragment * keine Beigaben enthielt und in
Ost-West-Richtung angelegt wurde. Der Kopf war eingerahmt durch drei
Steine, die Füße lehnten an einer Steinplatte. Die C14-Datierung ergab
eine Lebenszeit zwischen 689 und 868 n. Chr. Es liegt nahe, an die
Bestattung eines Einsiedlers zu denken. Der Mönch könnte das Kloster
Ellwangen verlassen haben, jagstaufwärts gewandert sein und sich hier in
der römischen Ruine zurückgezogen haben. In der Ausstellung ist ein Foto
des Grabbefundes zu sehen.

Die Sonderpräsentation ist bis auf Weiteres zu den üblichen
Öffnungszeiten im Alamannenmuseum zu sehen, die beidseitig bedruckten
Tafeln können auch vom Museumsgarten aus angeschaut werden. Nähere
Informationen im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de und
www.liz-bw.de.

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum @ ellwangen.de
www.alamannenmuseum-ellwangen.de

Öffnungszeiten
Di-Fr 14-17 Uhr
Sa, So 13-17 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Donnerstag, 5. Juli 2018

Kongress zum Alten Ägypten

50. "Ständige Ägyptologenkonferenz" / Experten aus deutschsprachigem Raum kommen Mitte Juli nach Münster

Zum Jubiläum an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU): Das Institut für Ägyptologie und Koptologie der WWU ist vom 13. bis 15. Juli Gastgeber der 50. "Ständigen Ägyptologenkonferenz (SÄK)". Die SÄK, diesmal mit rund 250 Experten, ist nach den Worten der WWU-Ägyptologin Prof. Dr. Angelika Lohwasser das "wichtigste Instrumentarium der Wissensvermittlung und des Fachaustausches innerhalb der deutschsprachigen Ägyptologie". Sie bietet Wissenschaftlern und Studierenden ein Forum, über neueste Forschungsergebnisse und hochschulpolitische Themen zu diskutieren sowie Kontakte zu knüpfen.

Die diesjährige SÄK hat das Thema "Kulturen im Kontakt. Altägypten und seine Nachbarn". Als Besonderheit wird ein Gast aus Ägypten in Münster empfangen: der ehemalige Minister of Antiquities, Prof. Dr. Mamdouh Eldamaty. Er ist Professor an der Ain Shams University (Kairo) und der deutschen Ägyptologie besonders verbunden, denn er wurde 1995 an der Universität Trier promoviert.

Die jährliche Konferenz der deutschsprachigen Ägyptologie – mit Fachvertretern aus Österreich, der Schweiz und Deutschland – besteht seit 1968. Die Veranstaltung findet jährlich an wechselnden Orten im deutschsprachigen Raum statt. Münster war bereits 1987, 2001 und 2009 SÄK-Austragungsort.

Gegenstand der Ägyptologie ist die altägyptische Kultur von der Vorgeschichte (ab etwa 3200 vor Christus) bis zu ihrem Ende in den ersten Jahrhunderten nach Christus, das heißt in einem Zeitraum von fast 4000 Jahren. Grundlagen hierzu bieten die materiellen Hinterlassenschaften sowie Texte und Bildquellen.

Freitag, 29. Juni 2018

Wer legte die größten Eier aller Zeiten?





















Erstaunliches über Vogelriesen aus einem Buch von Ernst Probst




München / Wiesbaden – Bis zu 35 Zentimeter lang und 25 Zentimeter hoch waren die größten Eier aller Zeiten. Gelegt wurden sie von weiblichen Tieren des Elefantenvogels Aepyornis maximus, der vom Eiszeitalter vor etwa 2 Millionen Jahren bis vielleicht zur Heutzeit im 17. Jahrhundert auf der Insel Madagaskar vor der Ostküste von Afrika existierte. Solche Riesen-Eier erreichten einen Umfang von 1 Meter und ein Gewicht von 12,5 Kilogramm. Ihr Inhalt entsprach demjenigen von mehr als 200 heutigen Hühner-Eiern mit einem Durchschnittsgewicht von 60 Gramm.

