Dienstag, 28. April 2015

Freiwillig im Knast

Berlin (VoluNation) - Für viele Häftlinge sind Freiwillige der einzige Kontakt zur Welt außerhalb der Gefängnismauern. Mehrere tausend Menschen engagieren sich bereits ehrenamtlich  hinter Gittern, doch der Bedarf ist größer. Die Wartelisten der Gefangenen, die sich einen Ansprechpartner wünschen, sind lang. Gesucht werden Helfer, die für Freizeit- und Sportaktivitäten oder einfach für Gespräche zur Verfügung stehen, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit.

In Deutschland gibt es derzeit mehr als 60.000 Gefangene in rund 200 Justizvollzugsanstalten. In vielen werden weitere Freiwillige gesucht, die regelmäßigen Kontakt zu Inhaftierten aufnehmen möchten. Vorkenntnisse sind für die ehrenamtliche Tätigkeit meist nicht erforderlich. Neben Neugier und Interesse an der Zusammenarbeit mit Menschen sollten die Helfer zuverlässig sein und Einfühlungsvermögen mitbringen. Das Mindestalter beträgt in der Regel 21 Jahre.

Für ehrenamtliche Straffälligenhelfer gibt es viele Aufgaben. Je nach persönlichen Interessen können unterschiedliche Freizeitangebote unterbreitet werden. Gefangene, die kurz vor der Entlassung stehen, können darüber hinaus Hilfe bei den erforderlichen Behördengängen und der Suche nach Wohnung und Arbeitsplatz erhalten. Oft begleiten die Ehrenamtlichen die Gefangenen noch nach der Haftzeit. Ziel ist, künftig ein straffreies Leben zu führen. Auch die Begleitung von Familienangehörigen wie z.B. Kindern, die Vater oder Mutter im Gefängnis besuchen möchten, kann zu den Aufgaben der Freiwilligen gehören.

Vor der gründlichen Einarbeitung wird in Gesprächen herausgefunden, ob der Interessent für das Ehrenamt im Gefängnis wirklich geeignet ist. Wer sich an den regelmäßigen Gang ins Gefängnis nicht gewöhnen kann, hat alternativ die Möglichkeit, Brieffreundschaften mit Gefangenen zu pflegen.

Die Vorbereitung auf das Ehrenamt hinter Gittern wird in der Regel von Vereinen übernommen, die sich in der Straffälligenhilfe engagieren und als Ansprechpartner für Interessierte zur Verfügung stehen. In einigen Städten gibt es darüber hinaus Kurse der Volkshochschulen, in denen sich die Freiwilligen auf die Zusammenarbeit mit Häftlingen vorbereiten.

Weitere Informationen zu freiwilligem Engagement im Gefängnis gibt es z.B. hier:

http://www.berlin.de/sen/justiz/justizvollzug/ea_mitarbeiter.html

Über VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.VoluNation.com erhältlich.

Montag, 27. April 2015

Jedes dritte verordnete Medikament ist allein wegen der Arzneiform besonders beratungsbedürftig

Hamburg (apothekerkammer-hamburg) – Es kommt nicht nur auf den Inhalt an: Jedes dritte in Hamburg verordnete Medikament (33 Prozent) ist – unabhängig vom Wirkstoff – allein wegen seiner Darreichungsform besonders beratungsbedürftig. Dies hat das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) mit Rezeptdaten von Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das Jahr 2014 ermittelt. Die rund 430 Apotheken in Hamburg gaben insgesamt rund vier Millionen Packungen besonders beratungsbedürftiger Medikamente zu Lasten der GKV ab. Nicht erfasst wurde die Abgabe von Medikamenten ohne Rezept und an Privatversicherte.
„Viele Medikamente sind komplizierter anzuwenden als allgemein angenommen. Eine Tablette unzerkaut zu schlucken ist vergleichsweise einfach. Schwieriger ist es, sich selbst Insulin zu spritzen oder mit einem Pulverinhalator richtig zu inhalieren“, sagt Kai-Peter Siemsen, Präsident der Apothekerkammer Hamburg. Werden Arzneimittel falsch angewendet, bemerken Patienten dies selbst meist nicht. Fehlanwendungen können aber die Wirksamkeit eines Präparats verändern oder zu unerwünschten Wirkungen führen. Siemsen: „Jeder Patient sollte sich in der Apotheke die richtige Anwendung seiner Medikamente zeigen oder erklären lassen.“
Der größte Anteil der beratungsintensiven Darreichungsformen entfiel auf Tabletten, die grundsätzlich nicht geteilt werden dürfen (1,7 Millionen Packungen). Siemsen: „Apotheker beraten zur Teilbarkeit, weil wir aus Studien wissen, dass Patienten rund ein Viertel aller Tabletten vor der Einnahme teilen.“ Auf Platz zwei und drei der beratungsbedürftigen Darreichungsformen folgten Medikamente zur Injektion bzw. Infusion (650.000 Packungen) und Medikamente zur Inhalation (430.000 Packungen). Weitere erfasste Darreichungsformen waren Medikamente zur Anwendung am Auge, in der Nase, in der Vagina oder im After. Apotheker erklären auch die Zubereitung von Medikamenten wie Trockensäften oder beraten zur korrekten Anwendung von festen Darreichungsformen, die nicht einfach geschluckt werden können. Ein Beispiel für diese Arzneiformen sind Buccaltabletten, die sich langsam in der Mundhöhle auflösen sollen.
Die Apothekerkammer Hamburg ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Institution der apothekerlichen Selbstverwaltung für die ca. 2.700 Apotheker und Apothekerinnen, sowie Pharmazeuten im Praktikum in Hamburg. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberuf. Er ist laut Gesetz für die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zuständig. Wer Apotheker werden will, muss ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr absolvieren. Der Apotheker berät die Patienten hinsichtlich ihrer Medikation und unterstützt sie, ihre Therapie im Alltag umzusetzen. Als Fachmann für Arzneimittel und Prävention ist der Apotheker neben dem Arzt der erste Ansprechpartner in gesundheitlichen Problemen.

Freitag, 24. April 2015

Großer Beratungsbedarf bei Tabletten, Injektionen und Inhalatoren

Jedes dritte verordnete Medikament ist allein wegen der Arzneiform besonders beratungsbedürftig
Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) – Es kommt nicht nur auf den Inhalt an: Jedes dritte in Niedersachsen verordnete Medikament (31 Prozent) ist unabhängig vom Wirkstoff allein wegen seiner  Darreichungsform besonders beratungsbedürftig. Dies hat das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) mit Rezeptdaten von Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das Jahr 2014 ermittelt.

Viele Medikamente sind komplizierter anzuwenden als allgemein angenommen. Eine Tablette unzerkaut zu schlucken, ist vergleichsweise einfach. Schwieriger ist es, sich selbst Insulin zu spritzen oder mit einem Pulverinhalator richtig zu inhalieren, teilt die Apothekerkammer Niedersachsen mit. Werden Arzneimittel falsch angewendet, bemerken Patienten dies selbst meist nicht. Fehlanwendungen können aber die Wirksamkeit eines Präparats verändern oder zu unerwünschten Wirkungen führen. Deshalb empfiehlt die Apothekerkammer Niedersachsen: „Jeder Patient sollte sich in der Apotheke die richtige Anwendung seiner Medikamente zeigen oder erklären lassen.“

Den größten Anteil der beratungsintensiven Darreichungsformen entfiel auf Medikamente, die grundsätzlich nicht geteilt werden dürfen (8,11 Millionen Packungen). Studien haben aber gezeigt, dass Patienten rund ein Viertel aller Tabletten vor der Einnahme teilen. Apotheker erklären deshalb besonders häufig, welche Tablette geteilt werden darf und welche nicht. Auf Platz zwei und drei der beratungsbedürftigen Darreichungsformen folgten Medikamente zur Injektion bzw. Infusion (2,77 Millionen Packungen) und Medikamente zur Inhalation (1,96 Millionen Packungen). Außerdem wurden Medikamente zur Anwendung am Auge, in der Nase, in der Vagina oder im After erfasst. Apotheker erläutern auch die Zubereitung von Medikamenten wie Trockensäften oder beraten zur korrekten Anwendung von festen Darreichungsformen, die nicht einfach geschluckt werden können. Ein Beispiel für diese Arzneiformen sind Buccaltabletten, die sich langsam in der Mundhöhle auflösen sollen.

Die rund 2.000 Apotheken in Niedersachsen gaben insgesamt rund 18 Millionen Packungen allein aufgrund der Darreichungsform besonders beratungsbedürftiger Medikamente zu Lasten der GKV ab. Nicht erfasst wurde die Abgabe von Medikamenten ohne Rezept und an Privatversicherte.

Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie und Toxikologie. Nach drei Staatsexamina erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Neuer Fingerabdruck zur frühen Erdgeschichte

Forscherteam weist mikrobiologische Aktivität an Uran-Isotopen vor mehr als 2,5 Milliarden Jahren nach
Neue Erkenntnisse über das frühe Leben auf der Erde: Forschungsergebnisse zeigen, dass die Isotopenzusammensetzung von Uran Rückschlüsse auf die mikrobiologische Aktivität in der frühen Erdgeschichte zulässt. Das sind die neuesten Ergebnisse des internationalen Forschungsteams unter Beteiligung von Dr. Nadja Neubert und Prof. Dr. Stefan Weyer vom Institut für Mineralogie der Leibniz Universität Hannover. In einer Publikation in der renommierten Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“ stellt das internationale Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Hannover, Lausanne und Arizona jetzt eine Methode vor, bei der die Isotope von Uran verwendet werden, um zwischen der Reduktion durch Mikroorganismen und der chemischen Reduktion zu unterscheiden. Das Wissen, welcher dieser Prozesse in der Erdgeschichte überwiegend stattgefunden hat, liefert wertvolle Erkenntnisse über die Entwicklung von Mikroorganismen und des frühen Lebens auf der Erde.
Vor einigen Jahren entdeckte Weyer mit seinen Kooperationspartnern, dass Sedimente mit reduziertem Uran meist eine auffällige Isotopensignatur besitzen. Durch gezielte Laborexperimente konnte das Forschungsteam nun zeigen, dass diese Isotopensignatur nur durch die Aktivität von Bakterien erzeugt werden kann. „Damit ist es erstmals möglich, die Reduktion durch Mikroorganismen von anderen chemischen Formen der Reduktion zu unterscheiden“, berichtet Weyer. Da die Isotopenzusammensetzung des Urans in Sedimenten über Milliarden von Jahren gespeichert werden kann, lässt sich durch die Isotopenanalyse von winzigen Uranmengen im Sediment feststellen, ob irgendwann in der Vergangenheit bei der Bildung der Sedimente Bakterien aktiv waren. „Beispielsweise legen Uranisotopendaten von 2,5 Milliarden Jahre alten Sedimenten aus Westaustralien nahe, dass es wahrscheinlich schon zu dieser Zeit solche Bakterien gegeben hat“, sagt Weyer. „Wir haben mittlerweile eine Reihe von Hinweisen, dass es schon früh in der Erdgeschichte erste Spuren von Sauerstoff in einer insgesamt anoxischen Welt gegeben hat. Nun wissen wir, dass es auch Mikroorganismen gegeben hat, die diesen Sauerstoff indirekt genutzt haben.“ Um die komplexe Entwicklung des frühen Lebens auf unserem Planeten zu rekonstruieren, könnte das Element Uran also ein entscheidendes, bislang fehlendes Puzzleteil liefern.
Hintergrund:
Uran ist ein Spurenelement, das an der Erdoberfläche je nach Sauerstoffgehalt in einer oxidierten, gut löslichen Form oder in einer reduzierten unlöslichen Form vorkommt. Es gibt zwei Möglichkeiten, um Uran von der löslichen in die unlösliche Form zu überführen: Entweder durch die Aktivität von Bakterien oder durch chemische Wechselwirkung, zum Beispiel mit Mineraloberflächen.
Wofür brauchen Bakterien Uran? Im Prinzip wollen sie Elektronen loswerden und oxidiertes Uran kann diese abnehmen. Eine ganze Reihe anderer Elemente in oxidierter Form, wie zum Beispiel die viel häufigeren Elemente Schwefel und Eisen können das auch. Voraussetzung ist nur, dass etwas Sauerstoff vorhanden sein muss, um sie zu oxidieren. Das Besondere am Uran ist, dass die Bakterien bei der Aufnahme von Elektronen wählerisch zu sein scheinen. Sie bevorzugen die des schweren Uranisotops 238U gegenüber denen des leichteren 235U. Das wiederum verursacht den spezifischen Fingerabdruck der Uranreduktion durch Bakterien.

Donnerstag, 23. April 2015

Frankreich sucht Freiwillige

Berlin (VoluNation) - Zehntausende neue Freiwilligen-Stellen werden in Frankreich zum 1. Juni 2015 eingerichtet. Bis zu 160.000 Plätze sollen nach Angaben der französischen Regierung dann für Jugendliche und junge Erwachsene zur Verfügung stehen. An den Projekten können sich auch Freiwillige aus anderen EU-Staaten zwischen 16 und 25 beteiligen, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit. Voraussetzung dafür sind gute Französischkenntnisse.

Frankreich weitet den 2010 als Reaktion auf die Unruhen in französischen Vorstädten eingeführten Freiwilligendienst Service Civique damit deutlich aus. In den ersten 5 Jahren nahmen 85.000 junge Menschen daran teil und engagierten sich in öffentlichen Einrichtungen, Kommunen oder Vereinen.

Mit den zusätzlichen Stellen soll u.a. Schulabbrechern eine Weiterbildungs-Perspektive gegeben werden. Bei einer wöchentlichen Mindestarbeitszeit von 24 Stunden haben Freiwillige in der übrigen Zeit z.B. die Gelegenheit, ihren Schulabschluss nachzuholen. Auch die Fortsetzung eines Studiums oder eine Teilzeitbeschäftigung ist mit dem Freiwilligendienst vereinbar, die Dienstdauer liegt zwischen sechs und zwölf Monaten.

Neu ins Leben gerufen wurde das Freiwilligenprogramm Energiewandel,  Klima und Biodiversität. In diesem Bereich sollen in den kommenden 2 Jahren rund 15.000 neue Freiwilligenstellen geschaffen werden. Ziel ist u.a., die Bevölkerung für Aspekte des Klimaschutzes stärker zu sensibilisieren. Ende 2015 findet in Paris die nächste Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen statt.

Freiwilligenarbeit ist auch in französischsprachigen Entwicklungsländern möglich. Wer sich z.B. in Marokko engagieren möchte, findet hier interessante Projekte:


http://www.volunation.com/freiwilligenarbeit/marokko/

Über VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter www.VoluNation.com erhältlich.

„Weltbilder“ – Die Fotoausstellung des Terra Mater-Magazins im Senckenberg Museum

Vom 1.5. bis 30.6.2015 präsentiert das Natur- und Wissensmagazin Terra Mater im Senckenberg Museum Frankfurt herausragende Bilder aus den ersten drei Jahren der Zeitschrift. Beeindruckende Fotografie ganz nach dem Motto des Magazins: Die Welt entdecken und begreifen.

Wien/München, 23. April 2015. Seenomaden vor der Küste Indonesiens, Nepals lebende Kind-Göttinnen, die Rückkehr der Bisonherden in der nordamerikanischen Prärie oder der entbehrungsreiche Alltag der Nenzen, die mit ihren Rentieren durch die unendlichen Weiten Sibiriens ziehen: Die Reportagen im Natur- und Wissensmagazin Terra Mater zeigen die Schönheit unserer Erde in beeindruckenden Bildern von allerhöchster Qualität. Die Fotoausstellung „Weltbilder“ läuft vom 1.5. bis 30.6.2015 und zeigt unter anderem Werke von internationalen Spitzenfotografen wie Cory Richards (USA), Alessandra Meniconzi (CH), Heidi und Hans-Jürgen Koch (D) oder Palani Mohan (Indien).

Das Magazin Terra Mater aus dem Red Bull Media House ist seit 2012 auf dem Markt und erscheint sechsmal im Jahr. Der Anspruch der Zeitschrift ist es, interessierten Leserinnen und Lesern außergewöhnliche Qualität zu bieten: opulente Bildstrecken und informative, authentische Geschichten aus aller Welt.

Ausstellungsinfos:
1.5. bis 30.6.2015
Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

Über den Verlag
Der Red Bull Media House Print-Verlag ist Teil des in Salzburg ansässigen Red Bull Media House und publiziert neben Terra Mater, dem globalen Magazin The Red Bulletin, dem regionalen und saisonalen Monatsmagazin Servus in Stadt & Land, und Bergwelten, dem Magazin für alpine Lebensfreude (ab 28.4. neu), auch das österreichische People- und Unterhaltungsmagazin Seitenblicke, das Fashionmagazin #ICH und betreibt das Motorsport-Portal Speedweek.

Über das Red Bull Media House:
Red Bull Media House ist ein plattformübergreifendes Medienunternehmen, das sich auf Sport-, Kultur- und Lifestyle-Programme spezialisiert hat. Als Dachmarke bietet es über unterschiedliche mediale Kanäle (TV, Mobil, Digital, Audio und Print) eine breite Auswahl an erstklassigen Medienprodukten und spannenden Themen, die ein globales Publikum ansprechen. Red Bull Media House produziert nicht nur Content und betreibt mediale Plattformen, die sich direkt an Konsumenten richten, sondern bietet auch maßgeschneiderte Geschäftsmöglichkeiten für Kooperationen mit anderen Unternehmen und Medienpartnern. Dazu zählen die Distribution von Content und dessen Lizenzvergabe, Brand Partnerships und Werbung in den hauseigenen Medien.

Dienstag, 21. April 2015

Hessische Patienten rund um die Uhr gut versorgt

Flächendeckende Dienstbereitschaft von Apotheken

Frankfurt am Main (landesapothekerkammer-hessen) – Wer außerhalb der üblichen Geschäftszeiten dringend ein Medikament benötigt, sucht die nächstgelegene dienstbereite Apotheke auf. Die Landesapothekerkammer Hessen stellt sicher, dass die Bevölkerung in Hessen rund um die Uhr mit Arzneimitteln versorgt wird. Hierzu stehen in Hessen an Sonn- und Feiertagen sowie nachts zwischen 120 und 130 Apotheken im Notdienst zur Verfügung.
In Hessen gibt es rund 100 Notdienstkreise
Für die Menschen ist es wichtig, dass die Versorgung mit Arzneimitteln rund um die Uhr in zumutbarer Weise sichergestellt ist. Dazu sind die hessischen Apotheken in rund 100 Notdienstkreise eingeteilt, in den großen Städten versehen mehrere Apotheken gemeinsam den Notdienst. Hier lohnt ein Blick über die Stadt- oder Kreisgrenzen, da die nächste dienstbereite Apothekie nicht zwingend in der gleichen Gemeinde liegen muss.
Verlässliche Medikamentenabgabe während der Notdienstzeiten
Während des Notdienstes wie auch während der allgemeinen Öffnungszeiten muss in jeder Apotheke ein Apotheker anwesend sein. Dies erhöht zwar die Kosten der Notdienste, ist aber für eine zuverlässige Abgabe sowohl bei der Selbstmedikation als auch bei verordneten Arzneimitteln unerlässlich. Im Notdienst kann es vorkommen, dass das verordnete Arzneimittel nicht mehr vorrätig ist. Der anwesende Apotheker kann und darf dann ein anderes Arzneimittel des gleichen Wirkstoffes abgeben und so sicherstellen, dass alle Bürgerinnen und Bürger schnell das benötigte Arzneimittel erhalten.
Das Notdienstportal der Landesapothekerkammer Hessen
Eine Übersicht über die notdiensthabenden Apotheken in Hessen finden Patienten tagesaktuell auf der Website der Landesapothekerkammer Hessen unter www.apothekerkammer.de. Diese Daten werden täglich aktualisiert und sind damit sehr verlässlich. Darüber hinaus kann der Apothekennotdienst kostenfrei aus dem Festnetz unter 0800/00 22 833 oder per Handy unter 22 8 33 (max. 69 ct./Min.) abgefragt werden. Im Übrigen sind alle Apotheken verpflichtet, die nächsten dienstbereiten Apotheken auszuschildern. Wer also eine geschlossene Apotheke aufsucht, kann dort einem Aushang die nächstgelegenen dienstbereiten Apotheken entnehmen.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.800 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Montag, 20. April 2015

Medikamente auf Reisen


Niedrige Temperaturen im Frachtraum können Medikamenten schaden

Hamburg (apothekerkammer-hamburg) –  Es ist Urlaubszeit und die Deutschen wollen verreisen. Doch Patienten, die im Urlaub Medikamente benötigen, sollten sich vorher eingehend informieren. Mitgeführte Arzneien müssen richtig gelagert, transportiert und vor den äußeren Umwelteinflüssen auf Reisen geschützt werden, erklärt die Apothekerkammer Hamburg. Berücksichtigen Patienten einige wenige Regeln, steht dem sorgenfreien Urlaub nichts im Wege.

