Ein Memorandum über Chancen und Risiken des Neuro-Enhancement
Die einen schlucken Aufputschmittel zur Prüfungsvorbereitung oder um einfach länger wach und konzentriert zu bleiben. Andere hellen ihre Stimmung mit Antidepressiva auf. – Auch gesunde Menschen trachten heutzutage danach, mit Psychopharmaka ihre kognitiven Fähigkeiten oder ihr Befinden zu verbessern. Pharmafirmen entwickeln mit Hochdruck Medikamente, die solche Effekte hervorbringen sollen.
Aus: Gehirn&Geist, November 2009
Wie verbreitet ist Hirndoping – das so genannten Neuro-Enhancement – tatsächlich? Wie wirksam sind die existierenden Präparate, welche könnte es bald geben? Wie sind solche Möglichkeiten der Selbstverbesserung ethisch zu bewerten? Um die öffentliche Debatte über diese Fragen anzuregen, veröffentlicht die Zeitschrift "Gehirn&Geist" in ihrer November-Ausgabe (11/2009) ein Memorandum sieben führender Experten über Chancen und Risiken des pharmazeutischen Neuro-Enhancement. Zu den Autoren zählen u.a. Professor Dr. med. Isabella Heuser (Charité Berlin), Professor Dr. Bettina Schöne-Seifert (Universität Münster; Mitglied des Deutschen Ethikrats) und Professor Dr. iur. Reinhard Merkel (Universität Hamburg).
Das Memorandum bildet den Schlußpunkt eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung 2006 initiierten Projekts. Ein interdisziplinäres Forschergremium, koordiniert von der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler, sichtete die Forschungsliteratur zu Wirkungen und Nebenwirkungen von Enhancement-Präparaten. Parallel dazu prüften Medizinethiker und Juristen die Stichhaltigkeit der Bedenken gegen die medikamentöse Verbesserung psychischer Eigenschaften. Ihre wichtigsten Ergebnisse präsentieren die Autoren am 12. Oktober 2009 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) der Öffentlichkeit.
Zeit und Ort der Veranstaltung:
12. Oktober 2009, 16 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)
Leibniz-Saal
Jägerstraße 22–23 (Gendarmenmarkt)
10117 Berlin
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