Mitunter kam es vor, dass ein Riesen-Ei von Aepyornis auf Madagaskar in Küstennähe in den Indischen Ozean geriet und vom Meerwasser erstaunlich weit transportiert wurde. In Australien entdeckte man in den 1930-er Jahren und Weihnachten 1992 in Küstennähe jeweils ein Elefantenvogel-Ei, das auf diese ungewöhnliche Weise dorthin gelangt war. Wer weiß, wie oft und wohin andere Riesen-Eier verfrachtet wurden?

Riesen-Eier von Elefantenvögeln sind große Raritäten. Im Londoner Auktionshaus „Christies“ erzielten sie Preise von umgerechnet zwischen 72.000 und 148.350 Euro.

Nachlesen kann man diese erstaunlichen Tatsachen in dem Taschenbuch „Vogelriesen in der Urzeit“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es ist im „GRIN-Verlag“ (München) erschienen, umfasst 296 Seiten, präsentiert zahlreiche Abbildungen und kostet 34,99 Euro. Bestellungen bei http://www.grin.com/de/e-book/281704/vogelriesen-in-der-urzeit

Besonders große Exemplare des Elefantenvogels Aepyornis maximus waren mehr als 3 Meter hoch und über 400 Kilogramm schwer. Damit wog ein derartiger Vogel so viel wie 5 Männer aus der Gegenwart. Fliegen konnte ein solches Schwergewicht nicht mehr. Ungeachtet dessen gilt der Elefantenvogel als Vorbild für den sagenhaften Vogel Roch (auch Rock genannt), der angeblich im Flug einen Elefanten transportieren konnte.

Insgesamt werden in dem Taschenbuch „Vogelriesen in der Urzeit“ zehn große Vögel in Wort und Bild vorgestellt. Dabei handelt es sich um die Gattungen Hesperornis, Gastornis, Pelagornis, Brontornis, Phorusrhacos, Dromornis, Argentavis, Dinornis, Harpagornis und Aepyornis. Auch einige Flugsaurier mit imposanten Flügelspannweiten bis zu 13 Metern kommen darin vor.

Der bis zu 2 Meter hohe Laufvogel Gastornis beispielsweise lebte vor fast 50 Millionen Jahren auch in Deutschland, wie Funde aus dem Geiseltal bei Merseburg und Walbeck bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt sowie aus der Grube Messel bei Darmstadt in Hessen belegen. Ein Teil der Funde wurde einst als Diatryma bezeichnet, bis man erkannte, dass Diatryma und Gastornis identisch sind. Früher verkannte man Gastornis als gefährlichen Räuber, heute hält man ihn eher für einen Pflanzenfresser.

Als größte Vögel der Erdgeschichte gelten weibliche Tiere der Gattung Dinornis („Schreckensvogel“) auf Neuseeland mit einer Höhe von sage und schreibe 3,60 Metern. Kurioserweise legten diese imposanten Laufvögel kleinere Eier mit dünnerer Schale als der Elefantenvogel auf Madagaskar. Männchen von Dinornis waren merklich kleiner als die Weibchen und brüteten die Eier aus.

Die Ehre, der größte fliegende Vogel zu sein, gebührt dem Greifvogel Argentavis, der vor 8 bis 5 Millionen Jahren in Argentinien lebte. Dieser Gigant der Lüfte hatte eine Flügelspannweite bis zu 8 Metern, ausgestreckt eine Länge von der Schnabelspitze bis zur Fußspitze von 3,30 Metern und ein Lebendgewicht von 80 Kilogramm. Sein Kopf maß von der Schnabelspitze bis zum Hals 45 Zentimeter. Sein 28 Zentimeter langer Schnabel war vier Mal so groß wie bei den größten gegenwärtigen Greifvögeln. Seine Flugfedern waren ungefähr 1,50 Meter lang. Wie heutige Geier dürfte Argentavis ein Segelflieger gewesen sein. Für den Start von höheren Standorten aus benötigte er günstige Aufwinde.