Medikamente sicher transportieren
Die meisten Deutschen verbringen ihre freien Tage im Jahr im Urlaub, gern auch in tropischen Ländern. Für chronisch Kranke und Patienten, die während der Reisezeit Medikamente benötigen, stellen sich einige praktische Fragen und Herausforderungen. Zuerst ist der Transport von Medikamenten genau zu planen. Wer fliegt, sollte kälteempfindliche Wirkstoffe wie Insulin immer im Handgepäck mit sich führen, da im Frachtraum oft empfindlich niedrige Temperaturen vorherrschen. Bei null Grad Celsius kristallisiert beispielsweise Insulin und verliert seine Wirkung mit schwerwiegenden Folgen für den Patienten. Medikamente, die der Patient während des Fluges benötigt, sollten ebenfalls im Handgepäck verstaut werden. Wichtig: Flugzeug und Bahn können sich verspäten oder das Gepäck steht nicht immer sofort nach der Landung zur Verfügung. Es empfiehlt sich daher immer, eine zusätzliche Menge der benötigten Arzneimittel für einige Tage auf Vorrat griffbereit im Handgepäck aufzubewahren. Falls möglich sollten Reisende ihre Arzneien auf mehrere Handgepäckstücke verteilen. Patienten, die flüssige Medikamente mit in die Flugzeugkabine nehmen müssen, sollten eine Bescheinigung vom Arzt oder Apotheker bereithalten, da Flüssigkeiten nur in Ausnahmefällen mitgeführt werden dürfen. Um das Präparat schnell zu identifizieren, ist zudem ein Beipackzettel bereitzuhalten. Arzneimittel wie Augentropfen, Nasenspray oder Insulin können außerhalb des durchsichtigen Plastikbeutels mit an Bord genommen werden, jedoch sind sie an der Sicherheitskontrolle separat vorzuzeigen.

Schutz vor Licht und schwankenden Temperaturen
Bei der Mitnahme von kühlpflichtigen sowie kühlkettenpflichtigen Präparaten ist zu berücksichtigen, dass diese während des Transports vor Wärme isoliert werden müssen. Am besten eignen sich thermogeschützte Reiseapothekentaschen, die in der Apotheke erhältlich sind. Patienten unterschätzen oft die Temperaturschwankungen auf Reisen. Im Auto kann das Thermometer bis auf 60 Grad Celsius steigen, dies beeinträchtigt die Wirksamkeit der meisten Arzneien. Oft werden Pflaster, Cremes, Salben oder Dosieraerosole im parkenden Auto vergessen, so dass die Produkte Schaden nehmen. Daher gilt es, alle Arzneimittel beim Parken in heißen Ländern mitzunehmen, wenn man das Auto verlässt. Meist ist auch die Lichtintensität in südlichen Ländern höher. Optimalen Schutz für lichtempfindliche Medikamente bietet die Originalverpackung.

Gut informiert in den Urlaub
Vereinzelt fallen Medikamente unter das Betäubungsmittelgesetz. Dazu zählen unter anderem starke Schmerzmittel sowie einige Husten- und Schlafmittel. Solche Präparate erwecken  Aufmerksamkeit bei den Behörden der Reiseländer. Im Schengen-Raum, dazu zählen die meisten EU-Staaten, Norwegen, Island sowie die Schweiz, dürfen Betäubungsmittel nur mit einer speziellen ärztlichen Bescheinigung oder einer Beglaubigung der obersten Landesgesundheitsbehörde mitgeführt werden. Für jedes Medikament muss der Patient zwingend eine mehrsprachige Bestätigung vorlegen, die Angaben zur Dosierung erhält, damit der Bedarf für die Reise abgeschätzt werden kann. Die notwendigen Formulare erhalten Patienten auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (www.bfarm.de). Bestimmungen für andere Reiseziele finden Patienten unter folgender Internetadresse:http://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Betaeubungsmittel/Reisen/_node.html.
Für Fernziele und Reisen in tropische Länder ist eine Beratung zur Reisemedizin zu empfehlen. Idealerweise sollten sich Reisende acht bis zehn Wochen vor dem Reiseantritt in ihrer Apotheke oder beim Arzt informieren.
Die Apothekerkammer Hamburg ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Institution der apothekerlichen Selbstverwaltung für die ca. 2.700 Apotheker und Apothekerinnen, sowie Pharmazeuten im Praktikum in Hamburg. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberuf. Er ist laut Gesetz für die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zuständig. Wer Apotheker werden will, muss ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr absolvieren. Der Apotheker berät die Patienten hinsichtlich ihrer Medikation und unterstützt sie, ihre Therapie im Alltag umzusetzen. Als Fachmann für Arzneimittel und Prävention ist der Apotheker neben dem Arzt der erste Ansprechpartner in gesundheitlichen Problemen.

Donnerstag, 16. April 2015

Liebe ist - den ersten Schritt zu tun

Wir können unseren Partner nicht ändern, aber unsere eigene Entwicklung kann die Partnerschaft entscheidend verbessern. So können wir in unserer Liebesbeziehung glücklich werden, auch wenn der Partner nicht perfekt ist.

72% der Deutschen glauben an die große Liebe, doch nur 28% aller Partnerschaften sind gut bzw. sehr gut. Das Liebesglück ist offenbar selten. Doch meist haben wir den Eindruck, dass die Liebe gelingen könnte - wenn der Partner nicht so schwierig wäre. 72% der Frauen wollen daher den Partner ändern, 90% der Männer lehnen dies ab. Offenbar können wir den Partner nicht ändern und resignieren. Doch diese Ohnmacht können wir überwinden, wenn wir den ersten Schritt tun. Wir müssen uns ändern - lautet die Erkenntnis des erfahrenen Paarberaters Wolfgang Krüger. Dies beginnt mit einer Phantasiereise, in der wir unsere eigenen Wünsche spüren.

Eigene Freundschaften sind wichtig, damit wir nicht zu abhängig vom Partner sind, so dass die Beziehung wieder atmet. Und entscheidend ist dann die eigene Entwicklung, denn unsere Lebendigkeit ist wichtig, um die Stagnation der Beziehung aufzulösen, unter der jede Beziehung leidet. Die gesamte Stimmung in der Partnerschaft ändert sich, einseitige Beziehungsprozesse lösen sich auf, emotionale Blockaden werden überwunden, man wird ein Vorbild für Entwicklungsprozesse. Anstatt ständig den Partner zu verändern setzt man eigene Energien frei, indem man persönliche Entwicklungen realisiert. Und man findet seine innere Mitte und geht eine Partnerschaft mit sich selbst ein. So beginnt ein tiefgreifender lebendiger Prozess, der die Partnerschaft umfassend verändert. 90% aller Partnerschaften lassen sich auf diese Weise nachhaltig verbessern.

Mehr: http://www.dr-wolfgang-krueger.de/presse_liebe_ist.html

Buchtipp: Dr. Wolfgang Krüger: Liebe ist den ersten Schritt zu tun, der Weg zur glücklichen Partnerschaft,

Wenn's Recht ist - Tipps zum Umgang und Konsum geschützter Inhalte im Netz






  • Musik, Videos und Texte meist urheberrechtlich geschützt
  • Bernd Korz, Gründer von alugha (https://alugha.com) verrät in welchen Bereichen man sich rechtlich absichern muss
Mannheim, 15. April 2015: Das Internet bietet viel Platz für Musik, Videos und Texte aller Art, die auf der eigenen Webseite oder den sozialen Netzwerken von den Usern geteilt werden möchten. Viele vergessen dabei aber oftmals, vor dem beliebten "sharen" zu überprüfen, ob die Inhalte von ihnen geteilt werden dürfen und was rechtlich eigentlich erlaubt ist. Schnell kann ansonsten die Abmahnung des Urhebers erfolgen, die im schlimmsten Falle mit einer enormen Geldstrafe verbunden ist. Für Produzenten bedeutet dies, dass sie gegebenenfalls Unterlassungs-, Beseitigungs- oder Schadensansprüche geltend machen können. Was im Dschungel des Internets zu beachten ist, verrät Video-Experte und Gründer der Metavideoplattform alugha Bernd Korz:

Download
Für den Eigengebrauch ist es erlaubt, Videos und Tonspuren von Videoplattformen anzuschauen. Ein erneutes Wiederhochladen und Veröffentlichen ist rechtlich allerdings nicht gestattet. Eine Ausnahme bildet der Download bei sogenannten "offensichtlich rechtswidrigen Quellen", die Downloads grundsätzlich verbieten. Beispiele hierfür sind Plattformen, die aktuelle Kinofilme zum Download anbieten. Auch bei YouTube tauchen mittlerweile immer öfter Videofilme auf, dessen Upload nicht rechtmäßig ist. Daher sollte hier unbedingt Vorsicht geboten sein, diese herunterzuladen, um sich nicht strafbar zu machen.


