Freitag, 28. Dezember 2012

Ostbayerische Eltern wünschen sich weniger Leistungsdruck und engagiertere Lehrer an den Schulen

Regensburg (obx) - 31 Prozent der Eltern wünschen sich für ihre Kinder an den Schulen weniger Leistungsdruck, 27 Prozent eine bessere Betreuung und 23 Prozent engagiertere Lehrer. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Hochschule Regensburg unter Leitung von Professor Edgar Feichtner.

Auch bei den Schülern stehen weniger Leistungsdruck (28 Prozent) und engagiertere Lehrer (22 Prozent) ganz oben auf ihrer Wunschliste für die Schule der Zukunft. Laut dieser Untersuchung würden deshalb 53 Prozent aller Eltern ihr Kind gerne auf eine Privatschule schicken: Als Hauptgründe wurden dabei die bessere individuelle Förderung und Betreuung (36 Prozent), das bessere Leistungsangebot, motiviertere Lehrer, besseres ganzheitliches Lernen und eine intensivere Einbindung der Eltern in die schulischen Abläufe genannt.

34 Prozent der Eltern scheuen der Studie zufolge trotzdem den Schritt in die Privatschule - weil sie die Kosten fürchten. "Ein Vorurteil, das die Praxis widerlegt", sagt Markus Pindl, Geschäftsführer des größten ostbayerischen Privatschulträgers, den Pindl-Schulen in Regensburg, Straubing und Passau. "Begleitender privater Nachhilfeunterricht zur öffentlichen Schule kann sogar teurer sein, als der Wechsel zur Privatschule mit kostenfreier "All-inclusive Betreuung" der Schüler", so Pindl.

Rund 1,1 Millionen Schüler nehmen heute in Deutschland regelmäßig bezahlten Nachhilfeunterricht in Anspruch, hat die Bertelsmann Stiftung ermittelt. Das ist etwa jeder achte (12,2 Prozent) der insgesamt neun Millionen Schüler an allgemeinbildenden Schulen.

In Mathematik nehmen fast 20 Prozent aller 15-jährigen Nachhilfe in Anspruch. Insgesamt geben Eltern nach der Bertelsmann-Studie dafür jährlich nahezu 1,5 Milliarden Euro aus. Das sind zwischen 1000 und 1300 Euro pro Kind und Jahr.

Das relativiert die Kosten der Privatschulen. Bei Pindl beispielsweise erhält jeder Schüler laut Schulleitung im Durchschnitt - im Schulgeld enthalten - rund 140 Stunden spezielle, individuelle und gezielte Förderung pro Jahr. "Bei günstig angenommenen 15 Euro für Nachhilfestunden mit einem qualifizierten Pädagogen wären das rund 2100 Euro für Nachhilfe pro Jahr auf dem "freien Markt", rechnet Pindl-Geschäftsführer Detlef Ammon vor.

Demgegenüber liegen die Kosten für das Schulgeld beispielsweise an den Pindl-Mittelschulen wie auch für die Unterstufen des Gymnasiums bei 170 Euro im Monat, also 2000 Euro - "individuelle Förderung, kleine Klassen, ganzheitliches Lernen, motivierte Lehrer und das gesamte Leistungsangebot einer renommierten Privatschule sind da bereits inklusive", sagt Markus Pindl.

Auch sonst sei das Vorurteil der "teuren Privatschule" längst von der Wirklichkeit überholt. Umgelegt auf die Unterrichtsstunden kostet etwa bei PINDL eine Stunde Schulunterricht pro Kind im Durchschnitt gerade mal 1,70 Euro - inklusive aller Förderung außerhalb des regulären Schulunterrichts. "Das ist wirklich nicht viel Geld, wenn man den Grundsatz zum Maßstab nimmt, wonach für Bildung der Kinder ausgegebenes Geld die beste Investition in die Zukunft ist", meint Geschäftsführer Detlef Ammon.