Bildquelle: alugha

Fremdes Material
Vor allem kleine Videoproduzenten greifen anfangs auf bereits im Internet vorhandenes Material wie Schnittbilder kleiner Videoszenen oder Hintergrundmusik zurück. Solange das Fremdmaterial vorerst für den ersten Rohentwurf gedacht ist und keine Veröffentlichung des Videos geplant ist, bewegt man sich auf der rechtlich sicheren Seite. Kritisch wird es allerdings ab dem Zeitpunkt, wenn das Werk publiziert werden soll. Insbesondere dann, wenn die im Video verwendete Musik GEMA*-pflichtige Musik ist. Alles was in diese Kategorie fällt, kann und wird von der GEMA abgemahnt, da diese einen Urheberrechtsverstoß darstellen. Daher sollte man bereits im Vorfeld auf potenzielle GEMA-Musik verzichten oder sich mit der bzw. dem Rechteinhaber in Verbindung setzen, um eine Genehmigung einzuholen.

Gebäude
Ein Videodreh in privaten Räumlichkeiten oder auf einem Privatgrundstück bedarf immer einer Genehmigung. Solange nicht in die Räume von einem öffentlichen Gelände gefilmt wird, ist dieses in Deutschland erlaubt. Vor allem Aufnahmen von Städten, Sehenswürdigkeiten oder ähnlichem sind unproblematisch, militärisches Sperrgebiet ist grundsätzlich verboten.

Inhaltsrechte bei Videos
Werden Menschen gefilmt oder fotografiert gilt das "Recht am eigenen Bild", welches im allgemeinen Persönlichkeitsrecht verankert ist. Dieses Grundgesetz sichert, dass niemand ungefragt oder gegen seinen Willen Bildmaterial von sich findet. Vor allem dann, wenn das Gesicht zu sehen ist, benötigt man als Produzent die schriftliche Einverständniserklärung für die Bildnutzung. Hierbei gibt es jedoch auch Ausnahmen, wie beispielsweise der Wanderer, der als Teil einer Landschaft gefilmt oder fotografiert wird. Der Experte rät: "Da eine Abgrenzung nicht immer einfach ist, empfiehlt es sich auf Statisten oder Schauspieler zurückzugreifen, von denen man vorab die Genehmigung erhalten hat."

Let's Play Videos
Let's Play bezeichnet das Vorführen und Kommentieren des Spielens eines Computerspiels. Rechtlich gesehen verstoßen diese Videos klar gegen das Urhebergesetz, da die Player beim Spielehersteller nachfragen müssten, wenn er das Spiel öffentlich wiedergeben möchte, insbesondere dann, wenn er dieses bei YouTube als Werbeeinnahme nutzt. Allerdings stehen viele Spielehersteller Let's Play offen gegenüber, da sie kostenlos Werbung erhalten. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es jedoch ratsam, vorab die Genehmigung bei dem jeweiligen Hersteller einzuholen, da dieser sonst eine Teilhabe an den Werbeeinnahmen, Unterlassung oder Offline-Stellung des Videos verlangen kann. Im schlimmsten Fall können sogar Schadenansprüche geltend gemacht werden.

Marken und Designs
In Videos sollten geschützte Produkte, Designs und Markennamen nicht ohne weiteres verwendet werden, da Markenrechte ein enormes Konfliktpotential mit sich bringen. Die Inhaber wollen in der Regel kontrollieren, wie ihre Marke in der Öffentlichkeit erscheint. Stellt das Unternehmen einem aber seine Produkte für Reviews oder Testvideos zur Verfügung, darf man diese natürlich verwenden und auf seinem Kanal veröffentlichen. Verträge oder Vereinbarungen regeln im Vorfeld, wie die genaue Verwendung aussehen darf und soll. Erscheinen Marken jedoch nebenbei, gilt auch hier, dass dies in der Regel kein Problem darstellt. Ein längerer Verbleib auf dem Markennamen kann hingegen schon problematisch werden, wenn das Unternehmen seine Markenrechte einfordert. Kleiner Tipp vom Video-Experten: "Ein Aufkleber, der das Logo unkenntlich macht, kann hierbei schon der feine Unterschied sein, um das Unternehmen nicht auf den Plan zu rufen."

Übersetzungen
Das Urhebergesetz umfasst auch Übersetzungen, da diese eine Bearbeitung des ursprünglichen Videos darstellen. Vor allem wenn das übersetzte Video veröffentlicht werden soll, wird die Genehmigung des Rechteinhabers benötigt. So dürfen Videos beispielsweise von YouTube nicht heruntergeladen werden, um diese in die eigene oder eine andere Sprache zu übersetzen und erneut hochzuladen. Anbieter wie alugha stellen über ihre Plattform sicher, dass Videoproduzenten entweder ausschließlich eigene Videos für Übersetzungen bzw. nur fremdproduzierte Videos verwenden, deren Rechtmäßigkeiten bzgl. der Nutzung von Seiten alughas im Vorhinein eingehend geprüft worden ist. Erst dann darf ein multilinguales Video öffentlich gemacht werden.

Fazit
Wurde das gesamte Video von Anfang bis Ende selbst produziert, mit eigenen Inhalten und Musik, ohne fremde Menschen, Marken und Logos anderer Unternehmen, bewegt man sich auf der rechtlich sicheren Seite und hat keine Abmahnung oder ähnliche rechtliche Schritte zu befürchten. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man zusätzlich immer auf das Urheber- und allgemeine Persönlichkeitsrecht spezialisierte Rechtanwälte hinzuziehen, die einen vor Veröffentlichung in Rechtsfragen unterstützen können. Die jeweiligen Kosten sind so immer noch deutlich geringer als eventuelle Rechtsstreitkosten. Foren sind hingegen mit Vorsicht zu verwenden, wenn keine Rechtskenntnisse bei den Teilnehmern vorhanden sind.

*Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte
Über alugha (https://alugha.com/de/) :
alugha ist Swahili und bedeutet wörtlich "eine Sprache". Das Familienunternehmen hat sich diese Bedeutung zur Mission gemacht und ermöglicht Videoproduzenten weltweit erstmals, all ihre Videos, die üblicherweise separat in unterschiedlichen Sprachen hochgeladen werden, auf nur ein Video zu reduzieren. Je nach Browsersprache der Nutzer, werden die Videos über den alugha-Player automatisch in der richtigen Sprache abgespielt. Das Videomaterial und die entsprechenden Tonspuren werden hierfür ganz einfach über alughas Video Uploader zusammengefügt und können dann mehrsprachig eingebunden werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch enorme Mengen an Traffic und Speicherplatz, so dass das Internet schneller und grüner wird.

Die alugha GmbH wurde im April 2014 von Bernd Korz und Gregor Greinert in Mannheim gegründet. Unterstützt wird Korz von seiner Familie und 10 weiteren Mitarbeitern aus dem IT- und Kreativsektor.

Dienstag, 14. April 2015

Touristen-Trend: Stadtführungen von Freiwilligen


Berlin (VoluNation) - Brandenburger Tor, Reeperbahn oder Kölner Dom? Langweilig, kennt jeder. Immer häufiger interessieren sich Touristen stattdessen für die unbekannten Ecken einer Stadt, die in keinem Reisebuch vorgestellt werden. Ehrenamtliche Stadtführer, so genannte „Greeters“, werden daher immer beliebter, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit. Sie zeigen Gästen ihre Lieblingsorte abseits der touristischen Hauptwege.

Entstanden ist die Idee zu Beginn der 1990er Jahre in New York, wo sich mehr als 300 Freiwillige um Besucher kümmern. Mittlerweile gibt es die Freizeit-Stadtführer in fast 100 Städten und Regionen in aller Welt, davon acht Mal in Deutschland. Die Nachfrage nach ihnen ist so groß, dass sie in vielen Städten kaum gedeckt werden kann. Freiwillige, die sich für ihre Stadt begeistern und gern andere Menschen treffen möchten, werden gesucht. Fremdsprachenkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.

Das Prinzip ist einfach: Freiwillige führen die Besucher zu den Lieblingsecken ihrer Stadt oder des Stadtteils, in dem sie sich besonders gut auskennen. Das können Wochenmärkte, Geschäfte oder Musikclubs sein – je persönlicher und individueller der Spaziergang ist, desto besser. Mindestens zwei Stunden dauert er, am Ende wird noch gemeinsam ein Kaffee getrunken. Die Teilnahme ist kostenlos, auch Trinkgeld wird nicht erwartet. Greeter engagieren sich ehrenamtlich - im Mittelpunkt steht der Kontakt von Menschen aus unterschiedlichen Städten, Ländern und Kulturen.

Wer bei seiner nächsten Städtereise an einem persönlichen Rundgang teilnehmen möchte, sollte zunächst im Internet prüfen, ob es am Zielort bereits eine Greeter-Gruppe gibt. Bei der Online-Buchung können Wünsche zu Themen und Stadtteilen sowie die Größe der Gruppe genannt werden. Bis zu sechs Besucher dürfen an einem Spaziergang teilnehmen.

Über VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter www.VoluNation.com erhältlich.

Donnerstag, 9. April 2015

Sportvereine bangen um ihre Zukunft

Berlin (VoluNation)  Viele Sportvereine blicken unsicheren Zeiten entgegen. Zwar ist der Sport mit 8,6 Millionen Engagierten Deutschlands größter Ehrenamts-Bereich, doch gerade für regelmäßige Aufgaben wie etwa im Vorstand finden sich immer weniger Interessierte.  Allein die Funktionsträger der rund 91.000 Sportvereine arbeiten laut einer Studie rund 290 Millionen Stunden pro Jahr, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit.

Obwohl sich jeder Zehnte über 14 Jahre im Sport engagiert, geht vielen Vereinen bei der Besetzung von Ämtern mittlerweile der Nachwuchs aus. Mehr als die Hälfte der Vorsitzenden, Geschäftsführer oder Kassenwarte sind bereits über 50 Jahre alt. Innerhalb weniger Jahre hat ihre Zahl um 6% auf 738.000 Personen abgenommen, die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden sank sogar um über 20%. Neben der demographischen Entwicklung gelten veränderte Lebensstile als eine der Ursachen für diesen Trend.

Ein Modellprojekt soll bis 2016 Lösungen entwickeln, wie das Ehrenamt im Sport interessanter werden kann und wieder mehr Menschen dafür begeistert werden können. Deutschlandweit arbeiten dazu zahlreiche Sportvereine mit Freiwilligenagenturen und Seniorenbüros zusammen. Künftig sollen die Wünsche und Vorstellungen der Ehrenamtlichen stärker berücksichtigt werden. Darüber hinaus sehen viele Vereine in den Freiwilligendiensten eine Möglichkeit, auch junge Erwachsene an ehrenamtliche Aufgaben heranzuführen. Im Sport leisten zurzeit rund 2.000 Personen ein Freiwilliges Soziales Jahr, weitere 600 einen Bundesfreiwilligendienst. Die Sportverbände drängen seit Jahren auf zusätzliche Freiwilligen-Stellen, bislang vergeblich.

Gesteigert werden soll auch der Frauenanteil, denn der Sport ist nach wie vor eine Männerbastion: Unter den 1,7 Millionen Trainern, Übungsleitern und Vorstandsmitgliedern finden sich lediglich 550.000 Frauen.

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Dienstag, 7. April 2015

Schmerzmittel haben ihre Grenzen

Hannover (apothekerkammer-niedersachsen) –  Medikamente sollten nie bedenkenlos eingenommen werden. Das gilt auch für frei verkäufliche Arzneien. Schmerzmittel in der Selbstmedikation dürfen ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht länger als drei oder vier Tage hintereinander eingenommen werden. Monatlich sollte die Dosis unter zehn Tabletten liegen. Wer neben Schmerzmitteln noch weitere Medikamente einnimmt, sollte im Gespräch mit einem Apotheker gefährliche Wechselwirkungen ausschließen, warnt die Apothekerkammer Niedersachsen.

Schmerzmittel beeinflussen andere Medikamente
Überschreiten Patienten in der Selbstmedikation die zulässige Dosierung und die Einnahmedauer bei entzündungshemmenden Schmerzmitteln, so ist dies mit einem erhöhten Risiko für das Entstehen von Magengeschwüren und Nierenschäden verbunden. Andere Schmerzmittel, wie z. B. Paracetamol, die in zu hohen Dosen genommen werden, können Leberschäden hervorrufen.

Werden gleichzeitig zur Selbstmedikation vom Arzt verordnete Mittel eingenommen, steigt die Gefahr von Wechselwirkungen. So kann es bei der Kombination von Cortison mit
entzündungshemmenden Schmerzmitteln zu Magenreizungen oder sogar
Magenblutungen kommen. Diese Gefahr ist umso größer, je höher die Dosierung
und je länger die Einnahmedauer der Schmerzmittel ist.
Schmerzmittel, in höherer Dosis verabreicht, können die Wirkung von Blutdrucksenkern verringern. Auch die Schmerzempfindlichkeit kann bei regelmäßiger Einnahme sinken. Eine mögliche Folge sind schmerzmittelinduzierte Kopfschmerzen. In bestimmten Fällen verstärken Schmerzmittel die Wirkung anderer Arzneien so massiv, dass medizinische Notfälle ausgelöst werden. So werden Therapien, die die Blutgerinnung hemmen, ernsthaft gefährdet, nimmt der Patient gleichzeitig ein Medikament mit dem weit verbreiteten, schmerzstillenden Wirkstoff Acetylsalicylsäure, kurz ASS, ein.
Schmerzen zunächst mit gut verträglichen Medikamenten lindern
Wer Schmerzen hat, sollte dem Apotheker vor Ort möglichst genau die Symptome schildern und sich dann ein Schmerzmittel mit gut verträglichen Wirkstoffen empfehlen lassen. Bestehen die Schmerzen weiterhin, kann der Patient nach einer ausführlichen Beratung in der Apotheke und nach einem Gespräch beim Arzt auf stärker wirksame Medikamente umsteigen.
Erhöhte Vorsicht für Kinder
Bei Kindern ist die Behandlung mit Schmerzmitteln heikel und bedarf einer gründlichen Beratung durch Ärzte und Apotheker. Nicht alle rezeptfrei erhältlichen Schmerzmittel sind für Kinder geeignet. Der gängige Wirkstoff Acetylsalicylsäure kann bei Kindern und Jugendlichen in seltenen Fällen sogar das Reye-Syndrom, eine schwere Erkrankung der Leber und des Gehirns, auslösen. Daher darf ein Medikament mit dem Wirkstoff ASS bei Kindern und Jugendlichen nur nach Anweisung eines Arztes verabreicht werden. Kinder brauchen wegen ihres geringen Körpergewichts kindgerechte Dosierungen und Darreichungsformen. Eltern sollten mit ihrem Apotheker vor Ort besprechen, welches Schmerzmittel gut für ihr Kind geeignet ist und ob als Darreichungsform Saft oder lieber Zäpfchen vorzuziehen sind.
Die Beratung durch einen erfahrenen Apotheker bei der Selbstmedikation ist stets empfehlenswert. Im höheren Maße gilt das vor allem für Kinder, Asthmatiker, Allergiker, chronisch Kranke, Schwangere, ältere Menschen, Nierenkranke und für Menschen, die mehrere Medikamente einnehmen müssen. Apotheker sind darin geschult, die Wirkung unterschiedlicher Schmerzmittel einzuordnen, eine passgenaue Medikation sicherzustellen und die Betroffenen umfassend zu beraten.
Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie und Toxikologie. Nach dem Staatsexamen erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist für Gesundheit und Prävention berät der Apotheker seriös und unabhängig. Er begleitet den Patienten fachlich, unterstützt ihn menschlich und hilft ihm so, seine Therapie im Alltag umzusetzen.

Dienstag, 31. März 2015

Ehrenamtliche Hasen-Helfer und Frosch-Träger

Berlin (VoluNation) - Verletzte Hasen, verlassene Hasenkinder und andere Wildtiere gehören nicht zum Tierarzt, sondern in Tierauffangstationen. Diese werden meist von ehrenamtlichen Helfern betreut und sind nicht nur zu Ostern auf Unterstützung angewiesen, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit. Dringend benötigt werden aktive Mitarbeiter, die beim Pflegen, Säubern oder Füttern mit zupacken.

Tatkräftige Helfer für vielfältige Aufgaben werden zu Beginn der wärmeren Jahreszeit auch in vielen Naturparks und Naturschutzgebieten gesucht. Wer verborgene Wasserquellen oder die Lieblingsplätze sonnenhungriger Schlangen suchen möchte, ist hier als Freiwilliger genau richtig.  Das bedeutet Natur pur für diejenigen, die mitten im Wald Käfer bestimmen oder Schmetterlinge aufspüren. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, da die Freiwilligen von erfahrenen und professionellen Naturschützern gründlich eingearbeitet werden. Geeignet ist, wer Interesse an der Natur und mindestens ein paar Stunden Zeit pro Woche mitbringt.

Einige Monate Zeit sollte man hingegen haben, wenn man lieber Zugvögel am Meer zählt oder als Naturschutzwart auf einer unbewohnten Nordseeinsel darauf aufpasst, dass Besucher keine seltenen Pflanzen zertrampeln. Als Gegenleistung für das längerfristige ehrenamtliche Engagement winken Ruhe, Abgeschiedenheit und eine Unterkunft mitten im Wattenmeer.

Gerade im Frühjahr werden viele Freiwillige als Krötenshuttle oder Frosch-Lotsen gesucht. Amphibienzäune müssen kontrolliert und Eimer voller Kröten und Fröschen über Landstraßen getragen werden. Naturfreunde, die gern Kontakt mit anderen Menschen haben, sind als Assistenten für Park-Ranger oder Gästebetreuer in Besucherzentren gefragt. Sie informieren Besucher darüber, welche Tier- und Pflanzenarten in einem Naturpark vorkommen und wie sie geschützt werden. Damit sich die Gäste immer wohl fühlen und in den teilweise entlegenen Gebieten nicht verlaufen, werden regelmäßig Test-Wanderer gesucht, die die Beschilderung von Rad- und Wanderwegen überprüfen.

Freiwillige, die sich lieber im Ausland an einem Naturprojekt beteiligen möchten, finden hier weitere Informationen:

http://www.volunation.com/freiwilligenarbeit/thailand/elefanten_projekt-78/

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Freitag, 27. März 2015

Lexika schweigen Naturforscher Johann Jakob Kaup tot

Taschenbuch von Ernst Probst schildert Leben und Werk des berühmten Darmstädter Zoologen und Paläontologen

Darmstadt / Wiesbaden (internet-zeitung) – Er war im 19. Jahrhundert einer der bedeutendsten Zoologen und Paläontologen und steht trotzdem in keinem gedruckten Lexikon der Gegenwart. Zahlreiche heutige und ausgestorbene Insekten, Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere verdanken ihm ihren wissenschaftlichen Namen.

Als Erster beschrieb Kaup den riesigen Rhein-Elefanten Deinotherium giganteum, den löwengroßen Säbelzahntiger Machairodus aphanistus, das bizarr aussehende Krallentier Chalicotherium goldfussi und viele andere exotische Tiere am Ur-Rhein in Rheinhessen aus dem Miozän vor etwa zehn Millionen Jahren. Ihm verdankt auch das rätselhafte Handtier Chirotherium aus der Triaszeit vor rund 240 Millionen Jahren seinen Namen. Unter anderem hat er den Begriff Pterosauria für die Flugsaurier geprägt.

Über den Mann, von dem hier die Rede ist, erschien eine 256 Seiten umfassende Biografie mit dem Titel „Johann Jakob Kaup. Der große Naturforscher aus Darmstadt“ (ISBN: 3640849167). Verfasser dieses reich bebilderten Werkes ist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, der bereits zahlreiche Bücher über paläontologische Themen veröffentlicht hat. Die Biografie über Johann Jakob Kaup erschien beim „GRIN Verlag“ (München) als gedrucktes Taschenbuch und als E-Book im PDF-Format.

Kaups Kindheit und Jugend stand unter keinem guten Stern. Er wurde 1803 in Darmstadt als Sohn eines Offiziers unehelich geboren und wuchs dort ohne Vater in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Lehrer trauten ihm wenig zu. Als seine Mutter 1820 starb, war er 17 Jahre alt und mittellos. Geld bleib auch später meistens knapp, weil ihn seine Dienstherren schlecht bezahlten.

Obwohl er nur zwei Semester in Göttingen und Heidelberg studierte, entwickelte er sich zu einem der ganz Großen in der Zoologie und Paläontologie. Viele bedeutende Naturforscher im In- und Ausland schätzten ihn sehr, schrieben ihm Briefe, besuchten ihn, luden ihn ein und tauschten mit ihm Museumsobjekte. Wie manch anderer Gelehrte seiner Zeit war auch er vor  wissenschaftlichen Irrtümern nicht gefeit.

Als Kaup 1873 im Alter von 70 Jahren in Darmstadt starb trauerten seine Frau, vier Töchter und ein Sohn um ihn. An ihn erinnern die Kaupstraße in Darmstadt, das Kaup-Archiv und die wissenschaftliche Publikation „Kaupia“ des Hessischen Landesmuseums Darmstadt, der Mount Kaup in Neuseeland und einige wissenschaftliche Tiernamen.

*

Der Wiesbadener Journalist und Wissenschaftsautor Ernst Probst hat von 1986 bis heute rund 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren sowie mehr als 300 E-Books veröffentlicht. Er schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie, Zoologie, Kryptozoologie, Archäologie, Geschichte, Luftfahrt sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.

Paläontologie: Deutschland in der Urzeit, Rekorde der Urzeit (1992), Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere (2008), Dinosaurier in Deutschland (1993 zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx. Die Urvögel aus Bayern, Dinosaurier in Deutschland. Von Compsognathus bis zu Stenopelix (2010), Dinosaurier in Baden-Württemberg, Dinosaurier in Bayern, Dinosaurier in Niedersachsen, Dinosaurier von A bis K, Dinosaurier von L bis Z, Raub-Dinosaurier von A bis Z, Deutschland im Eiszeitalter, Der Ur-Rhein, Als Mainz noch nicht am Rhein lag, Der Rhein-Elefant, Krallentiere am Ur-Rhein, Menschenaffen am Ur-Rhein, Säbelzahntiger am Ur-Rhein, Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (zusammen mit Dr. Jens Lorenz Franzen und Heiner Roos), Höhlenlöwen, Der Höhlenlöwe, Der Mosbacher Löwe, Säbelzahnkatzen, Die Dolchzahnkatze Megantereon, Die Dolchzahnkatze Smilodon, Die Säbelzahnkatze Homotherium, Die Säbelzahnkatze Machairodus, Der Europäische Jaguar, Eiszeitliche Geparde in Deutschland, Eiszeitliche Leoparden in Deutschland, Eiszeitliche Raubkatzen in Deutschland, Der Amerikanische Höhlenlöwe, Der Ostsibirische Höhlenlöwe,  Löwenfunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Der Höhlenbär, Johann Jakob Kaup. Der große Naturforscher aus Darmstadt, Das Mammut (Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura), Tiere der Urwelt. Leben und Werk des Berliner Malers Heinrich Harder, Aepyornis. Der Vogel, der die größten Eier legte, Argentavis. Der größte fliegende Vogel, Brontornis. Riesenvögel in Argentinien, Dinornis. Der größte Vogel aller Zeiten, Dromornis. Der schwerste Vogel aller Zeiten, Harpagornis. Der größte Greifvogel der Neuzeit, Hesperornis. Der große Vogel des Westens, Pelagornis. Der größte Meeresvogel, Phorusrhacos. Der riesige Terrorvogel, Tiere der Urzeit. Rekorde von Insekten, Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren, 30 Tiere der Urwelt. Bilder von F. John

Zoologie: Mit Gorillas auf Du. Kurzbiografie der Primatologin und Zoologin Dian Fossey, Mit Schimpansen auf Du. Kurzbiografie der Primatologin Jane Goodall, Mit Orang-Utans auf Du. Kurzbiografie der Anthropologin und Anthropologin Biruté Galdikas

Archäologie: Deutschland in der Steinzeit, Rekorde der Urmenschen, Deutschland in der Bronzezeit, Deutschland in der Frühbronzezeit, Die Bronzezeit, Die Aunjetitzer Kultur in Deutschland, Die Straubinger Kultur in Deutschland, Die Singener Gruppe, Die Arbon-Kultur in Deutschland, Die Ries-Gruppe und die Neckar-Gruppe, Die Adlerberg-Kultur, Der Sögel-Wohlde-Kreis, Die nordische Bronzezeit in Deutschland, Deutschland in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Deutschland, Die ältere Bronzezeit in Nordrhein-Westfalen, Die Bronzezeit in der Lüneburger Heide, Die Stader Gruppe, Die Oldenburg-emsländische Gruppe, Deutschland in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Deutschland, Die Unstrut-Gruppe, Die Helmsdorfer Gruppe, Die Saalemündungs-Gruppe, Die Lausitzer Kultur in Deutschland, Österreich in der Frühbronzezeit, Die Leithaprodersdorf-Gruppe, Die Aunjetitzer Kultur in Österreich, Die Straubinger Kultur in Österreich, Die Unterwölblinger Gruppe, Die Wieselburger Kultur, Die Litzenkeramik oder Draßburger Kultur, Die Attersee-Gruppe, Österreich in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Österreich, Österreich in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Österreich, Die Nordtiroler Urnenfelder-Kultur, Die Laugen-Melaun-Gruppe, Die Caka-Kultur, Die Schweiz in der Frühbronzezeit, Die Rhone-Kultur, Die Arbon-Kultur in der Westschweiz, Die Inneralpine Bronzezeit-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in der Schweiz, Die Laugen-Melaun-Gruppe in der Schweiz, Das Moustérien. Die große Zeit der Neandertaler, Das Rätsel der Großsteingräber. Die nordwestdeutsche Trichterbecher-Kultur, Die ersten Bauern in Deutschland. Die Linienbandkeramische Kultur (5500 bis 4900 v. Chr.)

Kryptozoologie: Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti, Alma. Ein Affenmensch in Eurasien, Bigfoot. Der Affenmensch aus Nordamerika, Chuchunaa. Der sibirische Affenmensch, Der De-Loys-Affe. Ein Menschenaffe in der „Neuen Welt“?, Nguoi Rung. Der vietnamesische Affenmensch, Orang Pendek. Der kleine Affenmensch auf Sumatra, Skunk Ape. Der Affenmensch in Florida, Yeren. Der chinesische Affenmensch, Yeti. Der Schneemensch im Himalaja, Yowie. Der australische Affenmensch, Das Einhorn. Ein Tier, das nie gelebt hat, Drachen. Wie die Sagen über Lindwürmer entstanden, Nessie. Das Monsterbuch, Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden, Riesen. Von Agaion bis Ymir, Seeungeheuer. 100 Monster von A bis Z, Der Tatzelwurm. Das Rätseltier in den Alpen

Biografien: 14 Taschenbücher über Superfrauen (Superfrauen 1 – Geschichte, Superfrauen 2 – Religion, Superfrauen 3 – Politik, Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr,  Superfrauen 5 – Wissenschaft, Superfrauen 6 – Medizin, Superfrauen 7 – Film und Theater, Superfrauen 8 – Literatur, Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie, Superfrauen 10 – Musik und Tanz, Superfrauen 11 – Feminismus und Familie, Superfrauen 12 – Sport, Superfrauen 13 Mode und Kosmetik, Superfrauen 14 – Medien und Astrologie), Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern, Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (zusammen mit Josef Eimannsberger), Frauen im Weltall, Königinnen der Lüfte, Königinnen der Lüfte von A bis Z. Biografien berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Europa, Königinnen der Lüfte in Amerika, Theo Lederer. Ein Flugzeugsammler aus Oberbayern, Königinnen des Films (in Arbeit), Königinnen des Tanzes, Königinnen des Theaters, Superfrauen aus dem Wilden Westen, Malende Superfrauen, Der Schwarze Peter. Ein Räuber aus dem Hunsrück und Odenwald, Meine Worte sind wie die Sterne. Die Entstehung der Rede des Häuptlings Seattle (zusammen mit Sonja Probst), Franziska Streitel – Die „Dienerin Gottes“ aus Franken, Elisabeth I. Tudor. Die jungfräuliche Königin, Lucrezia Borgia. Die schöne Tochter eines Papstes, Maria Stuart. Schottlands tragische Königin, Machbuba. Die Sklavin und der Fürst, Hildegard von Bingen. Die deutsche Prophetin, Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes, Zenobia. Eine Frau kämpft gegen die Römer, Cortés und Malinche. Der spanische Eroberer und seine indianische Geliebte, Katharina II. die Große. Die Deutsche auf dem Zarenthron, Pompadour und Dubarry. Die Mätressen von Louis XV., Königinnen des Films 1, Königinnen des Films 2, Königinnen des Films in Italien, Lucille Ball – Der „weibliche Charlie Chaplin“, Theda Bara – Der erste Vamp des Kinos, Brigitte Bardot – „B.B.“- Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Ingrid Bergman – Der Weltstar aus Schweden, Joan Crawford – Der Filmstar mit den breiten Schultern, Bette Davis – Die Frau, die 100 Filme hinterließ, Marlene Dietrich – Die deutsche „Göttin des Films“, Jodie Foster – Hollywoods klügste Schönheit, Greta Garbo – Die „Göttliche“, Ava Gardner – Die „Königin von Hollywood“, Judy Garland – Der unglückliche Hollywood-Star, Janet Gaynor – Die erste „Oscar“-Preisträgerin – Uschi Glas – Deutschlands „Quotenqueen auf dem Bildschirm“, Jean Harlow – Das platinblonde Sexsymbol der 1930-er Jahre, Rita Hayworth – Die „Venus des Atomzeitalters“, Katharine Hepburn – Die „Königinmutter von Hollywood“, Grace Kelly – Der Star, der den Traumprinzen heiratete, Hildegard Knef – Der deutsche Weltstar mit drei Karrieren, Zarah Leander – Der „UFA“-Star der 1930-er und 1940-er Jahre, Vivien Leigh – Der Weltstar aus „Vom Winde verweht“, Ruth Leuwerik – Die „Königin des Melodramas“ , Gina Lollobrigida. Die „Lollo“ - der Stern der 1950-er Jahre,  Sophia Loren – Der italienische Filmstar der 1960-er Jahre - Melina Mercouri – Der Star aus „Sonntags ... nie!“, Inge Meysel – Die „Fernsehmutter der Nation“, Marilyn Monroe – Amerikas größter Filmstar, Pola Negri – Der Stummfilmstar aus Polen, Asta Nielsen – Deutschlands erster Filmstar, Leni Riefenstahl – Die meisterhafte Regisseurin und Fotografin, Julia Roberts – Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Margaret Rutherford – Die beste Komödiantin Englands der 1960-er Jahre, Adele Sandrock – Die komische Alte des deutschen Kinos, Romy Schneider – Sie wollte nicht ewig „Sissi“ sein, Hanna Schygulla – Der deutsche Weltstar, Simone Signoret – Frankreichs Sexsymbol der 1950-er Jahre, Meryl Streep – Ein Star auf der Bühne, der Leinwand und dem Bildschirm, Gloria Swanson – Die Mondäne auf der Kinoleinwand, Elizabeth („Liz“) Taylor – die „Königin von Hollywood“, Liv Ullmann – Die große norwegische Schauspielerin, Grethe Weiser – Die volkstümliche Schauspielerin, Mae West – Die Komödiantin der Spitzenklasse, rund 70 Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen, Dr. Veronica Carstens – Die Förderin der Naturheilkunde, Dorothea Erxleben. Die erste deutsche Ärztin, Schreibende Superfrauen in Deutschland. Cockacoeske. Die Königin von Pamunkey, Kateri Tekakwitha. Die erste selige Indianerin in Nordamerika, Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen, Mohongo. Die Indianerin, die in Europa tanzte, Sacajawea. Die indianische Volksheldin, Sieben berühmte Indianerinnen, Louis XV. Der Vielgeliebte, Marquise de Pompadour. Die erste bürgerliche Mätresse von Louis XV., Madame Dubarry. Von der Dirne zur Mätresse des Königs, Die Comtessen de Mailly-Nesle. Vier adelige Schwestern für den König, Marie-Louise O’Murphy de Boisfally. Eine Geliebte von Louis XV.

Interviews: Was ist ein Menhir? Interview mit dem Mainzer Archäologen Dr. Detert Zylmann über Hinkelsteine, Wer ist der kleinste Dinosaurier? Interviews mit dem Wissenschaftsautor Ernst Probst, Wer war der Stammvater der Insekten? Interview mit dem Stuttgarter Biologen und Paläontologen Dr. Günter Bechly, Neues vom Ur-Rhein. Interview mit dem Geologen und Paläontologen Dr. Jens Sommer

Aphorismen: Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball, Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien (beide zusammen mit Doris Probst, Schweigen ist nicht immer Gold. Zitate von A bis Z, Weisheiten der Indianer

Die meisten dieser Titel sind beim „GRIN Verlag“ erschienen und in mehr als zahlreichen Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

Der „GRIN Verlag“ mit Sitz in München hat sich seit der Gründung im Jahr 1998 auf die Veröffentlichung akademischer Texte spezialisiert. Die Verlagsseite http://www.grin.com ist für Studenten, Hochschullehrer und andere Akademiker die ideale Plattform, ihre Fachtexte, Studienarbeiten, Abschlussarbeiten oder Dissertationen einem breiten Publikum zu präsentieren.

Mittwoch, 18. März 2015

Kryptozoologie-Report informiert über Kryptozoologie

Berlin (internet-zeitung) – 60 Seiten im Großformat DIN A4 (21 mal 29,7 Zentimeter) mit vielen interessanten Informationen präsentiert die neueste Ausgabe des „Kryptozoologie-Report“. Das Hauptthema der reich bebilderten Publikation lautet: „Ist das ein Chupacabras?“ Andere Artikel heißen „Das Thylacinus-Projekt“, „Der Djatlow-Pass-Vorfall – War es der Yeti?“. „Tor zur Urzeit im Schleswig-Holsteinischen Brügge – Zwischen Erdgeschichte, Mythos und Kryptozoologie – Weitere Informationen zum Aufbau der Ausstellung: Kryptozoologie“, „Drachenformen in ostdeutschen Städtewappen“. Wertvoll sind auch die Hinweise auf Literatur aus dem Themenbereich Kryptozoologie. Die Redaktion von „Kryptozoologie-Report“ wird von Hans-Jörg Vogel in Berlin geleitet. Im Internet findet man den „Kryptozoologie-Report“ unter der Adresse http://www.der-kryptozoologie-report.de. Die jüngste Ausgabe (Heft Nr. 19) ist für 10 Euro (inklusive Versandkosten) erhältlich. 

Wasser: Zum Wegspülen zu wertvoll

Im neuen Hamburger Stadtquartier „Jenfelder Au“ wird Toilettenabwasser zur Energie- und Wärmegewinnung genutzt. In Berlin-Kreuzberg schwimmen Fische in aufbereitetem Spül- und Duschwasser. Und in Dresden spüren Forscherinnen und Forscher Antibiotika im Abwasser auf. Drei von zahlreichen Projekten, die Lösungen für den nachhaltigen Umgang mit Wasser in der Stadt von morgen aufzeigen.

Berlin - Weltweit wächst der Durst der Städte. Großstädter verbrauchen Unmengen an Frischwasser und produzieren ebensolche Massen an Abwasser. Das wird aufwändig in Kläranlagen aufbereitet und stellt derzeit den größten Stromverbrauch im kommunalen Bereich dar. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka betont anlässlich des Weltwassertages am 22. März die Notwendigkeit, die Ressource Wasser besser zu schützen. „Wasser muss dauerhaft ein sauberes und sicheres Lebensmittel für alle bleiben. Dazu trägt die Forschung mit ihren Ergebnissen bei. So verschmutzen wir vor allem in den Städten weniger Wasser und sparen Energie“, sagte Wanka. Energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft ist daher ein wichtiges Themenfeld im Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Bereich des Nachhaltigen Wassermanagements (NaWaM) zahlreiche Projekte, die sich mit der sicheren Trinkwasserversorgung bis hin zu ganzheitlichen Entwässerungs- und Energiegewinnungskonzepten befassen. Einige werden auf der Messe „Wasser Berlin International 2015“ vom 24. bis 27. März vom BMBF präsentiert.
Im Quartier „Jenfelder Au“ in Hamburg wird bald vorgelebt, wie Abwasserbeseitigung und Energieerzeugung miteinander verbunden werden können. Auf dem ehemaligen Kasernengelände entwickelt die Hansestadt ein Wohngebiet mit zirka 770 neuen Wohneinheiten sowie Infrastruktureinrichtungen. Neben modernsten Wärmedämm- und Lüftungsstandards wird auch ein innovatives, ganzheitliches Entwässerungs- und Energiegewinnungskonzept als Demonstrations- und Forschungsvorhaben umgesetzt. Technische Basis dafür ist der Hamburg Water Cycle (HWC). Das Toilettenabwasser (Schwarzwasser) der rund 2000 Einwohner sowie das gering belastete häusliche Abwasser (Grauwasser, zum Beispiel aus der Dusche oder der Waschmaschine) verschwinden nicht mehr gemeinsam in der Kanalisation, sondern werden getrennt. Das Schwarzwasser wird anschließend zur Produktion von Biogas eingesetzt, das die Wohnsiedlung mit Strom und Wärme versorgt. Das ebenfalls vor Ort aufbereitete Grauwasser kann in öffentliche Gewässer fließen. Wissenschaftlich begleitet wird die Erprobung des HWC-Systems durch den vom BMBF geförderten Forschungsverbund KREIS (Kopplung von regenerativer Energiegewinnung mit innovativer Stadtentwässerung).
Ebenfalls vom Bundesforschungsministerium gefördert ist das Projekt „Roof Water-Farm“ in Berlin. Im Rahmen der Maßnahme „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“ (INIS) erproben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin gemeinsam mit Kooperationspartnern, wie mitten in der Stadt Gemüse angebaut und Fische gezüchtet werden können. Bewässert werden Salat und Erdbeeren mit dem aufbereiteten Grauwasser eines Wohnhauses, das auch die Fischbecken füllt. Voraussetzung ist auch hier ein getrenntes Abwassersystem.
Forschungsbedarf gibt es weiterhin bei dem Problem von Medikamentenrückständen in unserem Wasser. Ein BMBF-gefördertes Verbundprojekt hat sich am Beispiel der Stadt Dresden mit den Einträgen von Antibiotika und der Bildung von Antibiotikaresistenzen im urbanen Abwasser befasst. Die Ergebnisse sollen in ein Informations- und Frühwarnsystem münden. Und immer noch entsorgen zu viele Menschen nicht geschluckte Medikamente in der Toilette. Im Zuge der Fördermaßnahme „Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf“ (RiSKWa) ist daher die neue Internetplattform Arzneimittelversorgung.de entwickelt worden.

Das Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt zeigt, wie Forschung heute schon dazu beiträgt, Städte nachhaltig lebenswert zu gestalten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lösen gemeinsam mit Kommunen, Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürgern konkret und vor Ort die großen gesellschaftlichen Herausforderungen: Es geht um sichere Energie, um klimaangepasstes Bauen, es geht um Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität und vieles mehr. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie trägt Forschung in die Öffentlichkeit.

Restauratoren geben Terrakotta-Armee ihre Farben zurück

BMBF-Projekt zum Erhalt von Kulturgütern in China

Sie trugen farbgewaltige Gewänder mit komplizierten Mustern und bunten Schleifen, einer von ihnen schminkte sogar sein Gesicht grün: Jede Figur der berühmten Terrakotta-Armee ist in ihren Gesichtszügen, Frisur, Kleidung und Statur individuell und täuschend echt dargestellt. Eine unvorstellbar aufwändige und in dieser Qualität bisher beispiellose künstlerische Arbeit. Restauratoren von der Technischen Universität München (TUM) haben in jahrelanger Detailarbeit die Bemalung der Krieger entschlüsselt, rekonstruiert und nach Wegen gesucht, sie zu erhalten.

Generäle, Bogenschützen, Infanteristen, Offiziere, Wagenlenker: Sie alle stehen oder knien lebensgroß in der Grabanlage des ersten Kaisers von China, Qin Shihuangdi. Aus 7300 Figuren, so schätzen Experten, besteht die berühmte Terrakotta-Armee. Entdeckt wurde sie 1974 und gehört mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wie groß die Grabanlage des ersten Kaisers wirklich ist, die im 3. Jahrhundert vor Christus errichtet wurde, weiß niemand. Bisher wurden ungefähr 200 Beigabengruben auf einer etwa 50 Quadratkilometer großen Fläche um den mächtigen Grabhügel entdeckt. In drei dieser Gruben versammeln sich die Krieger.

Catharina Blänsdorf vom Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft der TUM hat sich über zehn Jahre mit der Analyse und dem Erhalt der Farbfassung beschäftigt. Die Forschungsarbeiten waren ein Teilprojekt einer 25-jährigen Zusammenarbeit mit der chinesischen Provinz Shaanxi.

Aufwändige Detektivarbeit

Der grau-braune Eindruck, den die Figuren im Terrakotta-Museum machen, das an der Original-Fundstelle errichtet wurde, täuscht. Schillernd bunt waren die beeindruckenden Krieger, hatten nachgebildete Pferde und Wagen und waren sogar mit echten Waffen ausgestattet. Werden die Figuren aber bei den Ausgrabungen der feuchten Erde entnommen, löst sich die Grundierung – und die Krieger verlieren ihre Farbe.

Teilweise musste sich Blänsdorf an kleinsten Farbresten orientieren, um die ursprüngliche Bemalung nachvollziehen zu können. „Es handelt sich keineswegs um Malen nach Zahlen“, betont die Restauratorin. Die Natur diente den Künstlern als Vorbild. An bestimmten Stellen des Körpers, wie etwa an den Schultern, sieht es aus, als würde das Muster des gemalten Kleidungsstücks sich etwas verziehen – so wie es in der Realität der Fall wäre.

Geheimnisvolle Muster

Die Kleidung bestand aus Gewand, Untergewand,  Hose und Schienbeinschutz. Alle diese Elemente waren unterschiedlich gefärbt und bei bestimmten Figuren waren die Panzer mit Mustern versehen, wie Blänsdorf herausfand. Die aufwändigen Ornamente geben den Wissenschaftlern zum Teil immer noch Rätsel auf. „Sie lassen sich grob in geometrische Formen, wie etwa Rauten, Sterne oder Blüten und zoomorphe Formen wie Vögel, Drachen und Phönix unterteilen“, erklärt die Restauratorin.

Uniformen existierten in der Armee nicht. Der Rang wurde durch die Kopfbedeckung und die Panzer gekennzeichnet. Die Generäle etwa trugen eine Kappe, die mit Fasanenfedern geschmückt war. Ihre Panzer besaßen kompliziert verschnürte Platten, Besätze mit Mustern, und Seidenstoffe auf Brust und Rücken. Bei den Wagenoffizieren bedeckt der schürzenartige Panzer nur den Bauch und ist auf dem Rücken mit überkreuzenden Bändern befestigt. Diese waren in zwei Streifen geteilt, von denen vorderseitig der eine den Panzer säumt, der andere den Halsausschnitt. Sie trugen Kappen mit einem eckigen, abgewinkelten Streifen auf dem Kopf.

Faszinierende Detailgenauigkeit

Jede der Figuren ist einzigartig. So besitzen manche Generäle einen kleinen Wohlstandsbauch, aber auch unter den Infanteristen befinden sich stämmige Männer. Es ist den Künstlern gelungen, die Gesichtszüge so realistisch nachzubilden, dass sich verschiedene Lebensalter darin abzeichnen. Einer der knienden Bogenschützen hat als Alleinstellungsmerkmal sogar ein grün geschminktes Gesicht.

Catharina Blänsdorf war immer wieder fasziniert von der Detailgenauigkeit der künstlerischen Darstellung. So erzeugten die Maler mithilfe der Pinsel Strukturen, die sich vom Hintergrund plastisch abheben. Auf diese Weise bildeten sie zum Beispiel Federn nach. „Auch Augenbrauen und Schnurrbärte sind auf diese Weise realistisch dargestellt“, sagt sie.


Farbfassung von 55 Figuren rekonstruiert   

Blau, Grün, Rot, Violett, Rosa und Weiß sind die am häufigsten verwendeten Farben für die Bemalung der Figuren, wie die Forscher herausfanden. Schwarz und Ocker sind seltener. Für die Farben wurden anorganische Pigmente verwendet: Malachit, Azurit, Zinnober, rote und gelbe Eisenoxide, Bleiweiß und Beinschwarz. Unter den verwendeten Farben ist auch Han Purple. Dieses wurde in der chinesischen Antike mit einem technisch sehr ausgefeilten Verfahren hergestellt. Erst 1983 wurde Han Purple wiederentdeckt und seine chemische Struktur aufgeklärt, das genaue Herstellungsverfahren ist aber bis heute nicht bekannt.

In jahrelanger „Detektivarbeit“ ist es Blänsdorf gelungen, die ursprüngliche Bemalung von insgesamt 55 Figuren zu rekonstruieren. Neben zahlreichen Zeichnungen und virtuellen Nachbildungen entstanden auch plastische Modelle der Figuren. Ein kniender Bogenschütze und ein General aus Gips stehen in Originalgröße und mit der Bemalung, wie sie ursprünglich gewesen sein könnte, im Münchner Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke. Blänsdorf hat auch bei einer Gruppe von 18 knienden Bogenschützen die ursprüngliche Bemalung rekonstruiert. Diese Figuren wurden allerdings in kleineren Maßstab (etwa 1 zu 5) gefertigt. Sie bestehen aus Terrakotta und sind ungefähr 23 Zentimeter hoch.

Ihre Forschungsergebnisse hat Blänsdorf in ihrer Dissertation zusammengefasst, mit der sie 2013 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart promovierte. Die Veröffentlichung ist für Juni 2015 geplant.

Verdunstung verhindern

Immer noch werden neue Figuren der Terrakotta-Armee entdeckt und ausgegraben. Mittlerweile können die Farbfassungen allerdings besser erhalten werden. Das Problem: Die Figuren wurden damals zunächst mit ostasiatischem Lack, auch qi-Lack genannt, überzogen. Auf diese Beschichtung trugen die Künstler die Farbschichten auf. Als Bindemittel wurde Ei benutzt. Werden die Figuren nun aber aus der feuchten Erde genommen, verdunstet das Wasser aus dem Lack. Dieser schrumpft und die Farbe blättert ab.

Um dies zu verhindern, kann Polyethylenglycol (PEG) mit Kompressen auf die Figuren aufgetragen werden. Dabei wird PEG gegen den größten Teil des Wassers im Lack ausgetauscht. Der Nachteil dieser Methode: Die Figuren wirken dunkler als im Original. Auch können bei dieser Behandlung noch Risse im Lack auftreten, wenn das Wasser schneller verdunstet als das Lösungsmittel aufgetragen wird. Eine bessere Konservierung der Farben, aber auch die Erhaltung der bereits ausgestellten Figuren sind Herausforderungen, die noch vor den chinesischen Denkmalschützern liegen.p>

25 Jahre Zusammenarbeit

Die Terrakotta-Armee ist nur ein Beispiel für die Vielzahl der archäologischen Schätze, die im Land der Mitte unter der Erde verborgen sind. „In der Volksrepublik China werden seit Jahren täglich hunderte von archäologischen Ausgrabungen durchgeführt“, erklärt Prof. Erwin Emmerling, Inhaber des Lehrstuhls für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft. „Der Veränderungsdruck durch die rasant wachsenden Städte und die großen Infrastrukturmaßnahmen ist so gewaltig, dass die staatlichen Denkmalbehörden nur mit Mühe die zahllosen Funde bergen und deponieren können.“


Bereits 1988 schlossen das Bundesministerium für Forschung und Technologie (heute: Bundesministerium für Bildung und Forschung) und die chinesische Kommission für Wissenschaft und Technik eine Vereinbarung über eine Zusammenarbeit. Auf diese Vereinbarung geht das BMBF-Forschungsprojekt zum Erhalt von Kulturgütern zurück. Das letzte Nachfolgeprojekt endete 2014. An der Kooperation sind mehrere chinesische und deutsche Institutionen beteiligt. Ziel ist der wissenschaftliche Austausch, die Weiterentwicklung und die Erprobung von Konservierungsverfahren für Kulturgüter der Provinz Shaanxi und seit 2006 auch der Provinz Sichuan.

Der Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft der TUM hatte die Gelegenheit an zahlreichen Ausgrabungen und Restaurierungsarbeiten mitzuwirken. Weitere Forschungsprojekte erfolgten unter anderem an buddhistischen Tempelanlagen (8. und 16. Jahrhundert) aber auch an Wandmalereien jüngerer Epochen (19. Jahrhundert).